Das akute Koronarsyndrom in der präklinischen Notfallmedizin

Author(s):  
Bernhard Schieffer ◽  
Julian Kreutz ◽  
Birgit Markus ◽  
Ann-Christin Schäfer

ZusammenfassungDas akute Koronarsyndrom (ACS) ist eine häufige Arbeitsdiagnose in der präklinischen Notfallmedizin. Durch den potenziell lebensbedrohlichen Verlauf sind eine schnelle Diagnostik und Einleitung von Therapiemaßnahmen entscheidend. Dabei stehen extrahospital antithrombotische Medikamente und eine Therapie der Begleitsymptomatik im Vordergrund. Ein zügiger Transport in die Klinik für eine perkutane Koronarintervention (PCI) ist notwendig.

2005 ◽  
Vol 5 (04) ◽  
pp. 198-200 ◽  
Author(s):  
Angela Galler ◽  
Wieland Kiess ◽  
Thomas Kapellen

ZusammenfassungDurch eine gemeinsame genetische Suszeptibilität haben Kinder und Jugendliche mit einem Typ-1-Diabetes mellitus ein deutlich höheres Risiko an einer Schilddrüsenautoimmunerkrankung zu erkranken. Dabei ist die Prävalenz einer manifesten Hypothyreose etwa 2– bis 5-mal höher als bei gleichaltrigen gesunden Kindern und Jugendlichen. Häufiger noch sind eine subklinische Hypothyreose oder ein positiver Nachweis von Antikörpern (TPO oder Thyreoglobulin). Daher wird derzeit ein Screening (TSH, TPO-AK) alle 1–2 Jahre empfohlen. Bei subklinischer Thyreoiditis (mehrfach erhöhtes TSH oder sonographische Auffälligkeiten plus Nachweis von Antikörpern) sollte eine Behandlung mit L-Thyroxin begonnen werden.


2014 ◽  
Vol 11 (03) ◽  
pp. 156-162
Author(s):  
H. Gündel ◽  
M. Noll-Hussong

Zusammenfassung Einleitung: Somatoforme Störungen sind eine in sich heterogene Gruppe. Schmerzen stellen dabei eine sehr häufige Symptomatik dar. Das Wissen über neurobiologische Korrelate somatoformer Schmerzen ist enorm gewachsen. Methodik: Mittels einer selektiven Literaturanalyse werden aktuelle Erkenntnisse zum Zusammenhang von somatoformen Schmerzen und zwischenmenschlichen Beziehungsstörungen dargestellt. Ergebnisse: Sowohl (frühkindliche) Beziehungstraumata als auch biografisch spätere und aktuelle Störungen der zwischenmenschlichen Beziehungen können sich in Form von chronischen Schmerzen äußern. Schmerz kann in einer Untergruppe von Betroffenen den Charakter eines Gefühls wie Wut, Angst oder Traurigkeit annehmen. Die diesbezüglichen neurobiologischen Grundlagen sind hochkomplex und betreffen u.a. sowohl genetische, molekulare und neurale Mechanismen. Schlussfolgerung: Die Ätiologie von somatoformen Störungen ist multifaktoriell, die Grenzen zwischen einer mehr primär psychoreaktiven bzw. psychosozialen und einer mehr primär biologischen Genese fließend. Psychosoziale Einflüsse spielen gerade in Anbetracht der modernen neurobiologischen Erkenntnisse bei vielen chronischen Schmerzpatienten eine wichtige Rolle. Primär seelischer Schmerz kann sich primär somatisch ausdrücken, aber auch in anderer Richtung gibt es eine entsprechende Beeinflussbarkeit. Daher sollte die Möglichkeit psychotherapeutischer (Mit-)Behandlung bei vorliegender chronischer Schmerzstörung immer sorgfältig geprüft werden. Hierbei müssen zusätzlich kulturelle wie historische Einflüsse berücksichtigt werden.


2015 ◽  
Vol 79 (05) ◽  
pp. 407-414
Author(s):  
S. Völker ◽  
C. Schreiber ◽  
H. Müller ◽  
N. Zacharias ◽  
T. Kistemann

ZusammenfassungNach der Novellierung der Trinkwasserverordnung im Jahr 2011 sind die Anforderungen an die hygienisch-mikrobiologische Überwachung von Trinkwasser-Installationen nochmals erheblich gestiegen. Im BMBF-geförderten Projekt „Biofilm-Management“ (2010–2014) untersuchten wir, inwieweit etablierte Probenahmestrategien in der Praxis systemweit mit Legionellen kontaminierte Trinkwasser-Installationen aufdecken können, und welche zusätzlichen Parameter geeignet sind, eine systemweite Kontamination zu erfassen. Wir unterzogen die Trinkwasser-Installation von 8 Gebäuden mit bekannter mikrobieller Kontamination (Legionellen) einer intensiven hygienisch-mikrobiologischen Beprobung mit hoher räumlicher und zeitlicher Auflösung. Insgesamt wurden 626 Trinkwarmwasser-Proben mit klassischen kulturellen Verfahren untersucht. Außerdem wurden in jedem Gebäude eine umfassende hygienische Ortsbesichtigung durchgeführt und qualitative Interviews mit Betreibern und Nutzern geführt. Erhobene zapfstellenspezifische Parameter wurden quantitativ mittels Sensitivitäts- und Korrektklassifikationsberechnungen analysiert. Das systemweite Vorkommen von Legionellen in Trinkwasser-Installationen weist eine hohe räumliche und zeitliche Variabilität auf. Etablierte Probenahmestrategien waren nur eingeschränkt geeignet, langfristig bestehende Legionellen-Kontaminationen von Trinkwasser-Installationen zu detektieren. Insbesondere die Beprobung von Warmwasser-Vorlauf und Zirkulationsrücklauf zeigte wenig Aussagekraft hinsichtlich des Kontaminationsgeschehens. Deutlich besser ließ sich eine systemweite Legionellen-Kontamination mittels der Parameter Stagnation (qualitativ) und Temperatur (Einhaltung der 5K-Regel) aufzeigen.


2012 ◽  
Vol 31 (10) ◽  
pp. 699-707 ◽  
Author(s):  
K. G. Kahl

ZusammenfassungDie therapieresistente Depression (TRD) ist ein häufiges Problem in der klinischen Versorgung. Im Gegensatz zu depressiven Episoden hat die TRD eine schlechtere klinische, funk-tionelle und soziale Prognose. Es besteht eine Reihe von Optionen zur Therapie der TRD, die Evidenzlage ist – nicht zuletzt aufgrund der uneinheitlichen Operationalisierung von TRD – schmal. Neue Therapiestrategien, die auf eine Veränderung von Neurotransmittersystemen außerhalb der klassischen Monoaminhypothese zielen, werden mit vielversprechenden Ergebnissen untersucht. Augmentations- und Kombinationsstrategien mit Lithium, atypischen Neuroleptika und neueren Antidepressiva sind eine interessante und valide Option.


2014 ◽  
Vol 33 (04) ◽  
pp. 227-232
Author(s):  
P. Fiedler
Keyword(s):  

ZusammenfassungIn den vergangenen Jahren sind eine Reihe neuer Therapieperspektiven in der Verhaltenstherapie diskutiert und teils als neuartige Konzepte eingeführt worden. Dieser Entwicklung entsprechend sind die Beiträge in diesem Themenheft ausgesucht und zusammengestellt worden. Nachfolgend sollen einige zentrale Gesichtspunkte dieser Entwicklung übergreifend kritisch beleuchtet werden. Die Konzepte dieser neuen Wellenbewegung in der Verhaltenstherapie zeichnen sich durch einige Gemeinsamkeiten aus, die als Fortschritt angesehen werden dürfen. Einerseits handelt es sich um die Wiederentdeckung des emotionalen Erlebens und unterbewusst angeregter emotionalen Prozesse und Handlungsroutinen. Andererseits erhält die Verhaltenstherapie auch mit dem Zulassen einer Psychodynamik der therapeutischen Beziehung ein neues Gesicht, weil die zwischen Therapeut und Patient aktivierten dysfunktionalen Handlungsroutinen ausdrücklicher als bisher üblich in die Reflexion zwischen Therapeut und Patient einbezogen werden. Damit finden nicht mehr nur das Störungsbild selbst, sondern auch die in der Übertragungsbeziehung aktualisierte Symptomatik und damit verknüpfte Kernbedürfnisse als therapeutischer Wegweiser ihre Berücksichtigung.


2012 ◽  
Vol 03 (04) ◽  
pp. 159-159
Author(s):  
Angelika Bischoff

Neue retrospektive und prospektive Daten bestätigen, dass Transfusionsabhängigkeit und Eisenüberladung bei myelodysplastischen Syndromen (MDS) mit niedrigem und hohem Risiko und aplastischer Anämie wichtige Prognosefaktoren sind. Eine Chelattherapie reduziert nicht nur die Eisenüberladung, sondern verbessert auch die Hämatopoese, sodass der Transfusionsbedarf abnimmt.


2003 ◽  
Vol 31 (05) ◽  
pp. 275-283
Author(s):  
C. Marquardt ◽  
E. Burkhardt ◽  
K. Failing ◽  
A. Wehrend
Keyword(s):  

ZusammenfassungIn der vorliegenden Untersuchung wurden verschiedene präoperativ im zweidimensionalen Sonogramm erhobene Kriterien auf ihre Eignung zur präoperativen Dignitätseinschätzung kaniner Mammatumoren überprüft. Dazu wurden die vor der Operation an 90 Gesäugeneoplasien erfassten sonographischen Eigenschaften mit den postoperativen histopathologischen Befunden verglichen. Bei folgenden Parametern gelang eine statistisch abzusichernde Zuordnung zu den beiden Tumorgruppen benigne und maligne: Form (p < 0,001), Gewebebeziehung (p < 0,001), echogener Randsaum (p < 0,05), Echogehalt (p < 0,001), Echomuster (p < 0,001), Schallverstärkung (p < 0,001), Schallschwächung (p < 0,01) und Randschatten (p < 0,01). Die Daten zeigen, dass mithilfe der Sonographie präoperative Aussagen zur Dignität kaniner Mammatumoren möglich sind. Eine Verbesserung dieses diagnostischen Verfahrens verspricht die Bewertung verschiedener sonographischer Parameter in Kombination, was Gegenstand einer laufenden Untersuchung ist.


2020 ◽  
Vol 46 (01/02) ◽  
pp. 41-44
Author(s):  
M. M. Holtsche ◽  
D. Zillikens ◽  
C. D. Sadik

ZusammenfassungPemphigoid-Erkrankungen sind eine Gruppe von 7 Autoimmunerkrankungen, bei denen es durch Bildung von Autoantikörpern gegen Proteine des dermal-epidermalen Adhäsionskomplexes zu einer Entzündung der Haut und Schleimhäute kommt, die zur Bildung von Blasen und Erosionen führen können. Die einzelnen Pemphigoid-Erkrankungen weisen in ihrem klinischen Bild Ähnlichkeiten, teilweise aber auch erhebliche Unterschiede auf. Die genaue Differenzierung der einzelnen Pemphigoid-Erkrankungen ist oft nur durch eine gründliche immunpathologische Diagnostik möglich. Dies betrifft insbesondere die Differenzierung zwischen bullösem Pemphigoid, Epidermolysis bullosa acquisita und Anti-p200-Pemphigoid. Letztere ist die zuletzt definierte Pemphigoid-Erkrankung und die einzige mit immer noch unbekanntem Autoantigen. In dem vorliegenden Artikel präsentieren wir den typischen Verlauf eines Anti-p200-Pemphigoids und gehen detailliert auf die immunpathologische Diagnostik ein, die benötigt wird, um das Anti-p200-Pemphigoid von anderen Pemphigoid-Erkrankungen zu unterscheiden.


2020 ◽  
Vol 1 (01) ◽  
pp. 25-32
Author(s):  
Elmar T. Peuker
Keyword(s):  

Nervenengpasssyndrome sind eine häufige Ursache peripherer Neuropathien und stellen in der Praxis eine besondere diagnostische und therapeutische Herausforderung dar. Auch im Kopfbereich gibt es einige Bereiche, in denen Nerven hinsichtlich einer möglichen Einengung kritische Verläufe nehmen. Häufig finden sich frontal, temporal und okzipital Triggerareale, an denen durch Druckausübung Kopfschmerzen ausgelöst bzw. reproduziert werden können und über die eine therapeutische Beeinflussung möglich ist. Diese kann über eine Nadelung mit der ohne medikamentöse Applikation erreicht werden. Die Nervenengpässe überlappen sich im Kopfbereich mit wichtigen Akupunkturpunkten sowie Triggerpunkten der lokalen Muskeln.


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