Potenziale makroregionaler Strategien für die Europäische Integration

Author(s):  
Ellen Bos

2019 ◽  
Vol 48 (2-3) ◽  
pp. 36-43
Author(s):  
Sibylle Treude

Der Beitrag zählt zum interdisziplinären Fachgebiet europäische Integration. Die Nachkriegsgeschichte ist geprägt vom Gedanken des stetigen Zusammenwachsens Europas. Schon die ökonomischen Krisen der letzten Jahre ließen verstärkt Zweifel an dieser Linearität aufkommen, die durch den Brexit enorm verstärkt werden. Es erfolgt ein Überblick über Forschungsansätze, die vor allem das Ziel haben, europäische Integration zu beschreiben und zu erklären. Der Fokus liegt auf deren Aussagen zu desintegrativen Phänomenen in der Europäischen Union (EU).



2014 ◽  
Author(s):  
Hans-Jürgen Wagener ◽  
Thomas Eger




2009 ◽  
Vol 55 (1) ◽  
pp. 25-40 ◽  
Author(s):  
Hans F. Zacher

Zusammenfassung Die Geschichte des Sozialstaates in Deutschland war von Anfang an, und ganz besonders seit 1945, in höchstem Maße eine Geschichte des Einschlusses, des Ausschlusses und der Offenheit. Entsprechend fand die Entwicklung des deutschen Sozialstaates ihren charakteristischen Ausdruck im Wandel der Reichweite, des Inhalts und der Gestalt des Einschlusses, des Ausschlusses und der Offenheit. Das nationalstaatliche Grundmuster hatte sich seit der Achsenzeit um 1800 gebildet. Die wesentlichen Elemente: Staatsgebiet; Staatsangehörige versus Fremde; Teilhabe durch Gebrauch der Freiheit versus Teilhabe durch soziale Leistungen. Nach 1933 fügte die nationalsozialistische Herrschaft dem nationalstaatlich Üblichen des Ausschlusses den willkürlichen Ausschluss durch die absolute Entrechtung der „Fremdrassigen“ und „Gemeinschaftsfremden“ hinzu, von 1939 an die imperialistische Perversion des Einschlusses und des Ausschlusses durch Unterwerfung und Vernichtung. Die historische Verantwortung dafür kennzeichnet seither und bis heute die spezifisch deutsche Arena des Einschlusses und des Ausschlusses.Nach 1945 maximierten darüber hinaus die Folgen des Kriegs die Nachfrage nach Einschluss, während die geschichtslosen Strukturen der Besatzungsherrschaft, der Zonen und der neuen Länder viele der Antworten neu zu erfinden hatten. Von 1949 an unterschieden sich die Konzepte von Einschluss, Ausschluss und Offenheit in den beiden deutschen Staaten grundlegend. Die Deutsche Demokratische Republik sah sich als ein im Inneren und nach außen geschlossener Staat. Die Bundesrepublik sah sich als ein im Inneren und nach außen offener Staat. Sie war nicht nur der Staat ihrer Einwohner. Sie war auch der Treuhänder des „ganzen Deutschland“ und versuchte so auch allen Staatsbürgern des Deutschen Reiches und den in seiner Verantwortung stehenden Volkszugehörigen Einschluss zu gewähren. Faktisch vor allem dann, wenn sie in ihr Gebiet zuwanderten oder in anderen Staaten den Schutz der Bundesrepublik einfordern konnten. Zugleich aber war die Bundesrepublik ein Staat von europäischer und weltweiter Offenheit, der bereit war und ist, Einschluss, Ausschluss und Offenheit nach gemeinsamen supranationalen oder internationalen Regeln zu gestalten.Die Doppelnatur der Bundesrepublik als deutscher Teilstaat und Treuhänder des Deutschen Reiches ist mit der Vereinigung weggefallen. Dagegen hat sich die europäische Integration des mitgliedstaatlichen und des gemeinschaftlichen Zusammenspiels von Einschluss und Ausschluss vertieft. Und die transnationale Dynamik der „globalen Welt“ hat der nationalstaatlichen Verantwortung ebenso wie der internationalen Mitverantwortung der Bundesrepublik für eine angemessene Ordnung des Einschlusses und Ausschlusses für möglichst alle Menschen größte Relevanz vermittelt.



Author(s):  
Rolf Caesar

ZusammenfassungDen öffentlichen Finanzen in der EU kommt neben ihrer fiskalischen Funktion eine bedeutsame Rolle im Hinblick auf die europäische Integration zu. Zugleich bilden die Entscheidungen über die Ausgaben und Einnahmen der Gemeinschaft jedoch ein permanentes Konfliktpotenzial zwischen den EU-Ländern. Außerdem sind mit dem Inkrafttreten des Maastrichter Vertrages zusätzliche Restriktionen für die nationalen Finanzpolitiken entstanden. Misst man die gegenwärtige Struktur der EU-Ausgaben an ökonomischen und politökonomischen Kriterien, so wäre eine weitgehende Rückverlagerung der EU-Kompetenzen auf die nationale Ebene wünschenswert. Statt dessen sollte sich die EU auf die Bereitstellung EU-weiter öffentlicher Güter und die Internalisierung grenzüberschreitender externer Effekte konzentrieren. Demgegenüber erscheint eine Beibehaltung des gegenwärtigen Einnahmesystems der EU - in Form einer de facto-Beitragsfinanzierung durch die Mitgliedstaaten - auch für die absehbare Zukunft aus wohlfahrtsökonomischer wie vor allem aus politökonomischer Sicht durchaus angemessen. Auch ein geregelter Steuerwettbewerb in der EU wäre einer weitgehenden Harmonisierung der Steuersysteme vorzuziehen. Das gilt umso mehr, wenn die veränderten Rahmenbedingungen der 1999 geschaffenen Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion berücksichtigt werden.





2014 ◽  
pp. 7-11
Author(s):  
Anton Shekhovtsov ◽  
Andreas Umland


1966 ◽  
Vol 10 (1) ◽  
pp. 1-13
Author(s):  
Karl-Heinz Pfeffer


1996 ◽  
Vol 215 (1) ◽  
Author(s):  
Josef Richter

ZusammenfassungDerzeit wird das gesamte System der Wirtschaftsstatistik in der EU umgestellt. Diese Umstellung - bedingt durch die Schaffung des Binnenmarktes und verstärkt durch den Vertrag von Maastricht - stellt eine sehr große Zäsur dar: Statistische Indikatoren sind in Europa nicht länger nur Ergebnisse wissenschaftlicher Bemühungen. Sie haben ausschlaggebende Bedeutung für die Gemeinschaftspolitiken. Sie bestimmen über die Höhe von Beitragszahlungen, ob eine Region gefördert wird, ob ein Land die Konvergenzkriterien erfüllt und ähnliches mehr. Wegen dieser direkten operativen Rolle sind die Statistiken nicht nur zu harmonisieren, sondern auch auf eindeutige rechtliche Grundlagen zu stellen.Für die empirische Wirtschaftsforschung ergeben sich hohe Umstellungskosten, die einzelnen Elemente des methodischen Instrumentariums (und hier insbesondere die Zeitreihenanalyse) werden unterschiedlich betroffen. Die Makroanalyse wird gegenüber Untersuchungen auf disaggregierter Ebene auf Jahre hinaus bevorzugt sein. Traditionelle Forschungsgebiete werden verschwinden oder - wie die Außenhandelsanalyse in Europa - mit völlig neuen Datengrundlagen operieren müssen. Die langfristig bedeutendsten Konsequenzen resultieren aber aus der Verrechtlichung der Wirtschaftsstatistik.



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