Betriebliche Gesundheitsförderung im Handlungsfeld Ernährung im Setting Pflegeheim im Rahmen des Modellvorhabens POLKA

2021 ◽  
Vol 37 (60) ◽  
pp. 72-74
Author(s):  
Hanna-Kathrin Kraaibeek

ZusammenfassungDer demografische Wandel in Deutschland ist durch niedrige Geburtenraten und eine ständig steigende Lebenserwartung gekennzeichnet. Prognostiziert wird der Anstieg des Anteils der hochaltrigen Menschen und somit einer Zunahme der Zahl Pflegebedürftiger. Das zieht einen Bedarf an professionellen Pflegekräften nach sich. Der Beruf der Pflegekraft in der Altenpflege ist ein anspruchsvolles Tätigkeitsfeld mit zahlreichen Herausforderungen. Für die Pflegekraft führt die gesundheitliche Belastung durch Schichtarbeit und die physisch und psychisch herausfordernde Arbeit zu einem überdurchschnittlich hohen Krankenstand. Die Arbeit im Wechselschichtdienst erhöht zusätzlich das Risiko, am Metabolischen Syndrom und damit an abdomineller Fettleibigkeit, Bluthochdruck, erhöhten Blutzucker- und Blutfettwerten zu erkranken. Die Pflegebranche steht im Vergleich zu anderen Berufszweigen bundesweit an der Spitze der krankheitsbedingten Fehlzeiten. Gesunde Pflegekräfte sind für die Gesellschaft unverzichtbar. Der betrieblichen Gesundheitsförderung kommt daher große Bedeutung in der Gesunderhaltung der Pflegekräfte zu.

Pflege ◽  
2011 ◽  
Vol 24 (4) ◽  
pp. 239-250 ◽  
Author(s):  
Gudrun Faller ◽  
Christian Reinboth

Der demografische Wandel führt nicht nur zu einem zunehmenden Bedarf an Altenpflegerinnen und -pflegern, sondern senkt gleichzeitig auch die personelle Verfügbarkeit von Arbeitskräften in dieser Branche. Anstrengungen mit dem Ziel, Gesundheit und Motivation des bestehenden Arbeitskräftepotenzials aufrecht zu erhalten, sind unumgänglich. Auswahl und Gestaltung von Interventionen setzen neben einschlägigem Wissen über subjektives Gesundheits- und gesundheitsrelevantes Belastungserleben auch Einsicht in organisationsbezogene Bedingungen und Einflussfaktoren voraus. Die vorliegende Studie analysiert am Beispiel eines Verbunds von sechs stationären Altenpflegeeinrichtungen und einer Seniorenwohnanlage entsprechende Zusammenhänge mittels einer Fragebogenerhebung. Als aussagekräftigster Gesundheitsindikator erwies sich Burnout. Der stärkste Prädiktor für Burnout bestand in einem konflikthaften Verhältnis von Arbeit und Privatleben. Zwischen verschiedenen Beschäftigtengruppen zeigten sich signifikante Unterschiede hinsichtlich der subjektiven Gesundheit. Vor diesem Hintergrund wird ein organisationsbezogenes Verständnis von Betrieblicher Gesundheitsförderung vertreten.


2021 ◽  
Vol 37 (60) ◽  
pp. 31-37
Author(s):  
Klaus Weiß ◽  
Janina Gassert ◽  
Gerhard Huber

ZusammenfassungMit dem Präventionsgesetz wurde dem Betrieb als herausgehobenes Setting der Gesundheitsförderung für erwachsene Menschen Rechnung getragen. Leider werden diese legislativen Steilvorlagen nur ungenügend umgesetzt. Dabei besteht gerade in der Pflege ein hoher Bedarf. Der demografische Wandel verschärft die bereits angespannte Situation in der stationären Pflege. Im Betrieblichen Gesundheitsmanagement werden bisher in den Einrichtungen der stationären Altenpflege nur punktuelle Maßnahmen mit einer geringen Wirkungskraft angeboten. Darüber hinaus sind bisherige Standards in der Betrieblichen Gesundheitsförderung unter Berücksichtigung der arbeitsorganisatorischen Strukturen (wie z. B. Schichtarbeit, viele Teilzeitbeschäftigte) unwirksam. Unter Berücksichtigung der entwickelten Qualitätsstandards im Betrieblichen Gesundheitsmanagement werden im Projekt POLKA Lösungsansätze initiiert und wissenschaftlich begleitet. Ziel hierbei ist es, die Beschäftigten in der stationären Pflege optimal zu unterstützen. Für die Lösungsansätze wurde ein Lotsen- und Experten-System entwickelt, dass in der Umsetzung bedarfsorientierter Interventionen eine optimale Unterstützung bietet. Die Projektinitiatoren verfolgen dabei das langfristige Ziel, das System nachhaltig fortführen zu können und weitere stabile Finanzierungsmöglichkeiten zu erschließen.


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