soziale mobilität
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2021 ◽  
Vol 13 (3) ◽  
pp. 59-73
Author(s):  
Susanne Völker
Keyword(s):  

Ausgangspunkt der Sichtung von Theoretisierungen, Befunden und Erfahrungen zum Zusammenhang von sozialer Mobilität und biografischen Konstruktionen ist die These, dass sich mit der Prekarisierung und der Transnationalisierung von Lebensführungen in westeuropäischen Gesellschaften die Konzepte von sozialer Mobilität und Biografie substanziell verschieben. Im Beitrag werden aktuelle Forschungen zu transnationalen Biografien und Fluchtmigration aufgegriffen, um Impulse aus den raumzeitlichen Konstellationen der postmigrantischen Gesellschaft für den Zusammenhang von sozialer Mobilität und Biografie aufzunehmen. Schauplatz aktueller Verhandlungen um soziale Mobilität ist auch die Universität, an der heterogen situierte Studierende mit ihren Fragestellungen universitäre Methodenausbildung herausfordern und neu ausrichten.



Author(s):  
Linda Leskau ◽  
Anne Schlüter ◽  
Stephan Trinkaus ◽  
Susanne Völker
Keyword(s):  


2021 ◽  
Vol 13 (3) ◽  
pp. 42-58
Author(s):  
Claudia Amsler ◽  
Michèle Amacker
Keyword(s):  

Soziale Mobilität wird aktuell vermehrt diskutiert, sowohl im Rahmen wissenschaftlicher Studien als auch auf digitalen Plattformen wie Instagram. Hier sind neue, un(ter)bezahlte Arbeitsorte entstanden, die stark flexibilisiert und prekarisiert sind. Zudem teilen sie eine zentrale Eigenschaft mit anderen feminisierten Tätigkeiten wie jene der Care-Arbeit: Sie ist weitgehend unsichtbar, wobei die Subjekte selbst hypervisibel sind. Der Beitrag untersucht anhand von cyberethnografischem Material Aushandlungsprozesse sozialer Mobilität von Instragram-Influencer*innen, die kritische Bildungsarbeit im Bereich der sozialen Gerechtigkeit leisten. Dabei wurde von der Annahme ausgegangen, dass soziale Mobilität ein wiederkehrendes Thema in Beiträgen dieser Influencer*innen ist, da der soziale Status dieser Arbeit uneindeutig ist. Die explorative Analyse zeigt insbesondere die Bedeutung horizontaler Mobilität für Influencer*innen, wodurch gängige meritokratische Diskurse über eine vertikale Mobilität neu betrachtet werden können.





2021 ◽  
Author(s):  
Kimiko Suda
Keyword(s):  

Beim Phänomen »Yizu« (Ameisenstamm) handelt es sich um Hochschulabsolvent*innen aus ländlichen Regionen Chinas, die sich in den Metropolen des Landes ein Leben aufbauen möchten und dabei auf strukturelle Diskriminierungen diverser Art stoßen. Angesichts der chinesischen Wirtschaftsentwicklung stellt sich die Frage, ob sich für diese Generation Chancenungleichheit aufgrund ländlicher Herkunft politisch noch legitimieren lässt. Anhand von vielfältigen Materialien aus Wissenschaft, Medien und Populärkultur eröffnet Kimiko Suda eine kritische Perspektive auf Migration, soziale Mobilität und Stratifikation, Individualisierungsprozesse und Handlungsspielräume im urbanen Raum Chinas.



2021 ◽  
Vol 312 (3) ◽  
pp. 649-686
Author(s):  
Alexander Mayer

Zusammenfassung Die Idee eines staatlich geförderten sozialen Aufstiegs durch Bildung ist kein Produkt des 20. Jahrhunderts, sondern lässt sich bis zur Pauperismusdebatte der 1830er und 1840er Jahre zurückverfolgen. Dieser Beitrag zeichnet den Wandel meritokratischer Gesellschaftsmodelle in Deutschland nach und zeigt, wie die Vorstellung des Bildungssystems als Motor sozialer Mobilität entstand. Mangelnde Aufstiegschancen für Personen aus den unteren Schichten wurden erstmals im Kontext der Pauperismusdebatte von Liberalen als politisches Problem wahrgenommen. Arbeitern, die sich den Normen bürgerlicher Respektabilität anpassten, sollte der Weg aus Besitzlosigkeit und Lohnabhängigkeit zu bürgerlicher Selbständigkeit auf Basis eines kleinen Gewerbes oder eines Bildungsberufs eröffnet werden. Ausgehend von einem bildungsbürgerlichen Erfahrungshorizont und anknüpfend an beschränkte, aber reale Aufstiegsmöglichkeiten entstand die Vorstellung des Bildungssystems als Aufstiegskanal. Mit der Einheitsschulbewegung konzentrierte sich die Debatte um Aufstiegschancen gegen Ende des 19. Jahrhunderts zunehmend auf die soziale Öffnung des höheren Schulwesens. Seit dem Ersten Weltkrieg wurde die Ausschöpfung der nationalen Begabungsreserven als Notwenigkeit im wirtschaftlichen und machtpolitischen Konkurrenzkampf der Nationen begriffen. Sobald allerdings erste Schritte zur sozialen Öffnung des Bildungssystems unternommen wurden, trat das Problem der „Auslese“ in den Fokus.



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