kongestives herzversagen
Recently Published Documents


TOTAL DOCUMENTS

2
(FIVE YEARS 1)

H-INDEX

1
(FIVE YEARS 0)

2021 ◽  
Vol 49 (03) ◽  
pp. 220-227
Author(s):  
Sonja Sinzinger

ZusammenfassungEin 2,5-jähriger, kastrierter Europäisch-Kurzhaar-Kater, der 8 Tage zuvor wegen einer FLUTD behandelt worden war, wurde nachts aufgrund Apathie und Anorexie vorgestellt. Röntgenaufnahmen, EKG, Blutdruckmessung und Echokardiografie ergaben linksventrikuläres kongestives Herzversagen, linksventrikuläre konzentrische Muskelhypertrophie, Vorhofstauung links, fortgeschrittene diastolische Dysfunktion, Hypotension und vagotonusabhängige Sinusbradykardie mit AV-Block 1. Grades und Rechtsschenkelblock. NT-ProBNP- und Troponin-I-Konzentrationen waren stark erhöht (NT-ProBNP > 1500 pmol/l, Troponin I 32,87 ng/ml). Die Verdachtsdiagnose lautete akute Myokarditis. Die PCR auf Bartonella henselae verlief negativ, für Toxoplasma gondii wurden ein negativer IgM- und ein IgG-Antikörpertiter von 1:32 (Referenzbereich < 1:32) bestimmt, eine spätere Kontrolle des IgG-Titers lieferte einen negativen Befund. FeLV- und FIV-Schnelltest waren negativ. Ein Test auf Coronavirus erfolgte nicht, da die Katze geimpft war. Eine metastatische Infektion von dem zuvor aus dem Harn isolierten Keim Proteus mirabilis erschien möglich. In Erwägung gezogen wurde auch eine Überempfindlichkeitsreaktion auf Medikamente oder eine stressinduzierte Myokarditis. Die Katze wurde stationär mit Furosemid (initial und später im Verlauf), Theophyllin initial, Dauertropfinfusion von Ringer-Laktat-Lösung, Pimobendan und Zusatz von Enrofloxacin zur bestehenden Gabe von Amoxicillin/Clavulansäure behandelt. Nach 4 Tagen zeigte der Patient ein gutes Allgemeinbefinden und einen Blutdruck im Referenzbereich. Die linksventrikuläre Muskelhypertrophie war rückläufig, die diastolische Dysfunktion und die Vorhofstauung hielten an. Im Verlauf von 8 Wochen normalisierten sich die echokardiografischen Befunde und die Herzmarker weitestgehend. Alle Medikamente konnten sukzessive abgesetzt werden. Bei der Abschlussuntersuchung nach 7 Monaten ließen sich keine kardialen Veränderungen mehr nachweisen.



2012 ◽  
Vol 40 (03) ◽  
pp. 171-179 ◽  
Author(s):  
J.-G. Kresken ◽  
E. Henrich ◽  
N. Hildebrandt ◽  
C. Schneider ◽  
A. Stosic ◽  
...  

Zusammenfassung Gegenstand und Ziel: Der kardiale Funktionsmarker NT-proBNP zeigt eine Herzbelastung im Sinne eines myokardialen Wandstresses an. Ziel der Studie war, eigene Ergebnisse der NT-proBNP-Bestimmung bei gesunden Hunden, Hunden mit Dyspnoe sowie asymptomatischen Hunden mit Herzgeräusch auszuwerten und mit Literaturdaten zu vergleichen. Material und Methoden: Zwischen April und Dezember 2007 wurden 11 Hunde mit Dyspnoe nichtkardialer Genese, 18 Hunde mit Dyspnoe kardialer Genese und 22 asymptomatische Hunde mit Herzgeräusch sowie 12 klinisch gesunde Hunde als Kontrolltiere untersucht. Bei allen Tieren erfolgten eine kardiologische Untersuchung inklusive Echokardiographie und eine Bestimmung von NT-proBNP aus Serum, das binnen 30 Minuten nach der Entnahme eingefroren wurde. Ergebnisse: Gesunde Hunde wiesen einen medianen NT-proBNP-Wert von 240 pmol/l (Bereich 131–546 pmol/l) auf. Hunde mit Dyspnoe bei respiratorischer Grunderkrankung hatten einen medianen NT-proBNP-Wert von 876 pmol/l (Bereich 97–2614 pmol/l). Bei Patienten mit Dyspnoe nichtkardialer Genese bestand ein Unterschied zwischen Tieren mit bzw. ohne echokardiographische Hinweise einer pulmonalen Hypertension. Bei Hunden mit Dyspnoe und kardialer Grunderkrankung lag der mediane NT-proBNP Wert bei 2000 pmol/l (Bereich 137–2614 pmol/l). Niedrig normale Werte ergaben sich nur bei Hunden mit Perikarderguss. Asymptomatische Hunde mit einem Herzgeräusch wiesen einen medianen NT-proBNP-Wert von 698,5 pmol/l (Bereich 121–2614 pmol/l) auf. Deutlich erhöhte Werte fanden sich vor allem im Fall schwerer, aber noch asymptomatischer kongenitaler Herzerkrankungen. Schlussfolgerung und klinische Relevanz: NT-proBNP eignet sich gut als Ergänzung der kardiologischen Diagnostik zur Einschätzung der Herzbelastung. Die Interpretation muss im Zusammenhang mit dem klinischen Bild erfolgen, da Hunde mit schweren Arrhythmien, Sepsis oder Lungenembolie ebenfalls hohe NT-proBNP-Werte ohne kongestives Herzversagen aufweisen können. Es ergeben sich folgende Richtwerte: < 500 pmol/l: keine relevante kardiale Belastung; 500–900 pmol/l: mäßige kardiale Belastung; > 900 pmol/l: schwere kardiale Belastung.



Sign in / Sign up

Export Citation Format

Share Document