prospektive kohortenstudie
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(FIVE YEARS 0)

2021 ◽  
Author(s):  
Simone Schönfeld ◽  
Chloé Charlotte Schröder ◽  
Jean-Baptist du Prel ◽  
Oliver Razum ◽  
Jürgen Breckenkamp

Zusammenfassung Ziel der Studie Der Bedarf an medizinischen Rehabilitationsmaßnahmen wird zukünftig durch die Erhöhung des Rentenalters und den demographischen Wandel steigen. Der Bedarf wird u. A. durch das Maß an Arbeitsbelastungen bestimmt. Ziel ist es zu untersuchen, ob Erwerbstätige mit Migrationshintergrund (EmM) häufiger hohen Arbeitsbelastungen ausgesetzt sind und häufiger einen hohen Bedarf als Erwerbstätige ohne Migrationshintergrund (EoM) haben. Ebenso wird geprüft, ob sich ein möglicherweise höherer Bedarf bei EmM durch höhere Arbeitsbelastungen erklären lässt. Methodik Die lidA-Studie ist eine deutschlandweite, prospektive Kohortenstudie zu Arbeit, Alter, Gesundheit und Erwerbsteilhabe. 4724 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte (2443 weiblich, 2281 männlich) der Geburtsjahrgänge 1959 und 1965 wurden computergestützt persönlich befragt. Daten der ersten Studienwelle (2011) wurden mittels multipler logistischer Regressionsanalysen, adjustiert für soziodemographische Faktoren (Alter, Geschlecht, Bildung und Haushaltsäquivalenzeinkommen), analysiert. Der Einfluss des Migrationshintergrundes, der Staatsangehörigkeit und hoher Arbeitsbelastungen auf den medizinischen Rehabilitationsbedarf wurde geschätzt. Ergebnisse Besonders betroffen von hohen Arbeitsbelastungen sind in dieser Stichprobe EmM der 1. Generation in Vergleich zu EoM. Die subjektiv erlebten Arbeitsbelastungen bei EoM und EmM der 2. Generation liegen auf einem vergleichbaren Niveau. Zwischen den EmM mit deutscher und ausländischer Staatsangehörigkeit finden sich dagegen keine Unterschiede. Ein höherer Rehabilitationsbedarf zeigt sich nach Adjustierung für soziodemographische und arbeitsbelastungsbezogene Faktoren für die EmM der 1. Generation (nicht signifikant) im Vergleich zu EoM und EmM der 2. Generation, nicht aber für EmM mit ausländischer im Vergleich zu EmM mit deutscher Staatsangehörigkeit. Schlussfolgerungen EmM der 1. Generation sind häufiger hohen Arbeitsbelastungen ausgesetzt und weisen häufiger einen hohen Rehabilitationsbedarf auf als EoM und EmM der 2. Generation. Der Migrationshintergrund selbst ist keine Determinante für einen erhöhten Rehabilitationsbedarf. Der höhere Rehabilitationsbedarf lässt sich vielmehr durch die bei EmM der 1. Generation häufiger anzutreffenden arbeitsbedingten Belastungen sowie soziodemografische Merkmale erklären. Differenzierte Betrachtungen der Untergruppen von EmM sind wichtig, um besondere Bedarfe zu erkennen und eine Unterversorgung (z. B. bedingt durch Zugangsbarrieren) zu vermeiden.



2021 ◽  
Author(s):  
G Harel ◽  
A Genthner ◽  
F Straulino ◽  
S Kangalli ◽  
I Reiffenstein ◽  
...  


2021 ◽  
Author(s):  
A-K Lederer ◽  
R Huber ◽  
G Paul ◽  
A Knott ◽  
A Müller


Herz ◽  
2021 ◽  
Author(s):  
Omar Hahad ◽  
Manfred Beutel ◽  
Matthias Michal ◽  
Andreas Schulz ◽  
Norbert Pfeiffer ◽  
...  

Zusammenfassung Hintergrund Lärmbelästigung, insbesondere durch Verkehrslärm, stellt ein massives Problem in der Bevölkerung dar und ist mit gesundheitlichen Einschränkungen assoziiert. Ziel der Arbeit Anhand von Daten der bevölkerungsrepräsentativen Gutenberg-Gesundheitsstudie (GHS) werden die Prävalenz der Lärmbelästigung durch verschiedene Quellen sowie relevante Determinanten bestimmt. Material und Methoden Die GHS ist eine populationsbasierte, prospektive Kohortenstudie in Deutschland, die Personen im Alter von 35 bis 74 Jahren einbezieht. 15.010 Probanden aus der Stadt Mainz und dem Landkreis Mainz-Bingen wurden von 2007 bis 2012 befragt, inwiefern sie sich in letzter Zeit durch Flug‑, Straßen‑, Schienen‑, Industrie- und Nachbarschaftslärm belästigt gefühlt haben (Angaben von „überhaupt nicht“ bis „äußerst“). Es wurde jeweils zwischen der Lärmbelästigung am Tag sowie während des Schlafens differenziert. Um die Beziehungen zwischen soziodemographischen Variablen, kardiovaskulären Risikofaktoren sowie Erkrankungen und Lärmbelästigung zu untersuchen, wurden multivariable logistische Regressionsmodelle verwendet. Ergebnisse Etwa 80 % der Probanden fühlten sich durch Lärm belästigt. Fluglärmbelästigung am Tag stellte die vorherrschende Lärmbelästigungsquelle mit der höchsten Prävalenz stark (9,6 %) und äußerst lärmbelästigter Probanden dar (5,4 %), gefolgt von Straßenverkehrs- (stark: 4,0 %; äußerst: 1,6 %) und Nachbarschaftslärmbelästigung (stark: 3,5 %; äußerst: 1,3 %). Die Lärmbelästigung nahm eher mit zunehmender Altersdekade ab. Relevante Determinanten der Lärmbelästigung umfassten mitunter Geschlecht, Alter, sozioökonomischen Status, Depression, Angststörung, Schlafstörung und Vorhofflimmern. Diskussion Lärmbelästigung betrifft einen Großteil der Bevölkerung und ist assoziiert mit soziodemographischen Variablen und kardiovaskulären Risikofaktoren sowie Erkrankungen.





2021 ◽  
Vol 238 (04) ◽  
pp. 510-520
Author(s):  
Pascal W. Hasler ◽  
Salome Dell-Kuster ◽  
Olga Bossong ◽  
David Goldblum ◽  
Pamela Jutta Schartau ◽  
...  

Zusammenfassung Hintergrund Gemäß unserer Literaturrecherche gibt es kein validiertes System für die standardisierte Erfassung von unerwünschten intraoperativen Ereignissen (iAEs) in der Augenchirurgie. ClassIntra wurde neu entwickelt, um chirurgie- oder anästhesiebezogene Abweichungen vom idealen intraoperativen Verlauf zu klassifizieren. Ziel der Studie ist die Validierung und die Praktikabilitätserfassung von ClassIntra in der Augenchirurgie. Methoden In diese prospektive, monozentrische Kohortenstudie wurden nur stationäre, augenchirurgische Patienten eingeschlossen. Die iAEs wurden gemäß ClassIntra klassifiziert und entsprechend den therapeutischen Konsequenzen und den Symptomen des Patienten in 5 Schweregrade unterteilt. Ein 2-wöchiges Follow-up wurde durchgeführt, um alle postoperativen Komplikationen gemäß der Clavien-Dindo-Klassifikation zu erfassen. Primärer Endpunkt war die risikokorrigierte Assoziation zwischen dem schwersten ClassIntra-Grad und der Summe aller postoperativen Komplikationen (Comprehensive Complication Index, CCI) innerhalb des Follow-ups. Außerdem wurden Ophthalmologen und Anästhesisten gebeten, einen Onlinefragebogen auszufüllen, der eine Zuordnung der 5 ClassIntra-Schweregrade zu 10 fiktiven klinischen Fallszenarien erforderte. Die Reliabilität wurde durch den Vergleich der Bewertungen durch die Kliniker mit den vordefinierten Bewertungen des Studienteams geschätzt. Ergebnisse Es wurden 100 stationäre Patienten im mittleren Alter von 64 Jahren (SA 15) eingeschlossen. Die Mehrheit der Patienten waren ASA II (n = 53, 53%) oder ASA III (n = 42, 42%). Es wurden 32 iAEs in 22 Patienten erfasst (17 × Grad I, 12 × Grad II, 3 × Grad III). Postoperativ traten 94 Komplikationen in 50 Patienten auf (44 × Grad I, 36 × Grad II, 14 × Grad IIIa). Für den primären Endpunkt zeigte sich eine mittlere Differenz im CCI von 2,1 (95%-Konfidenzintervall [KI] − 2,5 – 6,8) pro Zunahme im ClassIntra-Schweregrad. 50 Ophthalmologen und Anästhesisten haben den Onlinefragebogen vollständig ausgefüllt (Antwortrate 54%). Der Intraklassenkorrelationskoeffizient betrug 0,79 (95%-KI 0,64 – 0,94). Schlussfolgerung Die Anwendung von ClassIntra während der täglichen Routine in der Augenchirurgie erwies sich als praktikables Tool, um iAEs standardisiert zu erfassen. Obwohl sich die Konstruktvalidität nicht nachweisen ließ, unterstreicht die hohe Kongruenz der Umfrageergebnisse eine gute Handhabung der neu entwickelten Klassifikation auch in der Augenchirurgie.



2020 ◽  
Author(s):  
Jürgen Breckenkamp ◽  
Maria Dyck ◽  
Chloé Charlotte Schröder ◽  
Simone Schönfeld ◽  
Jean-Baptist du Prel ◽  
...  

Zusammenfassung Einleitung Rehabilitationsleistungen werden von Personen mit Migrationshintergrund im erwerbstätigen Alter in Deutschland weniger in Anspruch genommen als von Personen ohne Migrationshintergrund. Ein Grund könnten Zugangsbarrieren sein. Sie können sowohl durch die Strukturen des Gesundheits-/Rehabilitationssystems als auch durch Einflüsse aus dem persönlichen Umfeld entstehen, z. B. finanzielle Belastungen durch Inanspruchnahme der Rehabilitation, oder kulturell bedingte Bedürfnisse. Neben dem Migrationshintergrund könnten weitere Faktoren wie Herkunftsland, Zuwanderungsgrund, Aufenthaltsdauer sowie Sozialstatus und religiöse Zugehörigkeit die Inanspruchnahme beeinflussen. Es wurde untersucht, inwieweit Unterschiede im Inanspruchnahmeverhalten auf den Migrationshintergrund und auf migrationsunabhängige Zugangsbarrieren zurückzuführen sind. Methoden Die lidA-Studie ist eine deutschlandweite, repräsentative prospektive Kohortenstudie unter sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten der Geburtsjahrgänge 1959 und 1965 mit Fokus auf Arbeit, Alter, Gesundheit und Erwerbsteilhabe. Für die Analysen wurden Daten der ersten (2011) und zweiten Welle (2014) kombiniert. Neben bivariaten Auswertungen zur Beschreibung der Stichprobe nach dem Migrationsstatus wurden logistische Regressionsanalysen durchgeführt, um die Odds Ratios für den Einfluss des Migrationshintergrundes bzw. der Staatsangehörigkeit und weiterer Faktoren auf die Inanspruchnahme einer medizinischen Rehabilitationsmaßnahme zu schätzen. Ergebnisse Die Chance der Inanspruchnahme einer medizinischen Rehabilitation ist für Migranten der 1. Generation erhöht (OR: 1,56; 95%-KI: 1,09–2,25). Wird zuhause überwiegend oder ausschließlich nicht Deutsch gesprochen, könnte dies mit einer vergleichsweise deutlich geringeren Chance einer Inanspruchnahme assoziiert sein (OR: 0,56; 95%-KI: 0,28–1,15). Da in Routinedaten zur Bestimmung des Migrationsstatus häufig nur die Staatsangehörigkeit verfügbar ist, wurden in einem weiteren Modell nur Migranten sowie Personen aus der 2. Generation berücksichtigt und der Einfluss der Staatsangehörigkeit auf die Inanspruchnahme untersucht. Eine ausländische Staatsangehörigkeit war nicht mit einer höheren Inanspruchnahme assoziiert (OR: 1,07; 95% KI: 0,55–2,08). Diskussion Ergebnisse bisheriger Studien zur Inanspruchnahme einer medizinischen Rehabilitation von Personen mit Migrationshintergrund sind inkonsistent. Ursachen können unterschiedliche untersuchte Bevölkerungsgruppen, verschiedene Indikationen für eine Rehabilitation, eine zeitliche Veränderung im Inanspruchnahmeverhalten und auch die diversen Datenquellen sein. Wir fanden eine höhere Inanspruchnahme der medizinischen Rehabilitation durch selbst migrierte Personen im Vergleich zu Personen ohne Migrationshintergrund. Eine Ursache könnte unsere im Vergleich zu Auswertungen von Routinedaten präzisere Definition des Migrationshintergrundes sein. Personen mit Migrationshintergrund der 2. Generation unterscheiden sich in ihrem Inanspruchnahmeverhalten dagegen nicht signifikant von Personen ohne Migrationshintergrund. Wird zuhause überwiegend oder ausschließlich eine andere als die deutsche Sprache gesprochen, ist die Inanspruchnahme tendenziell geringer. Dieser Befund deckt sich mit den in der Literatur als Zugangsbarriere beschriebenen fehlenden Deutschkenntnissen.



2020 ◽  
Author(s):  
A Strahl ◽  
S Arlt ◽  
MA Kazim ◽  
N Kattwinkel ◽  
W Hauskeller ◽  
...  


2020 ◽  
Author(s):  
A Strahl ◽  
W Hauskeller ◽  
S Arlt ◽  
A Niemeier


2020 ◽  
Author(s):  
A Richter ◽  
J Birri ◽  
M Kreft ◽  
R Zimmermann ◽  
N Kimmich


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