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1939
(FIVE YEARS 837)

H-INDEX

25
(FIVE YEARS 6)

Der Radiologe ◽  
2022 ◽  
Author(s):  
V. Wienicke ◽  
T. Denecke ◽  
J. Henkelmann ◽  
R. Jacob ◽  
Nikolaus von Dercks

Zusammenfassung Hintergrund Anhand der vom Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus (InEK) kalkulierten Fallpauschalen ist ein Vergleich der eigenen Leistungsdaten gegenüber allen nach der DRG („diagnosis-related groups“, diagnosebezogene Gruppen) abrechnenden Kliniken in Deutschland möglich. Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, Über- oder Unterschreitungen von CT- oder MRT-Untersuchungen im Vergleich mit den InEK-Daten zu ermitteln und mögliche Verbesserungspotenziale zu erschließen. Methodik Die InEK-Kalkulationsdaten für 2021 wurden zur Bildung von Vergleichskennzahlen der CT- und MRT-Diagnostik auf DRG-Ebene herangezogen. Auf Fallebene wurden Daten eines universitären Maximalversorgers auf Gesamthaus‑, Klinik‑, DRG- und Hauptdiagnosen-Ebene gegenübergestellt. Ergebnis Auf Gesamthausebene zeigt sich eine Überschreitung der MRTs um 1025 und der CTs um 371 gegenüber InEK. Die Analyse nach Fachabteilungen ergab am Beispiel der Neurologie eine Überschreibung der MRTs gegenüber InEK um 489 sowie eine Unterschreitung der CTs um $$-$$ - 620. Der Benchmark der DRGs zeigte in beiden Untersuchungsmodalitäten insbesondere die DRG B70B als Treiber der Abweichungen (MRT + 42,7; CT − 273). Die identifizierten Abweichungen lassen sich auf Hauptdiagnosen-Ebene weiter herunterbrechen. Diskussion Das Bewusstsein über eine überdurchschnittliche Schnittbilddiagnostik kann einen wichtigen Anstoß zur Weiterentwicklung der Behandlungspfade einer Klinik bilden. Die Methodik des InEK-Benchmarks ist für jedes Krankenhaus anwendbar und identifiziert valide bereits erbrachte Leistungen und Prozesse mit einem Verbesserungspotenzial. Die Prüfung beeinflussender Faktoren sowie die Bewertung durch Mediziner und Kaufleute bildet die Voraussetzung für Akzeptanz und Erfolg der daraus generierten Maßnahmen.


Author(s):  
Julius Robert Gerstmeyer ◽  
Periklis Godolias ◽  
Eileen Mempel ◽  
Maria Bernstorff ◽  
Thomas Armin Schildhauer ◽  
...  

ZusammenfassungEin 29-jähriger Leistungssportler beklagte während der Wettkampfvorbereitung seit einer Woche einen dumpfen Hüftschmerz. Während des Wettkampfmarathons musste der Sportler schlussendlich nach 29 Kilometern aufgrund anhaltender Schmerzen den Wettkampf abbrechen. In der anschließenden unmittelbar durchgeführten Diagnostik zeigte sich eine mäßig verschobene laterale Schenkelhalsfraktur. Die Fraktur wurde notfallmäßig operativ mittels dynamischer Hüftschraube versorgt. Wenige Tage später konnte der Patient bei reizlosen Wundverhältnissen die Klinik verlassen. Nach Abschluss der Behandlung konnte er ohne Beeinträchtigungen zum regelmäßigen Training zurückkehren. Zu weiteren Komplikationen kam es nicht. Bei Schmerzen im Bereich der Leiste bzw. lateralen Hüftregion während lang anhaltender läuferischer Belastung muss als Differenzialdiagnose, auch im jungen Alter, eine äußerst seltene Stressfraktur des Schenkelhalses in Betracht gezogen werden. Eine verspätete Diagnostik und Therapie können das Ergebnis nicht nur deutlich verschlechtern, sondern auch das Hüftgelenk insgesamt gefährden.


Author(s):  
Karol Szewczyk ◽  
Jakob Mann ◽  
Alexander Ellwein ◽  
Gunnar Jensen ◽  
Mara Warnhoff ◽  
...  

ZusammenfassungBei Skapulafrakturen handelt es sich um eine seltene Verletzungsentität mit einer Inzidenz von 0,4–1 % aller Frakturen und 3–5 % der Frakturen des Schultergürtels. Im vorliegenden Fall handelt es sich um einen 29-jährigen männlichen Patienten, der im Rahmen eines Punktspiels der Rugby-Bundesliga die o. g. Verletzung nach einem direkten Anpralltrauma erlitt. Nach der klinischen sowie radiologischen Untersuchung zeigten sich eine mehrfragmentäre, dislozierte Skapulablattfraktur unter mehrfragmentärer Beteiligung der Margo superior, Frakturausläufer in die Margo medialis und V. a. Stufenbildung im Glenoid bei äquatorialer Transversalfraktur (Euler und Rüedi D2b/nach AO 14 F1.3e). Die operative Versorgung erfolgte in minimalinvasiver arthroskopischer Technik, und postoperativ wurde eine frühfunktionelle Nachbehandlung ohne Belastung und mit einer Bewegungslimitierung von 90° Abduktion/Anteversion durchgeführt. Bereits am 1. Spieltag der Rückrunde (5 Monate postoperativ) war der Patient wieder vollständig einsatzfähig und 6 Monate postoperativ präsentierte sich der Patient beschwerdefrei mit einem exzellenten klinischen Resultat (CS 100 Punkte, SSV 98 %, OSS 12 Punkte, ASES-Score 100 Punkte). Zusammenfassend ist die arthroskopisch assistierte Versorgung einer intraartikulären Skapulafraktur beim sportlich aktiven Patienten mit einem entsprechend hohen körperlichen Anspruch eine suffiziente Therapieoption.


2022 ◽  
Author(s):  
Konrad Eilers
Keyword(s):  

Der Autor dieses Werkes analysiert die praktische Fragestellung, wer im Falle der Verletzung der Art. 101 und Art. 102 AEUV im Rahmen von kartellrechtlichen Schadensersatz- und Abwehransprüchen anspruchsberechtigt ist. Es wird zunächst untersucht, welche dogmatische Struktur die Ansprüche aufweisen und welche Elemente primärrechtlich zu beurteilen sind. Es schließt sich eine Funktionsanalyse der Art. 101 und Art. 102 AEUV und der kartellrechtlichen Ansprüche an. Im Hauptteil wird sodann unter Auswertung dieser Funktionen die Anspruchsberechtigung abstrakt bestimmt. Es werden die Auswirkungen von Verstößen gegen das europäische Kartellrecht dargestellt, was eine Typisierung von Geschädigten und eine Einordnung der Fallgruppen ermöglicht.


Author(s):  
Cindy Römer ◽  
Lukas Mundelsee
Keyword(s):  

ZusammenfassungSpätestens seit der Corona-Pandemie ist das Thema „Digitalisierung“ auch in der Beratungswelt angekommen. Online-Beratung wird von vielen Praktizierenden jedoch mit großer Skepsis begegnet. Was genau diese negative Einstellung verursacht, wurde bislang nur wenig untersucht. Bisherige Studien bezogen sich entweder auf Video-Therapien oder auf die Einführung evidenzbasierter Praktiken. Ziel der vorliegenden Querschnittsstudie war es deshalb, mögliche Merkmale zu ermitteln, die die Einstellung gegenüber Online-Beratung im Vergleich zur Präsenz-Beratung positiv oder negativ beeinflussen. Zur Erfassung der Einstellung wurde ein neues Instrument entwickelt, das verschiedene Merkmale von Beratung beschreibt, und mittels Online-Fragebogen bei 66 Personen aus den Bereichen Beratung, Therapie und Coaching eingesetzt. Faktorenanalytisch ergaben sich bei dem Instrument zwei unterschiedliche Einstellungsdimensionen, die in den anschließenden Regressionsanalysen von jeweils unterschiedlichen Personenmerkmalen prädiziert wurden. In Bezug auf die Dimension „Kernmerkmale von Beratungen“ wird eine negativere Einstellung nur durch eine höhere Berufserfahrung vorhergesagt. Hinsichtlich der Dimension „Rahmenbedingungen von Beratungen“ zeigt sich eine positivere Einstellung gegenüber dem Online-Setting, wenn die Beratenden sich als Frau identifizieren, eine geringere Berufserfahrung vorweisen, im Bereich Coaching tätig sind oder an urbanen Orten praktizieren. Interessanterweise hatten weder die technische Affinität noch die subjektive Wichtigkeit des Datenschutzes Einfluss auf die Einstellung. Die Studie liefert damit wichtige Erkenntnisse für die weitere Erforschung und auch Praxis von Online-Beratung und vermag bisher widersprüchliche Befunde in dem Bereich zu erklären.


Author(s):  
Sascha Dickel
Keyword(s):  

Wir scheinen am Anfang einer Ära kommunizie­render Technik zu stehen. Amazons Sprachassistenzsystem Alexa ist in Millionen von privaten Haushalten eingezogen, Chatbots gehören heute zu den Standardanwendungen im Kundenservice und der Einsatz von Algorithmen zur Erzeugung von Texten ist in die Praxis professionellen Publizierens integriert worden. An kommunizierenden Maschinen zei­gen sich kontroverse Deutungen von Autonomie, Kreativität, Komple­xität und Opazität von Mensch und Maschine wie in einem Brennglas. Der Beitrag argumentiert, dass kommunizierende Technik eine eigenständige kulturelle Herausforderung für mediatisierte Gesellschaften darstellt, der sich eine reflexive Technikfolgenabschätzung hermeneutisch zu stellen hat.


2021 ◽  
Author(s):  
Carola Detring ◽  
Lisa Schielicke ◽  
Annette Müller ◽  
Peter Névir ◽  
Henning Rust

<p>Blockierungslagen können zu extremen Wettersituationen führen, wie zum Beispiel zu Hitzewellen oder zu Starkregenereignissen. Grundsätzlich können zwei Typen von Blockierungen unterschieden werden: High-over-Low und Omega. Die Punktwirbeltheorie und die kinematische Vorticity-Zahl erlauben eine neuartige automatisierte Differenzierung dieser beiden Typen. Basierend auf der NCEP-2 Reanalyse untersuchen wir Auftrittswahrscheinlichkeiten für und Übergangswahrscheinlichkeiten zwischen diesen zwei Blockierungstypen und nicht-blockierten Zuständen für den Zeitraum 1990 bis 2019 im Europäischen Raum. Logistische Regression und Markov-Modelle mit zwei und drei Zuständen beschreiben die Änderungen der Auftritts- und Übergangswahrscheinlichkeiten.</p> <p>Während jährliche Auftrittswahrscheinlichkeiten für Blockierungen (ohne Unterscheidung zwischen Omega und High-over-Low) nur einen schwachen Trend zeigen, sehen wir vereinzelt stärke Trends für saisonale und monatliche Auftrittswahrscheinlichkeiten; insbesondere ist für Februar und März ein Anstieg und für Dezember ein Abfall über die Untersuchungsperiode zu erkennen. Die Möglichkeit der Aufspaltung in die oben genannten zwei Blockierungstypen  zeigt, dass die Omega-Blockierungen einen dominanten Beitrag zu den Änderungen im Februar und Dezember zeigen.</p> <p>Aus der Beschreibung der Übergangswahrscheinlichkeiten mit einem Markov-Modell mit drei Zuständen (High-over-Low, Omega, nicht blockiert) zeichnet sich eine größer werdende Auftrittswahrscheinlichkeit und Stabilität für Omega-Blockierungen im Vergleich zu High-over-Low ab. Außerdem lassen sich für die Studienperiode Änderungen in den Übergangswahrscheinlichkeiten im Sommer erkennen, wobei insbesondere die Übergänge hin zu den Omega-Blockierungen wahrscheinlicher werden und nicht-blockierte Situationen weniger lange anhalten.</p>


2021 ◽  
Author(s):  
Christian Ihrig ◽  
Sascha Henninger
Keyword(s):  

<p>Der vom Menschen verursachte Klimawandel beeinflusst sowohl langfristige Klimaprozesse, als auch das aktuelle, kurzfristige Wettergeschehen in allen Regionen der Erde. Er äußert sich in einer Vielzahl an Phänomenen, die sich je nach Klimagebiet unterschiedlich manifestieren lasssen oder auch unterschiedliche Auswirkungen mit sich bringen. Dieses Forschungsvorhaben beschäftigt sich mit dem Wasserhaushalt von Weinreben im Rahmen des rezenten Klimawandels. Ziel des Projektes ist es eine meteorologisch-hydrologische Messmethoden zu generieren, die auf alle Weinbauregionen in Rheinland-Pfalz übertragen werden kann, um Winzer*innen die Möglichkeit zu eröffnen, auf natürlicher Art und Weise der Rebe Wasser zugänglich zu machen.</p> <p>Durch die Zunahme abiotischer Schäden (z.B. Niederschlag) und die Veränderung der Vegetationszeit sowie die Zunahme invasiver Schaderreger ist vermehrt eine Steigerung der Vulnerabilität des Ökosystems „Wingert“ zu erkennen. Winzer*innen werden aufgrund der Zunahme von Extremwetterereignissen (Hitze-/Dürrephasen) zur langfristigen Bewässerung ihrer Weinbauflächen gezwungen. Große Mengen Wasser werden vereinzelt in Weinbergsregionen gepumpt, was langfristig hinsichtlich eines sinkenden Grundwasserspiegels einen fatalen Fehler darstellt. Die ressourcenschonende Gestaltung des Wasserhaushaltes sollte daher in den Mittelpunkt der Weinbauforschung gestellt werden. Weinbauer*innen sind an regional-/ lokalklimatischen Lösungsmöglichkeiten und Anpassungsstrategien interessiert, um Risiken für die Anbaufrucht reduzieren und auf die lokalklimatischen Auswirkungen des Klimawandels reagieren zu können. Um gegen dieses Risiko anzugehen und den Produktionsausfall zu minimieren, muss die Anpassungsfähigkeit in Sachen Wasserhaushalt der Reben bekräftigt werden. Demzufolge wird das Mikroklima in der Weinbauregion Rheinhessen mittels des Einsatzes der Scholander-Druckkammer untersucht. Die Bestimmung des Wasserstatus hinsichtlich der exakten Bewässerungssteuerung von Weinreben hat sich durch das frühmorgendliche und mittägliche Wasserpotential (Ψ) bewährt. Physiologische Prozesse, wie die stomatäre Leitfähigkeit der Blattschließzellen sowie das vegetative Wachstum, aber auch die Photosynthese, sind direkt oder indirekt an Ψ gekoppelt. Darüber hinaus lässt sich der Wasserhaushalt durch ein an Trockenstandorten angepasstes Bodenpflegesystem, wie zum Beispiel einer Bodenabdeckung mittels Holzhäcksel, deutlich verbessern. Des Weiteren wird das Mikroklima im Weinberg durch die Laubwandstruktur mitbestimmt, was durch eine gesteigerte Photosyntheseleistung der Laubwand, eine optimale Belüftung und Belichtung gewährleistet wird. Im praktischen Weinbau wird dies durch die Höhe der Laubwand realisiert. Die Landmaschinenbranche entwickelt bereits heute alternative Arbeitsgeräte, die eine Möglichkeit darstellen, dem Wuchs des Unkrautes im Unterstockbereich entgegenzuwirken. Als Versuchsvarianten dienen vier Variationen, um abgrenzbare und eindeutige Ergebnisse erzielen zu können (V1: Tropfbewässerung; V2: Unterstockabdeckung Holzhäcksel; V3: Flächendeckende Holzhäcksel; V4: Kontrollvariante).</p> <p>Daher ist es von gesteigertem Interesse zu analysieren, inwiefern sich eine Bodenabdeckung im Unterstockbereich von einer flächendeckenden bzw. moderaten Tropfbewässerung in Flachlage unterscheidet. Möglichkeiten zur Reduzierung des Wasserverbrauchs und zur Reifeverzögerung (Verminderung des Botrytisbefalls, Verlängerung der Reifedauer, Vermeidung eines zu hohen Alkoholgehaltes) durch eine kürzere Laubwandhöhe beim Riesling in Flachlage sollen in diesem Projekt erprobt werden.</p>


2021 ◽  
Author(s):  
Christoph G. Hoffmann ◽  
Lena Buth ◽  
Christian von Savigny

<p>Die Madden-Julian-Oszillation (MJO) ist die dominierende Komponente intrasaisonaler Variabilität in der tropischen Troposphäre. Sie tritt durch ein periodisch auftretendes Zentrum anormal starker Konvektion in Erscheinung, das vom indischen Ozean ostwärts über den maritimen Kontinent hinweg zum Pazifik zieht und sich dort auflöst. Durch die vielfältigen Einflüsse auf das Wettergeschehen in der Region und durch die (Quasi-)Periodizität von 30 bis 90 Tagen ist das Auftreten der MJO von direktem Interesse für die Entwicklung einer möglichen subsaisonalen Wettervorhersage und deswegen seit längerem Gegenstand intensiver Forschung. Dabei verspricht man sich eine Verbesserung von Vorhersagen sowohl für die direkt betroffenen tropischen Regionen, als auch für andere Teile der Erde, da die MJO Bestandteil einiger Televerbindungen ist.</p> <p>In der Forschung zur Variabilität der mittleren Atmosphäre hat die MJO bisher dagegen nur eine kleinere Rolle gespielt. Es gibt allerdings Gründe, die Wechselwirkungen von MJO und mittlerer Atmosphäre genauer zu untersuchen: Zum einen wird ein Teil der oben genannten Televerbindungen vermutlich über die Stratosphäre vermittelt, so dass der stratosphärische Einfluss wieder auf die Troposphäre zurückwirkt. Zum anderen ist man zum besseren Verständnis der mittleren Atmosphäre selbst daran interessiert, Quellen für die dort beobachtete Variabilität zu identifizieren. Auf der Zeitskala von einigen Wochen stand hier bisher der solare 27-Tage-Zyklus im Vordergrund. Die MJO hat jedoch das Potential auf einer ähnlichen Zeitskala zu Variabilität zu führen. Für beide genannten Gründe, sich mit dem Einfluss der MJO auf die mittlere Atmosphäre zu befassen, gibt es in der Literatur schon deutliche Hinweise, die allerdings häufig auf Modell- oder reanalysierten Daten beruhen.</p> <p>Dies haben wir zum Anlass genommen, reine Beobachtungen von verschiedenen Parametern der mittleren Atmosphäre auf Einflüsse der MJO hin zu prüfen. Konkret stützen wir uns auf Beobachtungen des Satelliteninstruments MLS an Bord des NASA-Satelliten Aura. Mit einem einfachen statistischen Ansatz, der Komposit-Analyse, konnten wir Einflüsse der MJO auf verschiedene Parameter wie Temperatur, Ozon und Wasserdampf identifizieren. Diese Einflüsse erstrecken sich von der Tropopause teils bis in die Mesosphäre und zeigen teils von Wellen-Interaktionen in der mittleren Atmosphäre bekannte räumliche Strukturen. Der Einfluss der MJO wird dabei von weiteren Randbedingungen wie den Jahreszeiten oder dem Status der „Quasi-Biennial Oscillation (QBO)“ beeinflusst. In der Präsentation werden wir diese Ergebnisse vorstellen und uns dafür hauptsächlich auf die Temperatur als einen der zentralen Parameter stützen.</p>


2021 ◽  
Author(s):  
Ines Langer ◽  
Alexander Pasternack ◽  
Uwe Ulbrich ◽  
Henning W. Rust

<p>Mit einer Gitterweite von 1-10m kann das Stadtklimamodell PALM-4U (Maronga, et al. 2019) kleinskalige atmosphärische Prozesse auflösen, und unter anderem den Einfluss von Gebäuden und Vegetation detailliert berücksichtigen. Die Evaluierung des Modells erfolgt hier auf Basis von Langzeitbeobachtungen der Lufttemperatur und Feuchte an 32 verschiedenen Standorten im Berliner Stadtgebiet. Während einer Intensiven Messkampagne im Jahr 2018 standen acht weitere Messstationen zur Verfügung. Hier wird speziell der 16. Juli 2018 betrachtet, ein Tag mit langer Sonnenscheindauer (14h), bei dem eine Maximaltemperatur von 27.03°C an der institutseigenen WMO-Station 10381 im Botanischer Garten erreicht wurde. Die Evaluierung berücksichtigt den Grad der Horizontüberhöhung, den Sky View Faktor (SVF), der ein dimensionsloser Parameter zwischen 0 und 1 ist. Der SVF ist 1, wenn die komplette obere Himmelshälfte am Standort sichtbar ist und null wenn die Himmelshälfte nicht mehr zu erkennen ist. Ein potentielles Anwendungsszenario ist zum Beispiel die Prüfung der Frage, wie sich eine Nachverdichtung in einer Stadt auswirkt. Am Beispieltag zeigen die Messungen, dass es bei einem SVF von 0.29 zwischen 5 und 6 Uhr morgens bis zu 2.4K kälter ist als bei einen SVF größer 0.60. Außerdem tritt das Temperaturmaximum beim größeren SVF etwa 1,5 Stunden später ein. Die Abweichungen des Modells von den Beobachtungen für die Messorte können mit dem mittleren absoluten Fehler (MAE) quantifiziert werden. Auch hier ergibt sich ein systematischer Unterschied danach, wie groß der lokale SVF ist. Bei einem SVF von weniger als 0.29 ergibt sich im 24-Stunden-Mittel ein geringerer Fehler (1.53 K bei Mess- und Modelldaten-Frequenz von 5min) als bei  einem SVF größer als 0.6 (1.76 K). Hierzu trägt bei, dass die beobachtete Amplitude des Tagesgangs von MAE bei einem SVF größer als 0.6 vom Modell um bis zu 4.5 K unterschätzt wird. Dies liegt insbesondere an den Temperaturen zwischen Sonnenuntergang (19 Uhr) und Mitternacht, die im Modell bei nahezu sichtbarem Himmel zu hoch sind.</p> <p>Literatur: Maronga, B., G. Groß, S. Raasch, S. Banzhaf, R. Forkel, W. Heldens, F. Kanani-Sühring, A. Matzarakis, M. Mauder, D. Pavlik, J. Pfafferott, S. Schubert, G. Seckmeyer, H. Sieker, K. Winderlich (2019): Development of a new urban climate model based on the model PALM - Project overview, planned work, and first achievements, Met. Z., 28, 105-119 DOI: 10.1127/metz/2019/0909</p>


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