soziale kontrolle
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2020 ◽  
Vol 31 (1-2) ◽  
pp. 63-81
Author(s):  
K. Weinhauer

ZusammenfassungDas Forschungsfeld soziale Probleme und soziale Kontrolle und die Zeitschrift Soziale Probleme werden in eine längerfristige Perspektive gestellt. In ihrer Entstehungsphase in den 1960/70er Jahren hatten die Soziologie sozialer Probleme und sozialgeschichtliche Ansätze vieles gemeinsam. Zwei Fragen stehen deshalb im Mittelpunkt. Erstens, wie wurden im Forschungsfeld soziale Probleme relevante Ordnungsbegriffe (Gesellschaft, Staat, Struktur) reflektiert und aus welcher Perspektive analysiert? Nach der Etablierungs- und Verwissenschaftlichungsphase der 1970/80er Jahre wurden diese Ordnungsbegriffe kaum hinterfragt und zumeist aus Top-Down-Perspektive betrachtet. Zudem fehlten kritische Reflexionen über die zahlreichen prägenden US-Transfers. Zweitens wird nach der Positionierung zum cultural turn gefragt. Explizite Kontroversen mit kulturalistischen Ansätzen wurden nicht ausgetragen, und die Bestimmung des Verhältnisses von Kultur und Gesellschaft blieb unterkomplex. Wie das Publikationsprofil der 1990 gegründeten Zeitschrift Soziale Probleme zeigt, war (und ist) sie ein Verständigungsforum für im weitesten Sinne theoretische Reflexionen über soziale Probleme und soziale Kontrolle in Zeiten einer großen Aufmerksamkeit gegenüber kulturalistischen Ansätzen. Beiträge zu staatlichen Kontroll- und Sanktionsaktivitäten waren stark vertreten. Bemerkenswert sind die Bemühungen, das Forschungsfeld Anfang der 2000er-Jahre für die neuere Globalisierungsforschung und damit auch für eine reflektierte Transnationalität sowie für die Analyse lokaler Praktiken zu öffnen.



2020 ◽  
Vol 31 (1-2) ◽  
pp. 9-21
Author(s):  
Helge Peters
Keyword(s):  

ZusammenfassungZunächst geht es um den Begriff „soziale Kontrolle“. Sie wird als Handeln verstanden, das auf den Erhalt von Normkonformität in dem Bereich zielt, in dem es ausgeübt wird. Es zielt nicht einfach auf die Konformität ihrer AdressatInnen. Sodann wird die Rezeption des Begriffs „soziale Kontrolle“ in neueren devianz-, kontroll- und herrschaftssoziologischen Texten dargestellt. Gezeigt werden Widersprüchlichkeiten und Tendenzen, nach denen Maßnahmen als soziale Kontrolle beschrieben werden, die auf den Machterhalt ihrer Akteure, nicht jedoch auf den Erhalt von Normkonformität zielen. Problematisiert werden auch die empirischen Grundlagen der sog. Punitivitätsthese. Schließlich wird das Gewicht erörtert, das die gegenwärtige deutsche Soziologie dem Begriff „soziale Kontrolle“ beimisst. Es ergibt sich, dass der Begriff an soziologischer Relevanz eingebüßt hat. Dies wird bedauert. Mit dieser Einbuße könne auch die soziologische Aufmerksamkeit für das mögliche Verfehlen der Kontrollziele und für Devianzkonstrukte schwinden, die von Instanzen sozialer Kontrolle hergestellt werden.



Author(s):  
René König
Keyword(s):  


Author(s):  
Clémentine Boulanger

Angesichts von Covid 19 versinken Staaten in einen Gesundheitsnotstand, um die Pandemie einzudämmen, die eine konstant steigende Zahl von Opfern fordert. Der Gesundheitsnotstand bringt Maßnahmen hervor, die an jene vom Philosophen Michel Foucault beschriebenen Maßnahmen zur Eindämmung der Pest im 17. Jahrhundert oder auch die während der beiden Weltkriege des 20. Jahrhunderts ergriffenen und von Giogio Agamben hervorgehobenen, erinnern. Überwachung und soziale Kontrolle treten auf, Ausnahmegesetzgebung wird verabschiedet und der Rechtsstaat hält den Atem an in Luxemburg und den umliegenden Staaten an. Ziel des vorliegenden Aufsatzes ist es, die von den Staaten im Kampf gegen Covid 19 eingesetzten Maßnahmen zur Überwachung und sozialen Kontrolle ans Licht zu bringen und die Auswirkungen des Ausnahmezustands auf die Zivilgesellschaft zu verstehen.







Author(s):  
Gaby Flösser ◽  
Katja Wohlgemuth
Keyword(s):  


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