klinische toxikologie
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2018 ◽  
Vol 81 (05) ◽  
pp. 397-404
Author(s):  
Mandy Gollmann ◽  
Germaine Frimlova ◽  
Simone Just ◽  
Gesine Liebetrau ◽  
Dagmar Prasa ◽  
...  

Zusammenfassung Ziel der Studie Substanzmissbrauch war in den letzten Jahren starken Veränderungen unterworfen und ist eine große Herausforderung für die Klinische Toxikologie. Deswegen wurden Substanzmissbrauchsfälle der letzten 15 Jahre im Einzugsbereich des Giftnotrufs Erfurt analysiert und mit humanen Expositionsfällen anderer Ursache verglichen. Methodik Retrospektive Analyse aller Humanexpositionsfälle (Expositionsfälle des Menschen gegenüber einer Substanz unter akzidentellen, missbräuchlichen oder unbekannten Umständen oder im Rahmen eines Suizidversuches) von Anfang 2002 bis Ende 2016 nach Substanzklassen, Symptomschwere, Altersgruppen und Geschlecht. Ergebnisse Substanzmissbrauchsfälle (7237, 3,5% aller Expositionsfälle) stiegen kontinuierlich von 250 (Einzelsubstanzmissbrauch: 159; Mischkonsum: 91) in 2002 auf 830 in 2016 (Einzelsubstanzmissbrauch: 398; Mischkonsum: 432) an. Die Fallzahl von Methamphetaminmissbrauch stieg von 10 in 2003 auf 100 in 2012 und fiel auf 52 in 2016. Die Anzahl der Missbrauchsfälle mit Neuen Psychoaktiven Substanzen (NPS) erhöhte sich von 1 in 2008 auf 130 in 2015 und sank auf 90 in 2016. Substanzmissbrauchsfälle verursachten signifikant (p<0,001) häufiger mittelschwere (29,1%) und schwere Symptome (5,8%) als Expositionsfälle in suizidaler Absicht (11,6%; 4,9%). Missbrauchsfälle mit NPS und der Untergruppe synthetischer Cannabinoide zeigten signifikant (p<0,001 u. 0,025) öfter mittelschwere und schwere Symptome (46,9% u. 43,6%; 7.9% u. 6,0%) als Missbrauchsfälle mit Cannabis (19,7%; 2,1%). Schlussfolgerung Die klinische Bedeutung des Substanzmissbrauchs wird daran erkennbar, dass er häufiger mittelschwere und schwere Symptome verursachte als Suizidversuche. Daten zu Substanzmissbrauch von Giftnotrufzentralen könnten offizielle Drogenberichte hinsichtlich klinisch-toxikologischer Aspekte ergänzen.





2008 ◽  
Vol 37 (3) ◽  
pp. 250-255
Author(s):  
Richard Frey ◽  
Jochen Kindler ◽  
Angela Naderi-Heiden




1986 ◽  
Vol 324 (3-4) ◽  
pp. 230-230 ◽  
Author(s):  
H. Brandenberger


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