unbeobachtete heterogenität
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Author(s):  
Jascha Dräger ◽  
Leo Röhlke ◽  
Till Stefes

ZusammenfassungTrotz des Sonderungsverbotes zeigt sich in vielen Studien ein deutlicher Zusammenhang zwischen dem Haushaltseinkommen und dem Besuch privater Schulen. Unklar bleibt jedoch, ob dieser Zusammenhang durch unbeobachtete Heterogenität zwischen Haushalten oder durch einen kausalen Einkommenseffekt zustande kommt. In dieser Arbeit untersuchen wir Geschwisterunterschiede im Privatschulbesuch und inwiefern diese mit Veränderungen des Haushaltseinkommens zusammenhängen. Einerseits kann dadurch das Problem unbeobachteter Heterogenität umgangen werden, andererseits ermöglicht es Schlussfolgerungen über elterliche Motivationen bei der Privatschulwahl. Es zeigt sich, dass es mehr als doppelt so häufig vorkommt, dass nur manche Kinder eines Haushalts eine Privatschule besuchen, als dass alle Geschwisterkinder eine Privatschule besuchen. Beides kommt häufiger in einkommensstarken Haushalten vor. Kinder besuchen etwas häufiger eine Privatschule als ihre Geschwister, wenn sie in einem Zeitraum mit höherem Haushaltseinkommen aufwachsen, insbesondere wenn das permanente Haushaltseinkommen hoch ist. Die Höhe von Einkommenseffekten variiert nach dem Träger der Privatschulen. Diese Ergebnisse deuten auf eine Verletzung des Sonderungsverbotes hin.



2016 ◽  
Vol 36 (2) ◽  
Author(s):  
Karl Schableger ◽  
Notburga Pfoser ◽  
Helga Wagner

Um Informationen über die Haltbarkeit von Zahnfüllungen zu erhalten und den Einfluss verschiedener Faktoren zu untersuchen, wurden verschiedene statistische Analysen durchgeführt. Dafür standen in Oberösterreich Daten von rund 3.4 Millionen Zahnfüllungen aus den Jahren 1994 bis 2002 zur Verfügung. Neben einer Schätzung der Überlebensfunktion bzw. der Ausfallrate, wurde der Einfluss verschiedener Kovariablen auf die Lebensdauer der Füllungen in einem Cox-Modell geschätzt. Die im Verhältnis zur vorliegenden Datenmenge geringe Zahl von Kovariablen, legt es nahe, dass die Daten auch unbeobachtete Heterogenität enthalten. Von Interesse ist dabei insbesondere, ob diese auf Effekte der Leistungserbringer, d.h. der behandelnden Ärzte zurückgeführt werden können. Diese Effekte werden durch ein Gamma-Shared-Frailty-Modell geschätzt. Die Ergebnisse führen zu Vorschl ägen einer differenzierteren Honorierung der Füllungstherapie.



2016 ◽  
Vol 45 (1) ◽  
pp. 22-38 ◽  
Author(s):  
Heiner Meulemann

Zusammenfassung: Gemäß der These der Selbstwertdienlichkeit internaler Attributionen wird untersucht, ob der persönliche Berufserfolg und die soziale Mobilität mit dem Anstieg des Berufserfolgs stärker der Person und weniger den externen Umständen zugeschrieben werden. Datenbasis ist eine Wiederbefragung von im 16. Lebensjahr erstmals befragten Gymnasiasten im 30., 43. und 56. Lebensjahr. Der Berufserfolg wird als Prestigegewinn, Einkommenssteigerung und Einschätzung des aktuellen beruflichen Erfolgs im Vergleich zum Berufsbeginn erhoben. Die Hypothesen werden mit Strukturgleichungsmodellen getestet, die unbeobachtete Heterogenität durch einen Faktor für jede Person kontrollieren. Zu keinem Zeitpunkt trifft zu, dass der Berufserfolg zugleich seine internale Attribution steigert und seine externale Attribution senkt; dasselbe gilt für die Attribution der Mobilität. Aber die Attributionen sind stabil und beeinflussen einander negativ; und beides wird im Lebenslauf stärker.



2011 ◽  
Vol 40 (1) ◽  
Author(s):  
Katrin Auspurg ◽  
Thomas Hinz

ZusammenfassungDie vorliegende Forschungsnotiz verweist auf eine bekannte, aber selten beachtete Problematik bei Vergleichen von Koeffizienten aus Regressionen mit binären abhängigen Variablen zwischen Gruppen. Damit Vergleiche von Logit- und Probit-Koeffizienten sowie Odds-Ratios (OR) über Gruppen oder Kohorten hinweg tragfähig sind, muss angenommen werden, dass die unbeobachtete Heterogenität in allen betrachteten Gruppen gleich ist. Dies ist zumindest bei Vergleichen von Kohorten oder Schätzungen, die Datensätze aus unterschiedlichen Ländern oder Erhebungsdesigns nutzen, eine sehr unrealistische Annahme. Wir schlagen daher vor, statt der OR die durchschnittlichen Marginaleffekte für Gruppenvergleiche heranzuziehen. Weiterhin verweisen wir auf eine Mçglichkeit, Gruppenunterschiede in solchen Modellen auf statistische Signifikanz zu prüfen. Anhand des Beispiels von Bildungschancen im Kohortenvergleich lässt sich veranschaulichen, dass bei Beachtung der Problematik unbeobachteter Heterogenität wichtige Schlussfolgerungen anders ausfallen.



2009 ◽  
Vol 38 (3) ◽  
Author(s):  
Axel Franzen ◽  
Sonja Pointner

ZusammenfassungDieser Beitrag analysiert die Determinanten einer erfolgreichen Teilnahme an der Fernsehshow „Wer wird Millionär“. Befragt wurden 660 Teilnehmer, die zwischen 1999 und 2007 in der Quizsendung als Kandidaten aufgetreten sind. Wir interessieren uns besonders für die Fragen, wie die Human- und Sozialkapitalausstattung der Teilnehmer die Gewinnchancen beeinflusst. Die Bildung der Kandidaten sollte den Erfolg in der Show erhöhen, da der Gewinn in erster Linie durch das Wissen der Kandidaten und weniger durch andere Kriterien bestimmt wird. Die Schätzung der Humankapitalrenditen ist hierbei nicht durch unbeobachtete Heterogenität (Signale über weitere Fähigkeiten) verzerrt wie das in Untersuchungen zum Einkommen auf dem Arbeitsmarkt häufig der Fall ist. Damit kann ein von „signaling“- Effekten unabhängiger Humankapitaleffekt berechnet werden. Überdies können wir anhand unserer Daten den monetären Ertrag des Sozialkapitals schätzen. Der Telefonjoker wird von den Kandidaten aus ihren sozialen Netzwerken rekrutiert. Für die erfolgreiche Auswahl eines Telefonjokers sollte deshalb die Qualität des Netzwerkes eine besondere Rolle spielen. Beide Effekte von Human- und Sozialkapital lassen sich empirisch nachweisen und sind wesentliche Determinanten der erfolgreichen Teilnahme bei „Wer wird Millionär?“.



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