systemische lysetherapie
Recently Published Documents


TOTAL DOCUMENTS

6
(FIVE YEARS 0)

H-INDEX

1
(FIVE YEARS 0)

2020 ◽  
Vol 237 (06) ◽  
pp. 772-779
Author(s):  
Florian Philipp Raber ◽  
Katharina Reinking ◽  
Steffen Schmitz-Valckenberg ◽  
Katharina Althaus ◽  
Oliver Kaut ◽  
...  

Zusammenfassung Einleitung Retinale arterielle Verschlüsse (RAV) führen bei betroffenen Patienten häufig zu einer dramatischen und irreversiblen Visusreduktion. Bis dato existiert keine evidenzbasierte Standardtherapie. Die systemische Lysetherapie kann nach der Leitlinie zu retinalen arteriellen Verschlüssen der DOG, RG und BVA bis zu einem Zeitfenster von 4 h 30 min angewendet werden. Methoden Wir berichten über 2 Patienten, bei denen ein RAV im Zeitfenster mit einer intravenösen Lysetherapie behandelt wurde. Ergebnisse Bei Patient 1 wurde eine systemische Lysetherapie bei einem Verschluss der A. temporalis inferior 4 h 15 min nach Symptombeginn angewendet. Unmittelbar im Anschluss an die Therapie berichtete der Patient von einer deutlichen Symptombesserung. Drei Monate nach der Therapie bestand eine gute retinale Funktion bei dezenter Atrophie der neurosensorischen Netzhaut. Bei Patient 2 kam es 2 h 30 min nach Symptombeginn bei einem Verschluss der A. temporalis inferior zu einer weiteren Verschlechterung des Visus auf Lichtscheinwahrnehmung mit Zeichen eines Zentralarterienverschlusses (ZAV). Eine notfallmäßige Lysetherapie, die 3 h später durchgeführt wurde, ergab eine deutliche Visusbesserung mit Erhalt des Gesichtsfeldes im inferioren Bereich. Bei beiden Patienten kam es unmittelbar im Anschluss an die Lysetherapie zu einer deutlichen Befundbesserung: Patient 1, rechtes Auge: BCVA initial: 0,5; BCVA 3 Tage nach Lysetherapie: 1,0; keine Defekte im Goldmann-Gesichtsfeld. Patient 2, linkes Auge: BCVA initial: 0,4; dann beobachteter Visusabfall auf Lichtscheinwahrnehmung, BCVA 4 Wochen nach Lysetherapie: 0,6. Schlussfolgerung Zwei Patienten mit akuten arteriellen retinalen Verschlüssen konnten mit einer systemischen Lysetherapie erfolgreich behandelt werden.





Praxis ◽  
2012 ◽  
Vol 101 (1) ◽  
pp. 43-50 ◽  
Author(s):  
Liesch

Der ischämische Schlaganfall ist eine wichtige Krankheit mit einer hohen Morbidität und Mortalität. Die systemische Lysetherapie ist gut untersucht und stellt international den akzeptierten Standard der Akutbehandlung dar. Die lokale intraarterielle Lyse und intravaskuläre mechanische Behandlungsmethoden werden zunehmend wichtiger. Das Zeitfenster dieser Akuttherapien ist auf wenige Stunden nach Symptombeginn beschränkt. Einem substantiellen Anteil der Schlaganfälle geht eine transitorische ischämische Attacke (TIA) voraus. Das unverzügliche Abklären der Ursachen einer TIA und der sofortige Beginn einer Behandlung können 80% der nachfolgenden Schlaganfälle verhindern. In aktuellen klinischen Studien wird versucht, mehr Patienten behandeln zu können sowie eine zunehmend individualisierte Behandlung zu ermöglichen.



2009 ◽  
Vol 213 (S 01) ◽  
Author(s):  
C Bamberg ◽  
M Vogt ◽  
CC Röhr ◽  
V Stangl ◽  
JW Dudenhausen


2008 ◽  
Vol 115 (07) ◽  
pp. 257-260 ◽  
Author(s):  
E. W. Rix ◽  
C. Stahl ◽  
E. Schäfer ◽  
G. Seifert


2002 ◽  
Vol 22 (02) ◽  
pp. 82-86
Author(s):  
M. Scherb ◽  
R. Palaskali ◽  
N. Saddekni ◽  
U. Blum ◽  
M. Skupin

ZusammenfassungDie Behandlung der tiefen Venenthrombose durch Lysetherapie führt bei erfolgreichem Verlauf zur Rekanalisation des Gefäßes mit Erhalt der Venenklappenfunktion und somit zur Limitierung des postthrombotischen Syndroms. Bei der systemischen Lysetherapie kommt es zu erhöhter Komplikationsrate, z. T. mit Todesfolge (1-2%). Die lokoregionale Lysetherapie mit rekombinantem humanen Plasminogenaktivator (rt-PA) stellt demgegenüber eine Methode dar, die Rekanalisation ohne erhöhte Komplikationsrate bewirkt im Vergleich zu Kompressionstherapie und Antikoagulation.Nach der gängigen Lehrmeinung sollte die systemische Lysetherapie nur bei Patienten mit einem Thrombosealter von unter 10 Tagen durchgeführt werden. In der vorliegenden Studie haben wir untersucht, ob die lokoregionale Lysetherapie auch bei älteren Thrombosen erfolgreich ist. Wir konnten zeigen, dass bei Thrombosen, die älter als 10 Tage sind, der Lyseerfolg nur geringfügig gegenüber frischeren Thrombosen verringert war, die Entstehung des postthrombotischen Syndroms jedoch doppelt so häufig stattfand (ca. 50%). Nach diesen Ergebnissen ist die lokoregionale Lysetherapie eine Methode, die nur bei Thrombosealter <10 Tage empfohlen werden kann.



Sign in / Sign up

Export Citation Format

Share Document