implantatassoziierte infektion
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OP-Journal ◽  
2017 ◽  
Vol 33 (02) ◽  
pp. 128-135
Author(s):  
Stefan Zwingenberger ◽  
Klaus-Dieter Schaser ◽  
Maik Stiehler ◽  
Peter Bernstein ◽  
Alexander Thürmer ◽  
...  

ZusammenfassungDie implantatassoziierte Infektion ist eine der häufigsten Komplikationen nach operativer Spondylodese. Die klinische Symptomatik kann akut fulminant, protrahiert oder auch atypisch verlaufen. Frühinfekte entstehen in der Regel durch den operativen Eingriff selbst, Spätinfekte sind dagegen meistens von hämatogener Genese. Die antibiotische Behandlung sollte erst nach mikrobiologischer Diagnostik begonnen werden. Das Entnehmen von mindestens 5 Biopsaten im antibiotikafreien Intervall (> 48 h) sowie das Einsenden der Implantate zur Sonikation erhöhen signifikant die Keimnachweiswahrscheinlichkeit. Durch Einsenden von Gewebeproben zur histopathologischen Untersuchung können mikrobiologische Kontaminationen von echten Infektionen unterschieden werden. Bei Vorliegen eines akuten Infekts ist eine einmalige implantaterhaltende Revision möglich. Infektbedingte, knöcherne Destruktionen sowie Gewebsnekrosen sollten radikal debridiert, gelockerte Implantate entfernt oder gewechselt werden. Postoperativ sollte mit einer empirischen, die häufigsten Erreger abdeckenden, Antibiose begonnen werden, die im Verlauf ggf. gemäß Resistogramm angepasst werden sollte. Das Behandlungskonzept sollte interdisziplinär mit mikrobiolgischer und infektiologischer Expertise erfolgen.



Der Chirurg ◽  
2016 ◽  
Vol 87 (10) ◽  
pp. 813-821 ◽  
Author(s):  
N. Renz ◽  
M. Müller ◽  
C. Perka ◽  
A. Trampuz


2013 ◽  
Vol 151 (02) ◽  
pp. 173-179 ◽  
Author(s):  
J. Fakler ◽  
P. Hepp ◽  
B. Marquaß ◽  
N. von Dercks ◽  
C. Josten

Hintergrund: Der modulare distale Femurersatz wurde ursprünglich entwickelt, um eine belastbare und funktionelle untere Extremität nach Resektion gelenknaher primärer Knochentumoren mit großen knöchernen Defekten wiederherzustellen. Ziel der vorliegenden Untersuchung war es, die Indikationsstellung, Komplikationen und Funktion des distalen Femurersatzes nach komplexen Frakturen oder Frakturfolgen am distalen Femur zu erfassen und im Kontext vergleichbarer Studien zu bewerten. Patienten und Methode: 14 Patienten wurden retrospektiv untersucht, die aufgrund einer Fraktur oder Frakturfolgen mit ausgedehnten posttraumatischen Defekten des distalen Femurs mit einer Megaendoprothese versorgt wurden. Das Alter der Patienten zum Zeitpunkt der Operation betrug im Median 77,0 (IQB 70,0–81,5) Jahre (IQB: Interquartilbereich). Der mediane Nachuntersuchungszeitraum betrug 27,0 (IQB 13,5–37,5) Monate (Schwankungsbereich 10–49 Monate). Ergebnisse: Die Indikation zum distalen Femurersatz wurde in 3 Fällen nach periprothetischer Fraktur gestellt. In 3 Fällen war die Indikation eine Komplikation nach Osteosynthese einer periprothetischen Fraktur, in 8 Fällen waren Komplikationen nach Osteosynthese distaler Femurfrakturen der Grund für einen distalen Femurersatz. Die Implantation des distalen Femurersatzes erfolgte bei 5 Patienten zweizeitig, nachdem eine implantatassoziierte Infektion saniert wurde. Der Knee Society Score verbesserte sich im Median von präoperativ 20,0 (IQB 7,5–30,0) signifikant auf 80,0 (IQB 62,3–89,0) zum Zeitpunkt der Nachuntersuchung (p < 0,001). Komplikationen, die eine operative Revision erforderten, waren bei 7 der 14 Patienten (50 %) aufgetreten. Bei 2 Patienten traten Wundheilungsstörungen oder oberflächliche Infektionen auf, die chirurgisch behandelt werden mussten. Eine Ruptur des Streckapparats trat bei 1 Patientin auf, die sich im weiteren Verlauf auch eine periprothetische Fraktur zuzog. Bei 1 Patienten wurde eine frühzeitige Lockerung der femoralen Prothesenkomponente festgestellt. Die häufigste Komplikation war eine periprothetische Fraktur bei 4 Patienten. Drei Patienten verstarben ohne Zusammenhang zur Prothesenimplantation. Schlussfolgerung: Der distale Femurersatz ist eine wichtige Behandlungsoption zur Wiederherstellung einer funktionell belastbaren unteren Extremität bei ausgedehnten traumatischen und posttraumatischen Defekten. Insbesondere ältere Patienten erreichen dadurch in der überwiegenden Mehrzahl wieder ihre Gehfähigkeit. Die relativ hohe Komplikationsrate erfordert eine sehr sorgfältige Indikationsstellung.



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