mediane laparotomie
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Author(s):  
Bettina Meyer ◽  
Luise Schoenfeld ◽  
Karin Schwarz ◽  
Thomas Meyer

ZusammenfassungDie Behandlung größerer angeborener Zwerchfellhernien (CDH) stellt eine anspruchsvolle Aufgabe in der Kinderchirurgie dar. In der Regel wird heute Gore-Tex® zur Therapie von CDH eingesetzt, dies birgt jedoch das Risiko von Rezidiven, Infektionen und anderen Komplikationen. Ziel unserer Studie war es, zu analysieren, inwieweit sich Lyoplant® – ein azelluläres, avaskuläres biokompatibles Kollagen-Mesh – für CDH im Rattenmodell eignet. Material und Methoden Nach Intubationsnarkose und Beatmung erfolgte eine mediane Laparotomie bei jungen Wistar-Furth-Ratten mit einem Körpergewicht von 155 – 205 g. Anschließend wurde ein 1,0 × 1,0 cm großes Muskelsegment des linken Zwerchfells reseziert und der Defekt durch Implantation eines PTFE-Netzes (Gore-Tex; n = 5) oder eines Lyoplant-Netzes (n = 6) verschlossen. Zu Kontrollzwecken (Sham-Gruppe) wurde bei 2 Tieren der Defekt mittels einer Direktnaht verschlossen. Postoperativ erfolgte eine Röntgenthoraxaufnahme zur Beurteilung des Zwerchfells. Danach wurden die Tiere über 12 Wochen täglich visitiert. Nach diesem Zeitraum wurde das Abdomen der Tiere wieder geöffnet, das linke Zwerchfell auf Verwachsungen hin untersucht und anschließend für die histologische und immunhistologische Untersuchung explantiert. Ergebnisse Alle operierten Wistar-Furth-Ratten zeigten nach dem Eingriff eine physiologische Körpergewichtsentwicklung. Während des o. g. Zeitraumes konnte kein Rezidiv der CDH radiologisch oder klinisch gefunden werden: Bei allen Tiere (PTFE- vs. Lyoplant- vs. Sham-Gruppe) zeigten sich starke Adhäsionen des linken Leberlappens zum implantierten Material. Im Gegensatz zum PTFE-Mesh konnte in der Lyoplant-Gruppe ein stetiger Gewebsumbau (Remodeling) sowie eine kontinuierliche Neovaskularisierung gefunden werden. Schlussfolgerung Unsere Ergebnisse zeigen, dass Lyoplant zur biokompatiblen Therapie von CDH im Rattenmodell erfolgreich eingesetzt werden kann.



2017 ◽  
Vol 45 (01) ◽  
pp. 24-32
Author(s):  
Karsten Winter ◽  
Walter Brehm ◽  
Madlen Kämpfert ◽  
Claudia Gittel ◽  
Doreen Scharner

Zusammenfassung Gegenstand und Ziel: Wundheilungsstörungen stellen trotz Fortschritten in der Technik der Abdominalchirurgie eine häufige Komplikation nach medianer Laparotomie beim Pferd dar. Ziel der Studie war die Erfassung der Wundheilungsstörungen an der eigenen Klinik sowie die Ermittlung möglicher Risikofaktoren. Zudem sollte untersucht werden, inwieweit die Bauchfellnaht zur Reduktion von Wundheilungsstörungen beiträgt. Material und Methoden: In einer retrospektiven Studie wurden die Patientendaten der Chirurgischen Tierklinik der Universität Leipzig von Januar 2010 bis Dezember 2015 analysiert. Eingeschlossen in die Studie wurden Pferde, bei denen aufgrund einer Kolik eine ventrale mediane Laparotomie erfolgte. Die Analyse erfasste folgende Daten: Rasse, Geschlecht, Alter der Pferde, Lokalisation der Kolik, Invasivität des Eingriffs, Dauer der Allgemeinanästhesie, Nahttechnik zum Verschluss der Laparotomiewunde sowie postoperatives Fieber oder Leukopenie. Die Wundheilungsstörungen wurden differenziert in Nahtdehiszenz, Wundsekretion und Narbenbruch. Wundödeme unterlagen einer gesonderten Betrachtung. Ergebnisse: Wundheilungsstörungen in Form von Sekretion und Nahtdehiszenz traten bei 8,9% (18/202) der Pferde auf, postoperative Hernien bei 5,2% (9/173) der Tiere. Rasse, Geschlecht, Lokalisation der Kolik, Invasivität des Eingriffs, Dauer der Allgemeinanästhesie sowie postoperative Leukopenie beeinflussten die Häufigkeit von Wundheilungsstörungen nicht. Ein erhöhtes Risiko für Wundheilungsstörungen ergab sich für Pferde ab einem Alter von 20 Jahren (Odds Ratio [OR] 17,90), Tiere mit postoperativem Fieber (OR 7,48) sowie Pferde, bei denen das Bauchfell nicht vernäht wurde (OR 7,68). Tiere mit mittel- und hochgradigen Ödemen hatten ein signifikant höheres Risiko für Wundheilungsstörungen. Schlussfolgerung und klinische Relevanz: Von den geprüften Risikofaktoren lässt sich nur die Nahttechnik beeinflussen. Da die Bauchfellnaht mit einem geringeren Risiko für Wundheilungsstörungen verbunden ist, sollte sie beim Verschluss von Laparotomiewunden Standard sein.



Pflege ◽  
2009 ◽  
Vol 22 (1) ◽  
pp. 19-28 ◽  
Author(s):  
Jörg Haasenritter ◽  
Anna Maria Eisenschink ◽  
Elisabeth Kirchner ◽  
Heidi Bauder-Mißbach ◽  
Michael Brach ◽  
...  
Keyword(s):  

Die mediane Laparotomie (Mittelschnitt) stellt einen häufig genutzten Standardzugang zum Abdomen in der Chirurgie dar. Dabei werden für die Bewegung notwendige Muskeln manipuliert und es kommt postoperativ zu Einschränkungen der funktionalen Mobilität und zu bewegungsabhängigen Schmerzen. Ziel der Pilotstudie war es, die Auswirkungen eines präoperativen Bewegungsschulungsprogramms nach dem Viv-Arte-Lernmodell für kinästhetische Mobilisation auf Mobilität, Schmerzen und Verweildauer bei Patienten mit elektiver medianer Laparotomie zu testen, das Studiendesign zu überprüfen und mögliche Effektstärken zu ermitteln. Es wurde eine prospektive, randomisierte, kontrollierte und unverblindete Studie durchgeführt. Eingeschlossen wurden 27 Patienten (Median = 63 Jahre, 19 männlich) mit medianer Laparotomie bei Zystektomie. Die Intervention beinhaltet die präoperative Schulung für das postoperative Mobilisationsverhalten. Die Mobilität wurde mithilfe des Mobilitätstests für Patienten im Akutkrankenhaus (MOTPA) gemessen, die Schmerzintensität mittels einer visuellen Analog-Skala (VAS). Interventions- und Kontrollgruppe waren hinsichtlich der Kontrollvariablen vergleichbar. Es gab keine aussagekräftigen Gruppenunterschiede hinsichtlich der Zielkriterien. Möglicherweise sind die gewählten Zielgrößen bzw. ihre Operationalisierung ungeeignet, um Effekte der Intervention aufzuzeigen. Es erscheint notwendig, weiter an der Entwicklung von Instrumenten zu arbeiten, die geeignet sind, die Wirkung bewegungsbezogener Interventionen zu messen.



2009 ◽  
Vol 37 (02) ◽  
pp. 119-125
Author(s):  
G. Mosel ◽  
C. Thum ◽  
J. Rass ◽  
R. Hospes ◽  
L.-F. Litzke ◽  
...  

Zusammenfassung: Ziel der retrospektiven Studie war ein Vergleich zwischen konventionell chirurgischer und minimal invasiver Operationstechnik hinsichtlich Operationssicherheit, intra- und postoperativen Komplikationen und Erfolgsraten bei uni- und bilateraler Ovariektomie der Stute. Material und Methoden: Bei 116 Patienten erfolgten 153 Ovariektomien. Elf Stuten wurden über eine mediane Laparotomie in Allgemeinanästhesie operiert. Hämostase und Dissektion des Mesovars wurden mit dem TA-90-Linearstapler in Kombination mit einer Gekröseligatur durchgeführt. Bei 103 Pferden erfolgte der Eingriff endoskopisch am stehenden sedierten Tier über einen Optikzugang im 17. Interkostalraum und zwei ipsilaterale Instrumentenzugänge in der Flanke. In vier Fällen erforderte die Größe des Ovarialtumors ein biphasisches Vorgehen (Absetzen des Ovars unter endoskopischer Kontrolle, Exstirpation über mediane Laparotomie). Bei zwei unkooperativen Stuten wurde das laparoskopische Verfahren unter Allgemeinanästhesie in Seitenlage vorgenommen. Hämostase und Dissektion des Mesovars erfolgten bei den Patienten dieser Gruppe mittels Linearstapler, Vessel-Sealing-System (LigaSure®), bipolarer Hochfrequenzchirurgie, Diodenlaser oder modifizierter Roeder-Schlinge. Ergebnisse: Bei konventionell operierten Pferden traten in 36,4% (4/11) der Fälle signifikante intra- und/oder postoperative, zum Teil lebensbedrohliche Komplikationen auf, die in drei Fällen eine Relaparotomie und intensive Therapie erforderten und in einem Fall final zur Euthanasie führten. Bei minimalinvasiver und biphasischer Technik ergaben sich bei 105 Patienten und 142 Ovariektomien intraoperativ keine signifikanten Komplikationen. Postoperativ entwickelten 12 Pferde (8,4%) geringgradige Komplikationen. Schlussfolgerung und klinische Relevanz: Minimal invasive Verfahren sind konventionell chirurgischen Techniken wegen deutlich geringerer Invasivität und Morbidität sowie operationstechnischer Vorteile vorzuziehen. Als Methode der Wahl erweist sich die laparoskopische Ovariektomie am stehenden Tier. Alternativ ist der endoskopisch-chirurgische Eingriff in Seitenlage einer Operation in Rückenlage vorzuziehen.



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