Zusammenwirken von natürlicher und künstlicher Intelligenz
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Published By Springer Fachmedien Wiesbaden

9783658308810, 9783658308827

Author(s):  
Meike Jipp ◽  
Karsten Lemmer

ZusammenfassungMenschen überwinden räumliche Distanz virtuell mithilfe von Informations- und Kommunikationstechnologien oder physisch unter Nutzung von Verkehrsmitteln wie z. B. Kraftfahrzeugen oder Bussen des öffentlichen Personennahverkehrs. Automatisierung, Digitalisierung und künstliche Intelligenz ermöglichen die Bereitstellung neuer und innovativer Lösungen insbesondere für die Realisierung physischer Mobilität. Ein Beispiel hierfür ist ein bedarfsorientierter, autonomer Shuttle des öffentlichen Personennahverkehrs. Im Rahmen dieses Buchkapitels wird erläutert, dass sich Menschen nur dann für die Nutzung solche Systeme entscheiden, wenn diese Systeme in der Lage sind, menschliche Bedürfnisse nach Sicherheit, sozialen Kontakten oder Selbstverwirklichung zu stillen. Es wird dargestellt, welche (mobilitätsfremden) Services für die Bedürfnisbefriedigung in die Shuttle integriert werden können. Abschließend wird diskutiert, wie eine maßgeschneiderte Mobilitätslösung für die Gesellschaft entstehen kann, die Mobilitäts-, Fahrzeug- und Servicekonzept integrativ verknüpft, sodass Menschen bereit sind, auf ihr individuelles Fahrzeug zu verzichten, die Flächeninanspruchnahme des Verkehrs sinkt und insbesondere Städte lebenswerter werden.



Author(s):  
Michael Marschollek ◽  
Klaus-Hendrik Wolf
Keyword(s):  

ZusammenfassungSensoren und Aktoren im persönlichen Lebensumfeld ermöglichen neue gesundheitsbezogene Dienste. Die anfallenden Daten lassen sich allein aufgrund ihrer schieren Menge nicht allein von Menschen interpretieren. Das Zusammenwirken der Patientinnen und Patienten, sowie der Ärztinnen und Ärzte mit Systemen, die aufgrund ihrer Analyse und der entsprechenden Rückmeldung die Gesundheit von Menschen beeinflussen, stellt die Medizin und die Gesellschaft vor neue Herausforderungen. Der vorliegende Beitrag stellt mehrere aktuelle Beispiele aus den Bereichen Rehabilitation, Pflege und klinische Medizin vor und zeigt jeweils Möglichkeiten und Herausforderungen des Zusammenwirkens solcher Assistenzsysteme im Kontext der sozio-technischen Systeme auf, in die sie eingebettet sind. Zusammenfassend erörtert er die möglichen Konsequenzen des Zusammenwirkens der verschiedenen ungleichen Akteure.



Author(s):  
Reinhold Haux ◽  
Nicole C. Karafyllis

ZusammenfassungIm Querschnittsfeld Technik und Medizin wird aus Informatik und Philosophie die Frage bearbeitet, welche Werte und Evaluationskriterien beim erweiterten Zusammenwirken von Menschen und Maschinen zu berücksichtigen sind. Das in der VDI-Richtlinie 3780 zur Technikbewertung enthaltene Werteoktogon, das acht grundlegende Werte technischen Handelns zueinander in Beziehung setzt und das Abwägungsentscheidungen für Politik und Gesellschaft ermöglichen soll, wird besprochen. Nach Einführung der aktuell verwendeten Evaluationsmethodik in der klinischen Medizin, dort insbesondere in der Therapieforschung, wird diskutiert, inwieweit diese Evaluationsansätze sich auch auf Fragen bestmöglicher Diagnostik und Therapie, Prävention und Nachsorge im erweiterten Zusammenwirken von Menschen und Maschinen angewandt werden können. Es wird ausgeführt, dass zu der Evaluation dieses Zusammenwirkens ein hoher interdisziplinärer Forschungsbedarf besteht und dass adäquate Ausbildungsangebote vorhanden sein sollten.



Author(s):  
Otto Luchterhandt

ZusammenfassungDas sog. Atomzeitalter hat den Menschen erstmals in eine globale Verantwortung für sein Überleben genommen. Die stürmische Entwicklung von Künstlicher Intelligenz, von maschinellem Lernen und Robotik sowie ihre Leistungsfähigkeit und systemische Vernetzung drohen die Verantwortung des Menschen für sein Handeln auszuhöhlen, sein Schicksal an nicht mehr beherrschbare komplexe technische Prozesse auszuliefern und die humane Welt von innen heraus zu zerstören. Der Beitrag unterstreicht gegenüber solchen Befürchtungen die Grenzen der Künstlichen Intelligenz, die sich aus ihrer maschinellen, funktionalen Eigenart ergeben, referiert die insbesondere von der EU ausgehenden Initiativen, die ethischen und rechtlichen Bedingungen der Verantwortung des Menschen für seine Entscheidungen zu sichern, und warnt davor, sich einem letztlich rein funktionalen, reduktionistischen Menschenbild anzupassen und zu unterwerfen.



Author(s):  
Lars Wolf

ZusammenfassungIn der Landwirtschaft wurde schon immer Technik eingesetzt, auch wenn aus heutiger Sicht viele Verfahren sehr einfach und kaum technisiert erscheinen mögen. Insbesondere in jüngerer Zeit kamen verschiedene Arten von Beobachtungs- und Prognoseverfahren hinzu, welche nun Informationen über den Zustand von Tieren und Pflanzen liefern können. Durch die informationstechnischen Entwicklungen der letzten Jahre ergeben sich somit vielfältige Fragestellungen bezüglich des Zusammenwirkens von Menschen, Tieren und Pflanzen: Welche Möglichkeiten ergeben sich durch die Digitalisierung, beispielsweise durch den Einsatz von Sensorik und die Einführung von Verfahren aus der künstlichen Intelligenz? Wie kann ein Zusammenwirken von natürlicher und künstlicher Intelligenz in der Landwirtschaft aussehen und welche Auswirkungen, welcher Art und auf was bezogen, kann es hierdurch geben?



Author(s):  
Sanaz Mostaghim ◽  
Sebastian Mai

ZusammenfassungTechnische Systeme haben in den vergangenen Jahrzehnten große Fortschritte gemacht. Heute sind entsprechende Systeme überall im Einsatz und haben die Fähigkeit, miteinander zu kommunizieren. Solche verteilten Systeme ermöglichen die Handhabung komplexer Probleme aus der Industrie und den Naturwissenschaften. Hierbei stellen die komplexen Probleme neue Herausforderungen an die Entwicklung von Algorithmen zu deren Steuerung. In den letzten Jahren orientieren sich viele Wissenschaftler an bioinspirierten Algorithmen. Biologische Systeme lösen hierbei durch dezentral agierende Strukturen und einfachen Aufbau außerordentlich komplexe Aufgaben. Dieser Artikel bezieht sich auf die Methoden der Schwarmintelligenz, die ein kollektives Lernverfahren darstellt. Solche Systeme können sich an Veränderungen der Umgebung sehr gut anpassen und erzeugen ein flexibles und zugleich robustes Verhalten. Ein besonderes Merkmal der Schwarmintelligenz ist die entstehende Selbstorganisation von einfachen Individuen, die gemeinsam ein globales emergentes Verhalten erzeugen. Die Herausforderung besteht darin, die Effekte der Selbstorganisation so zu beeinflussen, dass das entstehende Verhalten den Anforderungen tatsächlich entspricht.



Author(s):  
Meike Jipp ◽  
Jochen Steil

ZusammenfassungNeue technologische Möglichkeiten und künstliche Intelligenz ermöglichen in der Mensch-Technik Interaktion immer neue und zunehmend anspruchsvollere Assistenzfunktionen. Dieser Beitrag widmet sich dabei den Fragen, welche Assistenz und wieviel Assistenz sinnvoll ist. Die aktuelle Forschung zeigt, dass die Beantwortung dieser Fragen nicht trivial ist, denn technische Assistenz muss kognitiv angemessen und in der Interaktion sinnvoll eingebettet sein, um Nutzern tatsächlich bei der Erfüllung ihrer Aufgaben zu helfen. Im vorliegenden Buchkapitel liegt daher der Fokus auf der Analyse und der kritischen Reflexion genau dieser Interaktion zwischen menschlicher und künstlicher Intelligenz. Es reflektiert die Rollenverteilungen und die Wirkungen auf den jeweils anderen Interaktionspartner und zeigt auf, welche neuen Forschungsfragen in diesem Kontext diskutiert und beantwortet werden müssen, um ein sich erweiterndes Zusammenwirken zwischen Mensch und Technik gewinnbringend zu gestalten.



Author(s):  
Bruno Gransche

ZusammenfassungDas Zusammenwirken von natürlicher und künstlicher Intelligenz kann aus philosophischer Perspektive als ein Fall von allgemeineren Mensch-Technik-Relationen gefasst werden. Dieser Beitrag nimmt einerseits eine solche allgemeinere Perspektive ein, betrachtet andererseits die Assistenzrelation zwischen lernenden Assistenzsystemen und Menschen als wiederum einen Fall solchen Zusammenwirkens.Dazu werden zunächst einige Begriffe abgeschritten, die die philosophische Perspektive etwa im Gegensatz zur informatischen oder psychologischen benötigt. Nach einigen handlungstheoretischen Grundlagen rückt die Perspektive auf aktuelle und im Entstehen befindliche Mensch-Technik-Relationen in den Mittelpunkt. Als ein Unterfall von Mensch-Technik-Welt-Verhältnissen hat Don Ihde die sogenannte hermeneutische Relation herausgestellt. Diese besagt: Menschen interpretieren die Welt vermittelt durch Technik. Kern des hier vorliegenden Beitrags ist die These von der Inversion dieser hermeneutischen Relation durch lernende Technik bzw. künstliche Intelligenz. Diese Inversion besagt: Technik ‚interpretiert‘ Menschen vermittelt durch Daten und arrangiert entsprechend die Welt. In beiden Relation geht es um deuten und gedeutet werden und damit immer auch um den Kampf um Deutungshoheiten.



Author(s):  
Otto Richter

Zusammenfassung Die folgenden Beiträge zeigen das Potenzial der Anwendungen künstlicher Intelligenz in den Bereichen Medizin, Landwirtschaft und Mobilität auf.



Author(s):  
Andreas Kruse

ZusammenfassungDer nachfolgende Beitrag konzentriert sich auf das Zusammenwirken von menschlicher und künstlicher Intelligenz im Alter. Er untersucht dieses Zusammenwirken im Kontext von Selbstgestaltung, Weltgestaltung und Verletzlichkeit. Selbst- und Weltgestaltung werden als zwei grundlegende Motive des hohen Alters verstanden: es wird diskutiert, in welcher Hinsicht künstliche Intelligenz in ihrem Zusammenwirken mit menschlicher Intelligenz zur Verwirklichung dieser beiden Motive beizutragen vermag. Weiterhin werden die kompensatorischen Funktionen dieses Zusammenwirkens im Kontext der Verletzlichkeit diskutiert, wobei Verletzlichkeit als bedeutender Aspekt der Conditio humana interpretiert wird, auf den Menschen antworten müssen. Die Nennung von Prinzipien der ethischen Betrachtung digitaler Technologien soll als allgemeiner ethischer Orientierungsrahmen des Zusammenwirkens von menschlicher und künstlicher Intelligenz dienen; Dilemmata der Nutzung digitaler Technologien werden aufgezeigt und diskutiert. Der fachlich und ethisch verantwortliche Umgang mit künstlicher Intelligenz wird als eine Chance für ein gutes Leben im Alter gewertet.



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