fascia saphena
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Phlebologie ◽  
2020 ◽  
Vol 49 (06) ◽  
pp. 340-350
Author(s):  
Erich Brenner

ZusammenfassungZu den Komplikationen der Varizentherapie zählt auch das Lymphödem. Pittaluga und Chastanet fanden nach chirurgischer Intervention in nur 0,25 % ein Lymphödem. Flessenkämper und Mitarbeiter konnten zeigen, dass dieses, je nach verwendeter Therapiemethode, in 2,8 % (hohe Ligatur und Stripping) bis 9,2 % (endovenöse Laserablation) auftritt. Einer der möglichen Gründe für diese Lymphödeme könnte eine direkte Schädigung der (sub)inguinalen Lymphgefäße sein. In einer anatomischen Studie fand sich an einem Präparat eine feine „VSM-Entnahmenarbe“ am medialen linken Oberschenkel, vermutlich nach einer Crossektomie. Alle Kollektoren, die die Narbe durchquerten, obliterierten an der Narbe, während sie auf die großen inferolateralen Lymphknoten zogen. Seitlich der Narbe hatten sie ein normales Aussehen und konnten rekanüliert werden. Bislang hat die (anatomische) Forschung diesem Aspekt wenig Beachtung geschenkt; dabei zeigte sich jedoch, dass auch unterhalb der Fascia saphena, parallel zur V. saphena magna, mehrere Lymphgefäße verlaufen.In der hier präsentierten explorativen anatomischen Untersuchung wurden 20 untere Extremitäten von 10 Individuen verwendet.An den rechten Präparaten wurde eine akribische und soweit wie möglich schichtweise Präparation der Subinguinalregion durchgeführt. Die linken Präparate wurden gefroren und zur Hälfte longitudinal und zur anderen Hälfte transversal geschnitten. Die so erhaltenen Schnitte wurden auf den genauen Verlauf der Fascia lata, der Fascia cribrosa und der Fascia saphena untersucht und die genaue Lage der Lymphknoten und -bahnen wurde festgestellt.Eine extensive Intervention an der proximalen V. saphena magna, sei es bei der klassischen Crossektomie oder bei diversen endovenösen Verfahren, deren jeweiliges Agens über die Venenwand selbst hinausreichen kann, kann zu einer zumindest teilweisen Schädigung von begleitenden Lymphgefäßen führen. Zumeist wird wohl die Gesamttransportkapazität der oberflächlichen Lymphbahnen des Beins nicht unter die anfallende Lymphlast gesenkt; jedoch kann eine vorbestehende Beeinträchtigung oder auch eine später auftretende weitere Minderung der Gesamttransportkapazität in einem Lymphödem resultieren.



Phlebologie ◽  
2018 ◽  
Vol 47 (06) ◽  
pp. 352-362
Author(s):  
E. Brenner

ZusammenfassungDas oberflächliche Venensystem des Beines beginnt mit den epifaszialen Venen, das sind die diversen Venennetze der Subkutis, die Vv. saphenae accessoriae, die V. epigastica superficialis, die V. circumflexa ilium superficialis und die Vv. pudendae externae. Diese münden in die beiden intrafaszialen Venen, die V. saphena magna und die V. saphena parva ein. Diese wiederum münden in das tiefe Ve-nensystem ein, die V. saphena magna konstant im Hiatus saphenus, die V. saphena parva in etwas mehr als zwei Dritteln der Fälle in der Fossa poplitea. Zudem bestehen zahlreiche Verbindungen zwischen oberflächlichem und tiefem Venensystem über die Vv. perforantes. Die oberflächlichen Venen stehen untereinander über Vv. communicantes in Verbindung. In den oberflächlichen Venen finden sich zahlreiche parietale Klappen, zumeist mit zwei, in kleineren und kleinsten Venen auch mit nur einem Klappensegel. An der Mündung der V. saphena magna kann sich zudem eine ostiale Klappe, Astklappe, befinden. Die Wand der oberflächlichen Venen besitzt den typischen dreischichtigen Aufbau mit einer Tunica intima, einer Tunica media und einer Tunica externa. Die Tunica intima besitzt, zumindest in der V. saphena magna nachgewiesen, eine Membrana elastica interna. In der Tunica media finden sich innen longitudinal angeordnete Bündel glatter Muskulatur, nach außen gefolgt von dichten Bündeln zirkulär angeordneter glatter Muskulatur. In der Tunica externa können ebenfalls noch längsgerichtete Muskelfaserbündel zu finden sein. Sowohl die V. saphena magna als auch die V. spahena parva liegen in einer eigenen Faszienhülle, deren Boden von der Fascia cruris bzw. der Fascia lata und deren oberflächliches Blatt von der jeweiligen Fascia saphena gebildet wird. Innerhalb dieser „Saphenous Compartments” werden die jeweiligen Venen durch Ligamenta saphena seitlich verankert. Etwa 60 großvolumige, klinisch bedeutende Vv. perforantes verbinden das oberflächliche mit dem tiefen Venensystem. Zumindest eine Klappe in einer V. perforans verhindert dabei einen Rückstrom aus dem tiefen Venensystem.



Phlebologie ◽  
2001 ◽  
Vol 30 (06) ◽  
pp. 140-144 ◽  
Author(s):  
E. Mendoza

Zusammenfassung Ziel: Vergleich zwischen dem klinisch sichtbaren Hach- Stadium und dem nach sonographischen Kriterien festgesetzten tatsächlichen Hach-Stadium der primären Varikosis der Vena saphena magna unter Beachtung des Verlaufes der Vena saphena magna unter der sog. Fascia saphena und dem sonographischen Zeichen des sogenannten Saphena-Auges. Methode: Klinische Untersuchung und Duplex-Sonographie von 1270 Patientenbeinen zwischen Januar 1999 und Juni 2000. Ergebnis: In 22% der Fälle mit kompletter primärer Stammvarikosis stimmte das klinische mit dem duplexsonographisch bestimmten Hach-Stadium überein. Die restlichen Beine hatten klinisch ein höheres Stadium als nach Duplex-Sonographie. Bei 21% zeigt die Vena saphena magna teilweise einen epifaszialen Verlauf ohne Konvolute zu bilden. Schlussfolgerung: Der intrafasziale Verlauf der Vena saphena magna verhindert, dass sie sich schlängeln kann. Geschlängelte Varizen sind daher auf Seitenäste zurückzuführen und dürfen nicht mit einer Stammvarikose verwechselt werden, der eine höhere Stadieneinteilung nach Hach zukäme. Zur korrekten Anwendung des stadiengerechten Strippings ist eine duplex-sonographische Untersuchung unter Beachtung des subfaszialen Verlaufes der Vena saphena magna im Saphena-Auge grundlegend, um die Entfernung gesunder Anteile der Vena saphena magna zu vermeiden.



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