kinder psychisch kranker eltern
Recently Published Documents


TOTAL DOCUMENTS

55
(FIVE YEARS 1)

H-INDEX

8
(FIVE YEARS 0)

Author(s):  
Nina Alsmeier ◽  
Wolfgang Schulz

Zusammenfassung. Hintergrund: Kinder psychisch kranker Eltern sind eine Hochrisikogruppe. Eine mütterliche Erkrankung scheint sich stärker negativ auf die Nachkommen auszuwirken als eine väterliche Erkrankung. Ob sich die Auswirkungen auf Mädchen und Jungen unterscheiden, ist unklar. Fragestellung: Ziel der Studie ist die Klärung von Geschlechtereffekten bei der intergenerationalen Transmission psychischer Auffälligkeiten. Methode: Es wurden N = 267 Familien untersucht, indem die Depressions- und Angstsymptome von Müttern und Vätern mit einem latenten Wachstumskurvenmodell über vier Messzeitpunkte (zehn Jahre) modelliert wurden. Die Überprüfung erfolgt mittels Strukturgleichungsmodellen. Ergebnisse: Es wurden Zusammenhänge zwischen elterlichen und kindlichen Auffälligkeiten gefunden. Dabei steht eine väterliche depressive Symptomatik stärker mit jugendlichen externalisierenden Auffälligkeiten in Verbindung als eine mütterliche depressive Symptomatik. Mädchen entwickeln tendenziell mehr als Jungen internalisierende Auffälligkeiten bei psychisch belasteten Eltern. Schlussfolgerung: Zukünftige Studien sollten Mütter und Väter gleichermaßen einbeziehen. Weiterhin sollten verstärkt Transmissionsmechanismen inklusive möglicher Mediatoren mit Berücksichtigung des elterlichen und kindlichen Geschlechtes untersucht werden.



2020 ◽  
Author(s):  
Sina Pohl ◽  
Silvia Carvalho Fernando ◽  
Michael Leggemann ◽  
Martin Driessen

Zusammenfassung Ziel Ziel der vorliegenden Übersichtsarbeit ist es, alle im deutschsprachigen Raum bekannten ambulanten, familienorientierten Komplexangebote für Kinder psychisch kranker Eltern anhand definierter Minimalanforderungen zu identifizieren und einen Überblick über deren Struktur, Inhalt und Wirksamkeitsnachweise zu geben. Methodik Die Angebote wurden mittels Internet- und Literaturrecherche identifiziert. Bei Erfüllung der definierten Kriterien, wurden die Anbieter kontaktiert und um die Teilnahme an einer schriftlichen oder telefonischen Befragung gebeten. Ergebnisse Insgesamt konnten 512 Angebote identifiziert werden, von denen 46 als familienorientiertes Komplexangebot einzustufen waren. Nur wenige Angebote wurden bisher systematisch evaluiert. Schlussfolgerung Es besteht eine Vielzahl an Interventionen für die Kinder psychisch kranker Eltern, familienorientierte Komplexangebote sind jedoch bisher selten. Zudem besteht ein erheblicher Bedarf an Evaluationsstudien.



Author(s):  
Mirko Döhnert ◽  
Silke Wiegand-Grefe

Zusammenfassung. Das Risiko für Kinder psychisch kranker Eltern, im Laufe ihres Lebens selbst eine psychische Störung zu entwickeln, ist deutlich erhöht. Verschiedene Risikofaktoren sind bekannt und dienen als mögliche Ansatzpunkte präventiver und therapeutischer Maßnahmen. Im Rahmen zahlreicher Untersuchungen wurde die Wirksamkeit dieser Interventionen untersucht, die sich methodisch und inhaltlich sehr heterogen darstellen. Ein Fokus liegt auf frühen Interventionen bei Säuglingen und Kleinkindern mit depressiven und substanzabhängigen Müttern, ein zweiter bei Kindern und Jugendlichen mit verschiedenen elterlichen psychiatrischen Störungsbildern. Mittlerweile liegen einige Metaanalysen vor, die den Interventionen bezogen auf die Entwicklung psychischer Symptome respektive Störungen bei den betroffenen Kindern kleine Effektstärken bescheinigen. Die Qualität der vorliegenden Studien ist jedoch oft nicht ausreichend und Kosten-Nutzen-Analysen liegen lediglich punktuell vor. Die Wirksamkeit der aktuell zur Verfügung stehenden präventiven und therapeutischen Maßnahmen ist unzureichend für eine effektive Verbesserung der Problematik von Kindern psychisch belasteter Eltern. Es besteht Forschungs- und Handlungsbedarf sowohl bezüglich der Entwicklung und Implementierung effektiver und ökonomischer Interventionen als auch bezüglich methodisch anspruchsvoller Untersuchungen zur Wirksamkeit.



2020 ◽  
Vol 69 (5) ◽  
pp. 426-442
Author(s):  
Katharina Sommer ◽  
Michael W. Lippert ◽  
Laureen von Boode ◽  
Silvia Schneider




2020 ◽  
Vol 162 (12) ◽  
pp. 20-21
Author(s):  
Martin Bischoff


2019 ◽  
Vol 46 (07) ◽  
pp. 381-387 ◽  
Author(s):  
Johannes Jungbauer ◽  
Kathrin Kaufmann ◽  
Deborah Metz ◽  
Nicola Großheinrich

ZusammenfassungIn einer Online-Studie wurden 296 erwachsene Kinder psychisch erkrankter Eltern befragt. Das Anliegen der Studie war es, die Bindungsmuster der interviewten Personen zu erfassen und hiervon ausgehend mögliche Zusammenhänge zwischen berichteten Kindheitserfahrungen und den erwachsenen Bindungsrepräsentationen zu untersuchen. In dieser Studie wurde die deutsche Fassung der „Adult Attachment Scales (AAS-R)“ verwendet, um grundlegende erwachsene Bindungsdimensionen zu erheben. Erwachsene Kinder psychisch kranker Eltern zeigten im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung niedrigere Werte in der Dimension „Nähe/Vertrauen“ und höhere Werte in der Dimension „Angst“. Einem klinisch relevanten ängstlich-vermeidenden Bindungsstil konnten 39 % der Befragten zugeordnet werden. Als signifikante Prädiktoren für den erwachsenen Bindungstyp erwiesen sich die in der Kindheit erlebte Sicherheit, Kommunikationsdefizite in der Familie sowie Stigmatisierungserfahrungen. In der abschließenden Diskussion der Untersuchungsergebnisse werden Bezüge zur Praxis hergestellt, indem Interventionsvorschläge für erwachsene Kinder psychisch kranker Eltern dargestellt werden.







2018 ◽  
Vol 30 (2-2018) ◽  
pp. 216-229
Author(s):  
Johannes Jungbauer ◽  
Katharina Heitmann ◽  
Andrea Westphal ◽  
Miriam Vock

Zielsetzung: In diesem Beitrag werden Ergebnisse der EKipeE-Studie vorgestellt, in der erwachsene Kinder psychisch kranker Eltern befragt wurden. Ziel war es, die von den Befragten wahrgenommenen langfristigen Auswirkungen auf ihre Biographie, ihre Persönlichkeit und ihre Sozialbeziehungen zu beschreiben. Außerdem sollten Zusammenhänge zwischen ausgewählten belastenden Kindheitserfahrungen und Problemen im Erwachsenenalter untersucht werden. Ferner sollten die Unterstützungsbedürfnisse und -wünsche der erwachsenen Kinder erfasst werden. Methode: Im Rahmen einer online-Fragebogenstudie wurden N=561 erwachsene Kinder psychisch kranker Eltern befragt. Die quantitativen Fragebogendaten wurden mit SPSS 23.0 statistisch ausgewertet; die freien Antworten und Kommentare wurden inhaltsanalytisch ausgewertet. Ergebnisse: Die Studienteilnehmer berichteten vielfältige emotionale und soziale Probleme, die sie als Folgen ihrer Kindheitserfahrungen wahrnehmen. Sehr häufig haben sie das Gefühl, in ihrer Identität und ihrem Verhalten negativ geprägt zu sein. Viele äußern deswegen einen Bedarf an professioneller Beratung und Unterstützung. Diskussion: Es handelt sich um die bislang umfangreichste Studie zu den langfristigen Folgen einer Kindheit mit einem psychisch kranken Elternteil im deutschsprachigen Raum. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass frühzeitige Hilfe- und Präventionsangebote für betroffene Kinder, Eltern und Familien notwendig sind. Auch die Bereitstellung spezifischer Beratungsangebote für erwachsene Kinder psychisch kranker Eltern wird empfohlen.



Sign in / Sign up

Export Citation Format

Share Document