Studies in Communication and Media
Latest Publications


TOTAL DOCUMENTS

221
(FIVE YEARS 143)

H-INDEX

8
(FIVE YEARS 7)

Published By Nomos Verlag

2192-4007
Updated Friday, 09 July 2021

2021 ◽  
Vol 10 (2) ◽  
pp. 146-174
Author(s):  
Marian Adolf

Kritik ist überall anzutreffen. Das liegt daran, dass Kritisieren zur Grundausstattung des Menschen gehört: dort wo gefühlt, gedacht und gehandelt wird ist immer auch Kritik. In aufgeklärten Gesellschaften, und solchen die sich dafür halten, ist Kritik ein sich selbst empfehlender Begriff. Das gilt insbesondere für die Wissenschaft, in der Kritik als wesentlicher Motor der Erkenntnis gilt. Doch gerade angesichts der Allgegenwart und zugeschriebenen Tugendhaftigkeit des Kritikbegriffes tut eine Begriffsklärung not. Denn nicht alles, was sich als Kritik ausgibt, kann als solche gelten und nicht immer erreicht Kritik jene Qualität, die sie eigentlich rechtfertigt. Dieser Beitrag versteht sich daher als Vorarbeit für das hier behandelte Thema der Kritik in/an der Kommunikationswissenschaft und beleuchtet Kritik in ihrer ideengeschichtlichen, gesellschaftlichen und wissenschaftlichen Entwicklung. Behandelt werden ausgewählte Kritikbegriffe sowie klassische Debatten betreffend die Funktion und Rolle von Kritik, insbesondere in den Sozial- und Kulturwissenschaften. Der Beitrag schließt mit einem Vorschlag für Gütekriterien produktiver Kritik.


2021 ◽  
Vol 10 (1) ◽  
pp. 48-71
Author(s):  
Josephine B. Schmitt ◽  
Claus Caspari ◽  
Tim Wulf ◽  
Carola Bloch ◽  
Diana Rieger

Societal organizations aim at challenging online extremist messages by counterposing with different narratives such as alternative narratives (one-sided narrative) and counter-narratives (two-sided narratives). The current study examined which type of narrative is more efficient in changing attitudes accounting for narrative involvement and reactance regarding the narrative. We employed a 2(one-sided vs. two-sided narrative) × 2 (ease of identification vs. no ease of identification) between-subjects design (N = 405) using a controversial topic: the ongoing debate about how to deal with the number of refugees in Germany. We found an indirect effect of the narrative on attitude change. People who read the two-sided narrative showed less reactance. The smaller the reactance, the more they felt involved in the narrative, which, in turn led to more positive attitudes towards refugees. We discuss these findings regarding their theoretical contribution to create customized narratives challenging extremist messages.


2021 ◽  
Vol 10 (1) ◽  
pp. 31-47
Author(s):  
Anne Bartsch ◽  
Lukas Angerer

This study examines synergy effects of entertainment and information programs on the example of a television theme night about organ donation. Participants watched either a feature film about organ donation or an unrelated entertainment program. Subsequently, all participants watched an information program about organ donation. Those who had first seen the feature film reported higher levels of issue involvement (topic interest, subjective knowledge, and information seeking), and altruistic responses (positive attitudes and behavioral intentions concerning organ donation and willingness to get a donor card). Structural equation modeling revealed that the positive effects of the feature film on issue involvement and altruistic responses varied by the extent to which participants felt moved by the feature film and by their level of cognitive elaboration about the feature film and the documentary on organ donation.


2021 ◽  
Vol 10 (1) ◽  
pp. 72-96
Author(s):  
Alexander Godulla ◽  
Christian P. Hoffmann ◽  
Daniel Seibert

Using artificial intelligence, it is becoming increasingly easy to create highly realistic but fake video content - so-called deepfakes. As a result, it is no longer possible always to distinguish real from mechanically created recordings with the naked eye. Despite the novelty of this phenomenon, regulators and industry players have started to address the risks associated with deepfakes. Yet research on deepfakes is still in its infancy. This paper presents findings from a systematic review of English-language deepfake research to identify salient discussions. We find that, to date, deepfake research is driven by computer science and law, with studies focusing on deepfake detection and regulation. While a number of studies address the potential of deepfakes for political disinformation, few have examined user perceptions of and reactions to deepfakes. Other notable research topics include challenges to journalistic practices and pornographic applications of deepfakes. We identify research gaps and derive implications for future communication studies research.


2021 ◽  
Vol 10 (1) ◽  
pp. 97-123
Author(s):  
Philip Baugut
Keyword(s):  

Rund 75 Jahre nach dem Holocaust verzeichnet die Polizei einen Anstieg antisemitischer Straftaten in Deutschland; als bedrohte Minderheit sorgen sich jüdische Menschen um das gesellschaftliche Meinungsklima, das auch die etablierten Massenmedien prägen. Vor diesem Hintergrund untersucht der vorliegende Beitrag mit Hilfe des normativen Konzepts der „interkulturellen medialen Integration“ die medienjournalistische Berichterstattung der Wochenzeitung Jüdische Allgemeine. Die Befunde der qualitativen Inhaltsanalyse von 168 Beiträgen zeigen, dass die vom Zentralrat der Juden in Deutschland herausgegebene Publikation in verschiedener Hinsicht heftige Kritik an etablierten Medien übt. So hätten einzelne Medien antisemitische Stereotype verbreitet, Personen, die sich antisemitisch äußern, eine Plattform geboten und Antisemitismus als solchen nicht erkannt, relativiert oder negiert. Im Sinne einer differenzierten Medienkritik macht die Jüdische Allgemeine aber auch deutlich, welche Merkmale von Medieninhalten sie für wünschenswert hält, darunter Berichte über alltägliches jüdisches Leben in Deutschland, aber auch authentische Beiträge über Antisemitismus, in denen Betroffene zu Wort kommen. Die Befunde können zum einen verstehen helfen, warum viele Jüd*innen in Europa Antisemitismus in den Medien als Problem sehen. Zum anderen liefern sie Produzierenden von Medienangeboten Hinweise darauf, welche Resonanz ihre Inhalte innerhalb der jüdischen Gemeinschaft finden.


2021 ◽  
Vol 10 (1) ◽  
pp. 6-30
Author(s):  
Benjamin Krämer

The problem of “fake news” has received considerable attention both in public discourse and in scholarship. However, many have argued that the term should be avoided for ideological reasons or because it lacks clarity. At the same time, a growing body of literature investigates “fake news” empirically. We complement this discussion by reflecting on epistemological and methodological problems with the term “fake news” and the implications for possible solutions to the problem of disinformation such as automatic detection and increased media literacy. Based on the principle of symmetry established in the sociology of scientific knowledge, we show that a classification of messages according to the researcher’s assessment of their truthfulness can lead to biased or tautological explanations. We argue that many researchers commit themselves to the truth or falsehood of messages in cases where they should not and avoid such a commitment when it is necessary.


2021 ◽  
Vol 10 (1) ◽  
pp. 1-5
Author(s):  
Julia Metag ◽  
Andreas M. Scheu ◽  
Matthias R. Hastall ◽  
Juliana Raupp ◽  
Thomas Zerback

2021 ◽  
Vol 10 (2) ◽  
pp. 222-252
Author(s):  
Friedrich Krotz

Der Beitrag referiert zunächst kurz die insgesamt recht reduzierte gesellschaftskritische Forschung im Rahmen der deutschsprachigen Kommunikationswissenschaft in der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts, die eher wenig Spuren hinterlassen hat. Vorgeschlagen wird demgegenüber unter den heutigen Bedingungen der Mediatisierung und Digitalisierung, kritische Prozessforschung zu betreiben. Dafür wird auch ein Kritikbegriff eingeführt, der auf der Gegenüberstellung des Möglichen zum Existierenden beruht. Im zweiten Teil wird dazu ein ausführliches Beispiel für kritische Prozessforschung entwickelt, das die Entstehung des Computers von der Idee des Charles Babbage um 1840 und dessen Entwicklung und Verbreitung bis heute rekonstruiert. Der Apparat entstand für eine fabrikmäßig organisierte Datenverarbeitung im Kontext einer kapitalistisch orientierten Teilung geistiger Arbeit. Durch Miniaturisierung und Vernetzung werden die Milliarden Computer aber heute in den Büros und Haushalten primär als universelle Medien für Kommunikation und Information verwendet, wobei Nutzerinnen und Nutzer von der in der Regel gekauften Software und den Bedingungen der Netzkommunikation abhängig sind, die beide von den großen Internetunternehmen kontrolliert werden. Damit entsteht eine neue, gesamtgesellschaftliche Arbeitsteilung, denn die Nutzerinnen und Nutzer erzeugen unter eher intransparenten Bedingungen genau die Daten, die von den großen Internetunternehmen gesammelt, in ihren Computerfarmen und Supercomputern ausgewertet und an beliebige Unternehmen und auch den Staat verkauft oder weitergegeben werden. Damit können diese ihre Geschäftsmodelle umsetzen und nahezu uneingeschränkt Nutzerinnen und Nutzer beeinflussen und manipulieren. Insofern hat sich Babbages kapitalistisches Fabrikmodell in einem gesamtgesellschaftlichen Prinzip verwirklicht, bei dem die einen den anderen zuarbeiten, damit diese sie ausbeuten können. Insbesondere wird damit ein grundlegendes menschliches und unverzichtbares Potenzial, nämlich das des kommunikativen Handelns und der Symbolverarbeitung in einer neuen Weise kontrolliert und strukturiert. Beispielhaft werden dann im letzten Teilkapitel daraus resultierende mögliche mit den existierenden Nutzungsbedingungen verglichen und so eine Kritik dieser Entwicklungen erarbeitet.


2021 ◽  
Vol 10 (2) ◽  
pp. 253-267
Author(s):  
Sigrid Kannengießer ◽  
Johanna E. Möller

This article develops the theoretical concept of critical media practices. Critical media practices are characterised by two aspects: 1) In critical media practices actors reflect on routines relating to media (as organisations, content, or technologies) and/or on the meta processes mediatisation, digitisation or datafication. 2) On the basis of this reflection actors develop alternative routines in their media practices and shape processes of mediatisation, digitisation or datafication. Critical media practices aim at influencing society and are therefore always political. Conceptualizing the term critical media practices, this article on the one hand contributes to further developing media practices as an approach in communication and media studies, on the other hand, it adds to general debates on critique in this field.


Sign in / Sign up

Export Citation Format

Share Document