apparative diagnostik
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2021 ◽  
Vol 146 (17) ◽  
pp. e65-e73
Author(s):  
Dietrich August ◽  
Katarina Stete ◽  
Winfried Kern ◽  
Siegbert Rieg ◽  
Hanna Hilger ◽  
...  

Zusammenfassung Hintergrund Fortbestehende Beschwerden und ärztlich validierte Diagnosen nach COVID-19 sind bislang nicht gut definiert. Wir berichten über Symptome und Diagnostik bei Patienten in unserer COVID-19-Nachsorgeambulanz. Methoden Es erfolgte eine retrospektive Analyse der Beschwerden und Befunde bei erwachsenen Patienten nach labordiagnostisch gesicherter COVID-19-Erkrankung mit über mindestens 6 Monate fortbestehenden Beschwerden. Neben Anamnese, körperlicher Untersuchung und Labordiagnostik erfolgte eine symptomgeleitete erweiterte apparative Diagnostik. Die Lebensqualität wurde mittels SF-36-Fragebogens erfasst. Ergebnisse 132 Patienten mit über mindestens 6 Monate persistierenden Beschwerden wurden in die Auswertung eingeschlossen (58 männlich, 74 weiblich; mittleres Alter 53,8 Jahre). 40 % der Patienten waren in der Akutphase stationär behandelt worden. Die häufigsten Beschwerden waren Fatigue (82 %), Belastungsdyspnoe (61 %), kognitive Beschwerden (54 %), Schlafstörungen (43 %) und Dysgeusie/-osmie (35 %). Die Lebensqualität war in allen im SF-36 abgefragten Bereichen eingeschränkt. Immerhin 23 % der zuvor Berufstätigen waren aus gesundheitlichen Gründen für mindestens 6 Monate arbeitsunfähig. Signifikante Pathologien in der laborchemischen und apparativen Diagnostik waren insbesondere bei ambulant behandelten Patienten dagegen selten; Lungenfunktionsstörungen waren häufiger bei ehemals stationär behandelten Patienten. Diskussion/Schlussfolgerungen Patienten nach COVID-19 berichten über vielfältige Symptome, für die häufig kein organpathologisches Korrelat gefunden werden kann. Dies geht mit Einschränkungen der Lebensqualität und Arbeitsfähigkeit, auch 6 Monate nach Akutinfektion, einher. Populationsbasierte Prävalenz, Pathogenese, Langzeitverlauf und Therapiemöglichkeiten dieses vielfach als Long COVID bezeichneten Syndroms sind weitgehend ungeklärt. Aufgrund der vielfältigen Beschwerden sollte die Patientenversorgung interdisziplinär erfolgen und vermehrt Leistungsdiagnostik und systematische neuropsychiatrische Tests beinhalten.



Author(s):  
Dietmar Reitgruber ◽  
Johann Auer


2020 ◽  
Vol 49 (10) ◽  
pp. 913-915
Author(s):  
S. Förch ◽  
B. Ritter ◽  
E. Mayr

Zusammenfassung Zur knöchernen Defektauffüllung wird regelhaft Knochen vom vorderen Beckenkamm entnommen. Typische Komplikationen sind postoperatives Hämatom, Nervenverletzungen, Infektionen oder Schmerzen an der Entnahmestelle. Wir beschreiben einen Fall, in dem es nach Knochenentnahme am rechten Beckenkamm bei einem jungen Patienten als Koinzidenz zu einer akuten Appendizitis kam. Durch die durchgeführte Knochenentnahme kam es zu einer erschwerten Diagnosestellung, die nur durch eine differenzierte klinische Untersuchung und daraufhin eingeleitete laborchemische und apparative Diagnostik möglich war.



Author(s):  
Leonora Vllasaliu ◽  
Katrin Jensen ◽  
Matthias Dose ◽  
Ulrich Hagenah ◽  
Helmut Hollmann ◽  
...  

Zusammenfassung. Hintergrund: Autismus-Spektrum-Störungen (ASS) umfassen die ICD-10-Diagnosen (International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems) frühkindlicher Autismus, Asperger-Syndrom und atypischer Autismus und zeigen eine Lebenszeitprävalenz von bis zu 1 %. Die S3-Leitlinie der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e. V. hat zum Ziel, evidenzbasierte Diagnostik und Therapie für professionelle Akteure im Gesundheits- und Sozialsystem systematisch zusammenzufassen und klinische Empfehlungen zu konsentieren. Der vorliegende Artikel fasst die wesentlichen Ergebnisse zum Teil Diagnostik zusammen. Methodik: Die Leitliniengruppe besteht aus 14 klinischen und wissenschaftlichen Fachgesellschaften sowie Patienten-/Angehörigen-Vertretern. Die Empfehlungen basieren dabei auf den Ergebnissen systematischer Literatursuche, Datenextraktion, Studienqualitäts-Bewertung sowie metaanalytischer Datenaggregation in Kombination mit der klinischen Expertise der jeweiligen Vertreter. Die Empfehlungen wurden anhand eines nominalen Gruppenprozesses abgestimmt. Ergebnisse: Der aktuelle Forschungsstand zur Diagnostik wird zusammengefasst. Dabei liegt ein besonderer Schwerpunkt auf der Frage der Notwendigkeit und Entbehrlichkeit verschiedener Bestandteile des diagnostischen Prozesses. Nach einer allgemeinen Einführung zum Krankheitsbild werden insbesondere die wesentlichen Aspekte der Anamnese, die sinnvolle Verwendung von Screening- und Diagnostikinstrumenten, die internistisch-neurologische Untersuchung, apparative Diagnostik, testpsychologische Untersuchung, Aufklärung und Beratung sowie sinnvolle Verlaufsdiagnostik detailliert dargestellt. Schlussfolgerung: Die ASS-Leitlinie gibt evidenzbasierte, klinisch konsentierte Empfehlungen zum Prozess der Diagnostik von ASS im Kindes-, Jugend- und Erwachsenenalter. Sie bietet Anwendern zudem die Möglichkeit, sich in kurzer Zeit über die Hintergründe der Störung sowie verschiedene diagnostische Instrumente zu informieren.



2019 ◽  
pp. 117-128
Author(s):  
Ulrike Schrimpf ◽  
Markus Bahnemann ◽  
Martin Lechner


2018 ◽  
Vol 49 (03) ◽  
pp. 152-160
Author(s):  
Anke Lührs ◽  
Carl-Albrecht Haensch

ZusammenfassungAutonome Störungen sind insbesondere bei neurologischen, internistischen, urologischen und pädiatrischen Patienten häufig. Erkrankungen des autonomen Nervensystems können im peripheren oder zentralen Nervensystem primär (z. B. Primär autonomes Versagen) oder sekundär im Rahmen einer systemischen Erkrankung (z. B. Diabetes mellitus, Morbus Parkinson) entstehen. Die häufigsten autonomen Störungen sind Kreislaufregulationsstörungen und stehen oft im Mittelpunkt der Diagnostik. Diese betreffen primär oder in ihren Auswirkungen fast alle medizinischen Disziplinen. Im neurologischen Krankheitsspektrum stehen insbesondere die Parkinsonsyndrome, die Multisystematrophie und die Small fibre Neuropathien im Focus der Aufmerksamkeit hinsichtlich der Veränderungen der Kreislaufregulation mit orthostatischer Hypotonie oder dem zusätzlichen Vorkommen einer Liegendhypertonie. Sorgfältige Anamnese und apparative Diagnostik sind neben der klinischen Untersuchung unabdingbar. Die weiterführende Diagnostik umfasst neben bedside tests wie den Schellong-Test verschiedene standardisierte Untersuchungsmethoden im autonomen Funktionslabor wie die Kipptischuntersuchung oder die Analyse der Herzfrequenzvariabilität. Die hohe Variabilität des autonomen Nervensystems aber auch der angewandten diagnostischen Methoden und Messplätze macht eine Standardisierung dieser Techniken notwendig. Hierfür stellen Leitlinien, Konsensusempfehlungen, SOPs usw. eine besondere Hilfe dar. In der Therapie werden bei hypotonen Kreislaufregulationsstörungen neben physikalischen Maßnahmen verschiedene Pharmaka erfolgreich eingesetzt, die jedoch nur unzureichend erstattungsfähig sind.





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