partizipative gesundheitsforschung
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Author(s):  
Stefanie Gillitzer ◽  
C. Thienel ◽  
A. Duda ◽  
J. Renner ◽  
C. Hornberg

Zusammenfassung Hintergrund Partizipative Gesundheitsforschung (PGF) gewinnt zunehmend an Bedeutung. Durch die Beteiligung der zu beforschenden Zielgruppe können lebensweltnahe, praxisorientierte Ergebnisse generiert und gesundheitsbezogene Veränderungen angestoßen werden. Dies bietet auch Potenziale zur Verbesserung der Teilhabe und Gesundheit von Menschen mit Behinderungen. Viele Forschungsprojekte setzen jedoch nur niedrige Stufen der Partizipation um. Ziel des Beitrags Es werden Herausforderungen und entsprechende Lösungsansätze von PGF mit der Zielgruppe Menschen mit Behinderungen diskutiert. Der Beitrag soll Forschenden eine Orientierung zur Erreichung hoher Stufen von Partizipation bieten. Material und Methode Es wurde ein Modellvorhaben zur Entwicklung und Umsetzung gesundheitsfördernder Maßnahmen in Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) durchgeführt, das die Erreichung hoher Partizipationsstufen durch PGF mit Menschen mit Behinderungen zum Ziel hatte. Der Prozess wurde durch Interviews und Fragebögen evaluiert. Ergebnisse Herausforderungen waren die Diversität der in der Lebenswelt WfbM arbeitenden Menschen, komplexe Strukturen von WfbM, die Verfügbarkeit personeller, zeitlicher und finanzieller Ressourcen sowie lange Kommunikationswege. Der Einbezug der gesamten Lebenswelt, die Nutzung bekannter Kommunikationsmittel und ein häufiger Austausch mit den Beteiligten waren besonders zielführend. Für die Motivation sowie die Verstetigung der entwickelten Maßnahmen war die Wertschätzung gegenüber der Zielgruppe essenziell. Schlussfolgerungen Wenn die Herausforderungen von PGF überwunden werden, ermöglicht dies vielfältige Einblicke in die Lebenswelt von Menschen mit Behinderungen, bedarfs- und bedürfnisorientierte Gesundheitsförderung sowie hohe Motivation aller Beteiligten, diese umzusetzen.



Pflege ◽  
2021 ◽  
Vol 34 (2) ◽  
pp. 69-70
Author(s):  
Anna Hegedüs ◽  
Christina Schelosky ◽  
Anke Jähnke




Author(s):  
Andreas Bethmann ◽  
Birgit Behrisch ◽  
Sebastian von Peter

ZusammenfassungPartizipative Gesundheitsforschung ist ein eigenständiger Forschungsansatz, der eigene Förderbedingungen benötigt. In der Zeitschrift Gesundheitswesen erschien im April 2020 ein Artikel, der Empfehlungen für geeignete Maßnahmen zur Förderung von partizipativer Gesundheitsforschung diskutiert. Im Rahmen des vorliegenden Beitrags werden dort angesprochenen Aspekte durch Praxisbeispiele untermauert.3 Erfahrungsbeispiele werden aufgeführt, um die vielfältigen und unterschiedlichen Bedingungen während der Bewerbung um Mittel für partizipative Forschungsprojekte zu erläutern. Beispiel 1 zeigt, wie die fruchtbare Zusammenarbeit von Antragstellenden und fördernder Stelle partizipative Prozesse ermöglichte. In Beispiel 2 haben die Förder- und Antragsbedingungen, trotz eines Fokus auf Partizipation, eine wirksame Beteiligung im Rahmen der Antragsentwicklung nicht möglich gemacht. Beispiel 3 setzt sich mit eigenen, berechtigten Forschungsinteressen von Betroffenen auseinander, die in der gegenwärtigen Fördererlandschaft nur eingeschränkt Widerhall finden und kaum Förderung erfahren.Die Erfahrungen zur Förderung partizipativ angelegter Forschung gestalten sich sehr unterschiedlich. Es gibt positive Fälle, es überwiegen aber Erfahrungen mit Hindernissen, die eine partizipative Zusammenarbeit erschweren. Speziell betrifft dies die gemeinsame Erarbeitung von Forschungsanträgen (Themen, Fragestellung, Design) durch alle maßgeblichen Akteur*innen. Um partizipative Gesundheitsforschung effektiv zu fördern, braucht es daher flexiblere Ausschreibungsformate mit längeren Antragsfristen, die eine mehrstufige Förderung erlauben und auch für nichtakademische Akteur*innen und Akteursgruppen zugänglich sind.





Author(s):  
Theresa Allweiss ◽  
Tina Cook ◽  
Michael T. Wright

ZusammenfassungSeit einigen Jahren beschäftigt sich die akademische Welt verstärkt damit, welcher gesellschaftliche Nutzen von Forschung ausgeht und wie er erhoben und dargestellt werden kann. Zu der Wirkung von Forschung, dem sogenannten Forschungsimpact, werden verschiedene Diskussionen geführt – kontrovers besonders in Ländern, in denen Impact mittlerweile ein Faktor bei der Verteilung von Fördergeldern geworden ist. Partizipative Gesundheitsforschung ist ein Forschungsansatz, der diejenige in die Forschung einbindet, deren Arbeit oder Leben im Forschungsinteresse stehen. Mit diesem Ansatz soll auch außerhalb der akademischen Welt Wirkung erzielt werden, um Veränderungen zum gesundheitlichen Wohlergehen anzustoßen und die gesundheitliche Chancengleichheit in der Gesellschaft zu erhöhen.Der Beitrag geht den Fragen nach, wie Forschungsimpact verstanden und erhoben werden kann und welchen Beitrag die Wirkungen der partizipativen Gesundheitsforschung zu gesundheitlicher Chancengleichheit leisten können. Er geht exemplarisch auf Aspekte von Impactdiskussionen im Vereinigten Königreich und in Deutschland ein und bildet dann den aktuellen Stand der fachlichen Auseinandersetzung mit dem Themenbereich ab. Schließlich beschreibt er die Wirkfaktoren der partizipativen Gesundheitsforschung, die zu einer Stärkung gesundheitlicher Chancengleichheit führen können.Nicht nur im Bereich der partizipativen Gesundheitsforschung ermöglicht es die Diskussion über Forschungsimpact, die Nachhaltigkeit und den Wert von Forschung zu bewerten und zu stärken. Da die vielseitigen Wirkungen der partizipativen Gesundheitsforschung jedoch das Potenzial haben, gesundheitliche Ungleichheiten zu verringern, sollten sie entsprechend wahrgenommen und anerkannt werden.



Author(s):  
Ina Schaefer ◽  
Susanne Kümpers ◽  
Tina Cook

Zusammenfassung Hintergrund Die partizipative Gesundheitsforschung gewinnt im Bereich Public Health zunehmend Anerkennung. Dabei werden Menschen, deren Leben oder Arbeit im Mittelpunkt der jeweiligen Forschung stehen, in die Projekte eingebunden. Die Integration des Wissens und der Perspektiven von Menschen, die bisher nur selten gehört wurden, eröffnet dabei die Möglichkeit, gesundheitliche Chancengleichheit in den jeweiligen Lebenswelten zu stärken. Partizipative Gesundheitsforschung (PGF) wird häufig mit Gemeinschaften (Communitys) durchgeführt. Jedoch stellt es eine besondere Herausforderung dar, Personen zu erreichen, die kaum oder keinen Zugang zu Netzwerken oder Angeboten haben. Deren Lebensbedingungen und -qualität müssen in der Forschung berücksichtigt werden. Im vorliegenden narrativen Übersichtsartikel wird diese Problematik beleuchtet und Lösungsansätze für die Forschungspraxis werden entwickelt. Methodik Es wurde auf eine umfangreiche Literaturrecherche der Katholischen Hochschule für Sozialwesen Berlin nach deutschsprachigen Artikeln zu partizipativer Forschung zurückgegriffen; ergänzend wurde internationale Literatur gesichtet. Darüber hinaus wurden Prozesse von 3 partizipativen Forschungsprojekten ausgewertet. Ergebnisse und Diskussion Die dargestellten Zugangswege zu „selten Gehörten“ beziehen sich auf die Reduzierung systemischer Barrieren und die Verbesserung lokaler Voraussetzungen. Beispielsweise wird vor Beginn der Forschung im engeren Sinn eine Vorbereitungsphase empfohlen. Diese kann für den Beziehungs- und Kooperationsaufbau genutzt werden, um die Distanz der Menschen aus der Lebenswelt gegenüber Forschung zu überbrücken.



Author(s):  
Michael T. Wright

ZusammenfassungPartizipative Gesundheitsforschung (PGF) wird international – und seit einigen Jahren auch in Deutschland – zunehmend als Möglichkeit wahrgenommen, wissenschaftliche Erkenntnisse zu erzeugen, die unmittelbar zur Verbesserung von Gesundheitschancen für sozial benachteiligte Bevölkerungsgruppen beitragen. Zentrales Merkmal der PGF ist die direkte Beteiligung der Menschen am Forschungsprozess, deren Arbeits- oder Lebensverhältnisse Gegenstand der Forschung sind. Dieser Beitrag gibt einen Überblick über Ursprünge, Grundlagen und aktuelle Entwicklungen der PGF. Wissenschaftliche Literatur aus der internationalen Diskussion um die PGF wird im Sinne eines narrativen Reviews rezipiert, der Schwerpunkt liegt auf Überblicksarbeiten und Publikationen der International Collaboration for Participatory Health Research.Das Review ergibt, dass eine wachsende Anzahl von Forschenden im Gesundheitsbereich partizipativ arbeitet. Es ist auch deutlich erkennbar, dass ein eigenständiger wissenschaftlicher Diskurs und diverse Vereinigungen partizipativ Forschender sich in vielen Ländern etabliert haben. Folgende aktuelle internationale Entwicklungen sind hervorzuheben: Konsolidierung und Vernetzung, Klärung der Frage, was Partizipation in der Forschung bedeutet, Evaluation der Auswirkungen und des Mehrwerts der PGF, Weiterentwicklung der PGF in spezifischen Anwendungsbereichen und die Klärung ethischer Fragen in der PGF.



2020 ◽  
Vol 82 (04) ◽  
pp. 328-332 ◽  
Author(s):  
Sebastian von Peter ◽  
Gesine Bär ◽  
Birgit Behrisch ◽  
Andreas Bethmann ◽  
Susanne Hartung ◽  
...  

Zusammenfassung Ziel Ansätze der Partizipativen Gesundheitsforschung (PGF) sind in Deutschland in der Entwicklung. In dieser Arbeit werden geeignete Förderstrategien für die Umsetzung von Projekten der PGF in Deutschland aufgezeigt. Methode Es werden 9 Strategien vorgestellt und diskutiert, die auf der Grundlage von Forschungserfahrungen von Mitgliedern der deutschsprachigen und internationalen Netzwerke für PGF erarbeitet wurden. Ergebnisse Um PGF in Deutschland zu fördern, müssen 1) Mittel für Partizipation und 2) für die Beteiligungsprozesse selbst zur Verfügung stehen; 3) in Ausschreibungen die Aufforderung zur Partizipation grundsätzlich und 4) in speziellen Programmen auch als Förderbedingung verankert werden; 5) Partizipation formativ evaluiert, 6) die Methodenentwicklung in diesem Feld spezifisch gefördert und 7) die Gutachtenprozesse angepasst werden; 8) projektübergreifende Koordinationsstellen eingerichtet und 9) Modelle und Beispiele für Partizipation verbreitet werden. Schlussfolgerungen Soll nicht nur instrumentelle, symbolische oder Schein-Beteiligung erreicht werden, ist es notwendig, die Förderbedingungen für PGF in Deutschland anzupassen.



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