beruf und familie
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2021 ◽  
Author(s):  
Maria Sagmeister
Keyword(s):  

Mutterschutz und Papa-Monat - Fragen der Gleichstellung im Arbeitsrecht Ein wesentlicher Bestandteil der Organisation bezahlter sowie unbezahlter Arbeit ist die Regelung über die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Während für Mütter in Österreich zwingende Schutzfristen vorgesehen sind, gibt es für Väter und zweite Elternteile nur den freiwilligen „Papa-Monat“. Diese ungleiche Behandlung rechtfertigt sich aus den körperlichen Umständen von Geburt und Schwangerschaft sowie zur Bekämpfung der Doppelbelastung von Frauen. Sie schränkt zugleich aber auch die Möglichkeiten von Eltern bei der Gestaltung der Kinderbetreuung ein. Dieses Buch wirft grundlegende Fragen zum rechtlichen Umgang mit Differenz auf: Zum einen müssen bestehende Ungleichheiten abgefedert werden. Zum anderen zementieren gruppenspezifische Rechte wie der Mutterschutz Differenzen, indem etwa Müttern die primäre Verantwortung für Kinderbetreuung zugeschrieben wird. Da der arbeitsrechtliche Schutz von (werdenden) Eltern aber unverzichtbar ist, wird in diesem Werk vorgeschlagen, den Mutterschutz zum Ausgangspunkt für allgemeine Rechte zu machen und Väter sowie soziale Eltern stärker zu berechtigen und zu verpflichten. Das Buch hinterfragt die derzeit geltende österreichische Rechtslage und zeigt, wie intersektionelle Geschlechterforschung auf ein alltagsrelevantes Rechtsgebiet angewandt und gesellschaftspolitisch wirksam werden kann.







2021 ◽  
Vol 73 (23) ◽  
pp. 3-3
Author(s):  
Julia Wittenhagen
Keyword(s):  

In Deutschland gibt es viel mehr Gründer als Gründerinnen. Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist hier ein noch größeres Thema als in etablierten Unternehmen. Natacha und Alexander Neumann von Erdbär kennen die Vorbehalte.



Author(s):  
Lea Raiber ◽  
Claudia Boscher ◽  
Florian Fischer ◽  
Maik H.-J. Winter
Keyword(s):  

Zusammenfassung Hintergrund Der hohe Bedarf an Pflegekräften macht wirksame Strategien zu ihrer Rekrutierung und Bindung derzeit notwendiger denn je. Dazu gehören Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben, die zugleich der Personalbindung sowie der Prävention und somit der Gesunderhaltung von Pflegenden dienen. Ziel der Arbeit Der Beitrag analysiert die Erfolgseinschätzung, Potenziale und Umsetzung von Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben in Pflegeeinrichtungen. Methoden Die Daten wurden mittels schriftlicher Befragung von Personalverantwortlichen in Pflegeeinrichtungen der Region Bodensee-Oberschwaben erhoben (n = 59) und anhand des χ2-Tests und Korrelationsanalysen nach Spearman ausgewertet. Ergebnisse Hohe Arbeitsbelastung des Pflegepersonals, zu geringe Personalkapazität zur Dienstplangestaltung und der Wunsch nach Arbeitszeitreduzierung stellen häufig große Probleme in den Pflegeeinrichtungen dar. Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie gelten überwiegend als erfolgreich für die Fachkräftesicherung. Das größte zukünftige Potenzial wird in Maßnahmen zur Steigerung der Dienstplanverlässlichkeit und im Angebot flexibler Arbeitszeitformen gesehen. In der Praxis wird beides jedoch sehr heterogen realisiert. Die Umsetzung steht u. a. in Zusammenhang mit den Problemlagen in den Pflegeeinrichtungen. Diskussion Obwohl Maßnahmen zur Vereinbarkeit in der Pflegebranche an Relevanz gewinnen, werden sie dennoch vergleichsweise selten angewandt. Dies deutet auf ein bislang ungenutztes Potenzial – sowohl im Sinne der Mitarbeiter*innenbindung als auch der Prävention – hin, das einen doppelten Gewinn impliziert: Für die Pflegenden, da sie gesünder und zufriedener sind, und für die Arbeitgeber, da das Erwerbstätigenpotenzial länger erhalten bleibt.





Author(s):  
Lucia Jerg-Bretzke ◽  
Mona Karremann ◽  
Petra Beschoner ◽  
Nikolaus de Gregorio ◽  
Wolfgang Janni ◽  
...  

ZusammenfassungIm Zuge der zunehmenden Arbeitsverdichtung sowie Schichtdienstarbeit sind Beschäftigte im Medizinsektor häufig einem Interrollenkonflikt ausgesetzt. Gerade die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist ein wichtiger Faktor für nachhaltige Mitarbeiterzufriedenheit, Leistungsfähigkeit und Gesundheit. Im Rahmen des Qualitätsmanagements erfolgte im Sommer 2017 eine anonyme und freiwillige Befragung aller Beschäftigten der Universitätsfrauenklinik Ulm. Dabei wurde ein standardisierter Fragebogen zur Arbeitszufriedenheit sowie Vereinbarkeit von Familie und Beruf ausgegeben, indem u.a die Work-Family-Conflict (WFC) und Family-Work-Conflict (FWC) Scale verwendet wurde. Die Rücklaufquote betrug 63% (n=136). Als „Medizinisches Personal“ (n=115) wurde der Zusammenschluss aus Arzt/Ärztin (n=33), Pflege (n=53) und Hebammen (n=31) definiert. Zwischen Beschäftigten mit (n=73) und ohne Kind (n=59) fand sich kein signifikanter Unterscheid im WFC sowie FWC. Die Gruppe der Pflegekräfte/Hebammen sowie Ärzte hatte einen signifikant höheren Interrollenkonflikt (p<0,001) als die Gruppe Verwaltung/Sonstige. Es zeigte sich sowohl für den WFC als auch den FWC ein signifikanter negativer Zusammenhang mit dem Faktor Arbeitszufriedenheit. Vor allem die Gruppe Pflege/Hebammen weist hinsichtlich des Interrollenkonflikts eine signifikant höhere Belastung als die Gruppe der Verwaltung auf. Der negative Zusammenhang von WFC/FWC mit dem Faktor Arbeitszufriedenheit deutet auf einen hohen Handlungsbedarf hin. Gerade vor dem Hintergrund des Pflege- und Hebammenmangels in Kliniken muss dies effektiv und zeitnah geschehen.



2020 ◽  
Vol 69 (8-9) ◽  
pp. 511-528
Author(s):  
Martin Bujard ◽  
Heiner Fangerau ◽  
Evelyn Korn

Zusammenfassung Die reproduktionsmedizinischen Technologien Egg Freezing und In-vitro-Gametogenese ermöglichen die Schwangerschaft in späterem Alter, sogar nach der Menopause. Diese Möglichkeit hat weitreichende individuelle, aber auch gesellschaftliche Konsequenzen. Ziel des Beitrags ist, diese Konsequenzen aufzuzeigen und die damit verbundenen Zielkonflikte zu diskutieren. Einerseits können die Verfahren Freiheitsgrade für Frauen erhöhen und die Chance für eine positive Einkommensentwicklung im reproduktiven Alter ohne Nachwuchs gewähren sowie die Option auf Kinder offenhalten. Dem steht jedoch die Gefahr gegenüber, dass eine Erwartung an Frauen entsteht, die Elternschaft spät zu planen. So könnten bisherige Bemühungen von Politik und Wirtschaft, eine Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu ermöglichen, zurückgedrängt werden. Abstract: The Importance of the Most Recent Techniques in Reproductive Medicine for the Life Course Planning of Women Reproductive technologies such as egg freezing and in vitro gametogenesis allow pregnancy at a later age even after menopause. This option has profound individual and societal consequences. The aim of this paper is to point out these consequences and to discuss the resulting trade-offs. The new techniques may provide women with a steeper income curve when being young and childless while maintaining the option to have children at a later age. Yet, there is a risk that women will be expected to opt for late motherhood; this might, however, reduce social pressure on politics and the economy to enable reconciliating work and family.



2020 ◽  
Vol 74 (3) ◽  
pp. 195-205
Author(s):  
Tanja Carstensen
Keyword(s):  

Zusammenfassung Der vorliegende Beitrag verfolgt die Frage, inwiefern sich bei orts- und zeitflexiblem Arbeiten mit digitalen Technologien Vereinbarkeit von Beruf und Familie und Geschlechterungleichheiten in der häuslichen Arbeitsteilung verändern. Grundlage bilden Ergebnisse aus dem Forschungsprojekt „Wandel der Geschlechterverhältnisse durch Digitalisierung“ (Hans-Böckler-Stiftung). Es zeigen sich verschiedene Effekte: So ermöglichen mobiles Arbeiten und Homeoffice es Teilzeitbeschäftigten, ihre vertraglich vereinbarte Arbeitszeit zu erhöhen; flexible digitale Arbeit sorgt für emotionale und zeitliche Entlastungen bei spontanen Notfällen wie Krankheit der Kinder; aber auch der Umfang unsichtbarer und unbezahlter Mehrarbeit steigt. In der Regel kommt es dabei nicht zu einer Neuorganisation oder Umverteilung der unbezahlten Haus- und Sorgearbeiten. Dennoch zeigen sich in Ansätzen Verschiebungen der häuslichen Arbeitsteilung. Der Beitrag stellt die zentralen Ergebnisse des Projekts vor und diskutiert sie hinsichtlich ihrer Implikationen für Geschlechterungleichheiten. Praktische Relevanz: Der Text gibt Aufschluss über aktuelle Erfahrungen mit orts- und zeitflexiblem Arbeiten aus Geschlechterperspektiven. Er liefert Hinweise auf förderliche und hinderliche Bedingungen für einen Abbau der Ungleichheiten in der Zuständigkeit für Beruf und Familie und der Arbeitsteilung in der Familie. Die Ergebnisse können für die Gestaltung betrieblicher Rahmenbedingungen und Regelungen orts- und zeitflexibler Arbeit genutzt werden.



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