medizinisches personal
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2021 ◽  
Vol 40 (12) ◽  
pp. 1001-1006
Author(s):  
Friederike Schröck ◽  
Kai-Uwe Kühn ◽  
Birgitta Sträter

ZUSAMMENFASSUNG Hintergrund Sexualität spielt auch im höheren Lebensalter eine wichtige Rolle und ist mit der Lebensqualität verknüpft, doch wird dieser Zusammenhang weiterhin tabuisiert. Methoden Selektive Literaturübersicht ergänzt durch eigene klinische Erfahrungen zu Bedeutung, Einflussfaktoren und Stigmatisierung von Sexualität im Alter. Ergebnisse Körperliche und psychische Erkrankungen sowie Medikation haben Einfluss auf die Sexualität. Während die sexuelle Aktivität im hohen Lebensalter abnimmt, bleibt die sexuelle Zufriedenheit weiterhin bestehen. Doch haben sich aus objektiven, altersbedingt zunehmenden Einschränkungen Stigmata entwickelt, die das Bild von sexueller Gesundheit im Alter prägen. Neben der öffentlichen Stigmatisierung spielt auch die institutionelle Stigmatisierung eine wichtige Rolle; so fehlt meist ein offenes Ansprechen des sexuellen Erlebens im Arzt-Patienten-Kontakt. Fazit Die medizinischen Bedingungen für eine erfüllte Alterssexualität sind besser denn je. Medizinisches Personal sollte nicht nur mögliche Erkrankungen sowie Polypharmazie als Risikofaktoren für Beeinträchtigung im Blick haben, sondern auch die sexuelle Gesundheit ihrer Patienten in jedem Lebensalter unterstützen.



2021 ◽  
Vol 30 (4) ◽  
pp. 208-217
Author(s):  
Jörg M. Fegert ◽  
Vera Clemens ◽  
Ulrike Hoffmann

Zusammenfassung. Theoretischer Hintergrund: Der Schutz von Kindern und Jugendlichen vor Gewalt und Übergriffen im Gesundheitswesen ist ein Thema, das von den relevanten Berufsgruppen noch nicht umfassend bearbeitet wurde. Fragestellung: Ziel dieses Beitrages ist es, einen Überblick über Formen und Ursachen von Gewalt durch medizinisches Personal zu geben. Methode: Auf der Grundlage einer selektiven Literaturrecherche sowie Fallvignetten aus der beruflichen Praxis werden Formen und Ursachen von Gewalt im medizinisch-therapeutischen Kontext dargestellt und eine Systematisierung von Tätertypen vorgenommen. Ergebnisse: Professionelles Fehlverhalten von Angehörigen der Gesundheitsberufe kann sich in verschiedenen Formen zeigen. Ebenso sind die Ursachen von Gewalt vielfältig. Diskussion und Schlussfolgerung: Die Interventionen nach Fehlverhalten müssen individuell angepasst werden. Die Kinderschutzkompetenzen von Fachkräften müssen gestärkt und Schutzmaßnahmen in Institutionen implementiert werden.



2021 ◽  
Vol 26 (05) ◽  
pp. 239-241

Erst 30 Prozent der medizinischen Führungskräfte in Deutschland setzen auf KI. Dabei könnten KI-Anwendungen die Versorgungsqualität verbessern und medizinisches Personal entlasten. Ein PwC-White Paper analysiert die größten Hürden bei der Umsetzung im stationären Bereich.



Der Notarzt ◽  
2021 ◽  
Author(s):  
Beatrice Thielmann ◽  
Heiko Schumann ◽  
Ruben Ulbrich ◽  
Irina Böckelmann

ZusammenfassungDie SARS-CoV-2-Pandemie hat nicht nur die Gesellschaft, sondern auch das Gesundheitssystem vor Herausforderungen gestellt. Bei medizinischem Fachpersonal ist eine psychische Belastung reichlich vorhanden. Die vorliegende Arbeit reflektiert die Bedeutung von Einfluss- und schützenden Faktoren im Umgang mit der psychischen Belastung bei medizinischem Personal insgesamt. Vor diesem Hintergrund ist es möglich, neue Erkenntnisse mit Blick auf das Rettungsdienstpersonal abzuleiten, in Zeiten der SARS-CoV-2-Pandemie.Dabei kristallisieren sich belastende Faktoren, wie erhöhte Arbeitsanforderungen und gesellschaftliche Erwartungen an das Gesundheitssystem, das Risiko einer Infektion und die damit verbundene Sorge um Infektion der eigenen Angehörigen, heraus. Rollenkonflikte zwischen beruflicher Verantwortung, Angst und Schuldgefühlen bestehen. Die rechtzeitige Gegensteuerung gegen Belastungen ist ein effektiver Weg, um langfristige negative Beanspruchungsfolgen bei medizinischem Personal zu vermeiden.Ein gemeinsames Handeln von Arbeitgebern, Führungskräften, Angestellten und Betriebsärzten im präventiven Kontext erscheint insbesondere während der Pandemie wichtig. Es werden Hinweise zum Umgang mit psychischen Belastungen für medizinisches Personal unterschiedlicher Verantwortungsebenen dargestellt und Präventionsansätze abgeleitet.



Author(s):  
Mathias Klemme ◽  
Alex Staffler ◽  
Kai M. Förster ◽  
Julia Kappeler ◽  
Andreas W. Flemmer

Zusammenfassung Hintergrund und Ziel der Studie Der Transport von Früh und Neugeborenen mit respiratorischem Versagen ist mit einem hohen Transportrisiko assoziiert und stellt höchste Anforderungen an medizinisches Personal und technische Ausrüstung. Eine kontinuierliche Überprüfung der Qualität ist daher unumgänglich. Ziel dieser monozentrischen retrospektiven Analyse ist es, die Mortalität transportierter Neugeborener mit respiratorischem Versagen mithilfe eines Outcomescores, Transport Risk index of Physiologic Stability, Version II, (TRIPS-II-Score) und im Vergleich zu bereits publizierter Literatur zu analysieren. Methodik Es wurden 79 Intensivtransporte von Früh- und Neugeborenen mit hochgradigem respiratorischem Versagen retrospektiv analysiert. Zur Einschätzung des Transportrisikos und der Transportqualität wurde der TRIPS-II-Score erhoben und mit der Literatur verglichen. Ergebnisse Insgesamt wurden 77 Patienten luft- (n = 56, 73 %) oder bodengebunden (n = 21, 27 %) transportiert. Zwei Patienten verstarben vor dem Transport. Kein Patient verstarb während des Transports. Alle Patienten mussten invasiv beatmet werden, davon 22 (29 %) mit Hochfrequenzoszillation (HFOV) und 55 (71 %) erhielten inhalatives Stickoxid (iNO). Der mittlere Oxygenierungsindex (OI) betrug 33 [4-100, min.-max.] Insgesamt mussten 24 Patienten (31 %) nach Aufnahme einer ECMO-Therapie unterzogen werden. Insgesamt verstarben 20 (26 %) Neugeborene, 7 davon in der ECMO-Therapie-Gruppe. Schlussfolgerung Transporte von Neugeborenen mit schwerem Lungenversagen können durch den Einsatz eines spezialisierten Teams mit Sonderequipment meist komplikationslos durchgeführt werden. Die scheinbar sehr hohe Mortalität ist mit Daten der internationalen Literatur vergleichbar.



Der Schmerz ◽  
2021 ◽  
Author(s):  
Magdalena Adler ◽  
Bernhard Taxer

Zusammenfassung Hintergrund Neuropathische Schmerzsyndrome zeichnen sich durch hohe Chronifizierungsraten sowie lange und intensive Schmerzepisoden aus. Ein treffsicheres Erkennen stellt eine Grundkompetenz von Physiotherapeuten dar, ermöglicht eine ursachengerechte Therapie und kann die Entstehung von Folgeschäden verhindern. Die quantitative sensorische Testung (QST) wird im medizinischen Rahmen als Ergänzung zur klinischen Sensibilitätsprüfung eingesetzt, konnte inzwischen eine beachtliche Stellung in der Forschung einnehmen, wird in der klinischen Praxis jedoch weniger häufig eingesetzt. Fragestellung Welchen Mehrwert hat die QST in der Untersuchung neuropathischer Schmerzen? Was sind die Ursachen für die begrenzte klinische Anwendung der QST? Was sind potenzielle Wege für einen erfolgreichen Übertrag der QST in die physiotherapeutische Praxis? Methode Literaturrecherche im Zuge einer Bachelorarbeit Physiotherapie. Ergebnisse Als valides Untersuchungsinstrument, das zur Evaluierung des gesamten somatosensorischen Profils geeignet ist, bietet die QST vor allem im Bereich der Small-fibre-Neuropathien einen erheblichen Vorteil gegenüber konventionellen Testverfahren. Diese kleinen Fasern scheinen insbesondere in der Frühphase von Neuropathien betroffen zu sein und können über konventionelle Testverfahren nicht evaluiert werden. Das macht den Einsatz von Teilaspekten der QST zu einem nützlichen Instrument für Physiotherapeuten und medizinisches Personal, was besonders in der Früherkennung von Neuropathien von großem Nutzen ist. Diskussion Trotz des bestehenden großen Nutzens existieren bis dato noch Limitationen, die den klinischen Routineeinsatz der QST behindern. Einige davon können durch exakte Testausführungen und Vorkehrungen bis zu einem gewissen Grad überwunden werden, andere, für die Klinik hochrelevante Bereiche wie die hohen Anschaffungskosten der Geräte und der hohe zeitliche Aufwand der Durchführung konnten bislang noch nicht zufriedenstellend gelöst werden. Weniger umfassende Testprotokolle sowie die Entwicklung handlicher und kostengünstiger Testgeräte könnten diesbezüglich erste Lösungsansätze darstellen. Die Ergänzung der konventionellen Bedside-Untersuchung um Testungen zur Wärmesensibilität und Schmerzschwellenbestimmung kann eine weitere Möglichkeit darstellen, um den dargestellten Mehrwert der QST in den klinischen Alltag zu integrieren. Schlussfolgerung Die QST steuert einen wesentlichen Beitrag zur Untersuchung und Diagnose von Neuropathien bei. Physiotherapeuten sind dazu angehalten, Teilaspekte aus der QST in eine standardmäßige Untersuchung zu implementieren, um sowohl in der Früherkennung als auch in der Behandlung positiv einzuwirken.



Author(s):  
Stefan Pleus ◽  
Lutz Heinemann ◽  
Guido Freckmann ◽  
Matthias Nauck ◽  
Andrea Tytko ◽  
...  

ZusammenfassungDie Glukose-„Messlandschaft“ in Deutschland deckt viele verschiedene Einsatzzwecke und -gebiete ab. Sie reicht von hochstandardisiert messenden Laboranalysesystemen mit einem großen Gesamtportfolio von Messgrößen bis hin zu einfachen Systemen für den Patientengebrauch. Aus klinischer Sicht muss die Qualität von Glukosemessungen ausreichend hoch sein, um die vorgesehenen Zwecke, also Diagnosestellung und Verlaufskontrolle, zu erfüllen.In der Heilkunde – also bei Messungen im Rahmen der Gesundheitsversorgung durch medizinisches Personal – definiert die Richtlinie der Bundesärztekammer zur Qualitätssicherung laboratoriumsmedizinischer Untersuchungen Vorgaben an die Qualitätssicherung. Es werden sowohl interne als auch externe (herstellerunabhängige) Qualitätskontrollen gefordert und mit spezifischen Vorgaben versehen. Diese Regelungen gelten demnach auch für alle Glukosemessungen in der Heilkunde, d. h. im Zentrallabor ebenso wie in der patientennahen Sofortdiagnostik.Bei dem Haupteinsatzgebiet von Glukosemessungen, der Verlaufskontrolle durch Patienten mit Diabetes im Rahmen der Blutglukoseselbstmessung, fehlen i. d. R. Kontrollen der Messqualität. Für das kontinuierliche Glukosemonitoring im interstitiellen Gewebe sind Qualitätskontrollen nach dem aktuellen technischen Stand sogar überhaupt nicht möglich. Hinzu kommt, dass eine regelmäßige herstellerunabhängige Kontrolle der Messqualität nicht vorgeschrieben ist. Ziel der Arbeit ist es, einen Überblick über die unterschiedlichen Glukosemesssysteme sowie praktische Aspekte und Probleme bei der Glukosemessung zu geben.



Der Onkologe ◽  
2021 ◽  
Author(s):  
Marie von Lilienfeld-Toal ◽  
Christina Rieger ◽  
Nicola Giesen ◽  
Bernhard Wörmann

ZusammenfassungPatient*innen mit Krebserkrankungen haben ein erhöhtes Risiko, schwere Verläufe einer COVID-19-Erkrankung zu erleiden. Spezifische Schutzmaßnahmen inkl. der COVID-19-Impfungen sind daher hier von besonderer Bedeutung. Eine durch Therapie und Grunderkrankung oftmals bedingte Abwehrschwäche kann jedoch eine Herausforderung für Impfstrategien bei diesen Patient*innen darstellen. Aktuell sind in Deutschland vier COVID-19-Impfstoffe zugelassen, zwei mRNA- und zwei vektorbasierte Impfstoffe, die alle eine sehr gute Wirksamkeit gegen schwere Krankheitsverläufe zeigen. Hinsichtlich des Wirkmechanismus ist allen vier Impfstoffen die Induktion einer Produktion virusspezifischer Proteine in menschlichen Zellen gemeinsam mit nachfolgender Aktivierung einer adaptiven Immunantwort. Für Krebspatient*innen und medizinisches Personal wird die Impfung priorisiert empfohlen. Ein optimaler Zeitpunkt für die Impfung bei Neuerkrankten scheint vor Beginn einer Tumortherapie zu sein. Aufgrund des erhöhten Risikos von Krebspatient*innen für schwere Verläufe von COVID-19 wird die Impfung jedoch auch unter laufender Tumortherapie empfohlen. Die Impfantwort ist hier allerdings möglicherweise reduziert. In den besonderen Konstellationen einer vorherigen Stammzelltransplantation oder einer B‑Zell-depletierenden Therapie wird nach Möglichkeit ein mehrmonatiger Abstand zwischen Therapie und Impfung empfohlen, da hier ansonsten mit einer deutlich reduzierten Impfantwort gerechnet werden muss. Wenn sich erste Hinweise auf nur eine geringe Serokonversion bei Krebspatient*innen nach einmaliger Impfung bestätigen, können zukünftige Empfehlungen in Richtung mehrfacher Impfungen bei diesen Patient*innen gehen.



HNO ◽  
2021 ◽  
Author(s):  
C. Plettenberg ◽  
K. Geipel ◽  
I. Stenin ◽  
T. Klenzner ◽  
M. Wagenmann ◽  
...  

Zusammenfassung Hintergrund Die Pandemie COVID-19 („coronavirus disease 2019“) zeichnet sich durch eine hohe Infektiosität bei Tröpfchenübertragung und hoher Virusdichte in den oberen Atemwegen aus. Schwere Krankheitsverläufe stehen mit interstitiellen, beatmungspflichtigen Pneumonien in Verbindung, bei denen regelmäßig Tracheotomien (TT), ein tröpfchen- und aerosolerzeugender medizinischer Eingriff, notwendig werden. Die TT als potenzielles Infektionsrisiko für medizinisches Personal wird in der Literatur kaum behandelt. Deshalb war es Ziel dieser Studie, die Tröpfchenexposition des Op.-Teams während der Tracheotomie zu quantifizieren, um hierdurch die Anforderungen an die notwendige persönliche Schutzausrüstung (PSA) besser zu definieren. Material und Methoden Bei 4 nichtinfektiösen Patienten wurde eine chirurgische Tracheotomie durchgeführt, bei der der Chirurg und seine Assistenz jeweils eine chirurgische Mund-Nasen-Maske mit Klarsichtvisier trugen. Nach Durchführung des Eingriffs bestimmten wir Tröpfchenart, -verteilung und -menge auf dem Visier makroskopisch und mikroskopisch. Ergebnisse Auf den Visieren fanden sich durchschnittlich 29 Tröpfchen im mittleren Drittel des Visiers, 4 im rechten Drittel und 13 im linken Drittel, bei einer durchschnittlichen Tröpfchengröße von 571 µm (± 381 µm). Die kleinsten Tröpfchen waren 55 µm, die größten 1431 µm groß. Eine Zunahme der Tröpfchen fanden sich bei vermehrter Ventilation während des Eingriffs. Bluttröpfchen waren häufiger als Sekrettröpfchen. Schlussfolgerung Es konnte eine deutliche Kontamination des Gesichtsvisiers mit Tröpfchen dargestellt werden. Gerade im Fall einer TT von hochinfektiösen Patienten, z. B. COVID-19, ist demnach die Verwendung einer Kapuzen-Kopfbedeckung in Kombination mit einem Atemschutzgerät mit Luftreinigung mit Stromversorgung empfehlenswert, um einen Infektionsschutz des Operateurs und der Op.-Assistenz bestmöglich zu gewährleisten.



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