Industrialisierung und beschleunigtes Bevölkerungswachstum haben Nebenwirkungen auf verschiedene soziale Aspekte, und das Umweltproblem ist aufgrund der Auswirkungen der sozialen Evolution besorgniserregend. Die Bewirtschaftung von Industrieabfällen ist eine große Herausforderung, die sowohl die Kontrolle ihrer Erzeugung als auch die ordnungsgemäße Entsorgung umfasst, um die ökologische Nachhaltigkeit zu gewährleisten. Kesselascherückstände finden sich in Hülle und Fülle in Fabriken, die diese Ausrüstung zur Dampferzeugung verwenden. Diese Häufigkeit tritt auf, weil es keinen Ort für die ordnungsgemäße Entsorgung oder Wiederverwendung der Rückstände gibt. Angesichts dieses Szenarios hatte dieser Artikel als Leitfrage: Wäre es möglich, diesen Rückstand bei der Herstellung von Baubeton zu verwenden? Ziel dieser Studie war es, den Rückstand durch Definition seiner möglichen Verwendungsform in der Betondosierung zu klassifizieren und experimentelle Dosierungen unter Verwendung von industrieller Kesselasche durchzuführen, um seine möglichen technischen Beiträge zu den grundlegenden Eigenschaften von Beton zu bewerten. Dazu wurden Proben von einer Industrie gesammelt, die in der Stadt Uberlândia, Bundesstaat Minas Gerais, installiert ist und in verschiedenen Sektoren wie Landwirtschaft, Tierernährung, Pharmazie und anderen tätig ist. Die Klassifizierung von Kesselasche erfolgte unter Anwendung der brasilianischen normativen Verfahren und Parameter, die für die Klassifizierung von Bindemitteln und Zuschlagstoffen für Beton verwendet wurden. Unter Berücksichtigung seiner granulometrischen Kurve und Dichte wurde der Rückstand als leichtes und sehr dünnes Aggregat klassifiziert, wodurch die Methode des teilweisen Ersatzes des dünnen Aggregats durch Kesselasche übernommen wurde. Es wurde nachgewiesen, dass die Verarbeitbarkeit von Beton im frischen Zustand proportional zum verwendeten Rückstandsgehalt verringert wurde. Daher ist es notwendig, in diesen Fällen Superweichmacheradditive zu verwenden, um die erwartete Verarbeitbarkeit zu erhalten. Eine Verringerung der Dichte des Betons wurde bei der Verwendung des Rückstands festgestellt, wobei gegebenenfalls die Aufmerksamkeit auf diese Eigenschaft des Betons in Bezug auf den in der Dosierung verwendeten Rückstandsgehalt zu berücksichtigen war. Auch beim Vergleich der Dosierungen mit der Verwendung des Rückstands bei der Standarddosis wurde beobachtet, dass es zu einer Verringerung der Druckfestigkeit kam. Es gab jedoch keine großen Unterschiede in der Druckfestigkeit zwischen den Dosierungen mit unterschiedlichen Substitutionsstufen. Unter Berücksichtigung der in dieser Studie verwendeten Werte wurde daher die Verwendung dieses Rückstands bei der Herstellung von Baubeton als machbar abgeschlossen.