chirurgische revision
Recently Published Documents


TOTAL DOCUMENTS

6
(FIVE YEARS 0)

H-INDEX

2
(FIVE YEARS 0)

2020 ◽  
Vol 77 (10) ◽  
pp. 529-534
Author(s):  
Martin Clauss ◽  
Dieter Cadosch ◽  
Mario Morgenstern

Zusammenfassung. Die Diagnostik und Behandlung von Patienten mit Gelenkprotheseninfektionen ist eine interdisziplinäre Herausforderung. Der Schlüssel zur Sanierung der periprothetischen Infektion ist eine rasche und adäquate Behandlung in enger Zusammenarbeit des niedergelassenen Arztes mit dem orthopädischen Chirurgen sowie dem Infektiologen. Akute Gelenkprotheseninfektionen treten hauptsächlich in der peri- und früh-postoperativen Phase auf, können aber auch lebenslang nach Implantation als hämatogene oder lymphogene Infektionen auftreten. Beide Situationen stellen eine Notfallsituation dar, die direkt dem orthopädischen Chirurgen oder spezialisierten Zentrum zur Diagnostik und Behandlung zugewiesen werden sollten. Bei akuten Infektionen (d. h. < 4 Wochen postoperativ oder < 3 Wochen Symptome unabhängig vom Implantationszeitpunkt) hat die chirurgische Revision mit Prothesenerhalt (debridement, antibiotics and implant retention, DAIR) eine gute Prognose hinsichtlich der Sanierung der Infektion. Chronische Gelenkprotheseninfektionen benötigen hingegen immer eine aufwendige, interdisziplinäre Behandlung und sollten daher bereits zur Diagnostik, wenn immer möglich, in ein spezialisiertes interdisziplinäres Zentrum überwiesen werden. Ein kompletter Wechsel der Gelenkprothese zur Sanierung der Infektion ist hierbei unumgänglich. Die alleinige Operation ohne adäquate antibiotische Therapie sowie eine antibiotische Therapie ohne korrekte Operation sollte dringend verhindert warden, da sie nicht kurativ und häufig schädlich für den Patienten ist.



2020 ◽  
Author(s):  
Matti Sievert ◽  
Michael Koch ◽  
Miguel Goncalves ◽  
Daniel Richter ◽  
Rosalie Tamse ◽  
...  

Zusammenfassung Hintergrund Die Kupplungsvorrichtung für mikrovaskuläre Anastomosen hat in der freien Gewebetransplantation weite Verbreitung gefunden. Ziel der Arbeit ist der Vergleich der Thromboserate und des Transplantatversagens in Abhängigkeit von der Anastomosentechnik an einem großen Kopf-Hals-Tumorzentrum. Material und Methoden Retrospektive Auswertung von allen Patienten, die im Zeitraum von 2001–2019 eine freie Lappenrekonstruktion erhalten haben. Rekonstruktionstyp, Empfängergefäße, Anzahl an Venenanastomosen, Coupler-Größe und Operationszeit wurden untersucht. Wir verglichen die Raten an Venenthrombosen zwischen handgenähten und gekoppelten Anastomosen sowie die Rate des Transplantatversagens. Ergebnisse Insgesamt wurden 403 freie Lappenrekonstruktionen über einen Zeitraum von 17 Jahren durchgeführt. Die venöse Anastomose wurde bei 113 Lappen in Einzelknopftechnik genäht und in 290 Fällen mittels Coupler durchgeführt. Die Rate der Venenthrombosen, die eine umgehende chirurgische Revision erforderten, betrug in der genähten Gruppe 6,2 % (7/113), verglichen mit 7,6 % in der gekoppelten Gruppe (22/290; p = 0,627). Bei einer allgemeinen Erfolgsrate von 95,0 % (383/403) lag die Rate des Transplantatversagens jeweils bei 3,6 % (4/113) und 5,5 % (16/290; p = 0,421). Die Operationszeit war mit 680 ± 144 Minuten in der handgenähten Gruppe und 688 ± 167 Minuten in der Coupler-Gruppe vergleichbar (p = 0,678). Schlussfolgerungen Bei ähnlichen Erfolgsraten ist der Coupler als wirksame Alternative zur venösen Anastomose in Einzelnahttechnik zu sehen. Aufgrund der allgemein niedrigen Rate an Stielthrombosen in beiden Gruppen können wir den Einfluss der Anastomosentechnik nicht von möglichen Störvariablen trennen.



Author(s):  
Christina Beushausen ◽  
Stephan Christoph Sklenar ◽  
Julia Ingrid Kress ◽  
Stephan Eggeling

ZusammenfassungEine protrahierte Parenchymfistel ist eine der häufigsten postoperativen Komplikationen in der Thoraxchirurgie. Für elektive lungenresezierende Eingriffe wird in der Literatur von einer postoperativen protrahierten Parenchymfistel ab einer Dauer von 5 – 7 Tagen gesprochen. Es bestehen mehrere prädiktive Faktoren für die Ausbildung einer protrahierten Fistel, die sich in präoperative, wie beispielsweise die obstruktive Lungenerkrankung, und intraoperative Risikofaktoren, wie pleurale Adhäsionen oder fusionierte Fissuren, unterteilen lassen. Die Therapie der postoperativen protrahierten Parenchymfistel ist sehr individuell und unterscheidet sich unter Umständen je nach Patient erheblich. Es existieren 4 größere Bausteine als Therapieoptionen, die in ihrer Abfolge und Nutzung einen großen Behandlungsspielraum ermöglichen: eine intensivierte konservative Therapie, eine Installation von sklerosierenden Agenzien oder Eigenblut, endoskopische Verfahren oder eine chirurgische Revision. Die Vermeidung, Erkennung und Therapie einer postoperativen protrahierten Parenchymfistel sind alltägliche Aspekte der thoraxchirurgischen Arbeit mit hoher klinischer Relevanz. Neben einigen standardisierten Abläufen wie der Risikoidentifizierung und der diagnostischen Aufarbeitung bei einer protrahierten Fistel ist die Behandlung sehr individuell und erfordert eine große Expertise des behandelnden Chirurgen. Zu einer erfolgversprechenden, zielführenden Therapie scheint es empfehlenswert, sich innerhalb einer Klinik auf eine bestimmte standardisierte Therapieabfolge zu einigen.



Praxis ◽  
2014 ◽  
Vol 103 (24) ◽  
pp. 1439-1446 ◽  
Author(s):  
Marc Attinger ◽  
Klaus Siebenrock

Der Hüftgelenkersatz ist eine häufige und erfolgreiche Behandlung der symptomatischen Koxarthrose. Aufgrund der demografischen Entwicklung in der Schweiz muss in den kommenden Jahren mit einer deutlichen Zunahme des Bedarfs an Hüfttotalprothesen gerechnet werden. Die Standzeit der Hüfttotalprothese liegt bei ca. 85% nach 20 Jahren. Neue Prothesendesigns versuchen die Biomechanik des Kunstgelenks zu verbessern, weniger eigenen Knochen zu opfern und «minimal-invasive» Zugänge zum Hüftgelenk zu vereinfachen. Zu den schwerwiegenden Komplikationen in der Hüftprothetik gehören die Prothesenluxation, die aseptische Lockerung, der Protheseninfekt, die periprothetische Fraktur und das persistierende Hinken. Sie erfordern eine chirurgische Revision und sind meist mit erheblichem Aufwand verbunden. Entwickelt sich eine schmerzhafte Hüfttotalprothese, ist eine systematische und sorgfältige Abklärung notwendig. Die Zuweisung zum Spezialisten sollte deshalb früh in Erwägung gezogen werden.



Author(s):  
M. J. Utzig ◽  
Th. Foitzik ◽  
P. Dollinger ◽  
H.-J. Buhr


1997 ◽  
Vol 94 (6) ◽  
pp. 419-423 ◽  
Author(s):  
Jens Funk


Sign in / Sign up

Export Citation Format

Share Document