klinische behandlung
Recently Published Documents


TOTAL DOCUMENTS

24
(FIVE YEARS 2)

H-INDEX

3
(FIVE YEARS 0)

Author(s):  
Frederike T. Fellendorf ◽  
Carlo Hamm ◽  
Martina Platzer ◽  
Melanie Lenger ◽  
Nina Dalkner ◽  
...  

Zusammenfassung Hintergrund Der Beginn und Frühwarnzeichen von Krankheitsepisoden der bipolaren Störung werden von Betroffenen häufig erst spät erkannt. Je früher eine Krankheitsepisode behandelt wird, desto prognostisch günstiger ist der Verlauf. Die Symptomüberwachung per Smartphone-Applikation (App) könnte eine innovative Möglichkeit darstellen, um Frühwarnzeichen zu erkennen und schneller mit den richtigen Strategien darauf zu reagieren. Das Ziel dieser Studie war es zu evaluieren, ob PatientInnen mit bipolarer Erkrankung und deren Angehörige eine technische Unterstützung durch eine App als sinnvoll und praktikabel in der Früherkennung sowie in der Behandlung erachten. Methoden In der vorliegenden Studie wurden 51 PatientInnen mit bipolarer Störung und 28 Angehörige befragt. Es wurde ermittelt, ob die ProbandInnen Frühwarnzeichen in Form von Verhaltensänderungen derzeit subjektiv ausreichend und rechtzeitig wahrnehmen können. Zudem wurde erhoben, ob die StudienprobandInnen ein Smartphone als Behandlungsunterstützung nutzen würden. Ergebnisse Obwohl sich 94,1% der befragten PatientInnen und 78.6% der Angehörigen gut über die Erkrankung informiert fühlten, waren 13,7% beziehungsweise 35,7% mit den derzeitigen Behandlungsmöglichkeiten nicht zufrieden. Frühwarnzeichen jeder depressiven Entwicklung wurden von 25,5% der PatientInnen wahrgenommen (Angehörige 10,7%). Jede (hypo)manische Entwicklung wurde lediglich von 11,8% der PatientInnen wahrgenommen (Angehörige 7,1%). 88,2% der PatientInnen und 85,7% ihrer Angehörigen bemerkten zu Beginn einer Depression und 70,6% beziehungsweise 67,9% zu Beginn einer (hypo)manischen Episode wiederkehrend dieselben Symptome (insbesondere Veränderungen der körperlichen Aktivität, des Kommunikationsverhaltens und des Schlaf-Wach-Rhythmus). 84,3% der PatientInnen und 89,3% der Angehörigen gaben an, dass sie eine technische Unterstützung, welche auf Veränderungen in Stimmungs- und Aktivitätslage aufmerksam macht, als sinnvoll erachten und dass sie eine Smartphone-App für die Behandlung nutzen würden. Diskussion Die derzeitigen Möglichkeiten zur Wahrnehmung von Frühwarnzeichen einer depressiven oder (hypo)manischen Episode bei bipolarer Störung sind klinisch unzureichend. Bei Betroffenen und Angehörigen besteht der Wunsch nach innovativen, technischen Unterstützungen. Die rechtzeitige Früherkennung von Krankheitssymptomen, die sich oft in Veränderungen von Verhaltens- oder Aktivitätsmustern äußert, ist für den Verlauf essentiell. Apps könnten hierbei durch objektive, kontinuierliche und individuelle Datenerhebung in der Zukunft für die klinische Behandlung und die Forschung genutzt werden.



Der Chirurg ◽  
2021 ◽  
Author(s):  
Julia Seifert ◽  
Ralf Boethig ◽  
Stefan Wolter ◽  
Jakob R. Izbicki ◽  
Roland Thietje ◽  
...  

Zusammenfassung Hintergrund Patienten mit einer Querschnittlähmung entwickeln syndromspezifische, viszeralchirurgisch relevante Krankheitsbilder, die im Rahmen des akuten spinalen Schocks auftreten können oder Folge der zumeist progredienten neurogenen Darmfunktionsstörung (NBD) mit Ausbildung eines Colon elongatum und/oder Megakolons sind. Auch die akuten abdominalchirurgischen Notfälle, wie akute Appendizitis, Cholezystitis, Divertikultis oder Ileusbilder, stellen den Kliniker bei untypischer oder teils fehlender Klinik vor diagnostische und therapeutische Herausforderungen. Einen zunehmenden Stellenwert nimmt die Ausweitung adipositaschirurgischer Indikationen auf Patienten mit einer Querschnittlähmung ein Ziel der Arbeit Dieser Artikel soll einen Überblick über die speziellen Anforderungen und Aspekte in der Behandlung dieses speziellen Patientenkollektivs geben und die Evidenz querschnittspezifischer viszeralchirurgischer Behandlungen aufzeigen. Material und Methoden Es wurde eine selektive Literaturrecherche in den Datenbanken Medline und Cochrane Library in deutscher und englischer Sprache (1985–2020) durchgeführt. Ergebnisse und Diskussion Die klinische Behandlung querschnittgelähmter Patienten erfordert einen profunden Kenntnisstand über die pathophysiologischen Veränderungen bei unterschiedlicher Querschnitthöhe (oberes vs. unteres motorisches Neuron) und die Phasen der Erkrankung (spinaler Schock vs. Langzeitverlauf). Fehlende oder atypische klinische Symptome akuter Erkrankungen verzögern eine rasche Diagnosefindung und machen eine frühzeitige Durchführung gezielter Diagnostik unabdingbar. Die Evidenz der chirurgischen Behandlung der akuten und chronischen Folgen der NBD ist gering und basiert auf Fallserien und „case reports“ ebenso wie die für spezielle Indikationen wie adipositaschirurgische Eingriffe.



2019 ◽  
Vol 23 (08) ◽  
pp. 353-358
Author(s):  
Edouard Matevossian ◽  
Andrade Dorian ◽  
Volker Aßfalg ◽  
Stefan Thorban

ZUSAMMENFASSUNGDie Nierentransplantation stellt heute – mehr als ein halbes Jahrhundert nach ihrer Einführung in die klinische Behandlung – ein etabliertes und sicheres Therapieverfahren mit guten Langzeitergebnissen dar. Sie führt im Vergleich zur Dialyse zu einer Verbesserung der Lebensqualität und Reduktion der Mortalität. Das Patienten- und Transplantatüberleben konnten in den letzten Jahrzehnten stetig verbessert werden. Das 5-Jahres-Transplantatüberleben nach Nierentransplantation beträgt nach postmortaler Spende 74 % bzw. nach Lebendspende 86 % 1. Demgegenüber steht aber ein zunehmender Mangel an Spenderorganen, der in Deutschland und im gesamten Eurotransplant-Bereich zu einer zunehmend offensiven Nutzung von Organangeboten mit sogenannten erweiterten Spenderkriterien (ECD: „extended criteria donor“) geführt hat. Im Vergleich zu Standardkriterien für Spendernieren („standard criteria donor“) sind ECD-Nieren mit einem bis zu 2-fach erhöhten Risiko für eine verzögerte Transplantatfunktion, akute Abstoßung und einen Transplantatverlust verbunden. Voraussetzungen für eine langfristig erfolgreiche Transplantation der ECD-Transplantate waren und sind v. a. grundlegende Kenntnisse der Immunologie zur Vermeidung von Abstoßungsreaktionen.



2018 ◽  
Vol 7 (4) ◽  
pp. 377-385
Author(s):  
Birthe Boettcher

ZusammenfassungZur Einbindung von Spiritualität/Religiosität (S/R) in die klinische Behandlung gibt es mittlerweile verschiedene konzeptuelle Ansätze, die unter dem Begriff Spiritual Care gefasst werden können. Bisher finden diese Konzepte außerhalb des klinischen Kontextes nur wenig Berücksichtigung, obwohl Spiritualität und Religiosität sowohl als Ressource, aber auch als Stressor nicht übersehen werden sollten. Der Artikel stellt die derzeitige Situation der interdisziplinären Zusammenarbeit mit Blickrichtung auf den Einbezug von S/R im klinischen Setting dar, um im Anschluss daran am Beispiel von Psychotherapeuten und Seelsorgern zu überlegen, inwiefern die konzeptuellen Ansätze auch für das ambulante Setting genutzt werden könnten. Es wird dabei im Rahmen der Diskussion auch auf Möglichkeiten und Herausforderungen der Zusammenarbeit eingegangen.



Author(s):  
Norbert Beck

Zusammenfassung. Fragestellung: In der psychosozialen Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit psychischen Störungen spielt die Kooperation der Systeme Gesundheitshilfe und Jugendhilfe eine bedeutende Rolle. Mit der vorgestellten Bedarfsanalyse wurde erfasst, wie viele Kinder und Jugendliche im Vorfeld und im Nachgang zu einer (teil-)stationären kinder- und jugendpsychiatrischen Behandlung Jugendhilfemaßnahmen in Anspruch nahmen. Methodik: Über einen Zeitraum von 6 Monaten wurden die abgeschlossenen Behandlungsfälle aus 36 bayerischen Kliniken und Tageskliniken für Kinder- und Jugendpsychiatrie erfasst. Erhoben wurden neben soziodemografischen und diagnostischen Daten Informationen zu indizierten und im Anschluss an die klinische Behandlung realisierten Jugendhilfemaßnahmen. Ergebnisse: Bei 33 % aller (teil-)stationär behandelten Kindern und Jugendlichen wurde eine Jugendhilfeanschlussmaßnahme umgesetzt. Im Vorfeld der klinischen Behandlung nahmen bereits 38 % der Kinder und Jugendlichen Hilfen aus dem Leistungsspektrum der Jugendhilfe in Anspruch. Jeder zweite behandelte Patient hatte zu beiden Systemen, der Kinder- und Jugendpsychiatrie und der Jugendhilfe, Kontakt. Die größte Bedeutung kommt in der gemeinsamen Versorgung dem stationären Setting der Jugendhilfe zu. Schlussfolgerungen: In der gemeinsamen Versorgung handelt es sich häufig nicht um eine Überführung von einem Versorgungssystem in das andere, sondern um komplexe Hilfeverläufe in unterschiedlichen Konstellationen. Anzustreben wäre eine strukturiertere Erfassung der gemeinsamen Klientel und die Entwicklung systemübergreifender Versorgungsstrukturen zur Verbesserung der Kooperation.



2015 ◽  
Vol 59 (03) ◽  
pp. 140-155
Author(s):  
Christoph Abermann
Keyword(s):  


2015 ◽  
pp. 61-68
Author(s):  
M. Schweins ◽  
B. Bouillon ◽  
M. Kr�mer ◽  
A. Lechleuthner ◽  
Th. Tiling ◽  
...  
Keyword(s):  


2015 ◽  
Vol 72 (1) ◽  
pp. 55-57
Author(s):  
Bruno Durrer
Keyword(s):  

Lokale Erfrierungen treten meist in Kombination mit Unfällen, Intoxikationen oder psychiatrischen Notfällen auf. Präklinisch steht die rasche Aufwärmung des erfrorenen Körperteils in einem handwarmen Wasserbad und die Gabe von Aspirin® im Vordergrund. Neue Beurteilungskriterien erlauben eine raschere Prognosestellung. Für die klinische Behandlung scheint aktuell die Gabe von Prostatglandinen und Thrombolytika vielversprechend zu sein.



2014 ◽  
Vol 28 (4) ◽  
pp. 271-274
Author(s):  
S.G. Krempel ◽  
A. Siebel
Keyword(s):  




Sign in / Sign up

Export Citation Format

Share Document