rekonstruktive chirurgie
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Author(s):  
Daniel Popp ◽  
Christian Smolle ◽  
Sebastian P. Nischwitz ◽  
Isabelle Sawetz ◽  
Caroline Schaunig ◽  
...  

Zusammenfassung Einleitung Im Frühjahr 2020 machte die COVID-19-Pandemie weitreichende Veränderungen und Maßnahmen in bisher nie dagewesenem Ausmaß notwendig. Diese Maßnahmen zielten einerseits darauf ab die Ausbreitung der Virusinfektion einzudämmen, und andererseits die landesweite Krankenversorgung weiterhin zu gewährleisten, insbesondere um im Falle einer größeren Anzahl an mit COVID-19 infizierten Patienten ausreichend Intensivkapazitäten zur Verfügung zu haben. In Bezug auf operative Fächer bedeutete dies das temporäre Aussetzen des Elektivprogramms auf unbestimmte Zeit. Ziel dieser Studie war es die Auswirkung dieser Maßnahmen auf das Behandlungsspektrum eines plastisch-chirurgischen Zentrums zu evaluieren. Methode Die Operationszahlen der klinischen Abteilung für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie der medizinischen Universität Graz während des sog. Lockdowns von 16.3.2020 bis 26.4.2020 (6 Wochen) sowie 2 Wochen davor wurden retrospektiv erhoben. Die Daten wurden zum korrespondierende Vorjahreszeitraum verglichen. Untersucht wurden u. a. Operationsspektrum, Dringlichkeit, Indikation und Komplikationsraten. Ergebnisse Durch den Wegfall des Elektivprogramms kam es während des Lockdowns im Jahresvergleich zu einem signifikanten Rückgang der OP-Zahlen um 57,5 % (2019: 353, 2020 150 Fälle). Während des Lockdowns wurden im Jahresvergleich signifikant mehr Notfall- und Akuteingriffe durchgeführt (2019: 41, 2020: 58 Fälle, p < 0,001). Außerdem wurde eine signifikante Häufung von Selbstverletzungen bzw. Suizidversuchen beobachtet (2019: 0, 2020: 16 Fälle, p > 0,001). Hinsichtlich Privat- und Arbeitsunfällen gab es keine signifikanten Unterschiede. Es zeigte sich auch kein signifikanter Unterschied bezüglich der Komplikationsrate (2019: 6,8, 2020: 10 %, p = 0,219). Zusammenfassung Ein signifikanter Anteil plastisch-chirurgischer Operationen an einem Universitätsklinikum mit überregionalem Versorgungsauftrag besteht aus Notfalloperationen, akuten und dringenden medizinisch notwendigen Operationen. Während des Lockdowns wurden Operationen ohne signifikanten Anstieg der Komplikationsrate durchgeführt. Trotz sämtlicher Herausforderungen während der Pandemie konnte eine qualitativ konstante Patientenversorgung auf höchstem Niveau gewährleistet werden. Um die während des Lockdowns angehäuften weniger dringenden, jedoch ebenso wichtigen Fälle zeitgerecht und in entsprechend hoher Qualität abzuarbeiten, wird eine Erweiterung der Operationskapazitäten mit Steigerung der Bettenanzahl und der Ambulanzkapazität notwendig sein. Die vorliegenden Ergebnisse zeigen, wie wichtig die Plastische Chirurgie für die medizinische Versorgung insbesondere in Krisenzeiten ist.



2020 ◽  
Vol 145 (20) ◽  
pp. 1460-1463
Author(s):  
Anna Albert ◽  
Tanja Stüber ◽  
Jonas Bauer ◽  
Achim Wöckel

Was ist neu? Vorsorge, Früherkennung und familiärer Brustkrebs Mit dem Mammografie-Screening für Frauen ab dem 50. Lebensjahr steht in Deutschland eine etablierte Früherkennungsmaßnahme zur Verfügung. Eine Reduktion der Mortalität ist gesichert. Das Screening kann mittlerweile auch bei Frauen über 70 fortgeführt werden. Durch intensive Forschung im Bereich des familiären Mammakarzinoms kann das Hochrisikopatientenkollektiv präziser bestimmt und einer intensivierten Früherkennung zugeführt werden. Therapie lokal begrenzter Stadien – Senkung der Radikalität Die Behandlung erfolgt zielgerichtet und so wenig radikal wie möglich. Nach neoadjuvanter Chemotherapie kann immer öfter auf eine Brustamputation verzichtet werden. Die axilläre Lymphknotendissektion (ALND) bleibt wenigen Fällen vorbehalten. Die molekulare Subtypisierung ermöglicht individualisierte medikamentöse Therapien in der kurativen Absicht. Rekonstruktive Chirurgie Das BIA-ALCL stellt eine seltene Brustimplantat-assoziierte Erkrankung dar, bei der in den meisten Fällen eine Heilung möglich ist. Trotz steigender Inzidenz ist von Implantateinlagen nach adäquater Aufklärung der Patientin in Deutschland nicht abzuraten. Therapie des metastasierten Karzinoms Zur Behandlung des metastasierten Mammakarzinoms sollte wenn möglich eine gut verträgliche Therapie zur Erhaltung der Lebensqualität gewählt werden. Auch hier stehen immer mehr individualisierte Optionen zur Verfügung. Nachsorge Der Zeitraum der Nachsorge weitet sich aufgrund der Tumorbiologie auf 10 Jahre aus. Ausblick Eine ESR1-Mutation kann zukünftig möglicherweise als prädiktiver Marker hinsichtlich einer antihormonellen Therapie in der Metastasierung genutzt werden. Für eine PD-1-Blockade gibt es vielversprechende Ergebnisse in der neoadjuvanten Behandlung des triple-negativen Mammakarzinoms (TNBC).



Author(s):  
N. Moellhoff ◽  
L. Prantl ◽  
B. Behr ◽  
J.P. Beier ◽  
A. Daigeler ◽  
...  

Zusammenfassung Hintergrund Seit 2015/16 werden Forschungsanträge aus Sektionen, Abteilungen und Kliniken für Plastische Chirurgie an den Universitätskliniken Deutschlands durch die Deutsche Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen (DGPRÄC) gesammelt, ausgewertet und 2-jährlich veröffentlicht. Ziel ist es, dadurch die Forschungsleistung der Plastischen Chirurgen in Deutschland öffentlich sichtbar zu machen, um eine Stärkung der akademischen Forschungsstruktur in Deutschland zu erreichen. Material und Methoden Die Leiter der universitären Einrichtungen wurden über den Verteiler der DGPRÄC kontaktiert und um Mitteilung der beantragten, in Begutachtung befindlichen, abgelehnten und geförderten Projekte jeglicher öffentlicher, nicht-öffentlicher, industrieller oder anderer Förderinstitute in die eigens dafür erstellte online Datenbank gebeten: https://docs.google.com/forms/d/e/1FAIpQLSe6F5xmTyw-k7VKJx_2jkPA4LBXsA0sgBGMrC3rx_4bHj6uzQ/viewform?usp=sf_link. Zusätzlich wurden Anträge über die öffentliche Datenbank der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), dem Geförderte Projekte Informationssystem (GEPRIS), identifiziert. Ergebnisse Eine Gesamtzahl von 41 Förderanträgen aus den öffentlichen Förderinstituten DFG, BMBF, BMWi, BMG und EU konnte identifiziert werden. 75,6 % (31/41) der Anträge waren zum Zeitpunkt der Datenerhebung bereits bewilligt, davon waren 77,4 % (24/31) DFG-, 9,7 % (3/31) BMWi-, 6,5 % (2/31) EU- und je 3,2 % (1/31) BMBF- und BMG-Anträge. Das durchschnittliche Fördervolumen entsprach 358 301 Euro. Die bewilligten DFG-Anträge waren in 50,0 % (12/24) der Fälle ausschließlich bzw. unter anderem dem Fachkollegium 205–27 Orthopädie, Unfallchirurgie, rekonstruktive Chirurgie zugeordnet. Schlussfolgerung Mithilfe der vorgelegten Forschungsförderungsberichte des Konvents der leitenden universitär tätigen Plastischen Chirurgen der DGPRÄC erfolgt die Veröffentlichung der exzellenten gemeinschaftlichen akademischen Forschungsleistung in unserem Fachgebiet.



HNO ◽  
2020 ◽  
Author(s):  
S. Remmert ◽  
S. Hasenberg


2019 ◽  
Vol 51 (04) ◽  
pp. 295-301
Author(s):  
Volker J. Schmidt ◽  
Tobias Hirsch ◽  
Rik Osinga ◽  
Dimitra Kotsougiani ◽  
Dirk J. Schaefer ◽  
...  

ZusammenfassungDie Plastische Chirurgie ist stärker als viele andere Fachgebiete durch ein hohes Maß an multidisziplinärer Vernetzung geprägt. Trotz des breiten fachlichen Spektrums der Plastischen Chirurgie ist das Fachgebiet nicht an jedem Universitätsklinikum oder Haus der Maximalversorgung als eigenständige Abteilung oder Klinik vertreten. Auch haben selbstständige Einrichtungen nicht selten mit einem niedrig angesetzten Stellenschlüssel zu kämpfen. Außer Frage steht, dass das Fachgebiet durch die stetige Entwicklung der rekonstruktiven Mikrochirurgie zu einer deutlich verbesserten und schnelleren Versorgung von Patienten mit komplexen Defektwunden beigetragen hat. Der Zustrom der Patienten erfolgt hierbei zum größten Teil über andere Fachabteilungen. Die Einbindung der zuführenden Abteilung in die Erstellung des rekonstruktiven Planes ist von entscheidender Bedeutung für den qualitativen Erfolg der Behandlung und die Funktionswiederherstellung. Der Schlüssel in der weiteren Entwicklung des Fachgebietes liegt dabei in hohem Maße bei der stärkeren Vernetzung mit unterschiedlichen Fachdisziplinen, um die Behandlung komplexer Fälle zu gewährleisten und stärker in den allgemeinen Fokus der Krankenhausmedizin zu rücken. Im Interesse der Versorgungsqualität ist hierbei die professionelle Implementierung von multidisziplinären Boards, bei denen die Plastisch-rekonstruktive Chirurgie eine wichtige Rolle einnehmen kann, von größter Relevanz.Im Rahmen des Workshops „Der interdisziplinäre Mikrochirurg“ wurde auf der 39. Jahrestagung der Deutschsprachigen Arbeitsgemeinschaft für Mikrochirurgie der peripheren Nerven und Gefäße das Thema des Stellenwertes, der Initiierung und der Umsetzung von interdisziplinären Boards diskutiert und gemeinsame Empfehlungen konsentiert. Die gemeinsamen Ergebnisse und Erfahrungen werden im vorliegenden Artikel dargestellt und an drei konkreten Beispielen verdeutlicht.



2019 ◽  
Author(s):  
SJ Sharma ◽  
U Drebber ◽  
JP Klußmann


2018 ◽  
Vol 51 (04) ◽  
pp. 262-274
Author(s):  
Werner Girsch ◽  
Rohit Arora ◽  
Eva-Maria Baur ◽  
Markus Gabl ◽  
Dietmar Hager ◽  
...  

ZusammenfassungDie Dupuytren’sche Kontraktur (DK) oder Morbus Dupuytren ist eine progressive fibroproliferative Erkrankung des palmoplantaren Bindegewebes, bei der es zu einer charakteristischen Knoten- und/oder Strangbildung aus Kollagen kommt. Bei fortschreitender Erkrankung führt die Strangverdickung zu einer Beugekontraktur des betroffenen Fingers, die in einer deutlichen Behinderung der Betroffenen münden kann, insbesondere bei beidseitigem Befall.Die Erkrankung ist in Europa relativ verbreitet, wobei die Prävalenz in nordischen Ländern am höchsten ist. In Österreich geht man von rund 200 000 Betroffenen aus. Die Inzidenz steigt mit zunehmendem Alter, wobei Männer häufiger und früher erkranken als Frauen.Die Ätiologie der DK ist nicht vollständig geklärt, scheint jedoch multifaktoriell zu sein, wobei eine genetische Prädisposition als gesichert gilt. Der natürliche Verlauf der Erkrankung kann zwischen relativ gutartig und massiver Progredienz und Rezidivhäufigkeit variieren. Zumeist findet sich ein schubweiser Verlauf.Die DK ist nicht heilbar; die Behandlungsmethoden reichen von minimalinvasiven bis zu offenen chirurgischen Verfahren. Collagenase Clostridium histolyticum (CCH) ist eine nichtchirurgische, enzymatische Injektionsbehandlung für erwachsene Patienten (≥ 18 Jahre), die in Europa seit 2011 zur Behandlung der DK mit einem tastbaren Strang zugelassen ist. Klinische Studien und praktische Erfahrungen einzelner Zentren bestätigen die Wirksamkeit und Sicherheit der CCH-Behandlung von Beugekontrakturen.Das vorliegende Konsensus Statement wurde unter der Ägide der Österreichischen Gesellschaft für Handchirurgie und der Mitwirkung der Österreichischen Gesellschaften für Unfallchirurgie, Orthopädie und orthopädische Chirurgie sowie für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie erstellt. Es beschreibt die verschiedenen chirurgischen Verfahren unter besonderer Berücksichtigung der Kollagenase-Behandlung und stellt eine Orientierungshilfe für deren Einsatz dar. Das Statement soll nicht nur den Stand des Wissens der DK-Behandlung abbilden, sondern auch als Richtschnur dienen und zu einem einheitlich hohen Qualitätsstandard der Kontraktur-Behandlung in chirurgischen Zentren und spezialisierten Arztpraxen in ganz Österreich beitragen.



2018 ◽  
Vol 51 (02) ◽  
pp. 94-101
Author(s):  
Jakob Nedomansky ◽  
Bernhard Maier ◽  
Thomas Rath ◽  
Christine Radtke

Zusammenfassung Einleitung Das thermische Trauma im Kindes- und Jugendalter ist weiterhin von hoher sozioökonomischer Relevanz, da es seit Jahren zu keiner Reduktion der jährlich stationär behandelten Patienten/innen gekommen ist. Die Therapie des pädiatrischen Verbrennungspatienten stellt besondere Anforderungen an das medizinische Personal, die verwendeten Verbandsmaterialien und die angewandten Operationstechniken. Ziel dieser Studie war es einen aktuellen Überblick über das stationäre Management und die Therapie des thermischen Traumas bei pädiatrischen Patienten/innen an einer spezialisierten Klinik zu geben. Patienten/Material und Methode Kinder und Jugendliche, die zwischen 2012 und 2016 an der Kinderstation der chirurgischen Fächer der Medizinischen Universität Wien von der klinischen Abteilung für Plastische und Rekonstruktive Chirurgie bei thermischen Trauma behandelt wurden, wurden identifiziert und ihr Therapieverlauf retrospektiv analysiert. Ergebnisse 115 Patienten/innen wurden auf Grund eines akuten thermischen Traumas stationär behandelt. Das mediane Alter lag bei 2 Jahren (0–18). Die Verbrühung stellte mit 74 % den häufigsten Verletzungsmechanismus dar. Im Median zeigten sich 5 % (1–40) der Körperoberfläche betroffen. Konservatives Wundmanagement bei 2a°igem Trauma (62 %) wurde in 98 % mit MepilexAg durchgeführt und dauerte im Median 11 Tage (4–34) bis zur Abheilung. In 38 % (n = 44) lag eine 2b°ige oder 3°ige Verbrennung vor. Die Verwendung von Suprathel nach tangentialer Nekrosektomie bzw. Bürstendebridement bei oberflächlichen 2b°igen Verletzungen zeigte zufriedenstellende Heilungsverläufe. Schlussfolgerung Durch den Einsatzvon modernen Wundverbänden in der konservativen Therapie 2a°iger Wunden kann eine schnelle und unkomplizierte Abheilung mit atraumatischen Verbandswechseln erfolgen. Bei oberflächlichen 2b°igen Wunden bietet Suprathel eine gute Alternative zur klassischen Hauttransplantation, welche jedoch bei tieferen 2b°igen Verbrennungen immer noch als Therapiestandard gelten sollte. Narbenprophylaxe und regelmäßige Nachkontrollen sind wichtig um sekundäre Funktionseinschränkungen durch Narbenstränge zu vermeiden. Um zukünftig die Inzidenz des thermischen Traumas im Kindesalter zu senken ist die prophylaktische Aufklärung und Sensibilisierung der Eltern von großer Wichtigkeit.



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