chronische krankheit
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Paediatrica ◽  
2021 ◽  
Vol 32 (2) ◽  
Author(s):  
Martina De Gaudenzi ◽  
Johanna A. Kremer Hovinga ◽  
Jochen Rössler ◽  
Michael Kaess ◽  
Mutlu Kartal-Kaess

Chronische Krankheiten und Behinderungen im Kindes- und Jugendalter treten in der Schweiz mit einer Prävalenz von ca. 6-10% auf. Diese stellen für die Kinder und Jugendlichen, deren Familien und auch für die Gesellschaft eine lebenslange Herausforderung dar. Die Betroffenen müssen sich vielfältigen Herausforderungen und Gesundheitsrisiken im Leben stellen und daher als besonders vulnerabel betrachtet werden. Auch für die Eltern und Familienmitglieder Betroffener kann die chronische Krankheit eine enorme körperliche, emotionale, psychische und finanzielle Belastung darstellen. Die Datenlage zu diesem Thema wurde für die Schweiz in den vergangenen Jahren wiederholt als unzureichend betrachtet. Aktuelle Studienberichte zum nationalen Gesundheitsbericht 2020 des Schweizerischen Gesundheitsobservatoriums versuchen diesem Problem zu begegnen und zu einer evidenzbasierten Gesundheitsversorgung und – politik in Bezug auf chronische Krankheiten und Behinderungen beizutragen.



2020 ◽  
Vol 14 (03) ◽  
pp. 178-179
Keyword(s):  

München, den 04. März 2020 Menschen mit schwerem Übergewicht (Adipositas) werden für ihre chronische Krankheit fortgesetzt diskriminiert und beschämt. Selbst medizinische Behandler, Entscheider im Gesundheitswesen und Politiker verstehen oft nicht oder wollen es nicht wahrhaben, dass Adipositas eine chronische Krankheit ist. Betroffenen wird oft ein Mangel an Willenskraft unterstellt, Trägheit oder die Weigerung, scheinbar naheliegende „Lösungen“ umzusetzen: „weniger essen, mehr bewegen“. Aber wie bei allen chronischen Erkrankungen sind die Ursachen komplex und reichen viel tiefer; sie können genetisch, psychologisch, soziokulturell, ökonomisch und umweltbedingt sein – häufig kommen viele Faktoren zusammen. „Am Welt-Adipositas-Tag wollen wir darauf aufmerksam machen, dass es an der Zeit ist, diesen Teufelskreis der Ignoranz und unterlassenen Hilfeleistung zu durchbrechen und den Krankheitswert des schweren Übergewichts endlich anzuerkennen. Dazu benötigen wir entschlossenes, konzertiertes Handeln seitens der Politik und der Selbstverwaltung: Adipositastherapie muss Kassenleistung werden, langfristig brauchen wir einen nationalen Adipositas-Plan“, fordert Professorin Dr. med. Martina de Zwaan, Präsidentin der Deutschen Adipositas-Gesellschaft (DAG). Zwar nicht ausreichend, aber ein Schritt in die richtige Richtung sei auch die Umsetzung der nationalen Diabetes-Strategie, die zur Prävention des Diabetes Typ 2 erstmals auch eine Regelversorgung der Adipositas vorsieht, so de Zwaan.



2017 ◽  
Vol 230 (01) ◽  
pp. 13-23 ◽  
Author(s):  
Jana Brauchmann ◽  
Susann Weihrauch-Blüher ◽  
Stefan Ehehalt ◽  
Susanna Wiegand
Keyword(s):  

Zusammenfassung Hintergrund Adipositas ist durch die mit ihr einhergehende Komorbidität und den Bedarf an langfristiger medizinischer Versorgung als chronische Krankheit zu betrachten. Dabei ist auf jeder Stufe der Pathophysiologie eine therapeutische Intervention möglich. Ziel der Arbeit ist es, den Effekt von multimodalen Lebensstilinterventionen nicht nur bezüglich des BMI/BMI-SDS, sondern auch bezüglich (sekundärer) Outcomes wie Komorbiditäten, Lebensqualität sowie des Ernährungs- und Bewegungsverhalten darzustellen. Material und Methoden In der Literaturdatenbank PubMed wurde international nach klinischen Studien zu Lebensstilinterventionen bei 0 bis 18-Jährigen mit Übergewicht und Adipositas im Zeitraum vom 01/01/2009 bis 01/01/2016 gesucht. Ergebnisse Es sind 64 Publikationen mit Daten aus 55 Studien in die Übersichtsarbeit eingeflossen. Durch multimodale Lebensstilinterventionen konnten vielfältige Verbesserungen in den Bereichen Komorbidität, Lebensqualität, Ernährung und Bewegung erzielt werden. Diskussion Der Nutzen einer Adipositastherapie geht weit über eine Gewichtsreduktion hinaus, weshalb weitere Parameter als Therapieziele regelhaft erfasst werden sollten. So haben die Verbesserung von Komorbiditäten, der Lebensqualität sowie des Bewegungs- und Ernährungsverhaltens für einen langfristig gesunden Lebensstil eine mind. genauso große Bedeutung und reduzieren die Gefahr des Regains nach einer initialen Gewichtsreduktion.



2017 ◽  
Vol 20 (6) ◽  
pp. 248-253
Author(s):  
Ali Zoghlami
Keyword(s):  


2017 ◽  
Vol 66 (03) ◽  
pp. 172-176
Author(s):  
Sepp Fegerl

ZusammenfassungBei Morbus Crohn handelt es sich um eine chronische Krankheit, die zurzeit ohne kurativen Ansatz behandelt wird. Die Medikamente können bei vielen Patienten das Leiden nicht dauerhaft bekämpfen, meist kehren die Entzündungen nach einiger Zeit wieder. Interessant und vorbildlich ist das empfohlene Vorgehen bei Kindern: Auch im akuten Schub sollte zur Induktion sowie zur Erhaltung einer Remission zunächst eine enterale Ernährungstherapie bei nachgewiesener Gleichwertigkeit anstelle einer Glukokortikoid-Stoßtherapie durchgeführt werden. Einen Erfolg sieht man dabei in über 80 %, auch bei Erwachsenen. Das entspricht dem obersten therapeutischen Prinzip der Mayr-Medizin: Schonung!



2017 ◽  
Vol 42 (04) ◽  
pp. 316-327
Author(s):  
Anna Mühlberger ◽  
Stephan Bischoff ◽  
Sandrine Louis

ZusammenfassungDie Ausbreitung der Adipositas und ihrer Folgen entwickelt sich immer mehr zu einem weltweiten Problem. Adipositas ist eine chronische Krankheit und prädisponiert für viele weitere Erkrankungen. Es gibt vielfältige Ursachen für die Entstehung von Übergewicht. Eine wichtige Komponente spielt die Vererbung. Um den genetischen Hintergrund der Adipositas besser zu verstehen, werden genomweite Assoziationsstudien durchgeführt. Diese Analysen identifizierten bisher über 100 Genloci, die mit der Adipositas in Verbindung gebracht werden konnten. Weitere Forschungsarbeiten befassen sich mit der Hypothese, dass Polymorphismen der adipositasassoziierten Gene das Ansprechen auf Behandlungsansätze beeinflussen könnten. 90 % aller Varianten des Humangenoms bestehen aus Einzelnukleotid-Polymorphismen, auch „single nucleotide polymorphisms“ (SNPs) genannt. Diese Genvarianten können mit einem bestimmten Phänotyp bzw. einer Krankheit assoziiert werden. Inwieweit sich SNPs auf den Energiestoffwechsel und die Regulation des Körpergewichts auswirken, ist noch nicht vollständig aufgeklärt. Dennoch wird vermutet, dass der Genotyp einen Einfluss auf die Entstehung, sowie den Behandlungserfolg von Adipositas ausübt. Individuen unterscheiden sich während einer kalorienreduzierten Diät oder nach einem bariatrischen Eingriff im Ausmaß der Gewichtsabnahme. SNPs könnten diese Unterschiede erklären. Welche Genvarianten sich als genotypische Marker im Vorfeld einer Gewichtsreduktion eignen und inwiefern sich dadurch der Erfolg prognostizieren lässt, werden jedoch zukünftige Forschungen zeigen müssen. Mit diesem Wissen könnte die bestmögliche Adipositastherapie für jeden einzelnen Patienten durchgeführt werden. Dieser Artikel gibt einen Überblick über aktuelle Studien, die den Zusammenhang von Genvarianten und Gewichtsverlust im Rahmen einer Adipositastherapie untersucht haben.



2015 ◽  
pp. 11-29
Author(s):  
Nicola Wolf-Kühn ◽  
Matthias Morfeld




Pflege ◽  
2013 ◽  
Vol 26 (4) ◽  
pp. 235-244
Author(s):  
Margrit Müller ◽  
Sabina Jaggi ◽  
Rebecca Spirig ◽  
Romy Mahrer-Imhof

Epilepsie ist eine häufige chronische Krankheit und sie betrifft Menschen in allen Altersgruppen. Die präventive Einnahme von Medikamenten beugt epileptischen Anfällen vor, dennoch hat die Erkrankung Auswirkungen auf den Alltag von Patient(inn)en und ihren Familien. Aus der Forschung mit Familienmitgliedern von Menschen mit Epilepsie ist bekannt, dass diese vermehrt unter Sorgen und Depressionen leiden und sich in ihrer Alltagsgestaltung eingeschränkt fühlen. Die vorliegende Studie untersuchte, wie Eltern mit dem Kranksein ihrer zwischenzeitlich erwachsenen Kinder umzugehen lernten und heute im Alltag umgehen. Narrative Interviews mit 14 Eltern wurden nach den Grundsätzen der interpretierenden Phänomenologie auf das Erleben der Eltern analysiert. Alle Befragten betonten, dass sie gelernt haben, das Beste aus ihrer Situation zu machen. Ihre Erfahrungen können beschrieben werden als: «gemeinsam auf dem Weg sein», «auf einem Grat wandern» sowie «kämpfen und sich sorgen». Die Beschreibungen von Paradigmafällen berücksichtigen die Lebenswelt und Erfahrungen von Eltern in ihrem Kontext und erfassen Phänomene, welche über die bisher in der Literatur beschriebenen Belastungen und Sorgen hinausgehen. Da die Eltern vielfach auch für erwachsene Menschen mit Epilepsie wichtige Bezugspersonen bleiben, sind sie in deren Beratung und Behandlungsplanung einzubeziehen.



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