nichtinvasive diagnostik
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2021 ◽  
Vol 19 (06) ◽  
pp. 252-259
Author(s):  
Anja Figge ◽  
Andreas Jähnert ◽  
Ali Canbay

ZUSAMMENFASSUNGWas kann die nichtinvasive Diagnostik bei Steatosis hepatis leisten? Neuere, nichtinvasive bildgebende Verfahren, die den Fettgehalt und die Steifigkeit der Leber bestimmen, werden zunehmend zur Verlaufskontrolle bei Patienten mit nicht-alkoholischer Fettlebererkrankung (NAFLD) eingesetzt. Dadurch kann die Leberbiopsie Patienten mit unklaren Befunden vorbehalten bleiben.Wie entsteht die Steatosis hepatis und was bedingt die Erkrankungsprogression? Westlicher Lebensstil, Veränderungen des enteralen Mikrobioms, Kofaktoren wie Begleiterkrankungen und Medikamente sowie genetische Prädispositionen beeinflussen die Krankheitsentstehung und -progression.Welche klinischen Verläufe sind bei Steatosis hepatis zu erwarten? Wichtigster prognostischer Faktor der NAFLD ist das Auftreten einer Leberfibrose. Jedoch finden sich zunehmend auch Komplikationen, insbesondere der primäre Leberzellkrebs bei NAFLD-Patienten, ohne dass eine nichtalkoholische Steatohepatitis (NASH) zuvor bekannt war oder eine fortgeschrittene Fibrose oder Zirrhose vorliegt. Eine Komorbidität der NAFLD mit Diabetes mellitus Typ 2 ist auch bei simpler Steatose mit einer erhöhten Sterblichkeit assoziiert.Wechselspiel zwischen nichtalkoholischer Fettlebererkrankung und extrahepatischen Komorbiditäten: Die NAFLD als hepatische Manifestation des metabolischen Syndroms ist ein unabhängiger Risikofaktor für kardiovaskuläre Komplikationen. Neben dem primären Leberzellkrebs lassen sich auch extrahepatische Neoplasien, insbesondere das kolorektale Karzinom und das Mammakarzinom, bei NAFLD-Patienten insgesamt, aber auch bei Patienten mit simpler Steatose gehäuft nachweisen. Somit sollte beim Umgang mit NAFLD-Patienten, auch bei simpler Steatose, über den „hepatologischen Tellerrand“ hinaus das Bewusstsein für die hier beschriebenen zahlreichen metabolischen, kardiovaskulären und neoplastischen Assoziationen geschärft werden. Es gilt bei dieser prävalenten Erkrankung, ganzheitliche Präventionskonzepte interdisziplinär zu prüfen und zu evaluieren. Die strukturierte Etablierung und Evaluierung spezialisierter Versorgungszentren für Patienten mit NAFLD, einschließlich der interdisziplinären Evaluation und Betreuung von Patienten mit simpler Steatose, stellen angesichts der aktuellen Datenlage und der Prävalenz eine große Herausforderung für sämtliche Akteure des Gesundheitssektors dar ( Abb. 1 ).





2021 ◽  
Vol 25 (02) ◽  
pp. 76-83
Author(s):  
Stefanie Haag

ZUSAMMENFASSUNGDie Urinmikroskopie ist eine nichtinvasive Diagnostik, die sowohl stationär als auch ambulant verfügbar ist. Eine komplette Urinuntersuchung umfasst die makroskopische Beurteilung, den Urinteststreifen (Urinstixs) und die Urinmikroskopie. Für die Urinanalyse wird Mittelstrahlurin oder Katheterurin benötigt. Die Urinmikroskopie ist ein wichtiger Teil der Urinanalyse und erlaubt eine nähere Abklärung der ersten Befunde des Urinstixs und zeigt Strukturen auf, die im Urinstixs nicht detektiert werden können (z. B. Zylinder). Innerhalb von wenigen Minuten können die Ergebnisse Aufschluss über eine akute Erkrankung mit sofortigem Handlungsbedarf, wie z. B. bei der schnell progredienten Glomerulonephritis, geben. Sie dienen ebenfalls zur Verlaufsbeurteilung bei einer chronischen Nierenerkrankung oder zur weiteren Abklärung von Systemerkrankungen, die mit einer Niereninsuffizienz einhergehen können (z. B. bei arterieller Hypertonie, Diabetes mellitus, Vaskulitis).



2021 ◽  
Vol 146 (03) ◽  
pp. 146-151
Author(s):  
Anja Figge ◽  
Andreas Jähnert ◽  
Ali Canbay

Was ist neu? Was kann die nichtinvasive Diagnostik bei Steatosis hepatis leisten? Neuere, nichtinvasive bildgebende Verfahren, die den Fettgehalt und die Steifigkeit der Leber bestimmen, werden zunehmend zur Verlaufskontrolle bei Patienten mit nichtalkoholischer Fettlebererkrankung (NAFLD) eingesetzt. Dadurch kann die Leberbiopsie Patienten mit unklaren Befunden vorbehalten bleiben. Wie entsteht die Steatosis hepatis und was bedingt die Erkrankungsprogression? Westlicher Lebensstil, Veränderungen des enteralen Mikrobioms, Kofaktoren wie Begleiterkrankungen und Medikamente sowie genetische Prädispositionen beeinflussen die Krankheitsentstehung und -progression. Welche klinischen Verläufe sind bei Steatosis hepatis zu erwarten? Wichtigster prognostischer Faktor der NAFLD ist das Auftreten einer Leberfibrose. Jedoch finden sich zunehmend auch Komplikationen, insbesondere der primäre Leberzellkrebs bei NAFLD-Patienten, ohne dass eine nichtalkoholische Steatohepatitis (NASH) zuvor bekannt war oder eine fortgeschrittene Fibrose oder Zirrhose vorliegt. Eine Komorbidität der NAFLD mit Diabetes mellitus Typ 2 ist auch bei simpler Steatose mit einer erhöhten Sterblichkeit assoziiert. Wechselspiel zwischen nichtalkoholischer Fettlebererkrankung und extrahepatischen Komorbiditäten Die NAFLD als hepatische Manifestation des metabolischen Syndroms ist ein unabhängiger Risikofaktor für kardiovaskuläre Komplikationen. Neben dem primären Leberzellkrebs lassen sich auch extrahepatische Neoplasien, insbesondere das kolorektale Karzinom und das Mammakarzinom, bei NAFLD-Patienten insgesamt, aber auch bei Patienten mit simpler Steatose gehäuft nachweisen. Somit sollte beim Umgang mit NAFLD-Patienten, auch bei simpler Steatose, über den „hepatologischen Tellerrand“ hinaus das Bewusstsein für die hier beschriebenen zahlreichen metabolischen, kardiovaskulären und neoplastischen Assoziationen geschärft werden. Es gilt bei dieser prävalenten Erkrankung, ganzheitliche Präventionskonzepte interdisziplinär zu prüfen und zu evaluieren. Die strukturierte Etablierung und Evaluierung spezialisierter Versorgungszentren für Patienten mit NAFLD, einschließlich der interdisziplinären Evaluation und Betreuung von Patienten mit simpler Steatose, stellen angesichts der aktuellen Datenlage und der Prävalenz eine große Herausforderung für sämtliche Akteure des Gesundheitssektors dar (Abb. 1).



2021 ◽  
Vol 39 (01) ◽  
pp. 10-16
Author(s):  
A. Martin ◽  
M. Demir


2020 ◽  
Vol 46 (04) ◽  
pp. 129-129
Author(s):  
J. Welzel ◽  
E. Sattler ◽  
A. Blum


Author(s):  
Rudolf Stauber

Zusammenfassung Die nichtalkoholische Fettlebererkrankung (NAFLD) ist weltweit sehr häufig, ihre Prävalenz in Europa wurde mit 24 % der Bevölkerung angegeben. Dabei zeigen 10–30 % der Patienten einen progredienten Verlauf, der auch als nichtalkoholische Steatohepatitis (NASH) bezeichnet wird. Das Vorliegen einer höhergradigen Lebervernarbung (Fibrose, F3/Zirrhose, F4) ist ein wichtiger Prognosefaktor mit erhöhter leberbezogener Mortalität und Therapiebedürftigkeit. Die histologische Befundung von Leberbiopsien gilt derzeit als Referenzmethode für die Diagnose einer NASH und die Bestimmung des Fibrosestadiums. Aufgrund der hohen Prävalenz von NAFLD ist eine möglichst genaue nichtinvasive Risikostratifizierung notwendig, um betroffene Patienten für die Leberbiopsie zu identifizieren. Unter den blutbasierten nichtinvasiven Fibrosetests („blood fibrosis tests“) gibt es a) einfache Tests (auf Routineparametern basierend) wie den NAFLD-fibrosis-Score (NFS) und den Fibrosis-4-Index (FIB-4) sowie b) kommerzielle Fibrosetests wie Enhanced-liver-fibrosis(ELF™)-Test (Siemens Healthineers, Wien, Österreich), FibroTest™ (Biopredictive, Paris, Frankreich) und FibroMeter (Echosens, Paris, Frankreich). Bei den ultraschallbasierten Verfahren ist die transiente Elastographie („vibration-controlled transient elastography“, VCTE; FibroScan [VCTE; FibroScan™, Echosens, Paris, Frankreich]) breit verfügbar, während die MR-Elastographie (MRE) selten verwendet wird, aber wahrscheinlich genauere Resultate liefert. In direkten Vergleichsstudien zeigten kommerzielle Blutfibrosetests, VCTE und MRE die höchste diagnostische Genauigkeit bei der nichtinvasiven Einschätzung des Fibrosestadiums bei NAFLD. Unter den einfachen Tests eignet sich FIB‑4 sehr gut zum Ausschluss einer höhergradigen Fibrose und bietet sich damit für ein breites Screening (z. B. bei Patienten mit Diabetes) an.



Arthroskopie ◽  
2018 ◽  
Vol 32 (2) ◽  
pp. 118-124
Author(s):  
S. Panzer ◽  
K. Bohndorf


2017 ◽  
Vol 15 (10) ◽  
pp. 999-1017
Author(s):  
Julia Welzel ◽  
Sandra Schuh


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