gastroösophageale refluxerkrankung
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Author(s):  
Andreas Tschoner

ZusammenfassungDie gastroösophageale Refluxerkrankung (GERD) beeinträchtigt durch ihre Symptome die Lebensqualität betroffener Patienten teils beträchtlich. Im Laufe der letzten Jahrzehnte zeigt die GERD eine zunehmende Prävalenz weltweit. Zugrunde liegt der GERD meist ein insuffizientes, weil strukturell defektes Ventil zwischen Magen und Speiseröhre. Zur Behandlung von GERD haben sich bis heute die Medikamentengruppe der Protonenpumpenhemmer (PPI) als konservative, rein symptomatische Therapie und die laparoskopische Fundoplikation (LF) in ihren Ausführungsvarianten zur Behebung der Ursache etabliert. In den letzten 2 Jahrzehnten wurden zunehmend neue Verfahren als Therapieoption entwickelt. Die Endoskopie verfolgt hierbei unterschiedliche Ansätze: Augmentierung mittels Injektionsverfahren, Stabilisierung des unteren Ösophagussphinkters mittels Radiofrequenzablation (RFA, Stretta-Prozedur) und Mukosaresektion (ARMS) bzw. Rekonstruktion des Ventilapparates mit Klammernahtgeräten (GERDX, MUSE, EsophyX). Abgesehen von der RFA haben sich vor allem die Klammerverfahren durchgesetzt. Die kurzfristigen Ergebnisse sind vielversprechend, Langzeitresultate jedoch noch kaum verfügbar. Auch randomisierte Vergleichsstudien zur LF sind rar.



Author(s):  
Michael Grechenig ◽  
Ricarda Gruber ◽  
Michael Weitzendorfer ◽  
Burkhard H. A. von Rahden ◽  
Bernhard Widmann ◽  
...  

Zusammenfassung Hintergrund Patienten mit gastroösophagealem Reflux (GERD) leiden oft sehr unter der Symptomatik. Im Rahmen unserer Studie galt es deshalb herauszufinden, ob sich die Lebensqualität und die Symptome bei Patienten mit objektiv nachgewiesener GERD von Patienten ohne funktionell bewiesenes Korrelat unterscheidet. Material und Methoden Eingeschlossen wurden alle Patienten mit typischer Refluxsymptomatik, die 2017 an unserer Abteilung für Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie hinsichtlich des Vorliegens einer GERD abgeklärt wurden. Alle Patienten erhielten eine hochauflösende Manometrie, 24-h-Impedanz-pH-Metrie und eine Gastroskopie. Die Lebensqualität wurde mittels Quality of Life Index (GIQLI) und die gastrointestinale Symptomatik mittels einer Symptomcheckliste (SCL) evaluiert. Mittels SCL wurde die Schwere und Intensität von 14 verschiedenen Symptomen eruiert. Basierend auf den Resultaten der 24-h-pH-Impedanzmessung wurden die Patienten in 2 Gruppen eingeteilt – Patienten mit gastroösophagealer Refluxerkrankung und Patienten mit rein funktioneller Symptomatik ohne organisches Korrelat. Diese Gruppen wurden miteinander verglichen. Ergebnisse Ein vollständiger Datensatz war bei 162 Patienten verfügbar, wovon 86 Patienten (52,2%) objektiv an Reflux erkrankt waren (DeMeester-Mittelwert: 37,85; SD ± 29,11) und 76 Patienten (46,1%) einen unauffälligen DeMeester-Score (Mittelwert: 7,01; SD ± 4,09) aufwiesen. Zwischen diesen beiden Gruppen konnte kein signifikanter Unterschied in der Lebensqualität gefunden werden (Mittelwert GIQLI von GERD-Patienten: 94,81; SD ± 22,40; Mittelwert GIQLI von Patienten mit rein funktionellen Symptomen: 95,26; SD ± 20,33; p = 0,988). Außerdem konnte kein signifikanter Unterschied in der Symptomwahrnehmung der Patienten gefunden werden (Mittelwert SCL-Score von Refluxpatienten: 46,97; SD ± 29,23; Mittelwert SCL-Score bei Patienten mit rein funktioneller Symptomatik 48,03; SD ± 29,17; p = 0,827). Schlussfolgerung Patienten mit funktionellen Refluxbeschwerden unterscheiden sich hinsichtlich des Leidensdrucks nicht von Patienten mit objektiv bewiesener Refluxerkrankung. Eine Differenzierung zwischen gastroösophagealer Refluxerkrankung und funktionellen Refluxsymptomen ist nur mittels Funktionsdiagnostik möglich.



2020 ◽  
Vol 99 (11) ◽  
pp. 788-794
Author(s):  
Daniel Jira ◽  
Anja Pickhard ◽  
Lena Mair ◽  
Zhaojun Zhu ◽  
Barbara Wollenberg ◽  
...  

ZusammenfassungDie Wiedererlangung einer Stimmfunktion nach Laryngektomie ist ein zentrales Element für die postoperative Lebensqualität. Dazu haben sich Stimmprothesen als probates Mittel etabliert. Häufige Prothesenwechsel stellen für einige Patienten jedoch eine teils große Belastung dar, sodass ein besseres Verständnis der Ätiologie der Stimmprothesen- und Stimmprothesenlagerinsuffizienz benötigt wird. Material und Methoden Es erfolgte die retrospektive Auswertung klinischer Daten von 58 Patienten nach Laryngektomie. Des Weiteren wurde prä- und postoperative CT-Bildgebung von 22 Patienten mit der Frage nach Stenosen im Bereich des Neopharynx verglichen. Ergebnisse In dem untersuchten Kollektiv wurde bei 40 Patienten mindestens ein Wechsel der Stimmprothese durchgeführt; es zeigte sich ein medianes Wechselintervall von 235 Tagen. Patienten nach adjuvanter Radiochemotherapie zeigten signifikant kürzere Wechselintervalle als nach adjuvanter Radiotherapie (p = 0,002). Des Weiteren konnte eine gastroösophageale Refluxerkrankung (GERD) als Risikofaktor für kürzere Stimmprothesenwechselintervalle nachgewiesen werden (p = 0,04).Klinisch relevante Stenosen zeigten sich bei 17 Patienten (42,5 %), davon wurden 14 Patienten (82 %) mittels Bougierung therapiert und zeigten keine verkürzte Stimmprothesenverweildauer (p = 0,892). Schlussfolgerung GERD stellt einen Risikofaktor für häufige Stimmprotheseninsuffizienz dar und sollte daher nach Laryngektomie suffizient therapiert werden. Mit zunehmender Eskalation der adjuvanten Therapie zeigt sich ein kürzeres Wechselintervall.Stenosen werden häufig nach Laryngektomie beobachtet, stellen aber unter Therapie keinen alleinigen Risikofaktor für eine kurze Stimmprothesenverweildauer dar.



2020 ◽  
Vol 15 (3) ◽  
pp. 235-245
Author(s):  
A. Kandulski ◽  
P. Dobsch ◽  
F.-X. Dechant ◽  
M. Müller-Schilling


2019 ◽  
Vol 14 (2) ◽  
pp. 96-101
Author(s):  
M. Selgrad ◽  
M. Müller-Schilling ◽  
A. Kandulski


2017 ◽  
Vol 142 (19) ◽  
pp. 1453-1460 ◽  
Author(s):  
Jens Hoeppner ◽  
Torben Glatz ◽  
Rainer Claus ◽  
Andreas Fischer ◽  
Klaus Kraywinkel ◽  
...  

ZusammenfassungDas Adenokarzinom des Ösophagus ist eine der am stärksten zunehmenden Tumorentitäten in der westlichen Welt. Seine Inzidenz hat sich seit 1991 in Deutschland mehr als versiebenfacht. Die bedeutendsten Risikofaktoren stellen die gastroösophageale Refluxerkrankung und die Adipositas dar. Die endoskopische Resektion ist ein effektives Verfahren für die Diagnostik und die kurative Therapie der Frühkarzinome. Die Ösophagusresektion ist die zentrale kurative Therapiemodalität für mucosa-überschreitende und nicht-metastasierte Tumorstadien. Neoadjuvante radiochemotherapeutische und perioperativ chemotherapeutische Behandlungsprotokolle kommen zunehmend zum Einsatz. Die onkologische Prognose für lokal fortgeschrittene Tumorstadien konnte auf 5- Jahresüberlebensraten von 50 % verbessert werden.



2016 ◽  
Vol 95 (12) ◽  
pp. 828-830
Author(s):  
O. Pech

ZusammenfassungDie gastroösophageale Refluxerkrankung (GERD) hat gerade in der westlichen Welt eine hohe Prävalenz. Patienten mit GERD haben ein etwa 10%-iges Risiko einen Barrett-Ösophagus zu entwickeln, der wiederum ein Risiko für die Entstehung eines ösophagealen Adenokarzinoms darstellt. Männer haben eine höhere Intensität der GERD in Hinblick auf den Grad der Entzündung und den Säurereflux. Aus diesem Grund ist das Risiko einen Barrett-Ösophagus zu entwickeln bei Männern etwa 2–3-fach erhöht und für ein ösophageales Adenokarzinom sogar 3–6-mal höher als bei Frauen.



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