kardiologische rehabilitation
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Author(s):  
Elisabeth Menke ◽  
Claudia China ◽  
Friedrich Schroeder ◽  
Matthias Bethge ◽  
Dieter Benninghoven

Zusammenfassung Hintergrund Die Studie erhebt Erfahrungen, die Patienten im Rahmen der verhaltensmedizinisch orientierten Rehabilitation (VOR) in der Kardiologie als neu eingeführtem Rehabilitationskonzept (Interventionsgruppe) gemacht haben. Es erfolgt ein Vergleich mit den Erfahrungen von Patienten im bisherigen Konzept der kardiologischen Heilbehandlung (Kontrollgruppe). Das neue Behandlungsformat wird anhand des psychologischen Gruppenkonzeptes und anhand der erbrachten therapeutischen Leistungen beschrieben und mit der konventionellen kardiologischen Heilbehandlung verglichen. Material und Methoden In der Interventions- und Kontrollgruppe wurden in Fokusgruppen zwanzig Leitfadeninterviews (10 Interviews pro Bedingung) durchgeführt, aufgezeichnet und transkribiert. Die Auswertung erfolgte in Anlehnung an die inhaltlich strukturierende qualitative Inhaltsanalyse nach Kuckartz. Die erbrachten Leistungen wurden anhand der Klassifikation therapeutischer Leistungen in der medizinischen Rehabilitation (KTL) dokumentiert. Ergebnisse Unterschiede in den erbrachten Leistungen ergaben sich konzeptgetreu vor allem im Bereich der psychologischen Leistungen. Die inhaltsanalytische Auswertung zeigte vorrangig positive Erfahrungen der Patienten im Rahmen der neu eingeführten verhaltensmedizinisch orientierten kardiologischen Rehabilitation. Relevante Konzeptbausteine wie die Akzeptanz- und Commitment-Therapie (ACT) fanden besonderen Anklang. Schlussfolgerung Die neu eingeführte verhaltensmedizinisch orientierte kardiologische Rehabilitation mit einer stärkeren psychologischen Gewichtung wurde in ihrem angedachten Format von den Patienten grundsätzlich positiv aufgenommen. Organisatorische Bedingungen sollten so angepasst werden, dass eine stärkere Konstanz der Behandler gewährleistet werden kann. Das Manual der psychologischen Gruppengespräche ist um eine noch explizitere Thematisierung von Herzängsten zu ergänzen.



2021 ◽  
Author(s):  
Sarah Schröer ◽  
Wolfgang Mayer-Berger ◽  
Claudia Pieper

Zusammenfassung Ziel Ziel war es die Daten aus 3 randomisierten kontrollierten Studien, in denen Nachsorgekonzepte im Rahmen der kardiologischen Rehabilitation evaluiert wurden, in Form einer Pooling-Studie zusammenzufassen, um stärker belastbare Erkenntnisse über den nachsorgeassoziierten weiteren Verlauf der Patienten und Patientinnen im Anschluss an die Rehabilitation zu gewinnen. Nachfolgend werden die Auswirkungen von poststationärer Nachsorge auf das Erwerbsminderungsrisiko kardiologischer Rehabilitanden und Rehabilitandinnen vorgestellt. Methodik Aus 3 randomisierten kontrollierten Primärstudien (SeKoNa, Sinko, OptiHyp), in denen als Intervention jeweils ein intensiviertes (telefongestütztes) poststationäres Nachsorgekonzept mit einer unbehandelten Kontrollgruppe verglichen wurde, stehen umfangreiche Daten zu soziodemografischen, klinischen und diagnostischen Charakteristika auf Individualebene zur Verfügung. Mittels einer im August 2019 durchgeführten Sekundärdatenanalyse von Routinedaten der Deutschen Rentenversicherung Rheinland wurden als primäre Outcomeparameter Mortalität (alle Ursachen), bewilligte Erwerbsminderungsrenten sowie bewilligte Anträge auf eine erneute kardiologische Rehabilitation zum individuellen Stichtag 3 Jahre nach Rehabilitationsende als Endpunkte erhoben. Die Daten wurden als Meta-Analyse für individuelle Patientendaten (Individual Patient Data Meta-Analysis IPD-MA) unter Verwendung klassischer meta-analytischer Techniken (One-Stage Approach mittels gemischter Modelle und Two-Stage Approach mit inverser Varianzschätzung als Fixed Effects Modell) gepoolt und über Risiko-Odds-Ratios vergleichend ausgewertet. Ergebnisse Das Gesamtkollektiv besteht aus insgesamt 1058 kardiologischen Rehabilitanden und Rehabilitandinnen, die im Zeitraum zwischen 2004 und 2015 stationäre rehabilitative Leistungen der Deutschen Rentenversicherung Rheinland in der kardiologischen Rehabilitationseinrichtung Klinik Roderbirken in Leichlingen in Anspruch genommen haben. Die gepoolte Interventionsgruppe (poststationäre Nachsorge) und die gepoolte Kontrollgruppe (Standardbehandlung) unterschieden sich zum Ausgangspunkt (Entlassung nach 3-wöchiger Rehabilitation) nicht. Hinweise auf statistische Heterogenität liegt nicht vor. Drei Jahre nach Rehabilitationsende betrug die inzidente Erwerbsminderungsrentenquote 11,8% der Gesamtstichprobe. Bei Teilnahme an einem poststationären Nachsorgekonzept war das Erwerbsminderungsrisiko gegenüber der Kontrollgruppe um rund 60% reduziert (OR: 0,43; 95% CI: 0,36–0,51). Schlussfolgerung Rehabilitation und Wiedereingliederung gewinnen weiter an Bedeutung, um die Gefahr von gesundheitlich bedingten vorzeitigen Erwerbsausstiegen mit erheblichen sozioökonomischen Folgen für Betroffene und das Sozialversicherungssystem zu vermeiden. Nachsorgeaktivitäten, die Rehabilitationserfolge über Dauer einer mehrwöchigen Rehabilitation hinaus erhalten, unterstützen die Prävention von gesundheitlich bedingten vorzeitigen Erwerbsminderungsrenten effektiv und nachhaltig und sollten das bestehende Rehabilitationsangebot komplettieren. Aus unseren Ergebnissen folgern wir, dass Nachsorge lange genug (mindestens ein Jahr) und im persönlichen Kontakt erfolgen muss.



2020 ◽  
Vol 9 (03) ◽  
pp. 297-302
Author(s):  
Rona K. Reibis ◽  
Heinz Völler

ZusammenfassungDie Sekundärprävention der koronaren Herzkrankheit umfasst einerseits eine pharmakologische, andererseits eine lebensstilbasierte Säule, die idealerweise interagieren und sich potenzieren. Neben der medikamentösen Blutdruck- und Lipideinstellung auf leitlinienorientierte Zielwerte ermöglichen moderne Antidiabetika eine Optimierung des glukometabolischen Kontinuums und eine Prognosebesserung. Die Lebensstiloptimierung setzt sich aus koronarprotektiver Ernährung, einer individualisierten Trainingstherapie, einer konsequenten Nikotinkarenz und stressreduzierenden Maßnahmen zusammen. Die kardiologische Rehabilitation (Phase II) schließt sich idealerweise unmittelbar einem stationären Aufenthalt wegen eines akuten Koronarereignisses an, kann aber auch im Rahmen einer stabilen Koronarsituation im Rahmen eines allgemeinen Antragsverfahrens durchgeführt werden. Randomisierte und prospektiv angelegte Interventionsstudien belegen die prognostische Wertigkeit der kardiologischen Rehabilitation auch im Zeitalter akuter Revaskularisationstherapie mit 24-h-PCI und moderner Pharmakotherapie.



2020 ◽  
Vol 14 (2) ◽  
pp. 106-112
Author(s):  
Heinz Völler ◽  
Bernhard Schwaab


2019 ◽  
Vol 76 (8) ◽  
pp. 415-423
Author(s):  
Reiner Baumgärtner

Zusammenfassung. Die kardiologische Rehabilitation ist seit Jahrzehnten ein fest etablierter Bestandteil im Versorgungsangebot von Patienten nach akuten kardiovaskulären Ereignissen und nach herzchirurgischen Eingriffen. Kardiologische Rehabilitationsprogramme fördern die Rückkehr ins Leben und verbessern die Prognose nach akuten Koronarsyndromen durch Reduktion von Folgeereignissen. Sie führen zu einer besseren Kontrolle der Risikofaktoren und verhelfen zu einer besseren Lebensqualität durch Unterstützung in der Krankheitsbewältigung. Durch die vorhandene Evidenz der kardiovaskulären Präventionsforschung aus den zurückliegenden 20 Jahren ist die kardiologische Rehabilitation Bestandteil der Leitlinienempfehlungen geworden. Die folgende Übersicht gibt eine Darstellung darüber, was etabliert ist und welchen Stellenwert die Rehabilitation in Zeiten rasch voranschreitender interventioneller Verfahren und verbesserter medikamentöser Therapieoptionen hat.



2019 ◽  
Vol 59 (01) ◽  
pp. 42-47
Author(s):  
Lars Gabrys ◽  
Christian Schmidt

Zusammenfassung Ziel der Studie Maßnahmen der Sport- und Bewegungstherapie stellen sowohl inhaltlich als auch umfänglich den weitaus größten Teil therapeutischer Maßnahmen in der kardiologischen Rehabilitation dar. Zur Sicherung des Behandlungserfolgs und zum Erhalt der körperlichen Leistungs- und Arbeitsfähigkeit wird zudem eine langfristige Bindung an sporttherapeutische Angebote wie den Rehabilitationssport im Anschluss an die Rehabilitation angestrebt. Ziel der Studie ist es sowohl Verordnungsraten als auch die tatsächliche Inanspruchnahme von Nachsorgeleistungen im Anschluss an die kardiologische Rehabilitation systematisch zu evaluieren. Methodik Es werden Verordnungs- und Inanspruchnahmeraten von Nachsorgeleistungen in Abhängigkeit einer Anschlussrehabilitation bzw. eines Heilverfahrens im Zeitverlauf der Reha-Kohorten 2006–2013 unter der Verwendung von Versichertendaten der Deutschen Rentenversicherung analysiert. Ergebnisse Trotz abnehmender Verordnungsraten stellt Rehabilitationssport mit 55,7% (M) und 62,6 (F) die am häufigsten verordnete Nachsorgeleistung im Jahr 2013 dar. Im Gegensatz zu abnehmenden Verordnungsraten von 64,2 auf 55,7% (M) und von 68,0 auf 62,6% (F) in der Anschlussrehabilitation, kann je nach Geschlecht und Art der sporttherapeutischen Leistung eine Steigerung der Inanspruchnahme zwischen 3–7% über die Zeit beobachtet werden. Schlussfolgerung Insgesamt erscheinen Inanspruchnahmeraten von 9,7–22,5% (2012) jedoch als nach wie vor zu gering zur Erzielung der angestrebten Bindung an körperliche Aktivität. Zukünftig sollten verstärkt Determinanten die einer Inanspruchnahme im Wege stehen evaluiert werden.



2017 ◽  
Vol 57 (02) ◽  
pp. 117-126 ◽  
Author(s):  
Bernhard Schwaab

ZusammenfassungDie Rehabilitation kardiovaskulärer Erkrankungen stellt eine multimodale Intervention auf somatischer, psychologischer, edukativer und sozialer Ebene durch ein interdisziplinäres Team dar und beinhaltet neben der Optimierung der medizinischen Sekundärprävention zur Reduktion von Morbidität und Mortalität auch die Verbesserung der körperlichen Leistungsfähigkeit und der Lebensqualität sowie die Wiedereingliederung in das soziale und Erwerbsleben. In 5 kontrollierten Kohortenstudien an 12 556 Patienten aus Deutschland konnte gezeigt werden, dass eine Anschlussrehabilitation nach akutem Myokardinfarkt und nach Bypass-Operation die Gesamtmortalität, die Reinfarktrate und die Hospitalisierung im Verlauf von 1–2 Jahren signifikant senkte. Diese Ereignisreduktion gelang zusätzlich zu einer interventionellen Akuttherapie und einer evidenzbasierten medikamentösen Sekundärprävention. 3 internationale Metaanalysen bestätigen diese nationalen Ergebnisse für Patienten mit Koronarer Herzkrankheit. Eine kardiologische Rehabilitation wird in nationalen und internationalen Leitlinien auch empfohlen für Patienten nach Herzklappenoperation und -intervention, nach dekompensierter Herzinsuffizienz, nach Herztransplantation sowie nach ICD-, CRT- und VAD-Implantation. Die Absicherung der Evidenz der kardiologischen Rehabilitation in Deutschland durch einen RCT wäre wünschenswert. Darüber hinaus sollten die multimodalen Interventionen noch individueller auf spezifische Patientengruppen (Hochbetagte, Gebrechliche), Indikationen (TAVI, VAD) sowie Komorbiditäten (pAVK, T2DM) ausgerichtet und besondere berufliche Problemlagen konsequent berücksichtigt werden. Die kardiologische Rehabilitation sollte integraler Bestandteil jeder Versorgung sein, die sich am dauerhaften Therapieerfolg orientiert.



2017 ◽  
Vol 168 (1-2) ◽  
pp. 1-1
Author(s):  
Christiane Marko






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