atypische mykobakterien
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2020 ◽  
Vol 99 (09) ◽  
pp. 628-636
Author(s):  
Efstathios Papatsoutsos ◽  
Volker Aumann ◽  
Peter Vorwerk ◽  
Antje Redlich ◽  
Ina Tammer ◽  
...  

Zusammenfassung Hintergrund Die atypischen Mykobakterien stellen eine inhomogene Gruppe dar. Obwohl mehr als 140 Spezies identifiziert wurden, stehen nur 25 mit der atypischen Mykobakteriose beim Menschen in Beziehung. Die häufigste Manifestation bei immunkompetenten Kindern ist die zervikale Lymphadenitis. Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist die Korrelation des Lebensraums mit den Patientendaten und dem Krankheitsbild, die Auswertung der sonografischen Befunde und der operativen Therapiemethoden und die Erstellung eines Diagnose- und Therapiealgorithmus. Material und Methoden Die Patienten wurden nach einer systematischen Suche in der klinischen, mikrobiologischen und pathologischen Datenbank der HNO-Klinik identifiziert. Eine statistische Analyse der Ergebnisse wurde durchgeführt. Ergebnisse 32 Patienten wurden ausgewertet. Eine signifikante Korrelation zwischen dem Wohnort und der Manifestation oder dem Verlauf der Erkrankung konnte nicht nachgewiesen werden. Echoarme Lymphknoten mit intraglandulärer Nekrose und niedriger Durchblutung wurden bei der Mehrheit der Patienten beobachtet. Die verwendeten operativen Methoden schlossen die Abszessinzision mit Biopsie, die diagnostische Lymphadenektomie, die selektive Neck-Dissection und die laterale Parotidektomie ein. Die Rezidivrate war signifikant höher nach Abszessinzision als nach Lymphadenektomie oder selektiver Neck-Dissection. Schlussfolgerungen Um den Einfluss des Wohnsitzes auf das Krankheitsbild deutlich zu definieren, sind größere prospektive Studien notwendig. Die sonografischen Befunde sind diagnostisch wegweisend. Eine vollständige Resektion trägt zur Diagnose und Therapie bei und stellt eine risikoarme Therapieoption dar.



Pneumologie ◽  
2019 ◽  
Vol 73 (08) ◽  
pp. 474-481 ◽  
Author(s):  
S. L. Becker ◽  
U. Schlotthauer ◽  
H.-J. Schäfers ◽  
R. Bals ◽  
F. C. Trudzinski

ZusammenfassungDie Erkennung, Diagnosestellung und Behandlung von Infektionen durch atypische Mykobakterien stellen eine besondere klinische Herausforderung dar. Über invasive Erkrankungen durch das zum Mycobacterium avium-intracellulare complex gehörige Mycobacterium chimaera wurde in den letzten Jahren vermehrt berichtet, insbesondere bei Patienten nach kardiochirurgischen Operationen mit Thorakotomie. Es konnte nachgewiesen werden, dass diese Infektionen durch eine intraoperative, Aerosol-gebundene Übertragung des Pathogens über kontaminierte Hypothermiegeräte (Heater-Cooler-Units), die zum Betrieb von Herz-Lungen-Maschinen eingesetzt werden, zu erklären waren. Es handelt sich dabei um ein weltweites Ausbruchsgeschehen mit bisher etwa 120 diagnostizierten Fällen, wobei die Latenz zwischen Exposition und dem Auftreten erster Symptome häufig mehrere Jahre beträgt. Das klinische Bild einer M. chimaera-Infektion ist mannigfaltig und kann neben Endokarditis oder Implantat-assoziierten Prozessen auch mit nicht kardialer Manifestation (z. B. Sarkoidose-ähnliches Krankheitsbild, Spondylodiscitis, Chorioretinitis) einhergehen. Die Diagnosestellung erfolgt über den Erregernachweis aus speziellen Blutkulturen oder intraoperativen Gewebeproben, insofern eine spezifische mikrobiologische Testung auf Mykobakterien angefordert wird. Ein noninvasives Testverfahren steht nicht zur Verfügung, sodass bei entsprechender Exposition bei Patienten mit passender Klinik aktiv an diese Erkrankung gedacht werden sollte. Die Behandlung von M. chimaera-Infektionen erfordert neben der Entfernung infizierter Implantate eine prolongierte antimykobakterielle Kombinationstherapie. Dieser Übersichtsartikel stellt die aktuelle Bedeutung, Epidemiologie, klinische Symptomatik, Diagnostik und Therapie von M. chimaera-Infektionen für Pneumologen zusammenfassend dar.



2019 ◽  
Vol 45 (01/02) ◽  
pp. 47-51
Author(s):  
K. Emmerich ◽  
A. Kolb-Mäurer ◽  
M. Goebeler

ZusammenfassungAtypische Mykobakterien sind eine heterogene Gruppe ubiquitär vorkommender Umwelt-Saprophyten, die zu oberflächlichen und tiefen Hautinfektionen bis hin zu Hautinfektionen mit Systembeteiligung führen können. Die Erreger vermögen nach Bagatellverletzungen in die Haut einzudringen und führen insbesondere bei Immunsupprimierten zu schweren Infektionen. Klinisch werden schnell und langsam wachsende atypische Mykobakterien unterschieden. Für die Dermatologie wichtige Vertreter der langsam wachsenden Mykobakterien sind M. marinum, M. ulcerans und M. haemophilum. M. marinum verursacht das Schwimmbad- bzw. Aquariumgranulom, die in westlichen Industriestaaten häufigste atypische Mykobakteriose der Haut. M. ulcerans ist der Erreger der weltweit häufigsten kutanen atypischen Mykobakteriose und verursacht v. a. in Westafrika das sog. Buruli-Ulkus. M. haemophilum wird besonders bei Immunsupprimierten und bei Kindern mit begleitender zervikaler und perihilärer Lymphadenitis beobachtet. Zu den schnellwachsenden atypischen Mykobakterien gehören M. abscessus, M. chelonae und M. fortuitum. Relevant sind sie insbesondere als Verursacher von kutanen Mykobakteriosen, die in Zusammenhang mit iatrogener Immunsuppression sowie medizinischen und kosmetischen Prozeduren stehen. Das Management von NTM stellt eine besondere Herausforderung dar: Das klinische Erscheinungsbild ist vielfältig, die Diagnostik schwierig und die antibiotische Kombinationstherapie nicht standardisiert.



Der Hautarzt ◽  
2017 ◽  
Vol 68 (5) ◽  
pp. 403-411 ◽  
Author(s):  
K. Emmerich ◽  
M. Fabri


2016 ◽  
Vol 28 (4) ◽  
pp. 52-53
Author(s):  
Angelika Bauer-Delto






Der Hautarzt ◽  
2007 ◽  
Vol 59 (1) ◽  
pp. 59-71 ◽  
Author(s):  
M. Streit ◽  
T. Bregenzer ◽  
I. Heinzer


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