qualität der versorgung
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(FIVE YEARS 12)

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(FIVE YEARS 0)

2021 ◽  
Vol 69 (12) ◽  
pp. 984-987
Author(s):  
Anna Riehl


2021 ◽  
Author(s):  
Ulrike Nimptsch ◽  
Reinhard Busse

Zusammenfassung Hintergrund und Ziel Krankenhausabrechnungsdaten enthalten neben demografischen, medizinischen und administrativen Informationen auch Zeitangaben zum Behandlungsverlauf, beispielsweise den Zeitpunkt der Aufnahme oder den Zeitpunkt der Durchführung einer Prozedur. Anhand dieser Datenfelder könnten wesentliche Prozessindikatoren berechnet werden, mit denen die Qualität der Versorgung beurteilt werden kann. Allerdings liegen zur Plausibilität der Zeitangaben in den Abrechnungsdaten bislang kaum Informationen vor. Ziel dieser Arbeit ist, die Zeitangaben in den Daten am Beispiel von ST-Streckenhebungs-Herzinfarkt und Linksherzkatheterintervention zu untersuchen, um damit einen ersten Anhaltspunkt für die Bewertung der Plausibilität zu erhalten. Methode Anhand der deutschlandweiten Krankenhausabrechnungsdaten (DRG-Statistik) von 2014 bis 2017 wurden Behandlungsfälle mit akutem ST-Streckenhebungs-Herzinfarkt im erstbehandelnden Krankenhaus identifiziert. Gegenstand der explorativen Analyse waren der Zeitpunkt (Datum und Uhrzeit) der Aufnahme, sowie der Zeitpunkt (Datum und Uhrzeit) der Linksherzkatheterintervention. Aus der Differenz zwischen Aufnahmezeit und Interventionszeit wurde das Zeitintervall berechnet und in Kategorien eingeteilt. Ergebnisse Die Analyse des Aufnahmezeitpunktes der Behandlungsfälle mit ST-Streckenhebungs-Herzinfarkt (N=254 719) nach Wochentag und Stunde zeigte ein Muster mit Häufigkeitsgipfeln an Werktagen zwischen 9:00 und 13:00 Uhr. Die Betrachtung der dokumentierten Zeiten der Linksherzkatheterintervention (N=206 079) zeigte eine ähnliche Verteilung, die jedoch an allen Wochentagen durch Häufigkeitsspitzen jeweils um 12:00 Uhr und um 0:00 Uhr charakterisiert war. Der Anteil der Behandlungsfälle mit unplausiblen Zeitintervallen sank von 9,5% im Jahr 2014 auf 7,8% im Jahr 2017 und zeigte eine hohe Variation auf der Krankenhausebene. Schlussfolgerung Eine Nutzung der Datenfelder für Zeitangaben in Krankenhausabrechnungsdaten könnte wertvolle Informationen zur Bewertung der Behandlungsprozesse liefern und klinisch tätiges Personal von separaten Dokumentationsaufgaben entlasten. Die Ergebnisse dieser Analyse zeigen jedoch, dass implausible Angaben und verschiedene Unsicherheiten die Interpretierbarkeit stark einschränken. Um die Qualität der Dokumentation von Zeitangaben zu verbessern, müssten Anreize für eine korrekte Dokumentation geschaffen und konkrete Vorgaben (z. B. zur Definition des Aufnahmezeitpunktes) gemacht werden.



Author(s):  
U. Kiltz ◽  
V. Buschhorn-Milberger ◽  
K. Albrecht ◽  
H.-J. Lakomek ◽  
H.-M. Lorenz ◽  
...  

ZusammenfassungTrotz einer qualitativ und strukturell guten Versorgung von Patient*innen mit rheumatoider Arthritis (RA) in Deutschland bestehen weiterhin potenziell behebbare Defizite in der Qualität der Versorgung. Aus diesem Grund hat die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh) eine Expert*innengruppe, in der verschiedene Interessengruppen vertreten waren, beauftragt, nationale Qualitätsstandards (QS) mit dem Ziel zu entwickeln, die rheumatologische Versorgung von Patient*innen mit RA in Deutschland qualitativ zu verbessern. QS dienen der Festlegung und quantitativen Messung guter Versorgungsqualität unter dem Vorbehalt von Relevanz und Realisierbarkeit. Als Grundlage für die Entwicklung dienten die kürzlich publizierten Standards von NICE und ASAS und eine systematische Literatursuche. Insgesamt wurden 8 hiermit erstmals veröffentlichte QS konsentiert, die als Grundlage dienen können, die Versorgungsqualität von Patient*innen mit RA in Deutschland zu messen und weiter zu optimieren.



2021 ◽  
Vol 225 (05) ◽  
pp. 449-450
Author(s):  
Andreas Trotter

Sehr geehrte Autoren des Leserbriefes, bzgl. o.g. Arbeit [1] gehe ich gerne auf die einzelnen Punkte ein.



2021 ◽  
Vol 225 (05) ◽  
pp. 447-448
Author(s):  
Günther Heller ◽  
Rainer Rossi ◽  
Teresa Thomas

Wir begrüßen den Beitrag von Prof. Trotter 1 mit Blick auf Volume-Outcome-Effekte in der Versorgung von sehr kleinen Frühgeborenen, insbesondere auch unter Berücksichtigung des von uns einführten Konzeptes der risikoadjustieren Fallzahlen 2, im Sinne eines wissenschaftlich offenen Diskurses. Wir freuen uns ausdrücklich über das anhaltende Interesse an dieser Thematik wie auch über die Tatsache, dass auch Prof. Trotter grundsätzlich ähnliche Volume-Outcome-Zusammenhänge wie wir beschreibt. Dabei hatte Prof. Trotter (von geringfügigen unterjährigen Veränderungen abgesehen) in Teilen die gleiche Datenbasis wie wir genutzt 3. So kann konstatiert werden, dass dort wo die Analysen vergleichbar sind, sich erfreulicherweise nahezu identische Ergebnisse darstellen 4. Zwar können wir nur spekulieren, aufgrund welcher Analyse bzw. Beobachtung sich in der Arbeit von Prof. Trotter die Aussage ableitet, dass Volume-Outcome-Effekte maßgeblich nur durch größere Perinatalzentren getrieben werden, ungeachtet dessen passt diese Aussage zu der von uns beschriebenen hohen „optimalen Mindestmenge“ 3.



2021 ◽  
Vol 15 (03) ◽  
pp. 138-142
Author(s):  
Matthias Blüher

ZusammenfassungDie Versorgungssituation für Menschen mit Adipositas ist in Deutschland defizitär. Dies liegt auch daran, dass es bisher keine gesetzlichen Rahmenbedingungen für eine leitlinien- und bedarfsgerechte Versorgung von Menschen mit Adipositas gab. Mit der Annahme des Gesetzes zur Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung durch den Deutschen Bundestag am 11. Juni 2021 wurden die formalen Voraussetzungen für ein strukturiertes Behandlungsprogramm für Menschen mit Adipositas in Deutschland geschaffen. Ein in diesem Gesetz gefordertes Disease Management Programm Adipositas könnte die Qualität der Versorgung für Betroffene erheblich verbessern.



Author(s):  
U. Kiltz ◽  
V. Buschhorn-Milberger ◽  
K. Albrecht ◽  
H.-J. Lakomek ◽  
H.-M. Lorenz ◽  
...  

ZusammenfassungQualitätsstandards (QS) sind messbare Konstrukte, die helfen sollen, Versorgungslücken quantitativ zu erfassen, um langfristig die Versorgungsqualität zu verbessern. Die Assessment of SpondyloArthritis International Society (ASAS) hat kürzlich erstmals internationale QS für das Management von Patient*innen mit axialer Spondyloarthritis (axSpA) konsentiert und veröffentlicht. Die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh) hat daraufhin beschlossen, diese Standards durch eine Gruppe von Expert*innen aus unterschiedlichen Versorgungsbereichen zu übersetzen, zu prüfen und ggf. zu übernehmen. Vor diesem Hintergrund wurden erstmals nationale QS für das Management von Patient*innen mit axSpA für Deutschland entwickelt. Hierbei wurde v. a. auf Machbarkeit und Praxisrelevanz geachtet. Letztlich wurden 9 QS definiert, mit denen die Qualität der Versorgung in Deutschland gemessen und verbessert werden kann bzw. soll.



Author(s):  
Mirjam Peters ◽  
Petra Kolip ◽  
Rainhild Schäfers

ZusammenfassungIn der Evaluation der Gesundheitsversorgung spielt zunehmend auch die Perspektive der Nutzerinnen eine bedeutsame Rolle. In der vorliegenden Studie wurde der MMAYbirth entwickelt, ein Fragebogen, der die Qualität der Versorgung während der Geburt durch Hebammen aus der Perspektive der Frauen misst. Der Fragebogen wurde anhand psychometrischer Kennwerte geprüft (n = 1588). MMAYbirth umfasst 21 Items in 4 Sub-Skalen. Er ist ein reliables und kurzes Instrument zur Bewertung der Qualität der Hebammenbegleitung während der Geburt. Es kann zur routinemäßigen Evaluation, zum Vergleich verschiedener Versorgungsmodelle und in der Interventionsforschung eingesetzt werden. Es unterstützt damit die Ausrichtung der Hebammenarbeit an den Bedürfnissen von Frauen und ihren Familien.



2021 ◽  
Vol 30 (02) ◽  
pp. 133-139
Author(s):  
Alexander Defèr ◽  
Klaus Abendroth

ZusammenfassungDie Gründung von interdisziplinären Qualitätszirkeln Osteoporose erfolgte zur Verbesserung der Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Osteoporose. Neben der Verbesserung der Versorgungsqualität war es uns ein wichtiges Anliegen, eine einheitliche Dokumentation zu entwickeln, um die Möglichkeit zu schaffen, die Qualität der Versorgung auch zu evaluieren. Neben der Idee zur Versorgungsforschung stand aber auch die Forderung der zertifizierten Osteologen DVO im Raum, in Versorgungsverträge mit der gesetzlichen Krankenversicherung einzutreten. Die dazu notwendige juristische Voraussetzung wurde mit der Gründung des Bundes der Osteologen als eingetragener Verein geschaffen.Im Ergebnis dieser Entwicklung hat sich die Betreuungsqualität von Patientinnen und Patienten mit Osteoporose deutlich verbessert.



2021 ◽  
Vol 41 (03) ◽  
pp. 183-190
Author(s):  
Manuel Grahammer

ZUSAMMENFASSUNGMit dem Digitale-Versorgung-Gesetz (DVG) wurde vom Gesetzgeber 2020 ein Gesetz verabschiedet, welches die Digitalisierung der Gesundheitsversorgung voranbringen soll. Gemäß dem DVG haben Patient*innen einen Rechtsanspruch auf die Versorgung mit Digitalen Gesundheitsanwendungen (DiGA) – weltweit erstmalig. DiGA sind digitale Medizinprodukte, sogenannte „Apps auf Rezept“, die vom Bundesamt für Medizinprodukte (BfArM) zugelassen werden und höchste Anforderungen an Qualität, Datenschutz und Datensicherheit erfüllen müssen. DiGA sind indikationsspezifisch und auch in der Rheumatologie werden sie sich zur digitalen Therapiebegleitung und -überwachung etablieren. Traditionell ist die Rheumatologie Vorreiter beim Einsatz innovativer Behandlungsansätze und es besteht unter Rheumatolog*innen und Patient*innen bereits heute eine überaus hohe Bereitschaft zur Integration von digitalen Anwendungen in der Versorgung. DiGA fördern die aktive Einbindung der Patient*innen in den Behandlungsprozess und steigern Effizienz und Effektivität der Behandlung. Dadurch werden Zeit und Ressourcen der Rheumatolog*innen sinnvoller eingesetzt, Leitlinienprinzipien konsequenter umgesetzt und letztlich die Qualität der Versorgung nachhaltig verbessert. Mit diesem Artikel soll ein Überblick über die „Weltpremiere“ Digitale Gesundheitsanwendungen im rheumatologischen Versorgungskontext gewährt werden.



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