berufliche wiedereingliederung
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Author(s):  
Christoph Egen ◽  
Joerg Schiller ◽  
Christoph Gutenbrunner ◽  
Isabelle Eckhardt ◽  
Katrin Höpner ◽  
...  

ZusammenfassungEine Majoramputation ist für die Betroffenen ein äußerst belastender Eingriff und mit großen Herausforderungen für die gesellschaftliche und berufliche Wiedereingliederung verbunden. Bei der Versorgung von Amputationspatient*innen besteht ein hoher Bedarf an ärztlicher und therapeutischer Behandlung sowie sozialmedizinischer Steuerung. Die sektoralen Versorgungsstrukturen sind regional sehr unterschiedlich aufgestellt und decken häufig den Bedarf nicht adäquat ab. Dem Entlassmanagement kommt hierbei eine Schlüsselposition zu. Ein Innovationsfondsprojekt des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) implementiert und evaluiert gegenwärtig modellhaft eine optimierte Versorgung für Menschen nach Majoramputation durch Einführung eines sektorenübergreifenden Caremanagement und der Einführung einer ambulanten Interimsphase in einer Hochschulambulanz für Physikalische und Rehabilitative Medizin (PRM) und Therapie. Der Beitrag berichtet über die Umsetzung, die gemachten Erfahrungen und über erste Ergebnisse.



2021 ◽  
Vol 25 (08) ◽  
pp. 316-321
Author(s):  
Christopher Holzmann-Littig ◽  
Matthias Christoph Braunisch ◽  
Verena Kappler ◽  
Ming Wen ◽  
Daniel Hartmann ◽  
...  

ZUSAMMENFASSUNGDie Nachsorge der Lebendnierenspender kann in 3 Phasen unterteilt werden. In der postoperativen Phase, die im Wesentlichen den Klinikaufenthalt umfasst, steht das übliche postoperative Management im Vordergrund. In der Frühphase, die etwa ein Jahr andauert, werden die Weichen für die korrekte Lebensweise gestellt, Lifestyle-Modifikationen durchgeführt, die Entwicklung der Nierenfunktion überwacht und die berufliche Wiedereingliederung des Spenders einschl. psychosozialer Aspekte unterstützt. In der Langzeitphase steht weiterhin die Optimierung aller eine chronische Niereninsuffizienz begünstigenden Faktoren im Vordergrund. Zudem müssen alle Komplikationen einer selten auftretenden, aber möglichen, Nierenfunktionsverschlechterung frühzeitig erkannt und behandelt werden. Spenderinnen, die eine Schwangerschaft planen, müssen über die erhöhten Risiken erneut aufgeklärt werden. Für die jeweiligen Therapie- und Präventionsstrategien stehen die nephrologischen 1, transplantationsmedizinischen 2, 3, hypertensiologischen 4, internistischen 5 und urologischen 6 Leitlinien und Manuale 7 zur Verfügung.



2021 ◽  
Author(s):  
Simon Götz ◽  
Morten Wahrendorf ◽  
Nico Dragano

Zusammenfassung Ziel der Studie Beschäftigte mit einer niedrigen sozioökonomischen Position (SEP) scheiden nach einer medizinischen Rehabilitation öfter gesundheitsbedingt vollständig aus dem Erwerbsleben aus, als solche in einer höheren Position. Bisher ist unklar, ob bestimmte Arten der rehabilitativen Versorgung diese Ungleichheit im Rehabilitationserfolg reduzieren können. Diese Arbeit untersucht, ob bestimmte Arten der rehabilitativen Versorgung den Einfluss der SEP auf eine Rückkehr ins Erwerbsleben (Return-to-Work; RTW) modifizieren. Methodik Die Studie basiert auf administrativen Daten der Deutschen Rentenversicherung zu 266 413 medizinische Rehabilitationen von 253 311 voll ins Erwerbsleben integrierten Personen. Mit Poisson Regressionsanalysen wurde geprüft, ob ein Zusammenhang zwischen SEP (Einkommen, Bildung, Berufliche Position) und der Wahrscheinlichkeit eines RTW in den 12 Monaten nach der Maßnahme besteht und ob dieser Zusammenhang ggf. bei einer Anschlussheilbehandlung (AHB), einer stationären Behandlung oder einer Behandlung mit anschließender stufenweiser Wiedereingliederung geringer ausfällt als bei Rehabilitationen, die diese Merkmale nicht erfüllen. Ergebnisse Personen mit niedrigem Einkommen, geringer Bildung oder niedriger beruflicher Position haben ein erhöhtes Risiko für eine unvollständige Rückkehr ins Erwerbsleben nach einer medizinischen Rehabilitation. Dieser Zusammenhang ist für alle 3 SEP-Indikatoren vergleichsweise schwächer, wenn die Rückkehr ins Erwerbsleben als stufenweise Wiedereingliederung erfolgt. Bei AHB und stationären Rehabilitationen fällt der Zusammenhang ebenfalls schwächer aus, jedoch nur beim SEP Indikator Einkommen. Schlussfolgerung Sozioökonomisch benachteiligte Bevölkerungsgruppen kehren vergleichsweise häufiger nach einer medizinischen Rehabilitation nicht vollständig ins Erwerbsleben zurück. Diese Ungleichheiten fallen aber bei bestimmten Arten der rehabilitativen Versorgung geringer aus. Tendenziell ist dies bei einer aktiven strukturierenden Rolle des Versorgungssystems der Fall. Bezüglich der Effektmodifikation durch die Art der Behandlung besteht jedoch weiterer Forschungsbedarf. Diese sollte durch zu diesem Zweck erhobene Daten weiter untersucht werden, um Selektionseffekte auszuschließen.



Author(s):  
Jessica Henn ◽  
Franziska Kessemeier ◽  
Axel Kobelt-Pönicke ◽  
Markus Bassler ◽  
Jürgen Schmidt ◽  
...  

Zusammenfassung Ziel der Studie Rehabilitand(inn)en mit latentem oder manifestem Rentenwunsch gelten als Problemgruppe für eine erfolgreiche Reha-Teilnahme und anschließende berufliche Wiedereingliederung. Diese Patient(innen)gruppe zu erreichen, ist zum einen gesetzlicher Auftrag und zum anderen aus gesundheitlicher und wirtschaftlicher Perspektive von Bedeutung. Die vorliegende Arbeit untersucht Patient(inn)en, die zu Beginn ihrer Reha-Maßnahme überlegen, einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente zu stellen. Fragestellungen sind, ob sich diese Personen hinsichtlich soziodemografischer Variablen und des Reha-Erfolgs von solchen ohne Rentenüberlegung unterscheiden und welche Patient(inn)en trotz Rentenüberlegung von ihrer Rehabilitation profitieren. Besonders berücksichtigt wird dabei die therapeutische Beziehung. Methodik Die Daten entstammen der Routinedokumentation zweier Rehabilitationskliniken, die zwischen Oktober 2012 und Februar 2017 in stationärer psychosomatischer Rehabilitationsbehandlung erhoben wurden (N=8503). Ergebnisse Rehabilitand(inn)en mit Rentenüberlegung waren etwas älter, häufiger arbeitsunfähig und bezogen häufiger Arbeitslosengeld. Bei beiden Gruppen zeigte sich bei Entlassung eine signifikante Reduktion der selbstberichteten Symptome. Innerhalb der Gruppe mit Rentenüberlegung berichteten Personen, die eine Symptombesserung angaben, von einer positiveren Beziehungszufriedenheit. Diskussion/Schlussfolgerung Soziodemografische Ausgangsbedingungen und eine ausgeprägte Symptomatik von Patient(inn)en mit Rentengedanken sind Voraussetzungen, die eine psychosomatische Rehabilitation erschweren können. Dennoch berichten viele von einer Besserung der psychosomatischen Symptomatik und einer positiven therapeutischen Beziehung.



2020 ◽  
Vol 41 (08) ◽  
pp. 542-549
Author(s):  
Veit Zebralla ◽  
Karin Kaminski ◽  
Gunnar Wichmann ◽  
Andreas Dietz ◽  
Susanne Wiegand

Zusammenfassung Hintergrund Die Reintegration von Tumorpatienten in die Erwerbsfähigkeit ist ein bedeutender sozialer und ökonomischer Faktor. Für maligne Kopf-Hals-Tumoren (KHT) sind hierzu, verglichen mit anderen Tumorentitäten, bislang wenige Daten zusammengetragen und veröffentlicht worden. Material und Methoden In einer selektiven Literaturrecherche wurden Originalarbeiten zwischen 1997 und 2018 zum Thema „Rückkehr in das Erwerbsleben nach Therapie von Kopf-Hals-Karzinomen“ eingeschlossen und analysiert. Ergebnisse Es konnten 18 Originalarbeiten zum Thema berufliche Reintegration nach KHT identifiziert werden. Posttherapeutisch scheiden 10–52 % der vormals berufstätigen Patienten aus dem Berufsleben aus. Hinsichtlich der Tumorlokalisation, der Therapiemodalität und des Geschlechts als Prädiktoren der Rückkehr ins Erwerbsleben zeigte sich in den Studien ein inhomogenes Bild. Es scheinen Alter, sozioökonomischer Status, therapiebedingte Einschränkungen (z. B. Fatigue, Depression) und Nebenerkrankungen einen signifikanten Einfluss auf die berufliche Wiedereingliederung zu haben. Rehabilitationsmaßnahmen bewirken positive Effekte. Schlussfolgerungen Patienten mit KHT haben ein hohes Risiko aus dem Berufsleben auszuscheiden. Die wenigen bisher zum Thema publizierten Studien sind wegen heterogener Methodik, den uneinheitlichen Messzeitpunkten und inhomogener Verteilung untersuchter Tumorlokalisationen nur schwer miteinander vergleichbar. Es zeigt sich weiterhin ein unzureichend adressierter Forschungsbedarf, um evidenzbasierte Konzepte zur Förderung der beruflichen Rehabilitation von KHT-Patienten entwickeln zu können



Forum ◽  
2019 ◽  
Vol 34 (1) ◽  
pp. 57-59 ◽  
Author(s):  
Paula Heidkamp ◽  
Kati Hiltrop ◽  
Christoph Kowalski ◽  
Nicole Ernstmann


2018 ◽  
Vol 97 (12) ◽  
pp. 838-845 ◽  
Author(s):  
Veit Zebralla ◽  
Karin Kaminski ◽  
Gunnar Wichmann ◽  
Andreas Dietz ◽  
Susanne Wiegand

Zusammenfassung Hintergrund Die Reintegration von Tumorpatienten in die Erwerbsfähigkeit ist ein bedeutender sozialer und ökonomischer Faktor. Für maligne Kopf-Hals-Tumoren (KHT) sind hierzu, verglichen mit anderen Tumorentitäten, bislang wenige Daten zusammengetragen und veröffentlicht worden. Material und Methoden In einer selektiven Literaturrecherche wurden Originalarbeiten zwischen 1997 und 2018 zum Thema „Rückkehr in das Erwerbsleben nach Therapie von Kopf-Hals-Karzinomen“ eingeschlossen und analysiert. Ergebnisse Es konnten 18 Originalarbeiten zum Thema berufliche Reintegration nach KHT identifiziert werden. Posttherapeutisch scheiden 10–52 % der vormals berufstätigen Patienten aus dem Berufsleben aus. Hinsichtlich der Tumorlokalisation, der Therapiemodalität und des Geschlechts als Prädiktoren der Rückkehr ins Erwerbsleben zeigte sich in den Studien ein inhomogenes Bild. Es scheinen Alter, sozioökonomischer Status, therapiebedingte Einschränkungen (z. B. Fatigue, Depression) und Nebenerkrankungen einen signifikanten Einfluss auf die berufliche Wiedereingliederung zu haben. Rehabilitationsmaßnahmen bewirken positive Effekte. Schlussfolgerungen Patienten mit KHT haben ein hohes Risiko aus dem Berufsleben auszuscheiden. Die wenigen bisher zum Thema publizierten Studien sind wegen heterogener Methodik, den uneinheitlichen Messzeitpunkten und inhomogener Verteilung untersuchter Tumorlokalisationen nur schwer miteinander vergleichbar. Es zeigt sich weiterhin ein unzureichend adressierter Forschungsbedarf, um evidenzbasierte Konzepte zur Förderung der beruflichen Rehabilitation von KHT-Patienten entwickeln zu können





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