sozioökonomischer status
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2021 ◽  
Author(s):  
Linnéa von Eitzen ◽  
Karsten Valerius ◽  
Neeltje van den Berg ◽  
Henry Völzke ◽  
Hans J. Grabe ◽  
...  

Zusammenfassung Ziel der Studie Untersuchung soziodemografischer und störungsbezogener Determinanten zur Inanspruchnahme ärztlicher oder psychologischer Hilfe bei Depressionen im Lebensverlauf. Methodik In der bevölkerungsbasierten SHIP-Trend-1-Erhebung (2016–2019) wurden N = 490 Personen mit Lebenszeitdiagnosen depressiver Episoden und die Inanspruchnahme professioneller Hilfe erfasst. Geschlecht, sozioökonomischer Status und störungsbezogene Variablen wurden in altersstratifizierten logistischen Regressionsmodellen als Prädiktoren berücksichtigt. Ergebnisse Männer und Personen im höheren Lebensalter berichteten weniger Inanspruchnahme von Hilfe als Frauen und jüngere Menschen. In unterer und mittlerer Altersgruppe war die Inanspruchnahme mit Störungsschwere assoziiert, in der oberen mit körperlichen Ursachen. Schlussfolgerung Die Inanspruchnahme professioneller Hilfe war in den verschiedenen Altersgruppen mit unterschiedlichen Prädiktoren assoziiert. Latente Variablen wie altersgruppenspezifische Erfahrungen, Werte und Lebensstile könnten diese Unterschiede erklären.



2021 ◽  
Author(s):  
Eva-Maria Fach ◽  
Jenny Markert ◽  
Katja Spanier ◽  
Matthias Bethge ◽  
Anna Schlumbohm ◽  
...  

Zusammenfassung Ziel der Studie Der Einfluss des sozialen Status auf die Gesundheit ist gut belegt. Für den Bereich der Rehabilitation geben wenige Studien erste Hinweise auf sozial ungleiche Versorgung. Die Studie untersucht anhand einer Risikokohorte der Deutschen Rentenversicherung Bund die Rolle sozialer Ungleichheiten beim Zugang und in der Inanspruchnahme von Leistungen zur medizinischen Rehabilitation. Methodik Die Datengrundlage bilden Fragebogendaten der ersten beiden Wellen des Dritten Sozialmedizinischen Panels für Erwerbspersonen (SPE III) sowie administrative Daten der Teilnehmenden (2013–2016). Diese Risikokohorte umfasst 40- bis 54-jährige Erwerbspersonen mit Krankengeldbezug im Jahr 2012. Mittels logistischer Regressionsmodelle wurden Antragstellung, Bewilligung und Ablehnung, Bewilligung nach Widerspruch und Inanspruchnahme von Rehabilitationsleistungen analysiert. Der soziale Status wurde sowohl als sozioökonomischer Status (Index) als auch in der Einzeldimension Bildung als Prädiktor herangezogen. Die Analysen erfolgten getrennt nach Geschlecht. Alter, Erwerbsstatus sowie der subjektive Gesundheitszustand wurden als Kontrollvariablen berücksichtigt. Ergebnisse Insgesamt wurden 2376 Versicherte, davon 1284 Frauen, in die Analysen eingeschlossen. 639 (26,9%) stellten mindestens einen Antrag auf Leistungen zur medizinischen Rehabilitation. Die Chance auf Antragstellung war bei Männern mit niedrigem sozioökonomischen Status (OR=1,8; 95%-KI=1,3–2,5) bzw. niedriger (OR=1,9; 95%-KI=1,3–2,8) und mittlerer Bildung (OR=1,5; 95%-KI=1,1–2,2) im Vergleich zur hohen Status- bzw. Bildungsgruppe erhöht. Bei den Frauen zeigte sich bei der Antragstellung ein signifikanter Unterschied zugunsten niedriger Bildung (OR=1,6; 95%-KI=1,1–2,5). Nach Adjustierung des Gesundheitszustandes und der aktuellen Erwerbstätigkeit verschwanden die Unterschiede. Hinsichtlich Bewilligung und Inanspruchnahme zeigten sich keine signifikanten Unterschiede nach sozialem Status, jedoch erfolgte bei Frauen mit mittlerer Bildung signifikant häufiger eine Bewilligung auf Grundlage eines Widerspruchverfahrens (OR=3,0; 95%-KI=1,1–8,2) als bei Frauen mit hoher Bildung. Schlussfolgerung Die Analysen gaben keine Hinweise auf einen sozial ungleichen Zugang oder eine sozial ungleiche Inanspruchnahme von Leistungen zur medizinischen Rehabilitation. Allerdings beantragten Versicherte mit niedrigem sozialen Status insbesondere aufgrund einer schlechteren subjektiven Gesundheit häufiger Leistungen zur medizinischen Rehabilitation. Weitere Untersuchungen sind nötig, um zu überprüfen, ob dies dem objektiven Bedarf dieser Statusgruppe gerecht wird.



2021 ◽  
Vol 13 (1-2021) ◽  
pp. 138-153
Author(s):  
Juliane Gerland

Der Beitrag behandelt öffentliche Musikschulen als Bildungsinstitution und ihre Strategien zur Realisierung des Paradigmas Inklusion. Er beschreibt zunächst eine Dethematisierung von Gender im Kontext der außerschulischen Musikpädagogik und setzt sich damit auseinander, inwieweit Gender als Strukturkategorie an Musikschulen sichtbar ist. Diverse genderbezogene Phänomene auf musikpädagogischer, aber auch auf organisationaler Ebene werden identifiziert. Datengrundlage bilden Dokumente des Musikschulverbands sowie statistische Datenbanken von Musikschulen. Es wird untersucht, inwiefern weitere Strukturkategorien wie sozioökonomischer Status und (Dis)Ability In- und Exklusionsmechanismen an Musikschulen beeinflussen. Die Ergebnisse zeigen, dass gegenwärtig nicht von einer reflektierten, gendersensiblen Praxis an Musikschulen ausgegangen werden kann. Eine intersektionale analytische Perspektive wird vorgeschlagen und durch methodologische Überlegungen mit Blick auf eine praxeologisch begründete empirische Rekonstruktion des Umgangs mit Gender bzw. Differenz an Musikschulen konkretisiert.



2021 ◽  
Author(s):  
Dorothea Redemann ◽  
Katrin Arnold ◽  
Diana Druschke ◽  
Luise Heinrich ◽  
Mario Rüdiger ◽  
...  

Zusammenfassung Hintergrund Die kindliche Entwicklung ist durch biologische (z. B. Geschlecht, Geburtsreife) und psychosoziale Faktoren (z. B. sozioökonomischer Status, außerfamiliäre Tagesbetreuung) determiniert. Ziel der Arbeit Es wurde die Stärke des Zusammenhanges zwischen dem familiären sozioökonomischen Status (SES) sowie biologischer und weiterer psychosozialer Faktoren und dem Entwicklungsstand von 4- und 6-jährigen Kindern untersucht. Methodik Mittels Datenlinkage von Primärdaten einer Geburtskohortenstudie und Routinedaten der sächsischen Gesundheitsämter zu Kindern der Geburtsjahrgänge 2007 bis 2008, die sowohl die Kita- als auch die Schulaufnahmeuntersuchung durchlaufen hatten (N=615), wurden Auffälligkeiten der Sprache, Feinmotorik und Grobmotorik auf Zusammenhänge mit psychosozialen und biologischen Faktoren geprüft. Potenzielle Assoziationen wurden auf Signifikanz getestet sowie mittels binär logistischer Regression als Chancenverhältnis dargestellt. Ergebnisse Der Großteil sächsischer Kinder entwickelte sich bis zum Schuleintritt unauffällig. Die Sprache zeigte sich jedoch mit Auffälligkeiten bei 37% der Kinder zu beiden Untersuchungszeitpunkten als sensibler Entwicklungsbereich. In beiden Altersgruppen waren Jungen, Frühgeborene und Kinder mit niedrigem SES häufiger von Entwicklungsverzögerungen betroffen. Frühgeborene mit niedrigem SES weisen das höchste Risikopotential auf. Weiterhin scheint dem außerfamiliären Betreuungsbeginn Bedeutung zuzukommen. Schlussfolgerung Die Ergebnisse stehen in Einklang mit nationalen und internationalen Untersuchungsbefunden. Eine wichtige neue Erkenntnis ist die deutlich erhöhte Wahrscheinlichkeit für Entwicklungsauffälligkeiten beim Zusammentreffen biologischer und psychosozialer Risikofaktoren. Zur Betrachtung von Entwicklungsverläufen und zur Evaluation initiierter Maßnahmen sind jedoch Längsschnittanalysen erforderlich.



2020 ◽  
Vol 41 (08) ◽  
pp. 542-549
Author(s):  
Veit Zebralla ◽  
Karin Kaminski ◽  
Gunnar Wichmann ◽  
Andreas Dietz ◽  
Susanne Wiegand

Zusammenfassung Hintergrund Die Reintegration von Tumorpatienten in die Erwerbsfähigkeit ist ein bedeutender sozialer und ökonomischer Faktor. Für maligne Kopf-Hals-Tumoren (KHT) sind hierzu, verglichen mit anderen Tumorentitäten, bislang wenige Daten zusammengetragen und veröffentlicht worden. Material und Methoden In einer selektiven Literaturrecherche wurden Originalarbeiten zwischen 1997 und 2018 zum Thema „Rückkehr in das Erwerbsleben nach Therapie von Kopf-Hals-Karzinomen“ eingeschlossen und analysiert. Ergebnisse Es konnten 18 Originalarbeiten zum Thema berufliche Reintegration nach KHT identifiziert werden. Posttherapeutisch scheiden 10–52 % der vormals berufstätigen Patienten aus dem Berufsleben aus. Hinsichtlich der Tumorlokalisation, der Therapiemodalität und des Geschlechts als Prädiktoren der Rückkehr ins Erwerbsleben zeigte sich in den Studien ein inhomogenes Bild. Es scheinen Alter, sozioökonomischer Status, therapiebedingte Einschränkungen (z. B. Fatigue, Depression) und Nebenerkrankungen einen signifikanten Einfluss auf die berufliche Wiedereingliederung zu haben. Rehabilitationsmaßnahmen bewirken positive Effekte. Schlussfolgerungen Patienten mit KHT haben ein hohes Risiko aus dem Berufsleben auszuscheiden. Die wenigen bisher zum Thema publizierten Studien sind wegen heterogener Methodik, den uneinheitlichen Messzeitpunkten und inhomogener Verteilung untersuchter Tumorlokalisationen nur schwer miteinander vergleichbar. Es zeigt sich weiterhin ein unzureichend adressierter Forschungsbedarf, um evidenzbasierte Konzepte zur Förderung der beruflichen Rehabilitation von KHT-Patienten entwickeln zu können



Author(s):  
Lea Jahnen ◽  
Kerstin Konrad ◽  
Brigitte Dahmen ◽  
Beate Herpertz-Dahlmann ◽  
Christine Firk

Zusammenfassung. Fragestellung: Ziel der Längsschnittstudie ist es, herauszufinden, welche mütterlichen Faktoren die Auswirkungen adoleszenter Mutterschaft auf die kognitive und sprachliche Entwicklung sowie Verhaltensprobleme bei Kindern im Vorschulalter beeinflussen. Basierend auf dem aktuellen Stand der Literatur wurden mütterliche Feinfühligkeit (EA), Sozioökonomischer Status (SES) und psychische Belastung als mögliche Einflussfaktoren identifiziert. Methodik: N = 31 adoleszente und N = 47 adulte Mütter mit ihren Kindern im Alter von 3.0 bis 5.9 Jahren (M = 3.55) nahmen an der Studie teil. Kindliche Variablen beinhalteten die kognitive Entwicklung (WPPSI-III), Sprachentwicklung (SSV) und Verhaltensprobleme (SDQ). Mütterliche Faktoren umfassen mütterliche Feinfühligkeit in der Mutter-Kind Interaktion (EA), sozioökonomischen Status (SES) sowie psychische Belastung (BSI-18). Ergebnisse: Kinder adoleszenter Mütter erzielten schlechtere Leistungen in ihrer kognitiven und sprachlichen Entwicklung und wurden von ihren Müttern als verhaltensauffälliger beschrieben als Kinder adulter Mütter. Mediationsanalysen zeigten, dass der Effekt des Alters der Mütter auf die kognitive Entwicklung der Kinder über eine geringere Feinfühligkeit mediiert wurde. Ferner wurde der Zusammenhang zwischen mütterlichem Alter und kindlichen Verhaltensauffälligkeiten über eine höhere psychische Belastung der Mütter mediiert. Schlussfolgerung: Kinder adoleszenter Mütter weisen, verglichen mit gleichaltrigen Kindern adulter Mütter, im Vorschulalter Entwicklungsdefizite auf. Diese können teilweise durch eine geringere Feinfühligkeit und eine höhere psychische Belastung adoleszenter Mütter erklärt werden.



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