patienten mit migrationshintergrund
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Im OP ◽  
2021 ◽  
Vol 11 (05) ◽  
pp. 197-201
Author(s):  
Melanie Kreis

Wenn Patienten mit Migrationshintergrund der OP-Pflege erst kurz vor dem Eingriff im OP-Bereich begegnen, gehen aufgrund von Sprachbarrieren wichtige Informationen für die perioperative Pflege häufig unter–mit zum Teil dramatischen Folgen. Um die Versorgung zu verbessern und Risiken zu minimieren, bietet sich daher eine präoperative Pflegevisite im Rahmen des Migrationsmanagements an.



2021 ◽  
Vol 22 (03) ◽  
pp. 147-154
Author(s):  
Virginia Nowara ◽  
Norbert Krumm ◽  
Frank Elsner

ZusammenfassungDie Integration von kultureller Kompetenz gewinnt in der Palliativversorgung zunehmend an Aufmerksamkeit. Ziel ist eine gleichberechtigte Versorgung, die sich für die gleichwertige Behandlung aller ethnischen Gruppen und die Akzeptanz der kulturellen Bedürfnisse der Patienten ausspricht.In der vorliegenden Studie wurden die Erfahrungen von Professionellen mit der ambulanten Palliativversorgung von Patienten mit Migrationshintergrund und den Erfahrungen ihrer Angehörigen mit einer solchen Versorgung in der Städteregion Aachen erfasst. In der Städteregion Aachen, einem Kommunalverband mit über 550 000 Einwohnern im Westen Deutschlands, haben 30 % der Bürger einen Migrationshintergrund. Die Ergebnisse von Fragebogen- und Interviewanteilen zeigen teilweise unterschiedliche Wahrnehmungen der Professionellen und Angehörigen. In der Untersuchung stach die Diskrepanz zwischen der Eigen- und Fremdwahrnehmung der Professionellen bezüglich des kultursensiblen Umganges mit den Patienten hervor. Bei den Behandelnden zeigte sich eine von Unsicherheit geprägte Grundhaltung, während die Angehörigen sie als kompetent beurteilten. Die Erfahrungen der Angehörigen erwiesen sich als durchweg positiv und von Dankbarkeit sowie Zufriedenheit gekennzeichnet. Sie betonten die Wichtigkeit von Empathie und der grundsätzlichen Offenheit der Professionellen im Kontakt. Die absolvierten Fortbildungen der Behandelnden zu kultureller Kompetenz wurden jedoch wegen thematischer Beschränkungen auf Rituale unterschiedlicher Religionen am Lebensende als optimierungsbedürftig beschrieben. Ein Kritikpunkt war dabei die Vermittlung allgemeinen Faktenwissens und eine fehlende individualisierte Herangehensweise. Schlüsselelemente zur Optimierung der Weiterbildungen waren vermehrte Selbstreflexion und Patienten-Partnering-Programme, die eine reale, direkte Interaktion von Patienten und Professionellen im Rahmen von Trainingseinheiten beinhalten und somit die Individualität wie auch die Patientenbegegnung selbst in den Fokus rücken.



2021 ◽  
Vol 60 (02) ◽  
pp. 95-101
Author(s):  
Joachim Weis ◽  
Carolin Dresch ◽  
Hans Helge Bartsch ◽  
Ulrich Kurlemann ◽  
Phillip Maiwald ◽  
...  

Zusammenfassung Ziel der Studie Aus Perspektive verschiedener Expertengruppen, die in der Versorgung onkologisch Erkrankter tätig sind, werden Barrieren bei der Antragstellung zu onkologischen Rehabilitationsmaßnahmen identifiziert. Darauf aufbauend werden Handlungsempfehlungen zur Optimierung abgeleitet. Die Studie wurde von der Deutschen Rentenversicherung Bund (DRV) gefördert. Methodik Auf Basis einer Interviewstudie (N=61) wurde ein Fragebogeninstrument mit 55 Items zu möglichen Barrieren im Antragstellungsprozess konzipiert und online eingesetzt. Teilnehmer mit mehr als 33% fehlenden Werten wurden von den Analysen ausgeschlossen. Mittelwertanalysen wurden zur Identifikation der bedeutsamsten Relevanz angewendet. Um übergeordnete Dimensionen zu identifizieren, wurde eine exploratorische Faktorenanalyse durchgeführt. Ergebnisse Insgesamt wurden 606 Experten aus dem onkologischen Bereich in die Auswertung eingeschlossen. Darunter waren 249 Ärzte, 194 Sozialarbeiter, 105 Pflegefachkräfte / Medizinische Fachangestellte, 55 Psychologen / Psychoonkologen und 3 sonstige Berufsgruppen. Die befragten Experten waren im Mittel 51 Jahre alt (SD=10,4) und seit 17 Jahren (SD=9,8) im onkologischen Bereich tätig. Die Barrieren konnten folgenden 7 faktoranalytisch bestimmten Inhaltsbereichen zugeordnet werden: Krankheitsverarbeitung, Antragsverfahren, Rehafähigkeit, Koordination, soziale Verpflichtungen, Patientenwünsche und Stellenwert der Reha. Die Experten gaben an, dass insbesondere der Wunsch des Patienten nach Normalität, die zu starre Frist für die Anschlussrehabilitation (AHB) und das für Patienten mit Migrationshintergrund schlecht verständliche Antragsverfahren einer Antragstellung entgegenstehen kann. Außerdem wurde darauf hingewiesen, dass die Vermittlung von multimorbiden Patienten in die Rehabilitationseinrichtungen schwierig sei. Schlussfolgerung Aus der Expertenstudie können folgende Handlungsempfehlungen für einen erleichterten Rehabilitationszugang abgeleitet werden: Optimierung der Koordination zwischen verschiedenen Expertengruppen; Einrichtungen und mit den Kostenträgern, Flexibilisierung der AHB-Frist, Vereinfachung der Antragstellung, Bereitstellung von Anträgen / Informationsmaterialien in weiteren Sprachen, Ausrichtung der Reha-Kliniken auf spezifische Patientengruppen.



Author(s):  
Christian Banse ◽  
Sonja Owusu-Boakye ◽  
Franziska Schade ◽  
Maximiliane Jansky ◽  
Gabriella Marx ◽  
...  

Zusammenfassung Hintergrund Menschen mit Migrationshintergrund nutzen nach dem Stand der Forschung das palliative Versorgungsangebot wenig. Die möglichen Gründe sind weitgehend unklar. Häufig werden kulturelle Unterschiede geltend gemacht. Eine Untersuchung der Bedürfnisse von krebskranken Patienten mit Migrationshintergrund, ihren Angehörigen und medizinischen und pflegenden Versorgenden in Deutschland bietet einen Überblick über die Versorgungsprobleme. Methoden In dem qualitativen Forschungsdesign stehen biografische Erzählungen der Patienten, ihrer Angehörigen und der medizinischen und pflegenden Versorgenden im Vordergrund. Mit der Grounded Theory wurde eine Zeile-für-Zeile-Analyse der Daten durchgeführt, mit der verschiedene Kategorien und Handlungsstrategien im Umgang mit der Krankheit und der Versorgungssituation gefunden werden konnten. Ergebnisse Wenn schwerkranke Patienten mit Migrationshintergrund in einer palliativen Versorgungsstruktur ankommen, erleben sie in dieser politische und soziale Abgrenzungen. Migrationsspezifische Einflüsse erschweren deshalb die Bearbeitung der Krankheit und die palliativmedizinische Behandlung und Versorgung am Lebensende. Angehörige und medizinische und pflegende Versorgende erleben die Situation als eine Herausforderung, weil sie den Erwartungen der Patienten nicht entsprechen können und auf Übersetzer und Vermittler angewiesen sind. Viele Probleme werden kulturellen Unterschieden zugerechnet, obwohl die Patienten am Lebensende eher allgemeine Bedürfnisse formulieren. Schlussfolgerung Die Palliativversorgung von Menschen mit Migrationshintergrund findet häufig ohne spezifische Kenntnisse der Migrationsbiografie statt. Um den politischen und sozialen Einflüssen gerecht zu werden, bedarf es einer Unterstützung, die die Migrationsbiografie berücksichtigt.



2020 ◽  
Author(s):  
Theresa Steinhäuser ◽  
Anna-Sophie von Agris ◽  
Clara Büssemeier ◽  
Steffen Schödwell ◽  
Anna Auckenthaler

Zusammenfassung Hintergrund Es existieren zahlreiche theoretische Überlegungen dazu, was unter transkulturellen Kompetenzen von Psychotherapeuten zu verstehen ist. Die Frage, was sich jedoch Psychotherapeuten und Patienten selbst unter transkultureller Kompetenz vorstellen, ist bislang nicht untersucht worden. Unklar ist auch, inwiefern es sich bei transkultureller Kompetenz um eine Spezialkompetenz oder um eine Teilkomponente allgemeiner psychotherapeutischer Kernkompetenzen handelt. Ziel der Arbeit Die Studie geht der Frage nach, was sich Patienten und Psychotherapeuten unter transkultureller Kompetenz vorstellen, und ob es sich bei dieser Kompetenz um eine Spezialkompetenz oder um eine Teilkomponente allgemeiner psychotherapeutischer Kernkompetenzen handelt. Material und Methoden Zwölf problemzentrierte Interviews wurden leitfadengestützt mit Patienten mit Migrationshintergrund und Psychotherapeuten geführt und mithilfe der inhaltlich-strukturierenden qualitativen Inhaltsanalyse (Mayring 2008) ausgewertet. Ergebnisse Aus Sicht von Psychotherapeuten und Patienten bilden sich transkulturelle Kompetenzen in allgemeinen psychotherapeutischen Kernkompetenzen ab. Insbesondere das Eingehen auf die individuellen Anliegen der Patienten wurde als transkulturell kompetentes Handeln beschrieben. Schlussfolgerung Für die Entwicklung transkultureller Kompetenz bedarf es langfristiger Reflexionsprozesse und unmittelbarer Behandlungserfahrungen mit Patienten mit Migrationshintergrund. Diese Aspekte sollten in Konzeptionen für eine verbesserte Psychotherapeuten-Ausbildung berücksichtigt werden.



2019 ◽  
Vol 70 (4) ◽  
pp. 239-249
Author(s):  
André Bittermann ◽  
Eva Maria Klos

Zusammenfassung. Vor dem Hintergrund der Beziehung zwischen gesellschaftlichen Herausforderungen und entsprechenden Beiträgen der Wissenschaft wurde am Beispiel des Themenbereichs Flucht und Migration untersucht, inwiefern die psychologische Forschung jeweils aktuelle gesellschaftliche und politische Fragestellungen aufgreift, ob sie eine evidenzbasierte Grundlage für diese Fragestellungen schafft und welchen Teildisziplinen der Psychologie die Forschungsthemen zugeordnet werden können. Dazu wurden mit Structural Topic Modeling die Abstracts von 4.073 Publikationen aus den deutschsprachigen Ländern, dokumentiert in der psychologischen Referenzdatenbank PSYNDEX und veröffentlicht zwischen 1980 und 2017, analysiert. Es konnten 19 Themen identifiziert werden. Den stärksten zunehmenden Trend zeigten Traumatisierung von Flüchtlingen, transkulturelle Psychotherapie sowie die rehabilitative Behandlung von Patienten mit Migrationshintergrund. Im Bereich der Situation von Ausländern und Gastarbeitern, der Kriminalität von Jugendlichen sowie der sozialen Integration und Akkulturation mit Bezug zur ehemaligen DDR zeigte sich die deutlichste Abnahme der Wahrscheinlichkeit. Das Thema Sprachentwicklung von Migrantenkindern wies die höchste Wahrscheinlichkeit auf, von empirischen Studien behandelt zu werden, das Thema Identitätsentwicklung die höchste Wahrscheinlichkeit von nicht-empirischen Beiträgen. Zusammenfassend wird konstatiert, dass sich im Bereich von Flucht und Migration wesentliche gesellschaftliche und politische Entwicklungen in der psychologischen Fachliteratur widerspiegeln. Hinsichtlich empirischer Beiträge zu den Themen zeigt sich ein gemischtes Bild. Die meisten Themen haben einen klinisch-psychologischen Schwerpunkt, wobei jedoch auch andere Disziplinen vertreten sind. Methodisch kann festgehalten werden, dass der Topic-Model-Ansatz eine hilfreiche Methode für szientometrische Untersuchungen mit großen Textmengen darstellt.



2019 ◽  
Vol 69 (03/04) ◽  
pp. 123-128
Author(s):  
Jan Wiborg ◽  
Ljiljana Joksimovic

ZusammenfassungPatienten mit Migrationshintergrund sind laut vorhandener Erhebungen häufiger von Diabetes mellitus und komorbiden psychischen Beschwerden betroffen als Patienten ohne Migrationshintergrund. Weniger bekannt ist, ob diese Patienten psychotherapeutische Leistungen erhalten und welche Faktoren eine Inanspruchnahme dieser Leistungen möglicherweise beeinflussen. Ziel der vorliegenden Studie ist es, die Inanspruchnahme psychotherapeutischer Leistungen bei psychisch belasteten Diabetes Patienten mit Migrationshintergrund anhand sprachsensibler Materialien näher zu untersuchen und so eine erste Antwort auf diese Fragen zu geben. Dafür wurde in 2 Hausarztpraxen aus dem Raum Düsseldorf, die am Disease Management Program (DMP) für Diabetes mellitus (Typ 2) teilnehmen, über einen Zeitraum von 12 Monaten mithilfe des Patient Health Questionnaire (PHQ) die depressive Symptomatik von Patienten einmalig zusammen mit weiteren soziodemografischen Daten erhoben. Von den insgesamt 90 eingeschlossenen Patienten hatten 42% eine klinisch relevante depressive Symptomatik. Ein Drittel (34%) dieser depressiven Patienten befand sich in psychotherapeutischer Behandlung. Eine der wesentlichen Hürden für die Inanspruchnahme von Psychotherapie waren, unabhängig von der Schwere der depressiven Symptomatik, vorhandene sprachliche Barrieren auf Seiten der Patienten, welche mit einem fast zehnmal höheren Risiko keine psychotherapeutischen Leistungen zu erhalten, einhergingen. Die Aufenthaltsdauer in Deutschland und kulturelle Übereinstimmung mit den behandelnden Hausärzten spielte, wie auch das Alter und Geschlecht der Patienten, keine signifikante Rolle. Das Vorliegen von Todes- und Suizidphantasien erhöhte hingegen die Wahrscheinlichkeit, dass Patienten psychotherapeutisch eingebunden waren. Die Implikationen dieser Ergebnisse werden, gemeinsam mit Empfehlungen für zukünftige Studien, diskutiert.



2018 ◽  
Vol 9 (3-4) ◽  
pp. 66-76
Author(s):  
Oliver Henke ◽  
Peter Thuss-Patience ◽  
Daniel Mauter ◽  
Asita Behzadi


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