menschen mit geistiger behinderung
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2021 ◽  
Vol 37 (05) ◽  
pp. 224-230
Author(s):  
Antonia Mauro ◽  
Laura Herrera Bayo ◽  
Dirk Bruland ◽  
Änne-Dörte Latteck

ZusammenfassungObwohl Menschen mit geistiger Behinderung ein vergleichsweise geringes körperliches Aktivitätsniveau aufweisen, sind zielgruppenspezifische Interventionen und Konzepte, die eine nachhaltige bewegungsbezogene Verhaltensänderung durch Stärkung bewegungsbezogener Kompetenzen anstreben, selten. Durch (systematische) Literaturrecherchen wurde angestrebt, wissenschaftlich verlässliche Aussagen zu wirksamen bewegungsfördernden Interventionen zu treffen. Bestehende Interventionen sind sehr heterogen, was dadurch nur mit hohen Einschränkungen gelang. Weiterhin wurde die Perspektive der Zielgruppe bislang kaum und somit unzureichend berücksichtigt.Über 24 qualitative Interviews mit Menschen mit geistiger Behinderung wurden anhand eines partizipativ entwickelten Leitfadens individuelle bewegungsbezogene Wissensbestände und Erfahrungen, Strategien im Umgang mit körperlicher Aktivität und Wünsche an ein bewegungsförderndes Konzept erkundet. Individuelle und kontextuelle Einflüsse auf ein körperlich aktives Verhalten wurden identifiziert. Die Interviewergebnisse wurden genutzt, um Implikationen für die Konzeption von bewegungsfördernden Interventionen abzuleiten.Als besonders charakteristisch für die Bevölkerungsgruppe stellten sich die sehr heterogenen kognitiven und körperlichen Fähigkeiten und die lebensweltlichen strukturellen Rahmenbedingungen dar. Es wird angenommen, dass insbesondere solche Konzepte die besonderen Eigenschaften der Zielgruppe adressieren können, welche sich flexibel an deren unterschiedliche Bedürfnisse und Fähigkeiten anpassen können. Zudem scheinen eine Förderung von selbstregulativen Kompetenzen im Umgang mit körperlicher Aktivität und das Ermöglichen eines niedrigschwelligen Zugangs zu körperlicher Aktivität zielführend.



2021 ◽  
Vol 34 (03) ◽  
pp. 169-173
Author(s):  
Daniela Djanic

ZusammenfassungMenschen mit geistiger Behinderung sind in ihrer sexuellen Selbstbestimmung oft eingeschränkt. Ihnen fehlt Wissen zu Liebe, Sexualität, Partnerschaft und Familienplanung, und oft fehlen auch Umsetzungsmöglichkeiten, wenn Betreuungspersonen bzw. Einrichtungen entsprechende Erfahrungsräume verwehren. Der vorliegende Praxisbeitrag stellt das sexualpädagogische Projekt „ICH! liebe“ der pro familia Bünde vor, das sich an Menschen mit geistiger Behinderung sowie an Mitarbeiter:innen der Eingliederungshilfe richtet. Die Projektleiterin beschreibt die Abläufe und fasst Evaluationsergebnisse zusammen.



2021 ◽  
Vol 0 (0) ◽  
Author(s):  
Steffen Greve ◽  
Jessica Süßenbach ◽  
Ole Stabick

Zusammenfassung Special Olympics ist die größte Sportorganisation für Menschen mit geistiger Behinderung. Bei den Special Olympics World Games 2019 war Special Olympics Deutschland mit zwei Handballteams vertreten, einem Frauen Traditional-Team und einem Unified-Team (bestehend aus Menschen mit und ohne Behinderung). Die Mitglieder beider Teams wurden aus mehreren Bewerber*innen bei Sichtungslehrgängen ausgewählt und bereiteten sich anschließend in Trainingslagern auf die World Games vor. Diese Prozesse wurden mithilfe von teilnehmenden Beobachtungen und Leitfaden gestützten Interviews mit den Spieler*innen und Trainer*innen wissenschaftlich begleitet und evaluiert. Die Ergebnisse offenbaren ein Spannungsfeld zwischen sportlichem Erfolgswunsch und sozialer Unterstützung, in dem sich die Teilnehmer*innen bewegen.



2021 ◽  
Vol 81 (05) ◽  
pp. 512-516
Author(s):  
Lotte Habermann-Horstmeier


2021 ◽  
Author(s):  
Randi Wellkamp ◽  
Werner de Cruppé ◽  
Susanne Schwalen ◽  
Max Geraedts

Zusammenfassung Ziel der Studie Menschen mit geistiger Behinderung weisen eine geringere Lebenserwartung und häufigere Komorbidität als die Allgemeinbevölkerung sowie ungedeckte Gesundheitsbedarfe auf. Als ein Grund wird eine unzureichende medizinische Versorgung vermutet, wozu in Deutschland wenige Daten vorliegen. Die Studie widmet sich deshalb der Frage, wie Menschen mit geistiger Behinderung die medizinische Versorgung einschließlich Vorsorge und präventive Angebote in Anspruch nehmen. Methodik Querschnittstudie in 3 Werkstätten für Menschen mit geistiger Behinderung. Von Angehörigen wurde die Inanspruchnahme der Gesundheitsversorgung per Fragebogen erhoben. Die Auswertung erfolgte deskriptiv und inferenzstatistisch im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung sowie innerhalb der Teilnehmenden auf soziodemografische Unterschiede. Ergebnisse Fast alle 181 Teilnehmer (Teilnahmequote 19,3%) haben einen Hausarzt. Im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung nehmen die Teilnehmer die hausärztliche und die Versorgung durch zahlreiche andere Facharztgebiete häufiger in Anspruch. Die Krebsvorsorge für Dickdarm, Brust, Gebärmutterhals und Prostata nehmen sie seltener, für Haut und den Check-up öfter in Anspruch. Bei Zahnarztkontrollen und Maßnahmen der Gesundheitsförderung zeigt sich kein Unterschied. Teilnehmer aus Wohnheimen nehmen die Regelangebote mehr in Anspruch als die bei Angehörigen oder alleine Lebenden. Teilnehmer mit Migrationshintergrund kennen die Versorgungsangebote weniger gut. Schlussfolgerung Hinweise auf eine generelle gesundheitliche Unterversorgung zeigen die Ergebnisse nicht. Die Teilnahme an der Krebsvorsorge mit aufwändigeren Untersuchungen sollte gefördert werden, insbesondere für die allein oder bei Angehörigen lebenden Menschen mit geistiger Behinderung; Menschen mit Migrationshintergrund und ihre Angehörigen sollten gezielt informiert werden.



Leidfaden ◽  
2021 ◽  
Vol 10 (1) ◽  
pp. 75-78
Author(s):  
Christina Ding-Greiner




2021 ◽  
Vol 29 (1) ◽  
pp. 64-67
Author(s):  
Lotte Habermann-Horstmeier

Zusammenfassung Viele Menschen mit geistiger Behinderung sind aufgrund ihrer Wohn- und Betreuungsform sowie von behinderungsassoziierten Faktoren und einer erhöhten Morbidität deutlich stärker von COVID-19 betroffen als die Durchschnittsbevölkerung. Hinzu kommen gesundheitliche Folgen durch einschränkende Maßnahmen der Expositionsprophylaxe zu Beginn der Pandemie. Public-Health-Maßnahmen sind dann wirksam, wenn sie die große Heterogenität und die jeweiligen Lebensbedingungen der Menschen mit geistiger Behinderung berücksichtigen.



Author(s):  
Samuel Elstner ◽  
Albert Diefenbacher ◽  
Rolf-Dieter Stieglitz

ZusammenfassungDie Studie überprüft die Praktikabilität einer modifizierten Version des AMDP-Interviewleitfadens (AMDP-ILF) in der Anwendung bei Menschen mit geistiger Behinderung (MmgB). Bei 19 Patienten wurden die Symptome für Selbst- und Selbst-/Fremdbeurteilung gemäß des AMDP-ILF in der Original-, in der modifizierten Version und in freier Frageform auf Verständlichkeit bei Menschen mit geistiger Behinderung überprüft. Mit dem Original-AMDP-ILF konnten 50% der MmgB eine verwertbare Antwort zu den Fragen der jeweiligen Items geben, weitere 85–90% konnten zusätzlich mit der Version in leichter Sprache erreicht werden. Die Studie zeigte deutliche Hinweise, dass der modifizierte AMDP-ILF ein geeignetes Instrument zur psychopathologischen Befundung bei MmgB ist





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