soziale systeme
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2021 ◽  
Author(s):  
Christina Hunger-Schoppe ◽  
Nina Immel ◽  
Niels Braus ◽  
Rebecca von Oepen ◽  
Jochen Schweitzer

Zusammenfassung Hintergrund Soziale Angststörungen zählen zu den häufigsten Angststörungen in der Allgemeinbevölkerung. Der Beitrag gibt einen Überblick über verschiedene systemtherapeutische Ansätze zur Behandlung sozialer Ängste und die Evidenz störungsspezifischer Systemischer Therapie bei diagnostizierten sozialen Angststörungen. Material und Methoden Entlang zuvor festgelegter Kriterien und über elektronische Suchmaschinen (PsycINFO, PSYNDEX, Google Scholar) erfolgte eine Auswahl systemtherapeutischer Arbeiten zur Behandlung sozialer Ängste und zur Erfassung der Wirksamkeit bei der systemtherapeutischen Behandlung diagnostizierter sozialer Angststörungen. Ergebnisse Es fanden sich 6 Ansätze einer Systemischen Therapie sozialer Ängste und 3 Wirksamkeitsstudien zu diagnostizierten sozialen Angststörungen. Die systemtherapeutischen Ansätze fokussieren ressourcenorientierte, problemaktualisierende, symptomverschreibende und systemtherapeutisch-integrative Interventionen. Die Wirksamkeitsstudien berichten Vorteile der Systemischen Therapie gegenüber den Vergleichsbedingungen mit Blick auf v. a. die patientenbezogene Symptomreduktion sozialer Ängste. In einem Fall wurde auch die bezugspersonenbezogene Reduktion psychosozialer Belastungen erfasst. Es werden zumeist Systemische Therapien im Einzelsetting und weniger im Mehrpersonensetting realisiert. Schlussfolgerung Die Systemische Therapie verfügt über vielfältige und effektive Ansätze zur Behandlung sozialer Ängste und diagnostizierter sozialer Angststörungen. Zukünftige Forschung und Praxis sollte sich verstärkt der symptom- und gleichfalls systembezogenen Perspektive auf betroffene soziale Systeme unter Einbezug aller bedeutsamen Systemmitglieder widmen. Diese Betrachtungsweise sollte auch stärker in systemtherapeutischen Ansätzen im Mehrpersonensetting zum Ausdruck kommen.



Author(s):  
Christoph Barmeyer

Zusammenfassung Organisationsentwicklung hat zum Ziel, das Problemlösungspotenzial und die Selbsterneuerungsfähigkeit von Organisationen zu erhöhen. Dabei versucht Organisationsentwicklung die Zielerreichung der Organisation unter gleichzeitiger Einbeziehung der Bedürfnisse der Mitarbeiter und anderer involvierter Stakeholder zu unterstützen. Im interkulturellen Kontext ist Organisationsentwicklung zusätzlich mit Herausforderungen konfrontiert, die zum Beispiel das unterschiedliche Verständnis von Organisationen als soziale Systeme oder die Beteiligung und Mitwirkung von Mitarbeitern an Entscheidungen und Arbeitsprozessen betrifft. Zentral für gelingende Interkulturalität ist Perspektivenvielfalt, denn in einem interpretativen Verständnis wird Wirklichkeit konstruiert und hängt von den Hintergründen und Sichtweisen der beteiligten Akteure ab. Dieser multiparadigmatische Ethnorelativismus kann dabei helfen Interkulturalität in Organisationen in ihrer Vielfalt und Differenziertheit zu erfassen. In diesem Artikel werden zentrale Themenfelder der interkulturellen Organisationsentwicklung multiperspektivisch anhand multipler Kulturen und unterschiedlicher paradigmatischer Grundhaltungen illustriert. Multiperspektivische Sichtweisen zeigen in Richtung einer konstruktiven interkulturellen Organisationsentwicklung, die kulturelle Vielfalt in Lern- und Entwicklungsprozesse überführt.



Author(s):  
Eberhard Martin Pausch
Keyword(s):  

Zusammenfassung Die Hauptthese dieses Artikels ist inspiriert von Lessings Werk „Nathan der Weise“: Die monotheistischen Religionen – was auch immer sie sonst sein mögen – sind soziale Systeme. Als solche können sie weder wahr noch falsch sein. Dennoch beinhalten sie Propositionen und Wirklichkeitsverständnisse, die für sich Wahrheit beanspruchen. Deren Verifikation ist aber unter irdischen Bedingungen nicht möglich. Als Menschen können wir nur nach Wahrheit suchen und darauf hoffen, dass Gott uns in die Wahrheit führt. Daher muss das Verhältnis von Religion und Wahrheit in Modellen der Partizipation und der Approximation gedacht werden. Abzulehnen sind hingegen Modelle wie Dogmatismus, Skeptizismus, Pluralismus, Indifferentismus und Egalismus.



2020 ◽  
Vol 21 (02) ◽  
pp. 97-101
Author(s):  
Oliver König
Keyword(s):  

Soziale Systeme haben zwei Aufgaben zu bewältigen: die Funktionen zu erfüllen, für die sie gedacht sind, und die sozialen Bedingungen bereitstellen, aufrechterhalten und reproduzieren, die dies ermöglichen. Dieser Aufsatz beschäftigt sich mit diesen sozialen Bedingungen bzw. der dafür nötigen Beschäftigung eines sozialen Systems mit sich selbst.



2020 ◽  
Vol 61 (2) ◽  
pp. 69-89
Author(s):  
Roland Waibel ◽  
Thomas Metzger ◽  
Rigo Tietz

Abstract The Corona crises makes it obvious: Our world is VUCA, characterized by volatility, uncertainty, complexity, and ambiguity. Since complex social systems such as firms show similar patterns of behavior as hypercomplex natural systems, we can learn from them. Survival is fostered through augmented resilience, which means higher robustness, agility as well as stability. Zusammenfassung Die Corona-Krise zeigt, dass wir in einer VUKA-Welt leben. Dies bedeutet, dass Unternehmen sich auf grössere Volatilität, Unsicherheit, Komplexität und Mehrdeutigkeit einstellen müssen. Die Umwelt wird noch dynamischer und unberechenbarer, die Existenzsicherung einer Firma noch anspruchsvoller. Hilfreich ist das Verständnis, dass komplexe soziale Systeme ähnliche Grundmuster zeigen wie superkomplexe natürliche Systeme. Gefordert ist ein Paradigmenwechsel: Überleben dank hoher Resilienzfähigkeiten (Robustheit sowie ausgeprägte Agilität durch zugrundeliegende Stabilität) wird wichtiger als die Gewinnmaximierung via Effizienzsteigerung. Wenn Firmen die Evolutions-Prinzipien der Variation, Selektion, Adaption und Heritabilität verstehen, deren Transfer auf komplexe soziale Systeme die Widerstandskraft stärken, kann das ihr Überleben sichern. Unternehmen wie der Schweizer Uhrenkonzern Swatch zeigen bereits heute eine hohe Resilienz und sind „enkelfähig“ unterwegs.



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