hepatorenales syndrom
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2021 ◽  
Vol 16 (3) ◽  
pp. 172-178
Author(s):  
Christian Steib


Author(s):  
Florian Gunnar Scurt ◽  
Katrin Bose ◽  
Ali Canbay ◽  
Peter R Mertens ◽  
Christos Chatzikyrkou

ZusammenfassungEine akute oder chronische Nierenschädigung bei gleichzeitig bestehender Lebererkrankung stellt ein häufiges Problem dar und geht im weiteren klinischen Verlauf mit zahlreichen Komplikationen sowie einer gesteigerten Dialysepflichtigkeit und Mortalität einher.Die Prävalenz einer chronischen Niereninsuffizienz (CNI) bei Patienten mit Lebererkrankungen ist hoch, nicht zuletzt wegen parallel bestehender Komorbiditäten (z. B. metabolisches Syndrom, chronische Entzündungsprozesse, Hyperkoagulabilität, Hyperfibrinolyse, Diabetes mellitus, Dyslipidämie usw.). Doch nicht jede chronische Verschlechterung der Nierenretentionsparameter lässt sich auf ein hepatorenales Syndrom zurückführen. Neben diesem sind die häufigsten Ursachen der CNI bei bestehenden Lebererkrankungen die diabetische Nephropathie, die alkoholassoziierte IgA-Nephropathie, die mit Hepatitis C assoziierte membranoproliferative Glomerulonephritis und die mit Hepatitis B assoziierte membranöse Glomerulonephritis.Koexistente Erkrankungen, ähnlich bzw. parallel ablaufende pathophysiologische Mechanismen und überlappende Erscheinungsbilder stellen hinsichtlich der Ursachenfindung und entsprechenden Behandlung der CNI im Rahmen einer existenten Lebererkrankung eine Herausforderung an den Kliniker dar. Diese Übersichtsarbeit skizziert sowohl häufige als auch seltene Entitäten, die zu einer chronischen Nierenschädigung in diesem speziellen Patientenkollektiv führen, und zeigt einen Überblick zu therapeutischen Möglichkeiten.





2020 ◽  
Vol 58 (03) ◽  
pp. 254-266
Author(s):  
Florian Gunnar Scurt ◽  
Katrin Bose ◽  
Ali Canbay ◽  
Peter R. Mertens ◽  
Christos Chatzikyrkou

ZusammenfassungSeit den ersten Beschreibungen von Patienten mit Aszites und fortgeschrittener Leberzirrhose durch Helvig und Schutz in den 1930er- und weiteren Obduktionsstudien von Hecker und Sherlock in den 1960er-Jahren wird das gleichzeitige Vorliegen einer Nierenfunktionsstörung als hepatorenales Syndrom (HRS) bezeichnet. Forschungsarbeiten der letzten Jahre liefern Hinweise, dass insbesondere systemische Entzündungsreaktionen einen kritischen Punkt in der Pathogenese der dekompensierten Leberzirrhose darstellen und maßgeblich an der Entstehung eines akut-auf-chronischen Leberversagens (ACLF) und einer Nierenfunktionsstörung beteiligt sind.Das HRS ist nur ein Aspekt des Spektrums der Nierenschädigung in Zirrhosepatienten. Die fortgeschrittene chronische Lebererkrankung per se bzw. ihre Ätiologie, aber auch weitere begleitende komorbide systemische Erkrankungen bzw. deren Komplikationen wie Diabetes, Adipositas und Hypertonie können direkt zu parenchymatösen Veränderungen (z. B. Gallensäurenephropathie, ischämische Tubulusepithelzellnekrose, diabetische Nephropathie, Glomerulonephritiden assoziiert mit Hepatitis B und C usw.) führen. Diese Art der Nierenschädigung wird deskriptiv als Non-HRS-AKI bezeichnet.In der vorliegenden Übersicht konzentrieren wir uns auf die neue Definition, Klassifikation und die zugrunde liegenden pathophysiologischen Mechanismen für das HRS, HRS-AKI und Non-HRS-AKI und untersuchen in dieser Hinsicht den diagnostischen und prognostischen Stellenwert neuerer Serum- und Urinmarker.



2019 ◽  
Vol 57 (05) ◽  
pp. 611-680 ◽  
Author(s):  
Alexander L. Gerbes ◽  
Joachim Labenz ◽  
Beate Appenrodt ◽  
Matthias Dollinger ◽  
Felix Gundling ◽  
...  

ZusammenfassungDie Leitlinie Komplikationen der Leberzirrhose der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) ersetzt die Leitlinie aus dem Jahr 2011. Sie basiert auf den Empfehlungen der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) für eine evidenzbasierte Konsensus-Leitlinie der Entwicklungsstufe S2k und wurde interdisziplinär unter Beteiligung aller relevanten Fachgesellschaften und der Patientenvertretung erstellt. Neben den in der Vorgängerversion behandelten Kapiteln Aszites, spontan bakterielle Peritonitis, hepatorenales Syndrom, hepatischer Hydrothorax und hepatopulmonales Syndrom wurden die Kapitel Diagnostik und Therapie der Hepatischen Enzephalopathie neu aufgenommen.



2018 ◽  
Vol 13 (4) ◽  
pp. 277-289
Author(s):  
J. Weinmann-Menke ◽  
A. Weinmann ◽  
J. Lutz




Author(s):  
Uwe Lodes ◽  
David Jacob ◽  
Frank Meyer

Zusammenfassung Hintergrund Die akute Leberfunktionsstörung als akutes Leberversagen (ALV) oder akut-auf-chronisches Leberversagen (ACLV) ist ein intensivmedizinisches, interdisziplinär zu behandelndes Krankheitsbild mit einem hohen Letalitätsrisiko. Ziel Nomenklatur, Pathophysiologie, Prognose und mögliche Therapieoptionen des ALV und des ACLV sollen erläutert werden einschließlich der Möglichkeiten der extrakorporalen Leberersatztherapie an der Schwelle zur Lebertransplantation (LTx). Methode Narrative Übersicht mit selektiver Literaturrecherche und eigenen repräsentativen Fallbeispielen. Ergebnisse/Eckpunkte ALV und ACLV haben vielfältige Ursachen und eine hohe Letalität. Beim ALV kommt es auf die genaue Ermittlung der Ursache an, weil teilweise spezielle Therapiemöglichkeiten zur Verfügung stehen. Sowohl bei ALV und ACLV kann zum Überleben eine Lebertransplantation erforderlich sein, für ALV und ACLV existieren unterschiedliche Kriterien für Indikationsstellung und Transplantatallokation. Zur extrakorporalen Leberunterstützung haben sich 2 Verfahren etabliert (MARS [molecuar adsorbent recirculating system] und FPSA [fractionated plasma separation and adsorption] Prometheus®). Beide Verfahren können in der Lage sein, bei einem ALV oder einem ACLV die Überlebenswahrscheinlichkeit zu erhöhen, und sie werden in einzelnen Fällen zum Bridging zur LTx eingesetzt, außerdem in Einzelfällen zur primären Giftelimination, z. B. nach Amatoxiningestion. Beide Verfahren sind nicht als Dauertherapie geeignet. Schlussfolgerung Akutes Leberversagen und akut-auf-chronisches Leberversagen sind schwerwiegende Krankheitsbilder mit hohem Letalitätsrisiko. Betroffene Patienten sollten schnellstmöglich einer interdisziplinären Intensivtherapie in einem (tertiären) Zentrum zugeführt werden mit dem Ziel, die Krankheitsursache und mögliche Therapieoptionen hinsichtlich vorgehaltener extrakorporaler Leberunterstützungsverfahren und Lebertransplantation abzuklären.



2016 ◽  
Vol 111 (5) ◽  
pp. 440-446
Author(s):  
K. Lenz ◽  
R. Buder ◽  
G. Lohr ◽  
P. Piringer ◽  
M. Voglmayr


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