ereigniskorrelierte potenziale
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2020 ◽  
Vol 39 (09) ◽  
pp. 559-564
Author(s):  
Esra Akova-Öztürk ◽  
Altynchach Moldokmatova ◽  
Doris Reichelt ◽  
Nora Gregor ◽  
Ingo W. Husstedt ◽  
...  

ZUSAMMENFASSUNGDs Geschlecht hat einen besonderen Einfluss auf den Verlauf, die Manifestationen und die Behandlung einer HIV-Infektion. Es ist aber nur wenig bekannt über den spezifischen Einfluss des Geschlechts auf die Neuromanifestation. Wir wollten daher Unterschiede in der Prävalenz und in dem Grad der Neuromanifestationen zwischen Frauen und Männern mit HIV-Infektionen evaluieren und haben deshalb eine Fall-Kontroll-Studie mit konsekutiven HIV-infizierten Frauen (n = 167) and Männern (n = 169) durchgeführt, die für die Dauer der Infektion gematcht waren. Die Studie wurde an einer überregionalen HIV-Ambulanz einer neurologischen und an einer medizinischen Klinik durchgeführt. Es wurden die demografischen, klinischen, neurologischen, neurophysiologischen (ereigniskorrelierte Potenziale, Neurografie) und Bildgebungsdaten verglichen. Frauen waren zum Zeitpunkt der Infektion signifikant jünger als Männer. Sie zeigten weniger fortgeschrittene Stadien der HIV-Infektion und eine höhere CD4+-Zellzahl. Frauen erhielten seltener eine antiretrovirale Therapie. Die Nervenleitgeschwindigkeiten und Latenzen der ereigniskorrelierten Potenziale waren signifikant besser bei Frauen. Sie hatten eine signifikant niedrigere Rate einer Polyneuropathie und von generalisierten opportunistischen Infektionen. Außerdem zeigte sich ein Trend zu einer geringeren Rate einer HIV-assoziierten Enzephalopathie bei Frauen. Zusammenfassend zeigten Frauen einen besseren immunologischen Status und eine geringere Rate von Neuromanifestationen im Vergleich zu Männern mit derselben Infektionsdauer.



2012 ◽  
Vol 40 (1) ◽  
pp. 68-96
Author(s):  
Heiner Drenhaus ◽  
Peter beim Graben

AbstractIn this article we give a short introduction to the online method of event-related (brain) potentials (ERPs) and their importance for our understanding of language structure and grammar. This methodology places high demands on (technical) requirements for laboratory equipment as well as on the skills of the investigator. However, the high costs are relatively balanced compared to the advantages of this experimental method. By using ERPs, it becomes possible to monitor the electrophysiological brain activity associated with speech processing in real time (millisecond by millisecond) and to draw conclusions on human language processing and the human parser.First, we present briefly how this method works and how ERPs can be classified (Section 1 and 2). In the following, we show that the ERP method can be used to study the processing of e. g. semantic, pragmatic and syntactic information (Section 3). Crucial for our discussion will be the interpretation of the so-called ERP components and their connection and importance for psycholinguistics and theoretical linguistics. In our presentation, we emphasize, that the electrophysiological brain activity in relation to specific (e. g. linguistic) stimuli can be used to identify distinct processes, which give a deeper insight into the different processing steps of language. At the end of this article (Section 4), we present some results from ERP studies of German negative-polar elements. Additionally, we highlight the advantage and benefits of an alternative method to analyze ERP data compared to the more ‘classical’ average technique.



2011 ◽  
Vol 30 (05) ◽  
pp. 341-344
Author(s):  
B. Hudelmaier ◽  
D. Reichelt ◽  
U. Oelker-Grueneberg ◽  
N. Gregor ◽  
I. W. Husstedt

ZusammenfassungNebenwirkungen der hochaktiven antiretroviralen Therapie (HAART) zur Behandlung der HIV-Infektion werden insbesondere als Polyneuropathie klinisch manifest. Die Substanzen ddI, ddC und d4T gelten als besonders neurotoxisch. Es wurden ereigniskorrelierte Potenziale (EKP) von Patienten, die HAART mit ddI, ddC oder d4T erhielten, analysiert und mit einer Kontrollgruppe gleichen Stadiums ohne diese Substanzen verglichen. In der Gruppe mit ddI, ddC oder d4T waren mehr Patienten, die unter einer HIV-assoziierten neurokognitiven Störung oder distalsymmetrischen Polyneuropathie litten (p ≥ 0,01). Patienten unter der Therapie mit ddI, ddC oder d4T wiesen eine signifikante Verlängerung der Komponente P3 der EKP (p ≥ 0,02) auf. In Übereinstimmung mit der Literatur weisen diese Ergebnisse darauf hin, dass unter der Therapie mit ddI, ddC und d4T zusätzlich kognitive Beeinträchtigungen hervorgerufen werden. Möglicherweise liegt diesen Veränderungen eine Auswirkung von ddI, ddC und d4T auf die Funktion der Mitochondrien im ZNS zugrunde.



2009 ◽  
Vol 40 (01) ◽  
Author(s):  
N Großheinrich ◽  
C Mulert ◽  
M Reinl ◽  
A Rau ◽  
K Hennig-Fast ◽  
...  


Author(s):  
Elisabeth Glass

Fragestellung: Defizite im auditiven Kurzzeitgedächtnis werden als Ursache u. a. für Sprachentwicklungs- und Lese-Rechtschreibstörungen diskutiert. Für die ersten Lebensjahre fehlen bislang jedoch aussagefähige Untersuchungen zum Kurzzeitgedächtnis. Ziel der vorliegenden Studie war es, bei jüngeren Kindern die Dauer des auditiven sensorischen Gedächtnisses mit objektiven Methoden zu bestimmen. Methodik: In Gruppen unauffällig entwickelter, zwei- (n = 37) bzw. sechsjähriger (n = 52) Kinder wurden mit einem passiven auditiven Oddball-Paradigma und variablem Interstimulusintervall (ISI: 0.5–5 s, je nach Gruppe) ereigniskorrelierte Potenziale (EKP) abgeleitet. Ergebnisse: Bei kurzem ISI waren eine Mismatch Negativity (MMN) und eine Late Discriminative Negativity (LDN) und bei langem ISI eine P3a zu beobachten. Eine ISI-Abhängigkeit war für die MMN und LDN statistisch zu belegen. Die Änderung der EKP-Komponentenstruktur trat bei den sechsjährigen Kindern bei einem deutlich längeren ISI als bei den zweijährigen ein. Schlussfolgerungen: Die Punkte des Verschwindens von MMN und LDN bei ISI–Verlängerung sprechen dafür, dass die Dauer des auditiven sensorischen Gedächtnisses bei zweijährigen Kindern etwa 1–2 s und bei sechsjährigen 3–5 s beträgt. Allerdings scheinen an der Kurzzeitspeicherung akustischer Signale verschiedene Mechanismen mit unterschiedlicher Dauer der Speicherung beteiligt zu sein, da eine P3a auch nach Verschwinden von MMN und LDN noch ableitbar ist.



e-Neuroforum ◽  
2009 ◽  
Vol 15 (4) ◽  
Author(s):  
Patrick D. Gajewski ◽  
Nele Wild-Wall ◽  
Sven Hoffmann ◽  
Michael Falkenstein

ZusammenfassungEreigniskorrelierte Potenziale (EKP) sind eine der Kernmethoden der Psychophysiologie. Der Beitrag bietet eine aktuelle Übersicht über den theoretischen Ansatz, Messtechnik und die Parametrisierung von EKPs. Hier sollen vor allem grundlegende Probleme und offene Fragen der Signalaufnahme und Analyse erläutert werden wie Wahl der Referenz und der Bezugslinie („baseline“). Neben diesen allgemeinen Aspekten werden zwei weitere methodische Schwerpunkte diskutiert: die Zerlegung von EKP in Teilkomponenten mithilfe der Independent Component Analysis (ICA) und ein Abriss der Methoden zur Quellenschätzung der EKP-Signale und das mit ihr verknüpfte „inverse Problem“.



2007 ◽  
Vol 18 (4) ◽  
pp. 275-288 ◽  
Author(s):  
Jascha Rüsseler ◽  
Marcus Heldmann ◽  
Ivonne Gerth

Es wird ein selektiver Überblick über Einsatzmöglichkeiten von ereigniskorrelierten Hirnpotenzialen (EKPs) in der neuropsychologischen Einzelfalldiagnostik gegeben. Dabei wird zunächst auf die neurophysiologischen Grundlagen und einzelne wichtige Komponenten des EKPs eingegangen. Anschließend werden Ansätze der Adaptation neuropsychologischer Tests dargestellt, die es ermöglichen, während der Testdurchführung EKPs abzuleiten. Derartige Testverfahren wurden bislang für die Funktionsbereiche Gedächtnis und Sprache entwickelt. Es wird auf Untersuchungen von Aufmerksamkeitsdefiziten mit EKPs eingegangen, die eine hohe Relevanz für die klinische Anwendung aufweisen. Abschließend wird kurz auf die Anwendung von evozierten Potenzialen (EPs) und EKPs bei der Erstellung von Prognosen bei komatösen Patienten eingegangen. Für viele diagnostische Fragestellungen, die mit bestehenden Testverfahren aufgrund der funktionalen Einschränkungen des Patienten nicht beantwortbar sind, haben sich EKPs als hilfreiche, zusätzliche Informationen liefernde Verfahren erwiesen. Der routinemäßige Einsatz von EKPs in der neuropsychologischen Individualdiagnostik ist allerdings aufgrund des Fehlens standardisierter Testprotokolle und entsprechender Vergleichswerte noch nicht möglich. Daher werden sie bislang eher im Sinne von «Einzelfallexperimenten» eingesetzt.



2005 ◽  
Vol 36 (2) ◽  
pp. 75-85 ◽  
Author(s):  
B. Kopp ◽  
C. Moschner ◽  
K. Wessel


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