antiretrovirale therapie
Recently Published Documents


TOTAL DOCUMENTS

55
(FIVE YEARS 0)

H-INDEX

3
(FIVE YEARS 0)

2020 ◽  
Vol 39 (09) ◽  
pp. 559-564
Author(s):  
Esra Akova-Öztürk ◽  
Altynchach Moldokmatova ◽  
Doris Reichelt ◽  
Nora Gregor ◽  
Ingo W. Husstedt ◽  
...  

ZUSAMMENFASSUNGDs Geschlecht hat einen besonderen Einfluss auf den Verlauf, die Manifestationen und die Behandlung einer HIV-Infektion. Es ist aber nur wenig bekannt über den spezifischen Einfluss des Geschlechts auf die Neuromanifestation. Wir wollten daher Unterschiede in der Prävalenz und in dem Grad der Neuromanifestationen zwischen Frauen und Männern mit HIV-Infektionen evaluieren und haben deshalb eine Fall-Kontroll-Studie mit konsekutiven HIV-infizierten Frauen (n = 167) and Männern (n = 169) durchgeführt, die für die Dauer der Infektion gematcht waren. Die Studie wurde an einer überregionalen HIV-Ambulanz einer neurologischen und an einer medizinischen Klinik durchgeführt. Es wurden die demografischen, klinischen, neurologischen, neurophysiologischen (ereigniskorrelierte Potenziale, Neurografie) und Bildgebungsdaten verglichen. Frauen waren zum Zeitpunkt der Infektion signifikant jünger als Männer. Sie zeigten weniger fortgeschrittene Stadien der HIV-Infektion und eine höhere CD4+-Zellzahl. Frauen erhielten seltener eine antiretrovirale Therapie. Die Nervenleitgeschwindigkeiten und Latenzen der ereigniskorrelierten Potenziale waren signifikant besser bei Frauen. Sie hatten eine signifikant niedrigere Rate einer Polyneuropathie und von generalisierten opportunistischen Infektionen. Außerdem zeigte sich ein Trend zu einer geringeren Rate einer HIV-assoziierten Enzephalopathie bei Frauen. Zusammenfassend zeigten Frauen einen besseren immunologischen Status und eine geringere Rate von Neuromanifestationen im Vergleich zu Männern mit derselben Infektionsdauer.



2020 ◽  
Vol 39 (09) ◽  
pp. 533-535
Author(s):  
Katrin Hahn

ZUSAMMENFASSUNGDas Spektrum neuromuskulärer Erkrankung in HIV-infizierten Patienten ist breit und wird durch das Virus, eine sekundär induzierte Inflammation teilweise aber auch durch die antiretrovirale Therapie verursacht. Im Vordergrund der peripheren Komplikationen steht die HIV-assoziierte distal symmetrische Polyneuropathie (HIV-DSP). Ziel des Beitrags ist es, sowohl einen Überblick über relevante periphere Manifestationen der HIV-Infektion im niedergelassenen Bereich zu geben, als auch Handlungsempfehlungen für die Diagnostik und das Management von Patienten mit HIV-DSP vorzuschlagen.



2019 ◽  
Vol 24 (06) ◽  
pp. 268-269

Adamson B et al. The cost-effectiveness of financial incentives for viral suppression: HPTN 065 study. Value Health 2019: 22(2): 194–202 Patienten mit chronischen Erkrankungen zeigen relativ häufig eine schlechte Adhärenz bei der täglichen Einnahme der Medikation. Insbesondere bei HIV-Patienten kann eine antiretrovirale Therapie sich erheblich auf den Verlauf der Infektion auswirken, die Einnahme der Arzneimittel sollte entsprechend kontinuierlich erfolgen. Adamson et al. evaluieren, ob finanzielle Anreize eine kosteneffektive Option zur Steigerung der Adhärenz bei HIV-positiven Patienten darstellen.



2019 ◽  
Vol 46 (03) ◽  
pp. 108-113
Author(s):  
D. Niebel ◽  
C. Schwarze-Zander ◽  
T. Bieber

ZusammenfassungAufgrund des ungewöhnlichen Befundes mehrerer gleichzeitig vorliegender infektiöser dermatologischer Krankheitsbilder wurde bei einer 57-jährigen Patientin eine HIV-Infektion diagnostiziert. Neben der spezifischen antiinfektiösen Therapie gegen nachgewiesene Erreger (Candida albicans und Herpes-simplex-Virus) führte die prompt eingeleitete antiretrovirale Therapie zu einer Senkung der Viruslast unterhalb der Nachweisgrenze und zur Stabilisierung des Immunstatus. Jede nachgewiesene HIV-Infektion sollte behandelt werden; eine sofortiger Behandlungsbeginn aller HIV-positiven Personen kann dazu beitragen, Neuinfektionen einzudämmen. Die moderne antivirale Kombinationstherapie mit „Single Tablet Regimen“ und geringer Nebenwirkungsrate hat deutlich zur Adhärenz beigetragen. Bei Auftreten von dermatologischen Indikatorenerkrankungen wie z. B. oraler Kandidose, Herpes zoster oder schwerer Psoriasis sollte ein HIV-Test durchgeführt werden.



2014 ◽  
Vol 156 (17) ◽  
pp. 30-32
Author(s):  
Robert Bublak


2014 ◽  
Vol 52 (08) ◽  
Author(s):  
L Dold ◽  
E Althausen ◽  
C Luda ◽  
C Schwarze-Zander ◽  
C Boesecke ◽  
...  


2014 ◽  
Vol 71 (8) ◽  
pp. 509-513 ◽  
Author(s):  
Manuel Battegay ◽  
David Hans-U. Haerry ◽  
Jan Fehr ◽  
Cornelia Staehelin ◽  
Gilles Wandeler ◽  
...  

Psychosoziale Faktoren spielen eine zentrale Rolle in der Behandlung der HIV-Infektion. Sie beeinflussen die Bereitschaft der Patienten, die antiretrovirale Therapie zu beginnen und langfristig erfolgreich einzunehmen. Angst begleitet in unterschiedlichem Ausmaß den ganzen Verlauf der HIV-Infektion, vom „Diagnoseschock“ bis zum Entscheid, eine Therapie zu beginnen. Dies stellt insbesondere eine Herausforderung bei Patienten mit psychiatrischen Komorbiditäten wie Depression oder Suchtkrankheiten und ihren behandelnden Ärzten dar. Stigmatisierung und Diskriminierung im sozialen Umfeld, vom engen familiären Kreis bis hin zum Arbeitsplatz und im Alltag, betreffen die meisten HIV-infizierten Menschen, vor allem Drogenkonsumenten und Migranten. Die Erkennung und Berücksichtigung von psychosozialen Aspekten ist eine der Voraussetzungen für eine erfolgreiche, langfristige HIV-Behandlung.



2014 ◽  
Vol 71 (8) ◽  
pp. 461-468 ◽  
Author(s):  
Amrei von Braun ◽  
Hansjakob Furrer ◽  
Manuel Battegay ◽  
Alexandra Calmy ◽  
Matthias Cavassini ◽  
...  

Der Erfolg der antiretroviralen Therapie gegen HIV-1 ist einzigartig in der modernen Medizingeschichte. Eine zuvor fast 100 % letale Erkrankung konnte in eine chronisch behandelbare Krankheit umgewandelt werden. Wird heute gemäß internationaler Empfehlungen früh mit einer antiretroviralen Therapie begonnen, können die negativen Effekte des HIV-1 Virus auf den menschlichen Organismus minimiert werden. Dies führt bei sonst gesunden HIV-infizierten Menschen zu einer nahezu normalen Lebenserwartung. Zusätzlich sind Patienten unter erfolgreicher Therapie nicht mehr infektiös, was für die Eindämmung der Pandemie von entscheidender Bedeutung ist. Die antiretrovirale Therapie ist jedoch nach wie vor komplex. Viele Aspekte, insbesondere die langfristigen Nebenwirkungen und Medikamenteninteraktionen betreffend, sind noch offen. Behandelnde Ärzte benötigen sehr gute Kenntnisse im Bereich der HIV-Resistenz, der Immunrekonstitution sowie der Medikamententoxizität und Interaktionen. Von absoluter Wichtigkeit ist die Therapieadhärenz.



2014 ◽  
Vol 71 (8) ◽  
pp. 437-441 ◽  
Author(s):  
Bruno Ledergerber ◽  
Manuel Battegay

Im Jahr 2012 lebten weltweit ungefähr 35 Mio. Personen mit HIV, 69 % davon in Afrika südlich der Sahara. Es wurden in diesem Jahr 2.3 Mio. Personen neu mit HIV infiziert, 95 % davon in Ländern mit tiefen oder mittleren Einkommen und 1.6 Mio. Menschen starben an den Folgen von HIV und AIDS. Die sexuelle Übertragung von HIV ging in den letzten Jahren weltweit zurück, ein Resultat der vielen Therapieprogramme, die auch HIV-Tests und Prävention integrieren. Nach den neuen WHO-Behandlungsrichtlinien von 2013 erhielten 34 % der 28.6 Mio. für eine Therapie qualifizierender HIV-infizierter Menschen eine antiretrovirale Therapie. In vielen Ländern Osteuropas und Asiens ist die HIV-Epidemie bei drogenabhängigen Personen komplett außer Kontrolle. Kriminalisierung und Stigmatisierung führen dazu, dass sich diese Personen oft nicht rechtzeitig auf HIV testen lassen und medizinische Betreuung erhalten. Erschwerend sind hohe Ko-Infektionsraten mit dem Hepatitis-C-Virus und Tuberkulose. Ansteckungen von Kindern bei der Geburt und durch das Stillen sind weiterhin rückläufig. Im Jahr 2012 erhielten weltweit 62 % der Schwangeren eine antiretrovirale Therapie und es ist eine der Prioritäten der WHO, diese Abdeckung bis 2015 auf 90 % zu erhöhen. Ein neuer Ansatz zur Eindämmung der Epidemie ist das „Test and Treat“ Konzept, bei dem flächendeckende HIV-Tests mit sofortigem Therapiebeginn vorgesehen sind. Allerdings gibt es auch Befürchtungen, dass die großen Anstrengungen nicht über die notwendigen Jahrzehnte aufrechterhalten werden können und Resistenzentwicklung der HI-Viren, sowie zu tiefe Retentionsraten in Betreuungsprogrammen die Wirksamkeit kostengünstiger Therapien gefährden.



2014 ◽  
Vol 71 (1) ◽  
pp. 23-29
Author(s):  
Luigia Elzi ◽  
Manuel Battegay

Die HIV-Infektion ist dank der antiretroviralen Kombinationstherapie (cART) zu einer chronischen, ambulant behandelbaren Krankheit mit beinahe normaler Lebenserwartung geworden. Voraussetzung für die drastische Senkung der Morbidität und Mortalität ist die lebenslange Einnahme der cART, was eine erhebliche Herausforderung für Patienten und Arzt darstellt. Die Wirksamkeit der cART ist von mehreren Faktoren abhängig, wie vorbestehende Resistenzen, Adhärenz, Komorbiditäten, Medikamenteninteraktionen und Nebenwirkungen. Die Indikationsstellung hat sich in den letzten Jahren in Richtung eines früheren Therapiebeginnes entwickelt, mehrere neue Medikamente mit weniger Nebenwirkungen sind zugelassen worden. Zum erfolgreichen Start einer cART gehört die Motivation und Bereitschaft des Patienten, die Therapie in seinen Alltag zu integrieren und die Medikamente langfristig, regelmäßig und ohne Unterbrüche einzunehmen.



Sign in / Sign up

Export Citation Format

Share Document