internationale klassifikation der funktionsfähigkeit
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2021 ◽  
Vol 34 (03) ◽  
pp. 153-162
Author(s):  
Barbara Ortland ◽  
Ann-Kathrin Scholten

Zusammenfassung Einleitung Blogs sind eine niedrigschwellige Möglichkeit, private und autobiografische Beiträge einer weitestgehend anonymen Leser:innenschaft im Internet zur Verfügung zu stellen. Menschen mit Körperbehinderungen nutzen diese Plattform, um aus ihrem Leben und von ihren Erfahrungen zu berichten. Auch sexuelle Themen finden dabei Berücksichtigung. Forschungsziele Ziel der vorliegenden Studie war die Ermittlung von sexuellen Themen, die Menschen mit sichtbaren Körperbehinderungen in Blog-Posts veröffentlichen. Durch die Analyse von autobiografischen Posts sollen die wesentlichen Anliegen der Blogger:innen im Sinne der Selbstermächtigung hervorgehoben und darüber hinaus in den wissenschaftlichen Diskurs eingebracht werden. Methoden Es wurde eine explorativ qualitative Analyse nicht kommerzieller Blog-Posts durchgeführt. Die Auswertung der Blogbeiträge erfolgte anhand der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring (2015). Das Kategoriensystem wurde in Anlehnung an die „Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit“ (ICF) der Weltgesundheitsorganisation (WHO) entwickelt. Ergebnisse Es dominieren Themen, die aus der Auseinandersetzung mit behindernden Umweltfaktoren resultieren. Ungewollte Fremdbewertungen wirken selbstwertschädigend. Die Blogger:innen nehmen als Expert:innen in eigener Sache klar Stellung. Schlussfolgerung Menschen mit Körperbehinderungen sollten für ihre Belange und Themen sowohl in wissenschaftliche als auch politische Diskurse deutlicher einbezogen werden. Eine behinderungsspezifische Sexualpädagogik kann die sexuelle Entwicklung positiv unterstützen.



2020 ◽  
Vol 70 (09/10) ◽  
pp. 396-404
Author(s):  
Uwe Berger ◽  
Hariet Kirschner ◽  
Julia Muehleck ◽  
Anni Gläser ◽  
Benedikt Werner ◽  
...  

ZusammenfassungSoziale Teilhabe ist sowohl ein politischer als auch sozial- und gesundheitspsychologisch relevanter Aspekt des Zusammenlebens der Menschen unserer Gesellschaft und des Wohlergehens des Einzelnen. Vor dem Hintergrund des Bundesteilhabegesetzes und der teilweisen Gleichsetzung der Begriffe „(Soziale) Teilhabe“ und „Inklusion“ wurde die Frage von Teilhabe in den vergangenen Jahren häufig reduziert auf die Teilhabe-Chancen von Menschen mit Behinderungen unter Bezug auf die „Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF)“ der Weltgesundheitsorganisation und der UN-Behindertenrechtskonvention. Die Frage von Teilhabe betrifft jedoch alle Menschen und ist nicht nur abhängig vom Grad der Funktionsfähigkeit oder Behinderung, sondern u. a. auch von sozialer Einbindung, finanziellen Möglichkeiten, regionaler Zugehörigkeit, Bildung, Selbstwert und steht in einer Wechselbeziehung zu Gesundheit. In der vorliegenden Studie wurde eine neue Kurz-Skala mit 5 Items (KsT-5) zur Messung der Aspekte „Zugehörigkeit“, „Selbstwirksamkeit“, „Bedürfnis nach Anerkennung“, „Selbstwert“ und „Einbindung in soziales Umfeld“ an einer repräsentativen Bevölkerungsstichprobe (N=2531) hinsichtlich ihrer psychometrischen Gütekriterien überprüft. Es zeigte sich eine gute Passung einer einfaktoriellen Lösung, eine zufriedenstellende interne Konsistenz von Cronbach’s α=0,73 und McDonald’s ω=0,73 sowie eine gute konvergente Validität über positive Zusammenhänge mit Selbstwert und psychischer sowie physischer Gesundheit. Die Studie liefert Normwerte der neuen KsT-5 stratifiziert nach Geschlecht und Alter als Voraussetzung für den Einsatz in zukünftigen Studien.



Suchttherapie ◽  
2018 ◽  
Vol 20 (01) ◽  
pp. 35-38
Author(s):  
Peter Bagus

ZusammenfassungWenngleich die Entgiftungsbehandlung bei Alkoholabhängigkeit unstrittig von Seiten der Kostenträger als Aufgabe der Akutmedizin akzeptiert ist, so gilt dies keineswegs uneingeschränkt für die weiteren Behandlungsschritte bei zusätzlich vorliegender Essstörung und weiterer erheblicher psychischer Komorbiditäten. Die Behandlungssteuerung wird zu einer besonderen Aufgabe im Kontext des Behandlungsbedarfes. Der Einbezug der ICF (Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit) erweist sich hier als hilfreich. Die vorliegende Arbeit fokussiert schlaglichtartig die Problematik anhand einer Fallskizze. Im konkreten Fall ist schließlich Rehabilitationsfähigkeit ein wichtiges Ergebnis einer an den Leitlinien orientierten mehrmonatigen stationären Krankenhausbehandlung in 2 Fachbereichen.





2017 ◽  
Vol 56 (06) ◽  
pp. 355-355

Die Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF) wird in immer mehr Bereichen der Gesundheitsversorgung, Rehabilitation, Frühförderung und Leistungserbringung für Menschen mit Behinderung eingesetzt. Nicht zuletzt mit dem neu verabschiedeten Bundesteilhabegesetz (BTHG) hat die Bedeutung der ICF in Deutschland noch einmal zugenommen, da das BTHG explizit auf die ICF verweist.



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