verbales gedächtnis
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2014 ◽  
Vol 33 (12) ◽  
pp. 873-876
Author(s):  
C. Torrent ◽  
C. del Mar Bonnin ◽  
A. Martínez-Arán ◽  
E. Vieta ◽  
F. Seemüller

ZusammenfassungBipolare Patienten leiden auch im episodenfreien Intervall unter deutlichen kognitiven Beeinträchtigungen. Sehr wahrscheinlich sind die kognitiven Störungen auch Ursache der erheblichen beruflichen Schwierigkeiten, über die bis zu 68% aller Betroffenen klagen. Insbesondere Aufmerksamkeit, verbales Gedächtnis, Arbeitsgedächtnis und Exekutivfunktionen scheinen bei bipolar Erkrankten beeinträchtigt zu sein. Vor allem Defizite im Gedächtnis sowie in den Exekutivfunktionen scheinen mit dem psychosozialen Funktionsniveau assoziiert zu sein. Insbesondere die Länge der Krankheitsdauer, die Anzahl maniformer Episoden, subsyndromale Symptome und einige biologische Marker, z. B. ein erhöhtem Homocysteinspiegel, sind mit kognitiven Störungen assoziiert. Medikamente scheinen die Kognition nicht maßgeblich zu beeinträchtigen, hier ist noch weitere Forschung nötig.Die rechtzeitige und suffiziente akut und rückfallprophylaktische Behandlung bleibt die wirkungsvollste Therapie bei der Prävention und Behandlung kognitiver Störungen bei bipolaren Patienten. Nach einer akuten Phase sollten auf mögliche kognitive Störungen im Rahmen der Wiedereingliederung besonders Rücksicht genommen werden (z. B. Hamburger Modell). In einigen Fällen mit erheblichen Einbußen kann eine medizinische Rehabilitation indiziert sein.





2007 ◽  
Vol 18 (4) ◽  
pp. 289-298
Author(s):  
Thomas Merten

Bei der Diagnostik von Gedächtnisleistungen im Rahmen neurologischer Erkrankungen ist auch eine Untersuchung des semantischen Gedächtnisses von Bedeutung. Das Semantische Altgedächtnisinventar von Schmidtke und Vollmer-Schmolck (1999 ) stellt einen Versuch zur standardisierten Erfassung von Störungen auf diesem Gebiet dar. Es wurde eine retrospektive Datenanalyse von 300 Testprotokollen neurologischer Patienten einer Akutklinik vorgenommen, um Daten zur Reliabilität und Validität des Verfahrens zu erhalten, die bislang in der Literatur nur in geringem Umfang vorzufinden sind. Zusätzlich waren zahlreiche andere Testdaten verfügbar. 59 % der Analysestichprobe erreichten Testwerte unterhalb des vorgeschlagenen Trennwertes. Die interne Konsistenz des Instruments ist zufrieden stellend, wenngleich auf Itemebene Revisionsbedarf sichtbar wurde. In einer Hauptachsenanalyse mit schiefwinkliger Rotation wurde eine Drei-Faktoren-Lösung erhalten, die ein Konstrukt semantisches Altgedächtnis nicht unterstützt. Ein erster varianzstarker Faktor, der 49 % der Varianz aufklärt, wurde als «globale» oder «nicht-verbale kognitive Fähigkeiten» interpretiert. Der zweite Faktor lud am höchsten auf Variablen des Sprachgedächtnisses und der Kategorienflüssigkeit, während der dritte Faktor allgemein verbales Gedächtnis abbildete und auch das Zahlennachsprechen vorwärts und rückwärts einschloss. Obwohl das Instrument als ein wichtiger Versuch zur standardisierten Erfassung semantischen Altgedächtnisses anzusehen ist, sind Anstrengungen zur Verfeinerung psychodiagnostischer Verfahren zur Konstrukterfassung notwendig, die ihrerseits positiv auf weitere konzeptionelle Fortschritte rückwirken können.



Author(s):  
Thomas Günther ◽  
Beate Herpertz-Dahlmann ◽  
Kerstin Konrad

Zusammenfassung: Fragestellung: Die neuropsychologische Diagnostik eignet sich zur differenzierten Beschreibung von kognitiven Leistungen bei Patienten mit kinder- und jugendpsychiatrischen Erkrankungen. In dieser Arbeit werden zunächst ein kurzer theoretischer Hintergrund für die neuropsychologischen Funktionen Aufmerksamkeit und verbales Gedächtnis gegeben und ausgewählte klinische Befunde dargestellt. Des Weiteren wird ein Beispiel einer neuropsychologischen Testbatterie vorgestellt, die im Kinder- und Jugendbereich eingesetzt werden kann. Methodik: Die Retest-Reliabilität dieser Testbatterie wurde in einem Wiederholungszeitraum von 6 Wochen bei 33 gesunden Kindern untersucht. Ergebnisse: Generell konnte eine gute Reliabilität nachgewiesen werden, obwohl es zwischen einigen abhängigen Variablen Unterschiede gab. Lerneffekte aufgrund der Wiederholung wurden vornehmlich bei den jüngeren Kindern nachgewiesen. Schlussfolgerung: Die ausgewählten neuropsychologischen Tests scheinen für die klinische Anwendung geeignet zu sein, wie z. B. die Untersuchung von kognitiven Defiziten und die Evaluierung von psychopharmakologischen Behandlungen. Es ist jedoch zu beachten, dass in Abhängigkeit vom Alter die Retest-Reliabilität unterschiedlich ist.



2004 ◽  
Vol 15 (4) ◽  
pp. 303-311 ◽  
Author(s):  
Thomas Merten

Zusammenfassung: Testprotokolle einer auf der Basis empirischer Analysen entwickelten Kurzform des Hooper Visual Organization Test (VOT) lagen für 292 neurologische Patienten einer Akutklinik vor. Es wurden die neuropsychologischen Untersuchungsergebnisse von jenen 200 Patienten ausgewählt, die vollständige Datensätze in einer Minimalbatterie aufwiesen, sodass eine Hauptachsenanalyse mit schiefwinkliger Rotation durchgeführt werden konnte. Der VOT lädt ebenso wie der Mosaik-Test des HAWIE-R, der Trail Making Test (TMT), die Alertness-Reaktion sowie unspezifische Screening-Instrumente auf einem varianzstarken Faktor, der als “globale” oder “nicht-sprachliche kognitive Fähigkeiten” interpretiert wurde. Zwei weitere Faktoren lassen sich als “verbales Gedächtnis” und “Arbeitsgedächtnis/Gedächtnisspanne” benennen. Die höchsten Rangkorrelationen weist die Kurzform mit dem TMT-B sowie mit dem Mosaik-Test des HAWIE-R auf (jeweils 0.68). Die 7-Tage-Retest-Reliabilität wurde anhand einer Teilstichprobe von 36 Patienten auf 0.93 geschätzt, bei einem Anstieg der Testwerte von der Erst- zur Zweitmessung um 1.1 Punkte. Bei einem Vergleich von Patienten mit lateralisierten zerebralen Läsionen wurde ein signifikant niedrigerer Wert für die Patienten mit rechts- gegenüber denen mit linkshemisphärischer Beeinträchtigung gefunden. Insgesamt korrespondieren diese Ergebnisse gut mit denen, die in der Literatur für die Originalform des VOT dokumentiert sind.



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