pathologische prozesse
Recently Published Documents


TOTAL DOCUMENTS

14
(FIVE YEARS 0)

H-INDEX

2
(FIVE YEARS 0)

2020 ◽  
Vol 46 (04) ◽  
pp. 158-170
Author(s):  
S. Schuh ◽  
M. Berger ◽  
G. Brunnmeier ◽  
J. Welzel

ZusammenfassungDie Weiterentwicklung der optischen Kohärenztomografie (OCT) zur dynamischen OCT (D-OCT) erlaubt die gleichzeitige Darstellung der oberflächlichen Blutgefäße. Blut ist das wichtigste Transportsystem unseres Körpers, und sowohl durch äußere als auch durch innere Einflüsse können physiologische Prozesse beeinträchtigt werden. Die D-OCT ermöglicht erstmals die Darstellung dieser Veränderungen anhand der Gefäßdichte und Durchblutung. Durch wiederholtes schnelles Messen der gleichen untersuchten Region können mithilfe einer speziellen Software Unterschiede in einer Bildserie erfasst werden und so sich bewegende Teilchen, die den Blutbestandteilen entsprechen, bis zu einer Tiefe von 0,5 mm vom statischen Hautgewebe differenziert werden. Die Software bildet den Blutfluss im D-OCT-Bild in roter Farbe als Überlagerung über das grau-weiß strukturelle Gewebe ab. Mithilfe der D-OCT konnten physiologische Einflüsse auf die Durchblutung, wie Vasokonstriktion und Positionsänderung, Unterschiede aufgrund der anatomischen Körperregionen, aber auch therapeutische Effekte, wie z. B. durch die lokale Behandlung mit vasokonstringierendem Brimonidin-Gel (einem selektiven α2-Adrenorezeptor-Agonisten) oder bei der Lasertherapie nachgewiesen werden. Weiterhin fanden sich bestimmte Blutgefäßformen nur bei chronisch venösen Ulzera (wie Knäuel am Wundrand oder geschlängelte Gefäße bei Dermatosklerose), während die Blutgefäße bei akuten Wunden eine Häufung von anderen Gefäßformen und Verteilungsmustern zeigten. Bei ausgewählten entzündlichen und autoimmunbedingten Erkrankungen konnten die damit einhergehenden vaskulären Prozesse exemplarisch dargestellt werden. Auch ließ sich mit der D-OCT feststellen, dass eine erhöhte Blutgefäßdichte und gewisse Formen erst mit einer größeren Tumordicke von Melanomen (Breslow-Index) einhergehen. Außerdem können die Blutgefäße zur Differenzierung sowie zur Therapieauswahl von nicht-melanozytärem Hautkrebs beitragen. Die D-OCT ist jedoch nicht nur ein diagnostisches Gerät, sondern eignet sich auch zur bildgeführten Therapie wie der D-OCT-geführten Lasertherapie.Die D-OCT bietet durch die Darstellung von Blutgefäßen zahlreiche diagnostische und therapeutische Einsatzmöglichkeiten. Die Blutgefäße verraten uns so viel über physiologische und pathologische Prozesse in unserer Haut, und ihre Darstellung wird in Zukunft eine individuellere, patienten-orientiertere Therapie erlauben, als es bisher möglich ist. So könnten z. B. Ulzera verschiedener Genese mittels D-OCT differenziert werden oder Melanome anhand der Gefäßmuster bereits präoperativ risikostratifiziert werden.



physiopraxis ◽  
2020 ◽  
Vol 18 (03) ◽  
pp. 24-27
Author(s):  
Jochen Schomacher

Die eingeschränkte Innenrotation gilt als eine der Ursachen für das subakromiale Schmerzsyndrom. Ob dafür wirklich eine Verkürzung der posterioren Gelenkkapsel verantwortlich ist, ist fraglich, da wir mehrmals täglich die fast maximale Innenrotation durchführen. Die oft empfohlene Dehnung riskiert, eine normale Kapsel lax zu machen.



2018 ◽  
Vol 43 (S 01) ◽  
pp. S72-S75
Author(s):  
Stephan Bischoff

ZusammenfassungAdipositas begünstigt metabolische Folgeerkrankungen, z. B. eine Fettlebererkrankung oder Diabetes mellitus Typ 2. Die Konzepte zur Therapie der Adipositas sind vielfältig. Für eine erfolgreiche Gewichtsreduktion muss durch Umstellung des Lebensstils eine negative Energiebilanz erreicht werden. Neben der Erhöhung der körperlichen Aktivität sollte auch die Energieaufnahme reduziert werden. Dabei spielen Fettreduktion und Kohlenhydratreduktion eine gleichermaßen wichtige Rolle. Insbesondere die Reduktion/Limitation der Aufnahme von Zucker ist dabei ein wichtiger Ansatz. Neben der offensichtlichen Gewichtszunahme ist ein hoher Zuckerkonsum für pathologische Prozesse im Darm verantwortlich wie beispielsweise die Induktion einer Darmdysbiose und die Erhöhung der Darmpermeabilität, welche für die Entwicklung von metabolischen Folgeerkrankungen relevant sind. Besonders der Fruktose werden solche negativen Eigenschaften zugeschrieben, wenn sie in hohen Konzentrationen konsumiert wird. Eine beschränkte Fruktosezufuhr (< 50 g/d) ist daher bei Adipositas sinnvoll.



2018 ◽  
Vol 22 (02) ◽  
pp. 95-99
Author(s):  
Wolfgang Lackenbauer

ZusammenfassungDas gezielte und systematische Screening auf pathologische Prozesse oder schwere Verletzungen (Red-Flag-Screening), die sich nicht für physiotherapeutische Maßnahmen eignen, ist ein fester Bestandteil offizieller Leitlinien der World Confederation for Physical Therapy (WCPT). Mangelnde diagnostische Validität individueller Red Flags und die geringe Prävalenz einzelner schwerwiegender Pathologien (vorwiegend der LWS) stellen die Sinnhaftigkeit des Red-Flag-Screenings als Teil der klinischen Untersuchung infrage. Demgegenüber steht eine Vielzahl publizierter Fallbeispiele, die demonstrieren, dass ein umfassendes Screening-Verfahren einen wichtigen Beitrag zur Identifizierung verschiedenster Krankheitsprozesse leisten kann.Der vorliegende Fallbericht beschreibt eine Patientin, die mit der Diagnose Lumboischialgie zur Physiotherapie überwiesen wurde. Durch eine Kombination aus gründlicher Anamnese, Erhebung verschiedener Risikofaktoren und nachfolgender physischer Untersuchung kamen beim behandelnden Physiotherapeuten Zweifel an einer neuromuskuloskeletalen Ursache der Beschwerden auf. Die von ihm angeratene fachärztliche Untersuchung führte zur korrekten Diagnose periphere arterielle Verschlusskrankheit.



2015 ◽  
Vol 26 (3) ◽  
pp. 123-144
Author(s):  
Wolfgang Mastnak

Zusammenfassung. Musiktherapie fasst innerhalb komplexer neurologischer Therapiekonzepte immer mehr Fuß. Das betrifft Bereiche wie etwa Rehabilitation von Schlaganfallspatienten, Morbus Alzheimer, neuropsychatrische Erkrankungen, Palliativmedizin oder tiefgreifende Entwicklungsstörungen. In diesem Zusammenhang spielen Neuroplastizität und kortikale Reorganisation eine entscheidende Rolle. Diese durch geeignete klinische Methoden zu optimieren, stellt eine wichtige Zielperspektive dar. Solche Maßnahmen beziehen sich auch auf die Linderung charakteristischer Symptome, Verbesserung der Lebensqualität, soziale Inklusion und therapeutisches Stützen der individuellen Persönlichkeit. Gleichzeitig rücken auch musikogene pathologische Prozesse, wie etwa im Bereich von Epilepsie, ins Blickfeld und thematisieren Kontraindikationen von Musiktherapie. Die Tatsache, dass pathologische und abnorme genetische Bedingungen einer Musikalitätsentwicklung zuträglich sein können, wie etwa im Falle des Williams-Beuren-Syndroms, eröffnet neue Sichtweisen. Diese führen zu interdiszipliären Diskussionen über Kreativität, Synästhesie oder musikalische Genialität im pathologischen Kontext. Multisensorische Phänomene gewinnen dabei im erweiterten Feld multimodaler Kreativität und künstlerischer Therapien an Bedeutung.





2005 ◽  
Vol 33 (01) ◽  
pp. 12-20
Author(s):  
A. Wehrend ◽  
H. Bostedt ◽  
B. Gümbel

ZusammenfassungAnhand einer Literaturübersicht wird der derzeitige Kenntnisstand über die Peritonitis beim Rind unter besonderer Berücksichtigung ihres Auftretens nach geburtshilflichen Maßnahmen dargestellt. Der vorliegende erste Teil dieser Arbeit beschreibt die physiologischen Grundlagen, die Pathogenese und die Häufigkeit dieser Erkrankung. Das Peritoneum stellt einen hochaktiven Zellverband dar, der die intraperitoneale Flüssigkeitsbalance reguliert und einen mechanischen und biologischen Schutz für die intraadominellen Strukturen gewährleistet. Da Rinder eine im Vergleich zu anderen Tierarten geringere peritoneale fibrinolytische Aktivität besitzen, reagieren sie auf eine Traumatisierung des Peritoneums besonders intensiv mit der Ausbildung fibrinöser Auflagerungen und Adhäsionen. Diese helfen einerseits, pathologische Prozesse zu lokalisieren, andererseits führen sie jedoch zu einer hohen Anzahl postoperativer Verwachsungen. Neben der Entwicklung einer Peritonitis im Zusammenhang mit der Reticuloperitonitis traumatica und gastroduodenalen Ulzera treten Bauchfellentzündungen gehäuft nach Maßnahmen der operativen Geburtshilfe auf. Obwohl postoperative Inflammationen des Peritoneums beim Rind in der Regel lokalisiert bleiben und dann als permanente oder zeitlich begrenzte Adhäsionen in Erscheinung treten, sind die lokale, abszedierende Bauchfellentzündung und die diffuse Peritonitis der häufigste Grund für eine Euthanasie nach einer Sectio caesarea. Dabei liegt die Anzahl von Tieren mit intraabdominellen Adhäsionen nach einer Sectio caesarea in der linken Flanke am stehenden Tier zwischen 5 und 56%. Die Entwicklung einer Peritonitis diffusa wird mit einer Häufigkeit von 2,2-9,0% angegeben. Eine höhere Inzidenz zeigt sich bei verschleppten Geburten und Operationen am liegenden Tier. Dagegen weisen nur 1,2% der Kühe nach einer Fetotomie eine Bauchfellentzündung auf. Den größten Einfluss auf die Entwicklung einer Peritonitis haben die Operationsmethode und die Dauer des Partus vor dem Eingriff.



2002 ◽  
Vol 59 (5) ◽  
pp. 243-250 ◽  
Author(s):  
Zinkernagel ◽  
Trüeb

Narbige Alopezien bedürfen wegen der Irreversibilität und mitunter gravierenden kosmetischen Folgen einer sorgfältigen Diagnostik, um Betroffene möglichst frühzeitig einer präzisen Diagnose und spezifischen Therapie zuzuführen. Pathobiologisch betrachtet sind die vernarbenden Alopezien auf eine irreversible Schädigung biologisch wichtiger anatomischer Haarfollikelstrukturen oder des gesamten Haarfollikels zurückzuführen. Unterschieden werden primäre und sekundäre vernarbende Alopezien, die durch unmittelbar am Haarfollikel angreifende pathologische Prozesse verursacht sind bzw. durch extrafollikuläre Prozesse, die auf den Haarfollikel übergreifen. In erster Linie gestaltet sich die Differentialdiagnose der häufigeren primären atrophisierenden Alopezien wie Lichen planopilaris, chronischer kutaner Lupus erythematodes und Folliculitis decalvans aufgrund allein von Anamnese und klinischen Befund schwierig, weswegen die Kopfhautbiopsie eine zentrale Stellung einnimmt. Die Art und Lokalisation histopathologischer Veränderungen liefern die Grundlage zur nosologischen Klassifikation und sind prognostisch relevant. Im Allgemeinen handelt es sich um chronisch-destruierende Prozesse, die zum gemeinsamen Endzustand unregelmäßig auslaufender Narbenfelder (Pseudopelade) führen können. Primäres Ziel der Therapie ist das Fortschreiten der irreversiblen Alopezie möglichst früh zu hemmen, wobei die Therapie diagnoseorientiert immunmodulierend, immunsuppressiv bzw. antiinfektiös zu gestalten ist.





Sign in / Sign up

Export Citation Format

Share Document