dorsale stabilisierung
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OP-Journal ◽  
2018 ◽  
Vol 34 (01) ◽  
pp. 26-32 ◽  
Author(s):  
Tobias Fritz ◽  
Nils Veith ◽  
Benedikt Braun ◽  
Tim Pohlemann ◽  
Steven Herath

ZusammenfassungBeckenfrakturen machen 2 – 8% aller Frakturen aus und können vor allem bei polytraumatisierten Patienten nachgewiesen werden und somit lebensbedrohlich sein. Um die Letalität zu vermindern, muss die Verletzung bereits am Unfallort erkannt und behandelt werden. Nach durchgeführter Untersuchung durch einen geübten Notarzt sollte anschließend eine externe Kompression des Beckens erfolgen (z. B. durch einen Pelvic Binder), um eine mögliche aktive Blutung zu vermindern. Im weiteren Verlauf ist die Diagnostik mittels Sonografie (FAST) zum Ausschluss intraabdomineller Blutungen und Röntgen sowie ergänzender CT-Diagnostik notwendig, um eine Verletzung frühzeitig erkennen und behandeln zu können. Hierbei werden die Beckenfrakturen nach AO (Tile et al.) klassifiziert. Zur Therapie muss zwischen anteriorer und posteriorer Instabilität unterschieden werden. Zur Versorgung kann hierzu in der Notfallsituation der supraazetabuläre Fixateur externe und die Beckenzwinge zum Einsatz kommen, um eine Primärstabilisierung des Patienten zu ermöglichen. Bei hämodynamisch instabilen Patienten muss zusätzlich ein pelvines Packing erfolgen, um den Patienten zu stabilisieren. Bei persistierenden Blutungen kann eine Angioembolisation notwendig sein und ergänzt werden. Im weiteren Verlauf kommen dann die dorsale Stabilisierung mittels sakrioiliakaler Schrauben oder die ventrale Versorgung, z. B. durch Kriechschrauben oder eine Symphysenplatte zur definitiven Versorgung, zum Einsatz.



2017 ◽  
Vol 155 (05) ◽  
pp. 556-566 ◽  
Author(s):  
Philipp Schleicher ◽  
Matti Scholz ◽  
Frank Kandziora ◽  
Andreas Badke ◽  
Florian Brakopp ◽  
...  

ZusammenfassungIm Rahmen eines Konsensusprozesses der Arbeitsgruppe „subaxiale HWS-Verletzungen“ der Sektion Wirbelsäule der DGOU erfolgte in 4 Sitzungen im Jahre 2016 die Erstellung der vorliegenden Therapieempfehlungen unter Berücksichtigung der vorhandenen Literatur. Therapieziele sind eine dauerhaft stabile, schmerzfreie Halswirbelsäule und der Schutz vor sekundären neurologischen Schäden unter größtmöglicher Berücksichtigung der Beweglichkeit und des Wirbelsäulenprofils. Aufgrund der Praktikabilität und der guten Evaluation hinsichtlich Reliabilität sollte die AOSpine-Klassifikation für subaxiale HWS-Verletzungen für die Klassifikation zur Anwendung kommen. Es wird die Canadian C-Spine Rule als klinischer Algorithmus zur Entscheidung hinsichtlich der Notwendigkeit einer bildgebenden Diagnostik empfohlen. Bei gemäß dieser Regel anamnestisch oder klinisch hohem Verdacht auf eine strukturelle, instabile Verletzung ist die Spiral-CT der HWS Verfahren der Wahl. Die konventionelle Röntgendiagnostik in 2 Ebenen bleibt Fällen vorbehalten, in denen kein „gefährlicher Unfallmechanismus“ vorliegt. Die Indikation für die MRT der HWS wird vor allem bei nicht erklärbaren neurologischen Symptomen, bei geplanter geschlossener Reposition und dorsaler Stabilisierung und zum Ausschluss vermuteter diskoligamentärer Verletzungen empfohlen, wobei hier je nach Befundkonstellation eine abgestufte Dringlichkeit gilt. Die CT-Angiografie wird bei höhergradigen Facettengelenkverletzungen oder bei Vorliegen vertebrobasilärer Symptome empfohlen. Die konventionelle Funktionsdiagnostik wird ausschließlich in Form der ärztlich geführten dynamischen Bildwandlerdurchleuchtung bei persistierendem Verdacht auf eine instabile Verletzung empfohlen. Die therapeutische Strategie richtet sich primär nach der Verletzungsmorphologie, die in der AOSpine-Klassifikation beschrieben wird. A0-Frakturen sollten konservativ behandelt werden. A1- und A2-Frakturen sollten meistens konservativ behandelt werden, wobei die segmentale Kyphose in Einzelfällen eine OP-Indikation bedingen kann. A3-Frakturen stellen in den meisten Fällen eine OP-Indikation dar, in Einzelfällen ist eine konservative Behandlung möglich. A4-Frakturen sowie die B- und C-Verletzungen bedürfen einer operativen Therapie. Die ventrale Plattenspondylodese mit interkorporeller Abstützung (bei Berstungskomponente durch Korporektomie und Wirbelkörperersatz) wird für die meisten Verletzungen empfohlen, eine rein dorsale oder zusätzlich dorsale Stabilisierung kann bei besonderer Befundkonstellation möglich oder sogar notwendig sein. In diesen Fällen ist die Instrumentierung mit Massa-lateralis-Schrauben zumeist ausreichend; bei Anwendung von Pedikelschrauben in Höhe C III – C VI wird ein Navigationssystem empfohlen. Bei Vorliegen einer ankylosierenden Grunderkrankung (M3-Modifikator) wird hingegen die dorsale, langstreckige Stabilisierung favorisiert.



2015 ◽  
Vol 27 (5) ◽  
pp. 439-447 ◽  
Author(s):  
M. Pishnamaz ◽  
P. Lichte ◽  
R.M. Sellei ◽  
H.-C. Pape ◽  
P. Kobbe


2011 ◽  
Vol 114 (2) ◽  
pp. 149-160 ◽  
Author(s):  
S. Lendemans ◽  
B. Hussmann ◽  
M.D. Kauther ◽  
D. Nast-Kolb ◽  
G. Taeger


2011 ◽  
Vol 114 (2) ◽  
pp. 161-166 ◽  
Author(s):  
S. Lendemans ◽  
B. Hußmann ◽  
A. Wegner ◽  
D. Nast-Kolb ◽  
G. Taeger


2011 ◽  
Vol 31 (03) ◽  
pp. 175-182
Author(s):  
A. Shawky ◽  
M. Shousha ◽  
H. Böhm ◽  
A. Ezzati

ZusammenfassungDas Wissen um den Verlauf nach Frakturen der Wirbelsäule unter konservativer Behandlung macht in vielen Fällen eine operative Behandlung initial notwendig. Konventionelle Verfahren stellen zum Teil, gemessen am Verletzungsgrad, eine erhebliche zusätzliche Traumatisierung des Patienten dar. Das Prinzip der chirurgischen Therapie besteht in der Entlastung der Strukturen des Nervensystems, der Korrektur von Fehlstellungen und der Stabilisierung. Für jedes dieser Prinzipien stehen etablierte minimalinvasive Verfahren zur Verfügung. Deren Kombination bietet die Möglichkeit, die Belastung des Patienten durch den operativen Eingriff erheblich zu minimieren, die Mobilisation des Patienten zu beschleunigen und die Dauer der Hospitalisation zu verkürzen. Der „Goldstandard“ in der Versorgung von instabilen Frakturen an der Wirbelsäule ist die dorso-ventrale Spondylodese, die in jüngster Zeit zunehmend in minimalinvasiver Technik durchgeführt wird. Die perkutane dorsale Stabilisierung gewinnt hierbei an Bedeutung. Die Vorteile sind der deutlich geringere intraoperative Blutverlust, die Schonung der autochthonen Rückenmuskulatur und die dadurch bessere Funktionalität sowie der geringere postoperative Schmerzmittelbedarf. Oftmals wird vielerorts zwei zeitig operiert, wodurch sich die Krankenhausverweildauer erhöht. Je nach logistischen und personellen Möglichkeiten werden die Patienten in manchen Institutionen zunächst alleinig dorsal dekomprimiert und stabilisiert. In einer zweiten Narkose erfolgt bei diesem Vorgehen dann die ventrale Rekonstruktion. Da bei diesem Vorgehen die dorsalen Strukturen häufig nur deshalb entfernt werden müssen, um die Dekompression des Rückenmarkskanals von dieser Seite her vorzunehmen, hat ein primär kombiniertes Vorgehen mit Dekompression des Rückenmarks von der stenosierenden Seite her deutliche Vorteile: Dies in Bezug auf die Reststabilität, die Sicherheit der anatomischen Rekonstruktion und letztlich hinsichtlich der rascheren Mobilisation der Patienten.



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