belastende lebensereignisse
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2021 ◽  
Vol 21 (02) ◽  
pp. 103-108
Author(s):  
Lena Lincke ◽  
Michael Kölch

ZUSAMMENFASSUNGBei depressiven Störungen im Kindes- und Jugendalter handelt es sich um ernstzunehmende Erkrankungen. Sie treten häufig gemeinsam mit anderen psychischen Störungen auf, neigen zur Chronifizierung und können die Funktionsfähigkeit und Teilhabechancen der Betroffenen langfristig beeinträchtigen. Alterstypische Symptome, wie eine gereizte Stimmung oder anhaltende Lustlosigkeit werden häufig nicht erkannt, da sie sich von den aus dem Erwachsenenalter bekannten Symptomen unterscheiden. Gerade in der Pubertät können depressive Symptome zudem schwer von alterstypischem Verhalten abzugrenzen sein. Das Auftreten depressiver Störungen lässt sich nicht auf eine einzige Ursache zurückführen. Neben neurobiologischen Faktoren tragen insbesondere schwere, belastende Lebensereignisse zu einem erhöhten Risiko bei, im Kindes- und Jugendalter an einer Depression zu erkranken. Die Behandlung depressiver Störungen orientiert sich am Schweregrad der Erkrankung und umfasst zumeist verhaltenstherapeutische Interventionen, teils in Kombination mit einer Medikation. Ergänzende Behandlungsansätze, wie Lichttherapie oder spezifische Ernährungszusätze werden auf ihre Wirksamkeit überprüft.





2020 ◽  
Vol 69 (1) ◽  
pp. 40-59
Author(s):  
Gertrud Rampp ◽  
Christian Roesler ◽  
Jessica Peter


2018 ◽  
Vol 86 (06) ◽  
pp. 326-327

Viele Risikofaktoren für Depression und Angsterkrankungen wie familiäre Vorbelastung, sozioökonomische Verhältnisse oder belastende Lebensereignisse lassen sich kaum beeinflussen. Eine Interventionsmöglichkeit bietet aber die körperliche Inaktivität als Risikofaktor. Ob regelmäßige Bewegung vor Depression und Angststörungen schützt, wie intensiv die Aktivität dazu sein sollte und welche Mechanismen zugrunde liegen, untersuchte die HUNT-Studie.



2017 ◽  
Vol 15 (05) ◽  
pp. 210-215
Author(s):  
Klaus-Martin Rölver ◽  
Karin Lange

ZusammenfassungJunge Erwachsene mit Typ-1-Diabetes sind mit vielen alters- und gesundheitsspezifischen Herausforderungen konfrontiert. Für viele gut geschulte und durch Fachteams in Schwerpunktpraxen begleitete Patienten bedeutet das Diabetesmanagement heute jedoch keine außergewöhnlich große Belastung mehr. Einige junge Erwachsene sind allerdings überfordert, wenn sie alterstypische Entwicklungsaufgaben mit der eigenverantwortlichen Therapie ihres Diabetes vereinbaren sollen. Oft betrifft dies gerade diejenigen, die bereits in ihrer Kindheit und im Jugendalter eine unzureichende Stoffwechseleinstellung und gehäuft akute Komplikationen erlebt haben. Die Komorbidität einer psychischen Belastung oder psychiatrischen Störung beeinträchtigt das erfolgreiche Diabetesmanagement in diesem Lebensabschnitt erheblich. Zudem können altersspezifische Krisen und belastende Lebensereignisse einer sachgerechten Diabetestherapie entgegenstehen. Solchen typischen Risiken gilt es erfolgreich zu begegnen.





e-Neuroforum ◽  
2013 ◽  
Vol 19 (3) ◽  
Author(s):  
Norbert Sachser ◽  
Klaus-Peter Lesch

ZusammenfassungIndividuelle Unterschiede im Furcht- und Angstniveau entwickeln sich bei Mensch und Tier im Laufe der Lebensgeschichte, wobei sowohl genetische als auch Umweltfaktoren an der spezifischen Ausprägung dieser Emotionen beteiligt sind. Bezüglich der Umwelt können belastende Lebensereignisse während der Schwangerschaft der Mutter, wie auch negative Erfahrungen während der Kindheit zu verstärkter Ängstlichkeit im späteren Leben führen. Aus klinischer Sicht ist die Wahrscheinlichkeit für die Entwicklung von Angsterkrankungen dann erhöht. Interessanterweise behalten die Angstschaltkreise im Zentralnervensystem ihre Plastizität bis ins Erwachsenenalter. Entsprechend ist das Angstniveau auch in späteren Phasen des Lebens durch Erfahrungen modifizierbar. Welche Auswirkungen negative Lebensereignisse auf die Entwicklung des Angstphänotyps haben, wird allerdings maßgeblich durch die genetische Disposition des Individuums bestimmt. Besonders gut sind diese Zusammenhänge am Beispiel eines Polymorphismus untersucht, der die Funktion des Serotonintransporter-Gens moduliert. Deshalb fokussiert dieser Übersichtsartikel auf dieses Kandidatengen, um das Zusammenspiel von Genotyp und Umwelt bei der Entwicklung von Furcht und Angst zu erhellen.



2008 ◽  
Vol 18 (2) ◽  
pp. 91-99 ◽  
Author(s):  
Inga Niedtfeld ◽  
Alexander F. Schmidt ◽  
O. Berndt Scholz


2006 ◽  
Vol 35 (3) ◽  
pp. 178-187 ◽  
Author(s):  
Inge Seiffge-Krenke ◽  
Marcus Roth ◽  
Jörg von Irmer

Zusammenfassung. Theoretischer Hintergrund: Die Unterscheidung zwischen jugendgebundener und persistierender Delinquenz ist von theoretischer und praktischer Relevanz. Fragestellung: Relevante Merkmale für persistierende Delinquenz sollen identifiziert werden. Methode: Frühe Delinquenz, belastende Lebensereignisse, Copingstile und Persönlichkeitsvariablen wurden an 241 männlichen Straftätern untersucht. Ergebnisse: Straftäter mit langen Haftstrafen unterschieden sich von solchen mit kürzerer Haftdauer in der Persönlichkeitsstruktur sowie dem Bewältigungsverhalten. Früheres aggressives, antisoziales Verhalten leistete keinen substanziellen Anteil zur Gruppentrennung, während das Ausmaß schwerer familiärer Belastungen und maladaptive Copingstile substanzielle Beiträge leisteten. Schlussfolgerungen: Interventionsansätze sollten verstärkt den Zusammenhang zwischen maladaptiven Copingstilen und schweren Belastungen berücksichtigen.



2004 ◽  
Vol 33 (3) ◽  
pp. 183-195 ◽  
Author(s):  
Birgit Kröner-Herwig ◽  
Annedore Linkemann ◽  
Lisette Morris

Zusammenfassung. Theoretischer Hintergrund: Ausgangspunkt der beiden vorgestellten Studien ist die Forschung zu der Bedeutung von Selbstöffnung beim gefühlsbetonten Schreiben über belastende Ereignisse, die von Pennebaker und Mitarbeitern initiiert wurde. Nach Pennebaker belegen die Studien den langfristigen gesundheitsfördernden Effekt dieser kurzen und unaufwendigen Intervention. Methode: Die erste Studie versuchte im wesentlichen eine Replikation der Studie von Pennebaker und Beall (1986) mit der Erwartung, die von den Autoren beschriebenen Effekte bestätigen zu können. Neben den in der Originalstudie verwandten Erhebungsinstrumenten wurden verschiedene Essayvariablen extrahiert und eine Reihe von Persönlichkeitsmerkmalen erhoben, für die eine Moderatorfunktion bezüglich der Ergebnisvariablen angenommen wurde. Die zweite Studie variierte die Bedingung der Selbstöffnung, indem zusätzlich zur Ursprungsbedingung eine sogenannte “Coping“- bzw. “Helping“-Instruktion gegeben wurde, die über Aktivierung von Ressourcen deutlichere Wirkung im Sinne der Hypothesen zeigen sollte. Ergebnisse: In der ersten und zweiten Studie wurden keine langfristigen positiven Effekte auf die erhobenen Gesundheitsvariablen (z.B. Arztbesuche) gefunden. Die Essaymerkmale sowie die Persönlichkeitsmerkmale erklären fast keine Varianz in den Ergebnisvariablen. Es wurden Veränderungen in Parametern der Belastungsreaktion (z.B. Intrusion) gefunden. Diese waren besonders ausgeprägt bei der Aktivierung prosozialer Motivation (“Helping“-Bedingung). Schlussfolgerung: Das mehrmalige (aber kurzzeitige) gefühlsaktivierende Schreiben über belastende Ereignisse der Vergangenheit erzielt keine gesundheitlich positiven Konsequenzen. Es fördert aber eine bessere Belastungsverarbeitung.



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