neuropsychologische untersuchung
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Praxis ◽  
2020 ◽  
Vol 109 (2) ◽  
pp. 97-103
Author(s):  
Jutta Küst

Zusammenfassung. Autofahren ist für viele Personen eine wichtige Voraussetzung für die Teilnahme am gesellschaftlichen und beruflichen Leben. Demgegenüber steht das gesellschaftliche Bedürfnis nach einem Strassenverkehr mit hoher Verkehrssicherheit. Neuropsychologische Defizite als Folge unterschiedlicher neurologischer Erkrankungen können die Fahreignung für eine bestimmte Zeit oder auch dauerhaft beeinträchtigen. Im nachfolgenden Artikel wird nach einer kurzen Darstellung der rechtlichen Rahmenbedingungen eine Übersicht über das Fahrverhalten neurologischer Patientengruppen sowie die neuropsychologische Untersuchung und Beurteilung der Fahreignung gegeben. Neben den psychometrischen Verfahren wird dabei auch die Bedeutung von Kompensation und Störungsbewusstsein erläutert. Abschliessend werden verschiedene Behandlungsoptionen dargestellt.



2018 ◽  
Vol 86 (01) ◽  
pp. 37-42 ◽  
Author(s):  
Klaus Schmidtke

ZusammenfassungExekutive Leistungen, visuell-räumliches Denken und Verhaltenskontrolle sind für das sichere Autofahren wesentliche geistige Leistungen. Bei Demenz und Leichter Kognitiver Störung treten Defizite dieser Leistungen auf, die sich zu altersbedingten Defiziten addieren. Sie können durch eine angepasste Fahrweise nicht immer ausreichend kompensiert werden und führen ggf. schon im frühen Stadium zur Aufhebung der Fahrtauglichkeit. Neurologen und Psychiater kommt eine wichtige Rolle bei der Untersuchung, Aufklärung und ggf. Aussprache eines ärztlichen Fahrverbotes zu. Fehler und Unterlassungen können hier unter Umständen juristische Konsequenzen nach sich ziehen. Der vorliegende Beitrag stellt die relevanten Erkrankungen und die mit ihnen assoziierten kognitiven Störungen dar, gibt Empfehlungen für die neuropsychologische Untersuchung und die Kommunikation mit Patienten und Angehörigen.



2017 ◽  
Vol 48 (04) ◽  
pp. 200-210 ◽  
Author(s):  
Andreas Johnen ◽  
Thomas Duning

ZusammenfassungRichtig angewendet erreicht die neuropsychologische Diagnostik in der neurologischen Praxis eine hohe Sensitivität und Spezifität bei der differentialdiagnostischen Zuordnung alltagsrelevanter kognitiver Defizite. Insbesondere bei primär neurodegenerativen Erkrankungen mit dementiellen Symptomen erlaubt die neuropsychologische Diagnostik bereits in frühen Krankheitsstadien eine korrekte Zuordnung verschiedener Demenzerkrankungen und gehört bei diesen Erkrankungen zu einer leitliniengerechten Diagnostik. Inzwischen wird der neuropsychologischen Diagnostik jedoch auch bei anderen Erkrankungen, z. B. entzündlichen ZNS-Erkrankungen, ein großer Stellenwert eingeräumt, insbesondere mit Blick auf neue therapeutische Optionen. Neben einer ausführlichen neuropsychologischen Untersuchung können auch Kurztests – wenn sie richtig und zielgerichtet eingesetzt werden – entscheidende diagnostische Hinweise geben. Trotz dieser Vorteile hat die neuropsychologische Diagnostik Grenzen und Einschränkungen. Einige dieser Einschränkungen sind vermeidbar, wenn die neuropsychologische Untersuchung zielgerichtet und hypothesengeleitet angewendet und entsprechend richtig interpretiert wird. In dem folgenden Übersichtsartikel geben wir einen Überblick über grundsätzliche Möglichkeiten und vermeidbare Einschränkungen der neuropsychologischen Diagnostik sowie konkrete Hinweise auf anwendbare Tests bei verschiedenen Fragestellungen.



Praxis ◽  
2017 ◽  
Vol 106 (22) ◽  
pp. 1221-1223 ◽  
Author(s):  
Jean-Bernard Daeppen

Zusammenfassung. Erwachsene in der Schweiz trinken durchschnittlich zwei Gläser Wein pro Tag. Alkoholmissbrauch und kognitive Störungen sind eng verknüpft, vor allem bei älteren Personen. Die klinische Untersuchung muss nach Anzeichen von Unterernährung suchen und eine neuropsychologische Untersuchung einschliessen, wenn der Mini-Mental-Status pathologisch ist. Bei Anzeichen einer Gayet-Wernicke-Krankheit muss eine intravenöse B1-Vitamin-Therapie zur prophylaktischen oder therapeutischen Behandlung eingeleitet werden. Kognitive Beeinträchtigung ist eine schlechte Prognose für die Behandlung von Alkoholabhängigkeit, sollte aber nicht dazu führen, die Behandlungsbemühungen aufzugeben.



2017 ◽  
Vol 25 (2) ◽  
pp. 173-176
Author(s):  
Elke Kalbe ◽  
Ann-Kristin Folkerts ◽  
Karlin Hossner ◽  
Josef Kessler

Zusammenfassung Für die Frühdiagnostik kognitiver Störungen und Demenzen sind sensitive kognitive Screenings (z.B. MoCA, DemTect) hilfreiche Instrumente, die zeitökonomisch verschiedene kognitive Domänen erfassen. Für eine weitere Diagnostik sollte eine elaborierte neuropsychologische Untersuchung erfolgen. Zur Abklärung von Beeinträchtigungen der Aktivitäten des täglichen Lebens (ADL) ist eine (Fremd-)Anamnese angezeigt, und es steht zusätzlich eine Reihe standardisierter Fragebögen zur Verfügung.



2017 ◽  
Vol 44 (05) ◽  
pp. 312-321
Author(s):  
Bernhard Fehlmann ◽  
Hennric Jokeit

Zusammenfassung Hintergrund Mit dem Stroop-Interference-NoGo-Test (STING) legen wir ein Screening-Instrument vor, das der zeitökonomischen und sensitiven Erfassung von kognitiven Beeinträchtigungen dient. Entstanden ist das Vorhaben dieser Testentwicklung vor dem Hintergrund einer weiteren Ökonomisierung von Diagnostik und Therapie in Spitälern und Praxen einerseits und der gestiegenen Bedeutung kognitiver Beeinträchtigungen für die Lebensqualität und die berufliche Integration andererseits. Etablierte kognitive Screeningverfahren wie MoCA, MMSE oder CAMCOG erfordern einen höheren zeitlichen Aufwand oder sind nur eingeschränkt sensitiv bezüglich leicht bis mittelgradiger Beeinträchtigungen in bedeutsamen Domänen. Methoden Dem STING-Test liegt die Idee eines Omnibus-Tests zugrunde. Er integriert attentionale, lexikalisch-semantische, Speed- und inhibitorische Komponenten. Dabei werden eine individuelle sensomotorische Basiskomponente und eine höhere kognitiv/exekutive Komponente getrennt erhoben und erlauben, eine kognitive von einer unspezifisch generalisierten oder rein sensomotorischen Beeinträchtigung zu differenzieren. Der Test wurde an einer Stichprobe von 907 Probanden, aufgeteilt nach Alter und Bildung, normiert. Seine Diskriminationsleistung wurde untersucht an 64 Patienten (32 M, 32 F) mit vorwiegend leichten bis moderaten neuropsychologischen Auffälligkeiten. Ergebnisse Die Merkmalskonstanz liegt im Wesentlichen bei r = .82–.95, die Bedingungskonstanz in parallelen Messungen bei r = .82–.91. Die Zeitkonstanz wird in einer Teilstichprobe niedriger (r = .48–.81) geschätzt. Übungseffekte treten im moderaten Rahmen auf (7–12 %). Der STING weist Zusammenhänge mit verwandten Testverfahren auf, wobei er sich von reinen Intelligenztests abgrenzt. Für die Alterskategorie von 12 – 34 Jahren erwies sich die Anzahl korrekt bearbeiteter Items im komplexeren zweiten Testteil als geeignetster Klassifikator in Bezug auf klinische Auffälligkeit, mit einer Sensitivität von 83% und einer Spezifität von 47 %. Zwischen 35 und 64 Jahren wurde die Diskriminationsleistung durch die Kombination mit dem Verhältnis aus den beiden Testteilen verbessert, welches kognitive Kosten des Aufgabenwechsels repräsentiert. Einer Sensitivität von 71 % steht hier eine Spezifität von 70 % gegenüber. Diskussion Insgesamt erweist sich der STING als Screeningverfahren zur globalen Erfassung kognitiver Beeinträchtigungen als hinreichend sensitiv. Ein auffälliges Ergebnis ersetzt nicht eine neuropsychologische Untersuchung, sondern indiziert diese. Damit geben wir klinisch tätigen Neurologen, Psychologen und Psychiatern ein Werkzeug an die Hand, das es ihnen gestattet, auch leicht- bis mittelgradige transiente oder chronische Funktionseinbußen kognitiver Leistungen zu objektivieren und im zeitlichen Verlauf zu kontrollieren.



Praxis ◽  
2016 ◽  
Vol 105 (15) ◽  
pp. 905-908
Author(s):  
Marco M. Bühler ◽  
Brigitte Rüegger-Frey ◽  
Annette Ciurea-Löchel ◽  
Sacha Beck

Zusammenfassung. Wir stellen den Fall einer 65-jährigen Frau vor mit seit wenigen Jahren bestehenden Sehstörungen bei unauffälligem ophthalmologischem Befund. Die neuropsychologische Untersuchung ergab eine komplexe Agnosie mit deutlichen Einschränkungen in visuell-konstruktiven und visuell-perzeptiven Leistungen bei nur leichten Defiziten in der Mnestik. Die Befunde passen zu einer posterioren kortikalen Atrophie. Der Störung liegt eine Neurodegeneration zugrunde, meist als Folge einer Alzheimerkrankheit. Da die Patienten über ein ausgeprägtes Störungsbewusstsein verfügen, sind eine gute Aufklärung sowie das Entwickeln geeigneter Kompensationsstrategien sehr wichtig.



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