systemische inflammation
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Author(s):  
P. G. Ferstl ◽  
M. Schulz ◽  
J. Trebicka

ZusammenfassungDie akute Dekompensation ist eine rasch eintretende Komplikation der Leberzirrhose. Durch alle Stadien der akuten Dekompensation hinweg weisen die portale Hypertension und systemische Inflammation eine zunehmende Schwere auf. Das akut-auf-chronische Leberversagen ist die schwerste Stufe der akuten Dekompensation, und ist durch Organversagen und hohe Mortalität charakterisiert.



2020 ◽  
Vol 145 (11) ◽  
pp. 722-726
Author(s):  
Carla Cremonese ◽  
Frank Erhard Uschner ◽  
Jonel Trebicka

Was ist neu? Leitliniengerechte Indikationen für den Einsatz von Humanalbumin bei Leberzirrhose Aktuelle Indikationen für eine Albumintherapie bei Patienten mit Leberzirrhose sind die Prävention einer Kreislauffunktionsstörung nach Parazentese, die Prävention des hepatorenalen Syndroms (HRS) bei Patienten mit spontaner bakterieller Peritonitis (SBP) sowie das Management des HRS in Kombination mit Vasokonstriktoren. Durch eine kurzzeitige Anwendung von Albumin bei dekompensierter Leberzirrhose soll dabei eine Verbesserung des effektiven Blutvolumens erreicht werden. Albumin als Plasmaexpander, Radikalfänger, Antioxidans und Immunmodulator Neue Daten belegen, dass Albumin sowohl den Kreislauf unterstützt als auch die systemische Inflammation senkt. Neben seiner onkotischen Funktion fungiert es als Antioxidans, Radikalfänger und Immunmodulator. Diese nicht onkotischen Eigenschaften erklären, warum eine Langzeit-Albumingabe bei Patienten mit dekompensierter Leberzirrhose möglicherweise Komplikationen vorbeugen kann und auch bei Nicht-SBP-Infektionen die ACLF-Rate (ACLF = akut-auf-chronisches Leberversagen) senkt. Effekte auf die Kreislauffunktion und systemische Inflammation In einer aktuellen Studie verbesserte eine 12-wöchige Albumingabe (1,5 g/kg KG/Woche) bei dekompensierter Leberzirrhose die Marker der systemischen Inflammation. Diese Effekte könnten auf die Endothelfunktion sowie die antiinflammatorischen Eigenschaften des Proteins auf die Aufnahme von Albumin durch die Endothel- bzw. Immunzellen zurückgeführt werden. Aktuelle Studien zur Langzeit-Albumintherapie Neue Daten zeigen, dass eine Langzeit-Albumintherapie bei Patienten mit Leberzirrhose und Aszites das Überleben verbessert, Komplikationen vorbeugt, das Management von Aszites vereinfacht und die Hospitalisierungsrate senkt. Die sogenannten Disease-modifying-Effekte einer Langzeit-Albumintherapie beeinflussen möglicherweise den Krankheitsverlauf günstig. Trotzdem sind die optimale Dosierung und Verabreichungsintervalle noch nicht endgültig definiert.



2019 ◽  
Vol 13 (04) ◽  
pp. 197-204
Author(s):  
Rima Chakaroun ◽  
Matthias Blüher

ZusammenfassungDas Darmmikrobiom ist ein komplexes Ökosystem, das aus einer Vielzahl von hauptsächlich Bakterien, aber auch Archaeen und Viren besteht. In den letzten Jahren konnte ein starker Zusammenhang zwischen Mikrobiom-Veränderungen und der Entstehung von Erkrankungen, zu denen auch Adipositas und verschiedene Stoffwechselkrankheiten gehören, gefunden werden. Darmbakterien sind an der Synthese essentieller Vitaminen, Extraktionen von Nährstoffen sowie den Abbau von Ballaststoffen beteiligt. Zusätzlich spielt das Mikrobiom eine wichtige Rolle in der Reifung des Immunsystems des Wirts, seiner Darmbarriere, der neuronalen intestinalen Aktivität, und der Produktion und Freisetzung von gastrointestinalen Hormonen. Veränderungen der Zusammensetzung des mikrobiellen Ökosystems im Darm sind mit dem Auftreten von Adipositas, Typ 2 Diabetes, arterieller Hypertonie, nicht alkoholischer Lebererkankung (NAFLD) sowie kardiovaskulären Krankheiten assoziiert.Vor allem tierexperimentelle Untersuchungen weisen auf einen starken Kausalzusammenhang zwischen dem Mikrobiom und diesen Erkrankungen hin. Hierfür können zusätzlich zu wirtspezifischen oder Umweltfaktoren sowohl Zusammensetzung wie auch die Funktion der Darmbakterien eine chronische systemische Inflammation mitverursachen und unterhalten.Ein möglichst diverses Mikrobiom kann die metabolische Gesundheit des Wirts positiv beeinflussen und stellt somit einen potentiellen therapeutischen Ansatz bei kardiometabolischen Erkrankungen dar. Beispielsweise werden Stuhltransplantationen zur Therapie unterschiedlicher Erkrankungen wie Clostridium difficile-Infektionen eingesetzt und verbessern auch bei Personen mit Metabolischem Syndrom die Insulinsensitivität. Bevor eine Modulation des Mikrobioms in der Zukunft zur Prävention und Therapie von Adipositas und begleitenden Erkrankungen eingesetzt werden kann, müssen noch weitere klinische Studien die Effektivität und Sicherheit einer gezielten Manipulation der Darmbakterien belegen.



2019 ◽  
Vol 48 (10) ◽  
pp. 402-406
Author(s):  
Matthias Leschke

ZUSAMMENFASSUNGDie Diagnose einer koronaren Herzkrankheit (KHK) bei Patienten mit COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung) wird häufig verspätet gestellt, da Symptome wie Dyspnoe, thorakale Schmerzen und Palpitationen sowie Herzrhythmusstörungen auf die zugrunde liegende COPD bezogen werden. Nach verschiedenen Studien ist die COPD durch ein bis zu 3-fach erhöhtes Mortalitätsrisiko gegenüber Nicht-COPD-Patienten belastet. Nach einer aktuellen Studie sind 69 % der COPD-Patienten kardiovaskulär erkrankt. So fand sich eine um 2,33 höhere Wahrscheinlichkeit einer stationären Aufnahme wegen einer kardiovaskulären Genese gegenüber Nicht-COPD-Patienten. Wesentlich dürfte dafür eine systemische Inflammation sein, die in Beziehung mit dem Ausmaß der bronchialen Obstruktion und der Air-Flow-Limitation steht und sich laborchemisch durch einen Anstieg des hochsensitiven CRP (C-reaktives Protein), aber auch der Fibrinogenkonzentration insbesondere bei akuten Exazerbationen zeigt. COPD-Patienten haben signifikant erhöhte Troponinkonzentrationen infolge eines Typ-2-Myokardinfarktes aufgrund von Hypoxie und Tachykardie, einer damit sekundären stressbedingten Myokardischämie. Demnach müssen COPD-Patienten sorgfältig bezüglich kardiovaskulärer Risikofaktoren untersucht und kardiale Komorbiditäten diagnostiziert werden.



2017 ◽  
Vol 32 (1) ◽  
pp. 59-66
Author(s):  
A. K. Schmidt ◽  
A. Assmann ◽  
A. Lichtenberg ◽  
U. Boeken


2017 ◽  
Vol 5 (3) ◽  
pp. 146-147
Author(s):  
Evgenia Makrantonaki

Hintergrund: Hidradenitis suppurativa (HS) ist eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung. Die Evidenzlage spricht zunehmend dafür, dass dysfunktionelle Immunreaktionen sowohl der adaptiven als auch der angeborenen Immunität an HS beteiligt sind. Die kürzlich postulierte Assoziation der HS mit dem metabolischen Syndrom könnte zusätzlich zum Entzündungsgeschehen bei HS beitragen. Ziel: Untersuchung des Entzündungsstatus und des Leukozytenprofils im peripheren Blut von HS-Patienten. Material und Methoden: In einer komparativ aufgebauten Querschnittstudie untersuchten wir hochsensitives C-reaktives Protein (hs-CRP) und das Leukozytenprofil in Blutproben von stationär behandelten HS-Patienten (HS-HOSP), laut Selbstauskunft an HS leidenden Patienten aus der Allgemeinbevölkerung (HS-POP) sowie Populationskontrollen. Ergebnisse: Unsere Studie umfasste 32 Personen in der HS-HOSP-Gruppe, 430 in der HS-POP-Gruppe und 20 780 Kontrollen. Der mediane hs-CRP-Wert betrug in der HS-HOSP Gruppe 5,1 mg/l (Quartilsabstand 2,6-8,2), in der HS-POP-Gruppe 2,2 mg/l (1,0-4,3) und bei den Kontrollen 1,3 mg/l (0,7-2,9). Eine nach Lebensalter und Geschlecht adjustierte Analyse ergab ei- nen signifikant höheren hs-CRP-Wert für beide HS-Gruppen im Vergleich zur Kontrollgruppe (p < 0,0001). In der nach Alter und Geschlecht adjustierten Analyse war in beiden HS-Gruppen die Wahrscheinlichkeit einer Leukozytose im Vergleich zur Kontrolle signifikant erhöht; die Odds Ratio lag für die HS-HOSP-Gruppe bei 4,38 (95-%-KI = 2,18-8,80; p < 0,0001) und für die HS-POP-Gruppe bei 1,95 (95-%-KI = 1,58-2,42; p < 0,0001). Das nach Lebensalter und Geschlecht adjustierte Leukozyten-Differentialblutbild ergab signifikant höhere Werte für neutrophile Granulozyten (p < 0,0001) und Monozyten (p = 0,0014; p = 0,0004) in den HS-Gruppen im Vergleich zu den Kontrollen. Schlussfolgerung: Die mit HS assoziierten hs-CRP-Werte scheinen im intermediären Bereich zu liegen (2,2-5,1 mg/l), was eher auf eine systemische Inflammation als auf eine Infektion hindeutet. Bei der Leukozytose im peripheren Blut bei HS standen neutrophile Granulozyten und Monozyten im Mittelpunkt.



2016 ◽  
Vol 12 (1) ◽  
pp. 55-56
Author(s):  
D. Haffner




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