somatische erkrankungen
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2021 ◽  
Author(s):  
Jacques Press ◽  
Fotis Bobos ◽  
Jörg Frommer ◽  
Marina Perris-Myttas ◽  
Eva Schmid-Gloor ◽  
...  

Treten somatische Erkrankungen aufgrund einer Verarmung der Psyche in Erscheinung oder stellen sie primär eine Form der Kommunikation durch den Körper dar? Über diesen klassischen Gegensatz gehen die AutorInnen hinaus, indem sie verschiedene psychoanalytische Perspektiven auf somatische Erkrankungen vorstellen. So ergibt sich ein Dialog, der ein neues Verständnis für psychosomatische Krankheiten schafft. Ausgehend von klinischen Fällen spiegelt das Buch entsprechend dieser Grundidee im Aufbau seiner Kapitel den Dialoggedanken wider. Die AutorInnen behandeln theoretische Konzepte wie den Trieb und die Affekte, die Rolle des Ideal-Ichs sowie die Funktion der Symbolisierung und befassen sich mit Fragen bezüglich Depression und Traumata sowie Gemeinsamkeiten und Unterschieden zwischen somatisierenden und Grenzfall-PatientInnen. Darüber hinaus werden zentrale Aspekte bezüglich der Behandlung wie die psychosomatische Untersuchung oder die Bedeutung der Übertragung und Gegenübertragung aufgegriffen.



2020 ◽  
pp. 1-9
Author(s):  
Carmen Uhlmann ◽  
Erich Flammer ◽  
Susanne Jaeger ◽  
Petra Schmid

<b><i>Hintergrund:</i></b> Biofeedbackverfahren haben sich für unterschiedliche psychische und somatische Erkrankungen als wirksam erwiesen. Für depressive Störungen als weitver­breitetes Störungsbild liegen mittlerweile zwar mehrere Studienergebnisse vor, die Bewertung der wissenschaftlichen Evidenz ist jedoch weiterhin ausstehend. <b><i>Material und Methoden:</i></b> Eine systematische Literaturrecherche wurde in den Datenbanken PubMed, PsycINFO und CINAHL mit den Begriffen “Neurofeedback” oder “Biofeedback” und “Depression” durchgeführt. Von den insgesamt 971 identifizierten Publikationen gingen nach Durchsicht 12 in die Arbeit ein. <b><i>Ergebnisse:</i></b> Die Effektstärken lagen für den Vergleich Prä- versus Post-Intervention bei einer Range von 0,31 bis 4,08 und für den Vergleich zwischen Biofeedback und Kontrollgruppe bei –0,77 bis 2,38 für beide Arten des angewendeten Feedbacktrainings: Neurofeedback und Feedback der Herzratenvariabilität. Beinhalteten Kontrollinterventionen Entspannungstechniken oder Placebo-Feedback, zeigten sich auch hier überraschend gute Ergebnisse. <b><i>Diskussion:</i></b> Die Aussagekraft der Ergebnisse wird gemindert durch meist kleine Stichproben, nur wenige Katamnesedaten und vor dem Hintergrund von nur drei Studien mit festgestellt ge­ringem Verzerrungsrisiko. Dies in die Interpretation einbezogen, sind die Studienergebnisse jedoch immer noch beachtlich gut. <b><i>Schlussfolgerungen:</i></b> Symptomverbesserungen mit teilweise hohen Effektstärken zeigen, dass Biofeedbackverfahren für die Behandlung von depressiven Störungen eventuell geeignete Methoden sind. Unspezifische Wirkfaktoren wie Entspannungs- und Erwartungseffekte gilt es unbedingt zu berücksichtigen. Eine vielversprechende Perspektive könnte die Kombination aus verhaltenstherapeutischem Ansatz und Feedbacktraining sein.



2020 ◽  
Vol 63 (10) ◽  
pp. 1189-1202
Author(s):  
Daniel Schindel ◽  
Christine Kleyer ◽  
Liane Schenk

Zusammenfassung Hintergrund In Deutschland leben Schätzungen zufolge zwischen 337.000 und 650.000 wohnungslose Menschen in gesundheitlich zumeist prekärer Lage. Studien zu ihrer Gesundheit sind selten und methodisch heterogen. Bisherige Übersichtsarbeiten fokussierten auf psychische Erkrankungen. Fragestellung Ziel der Arbeit ist es, einen Überblick über die aktuelle Forschung zu somatischen Erkrankungen von Wohnungslosen in Deutschland zu geben. Methoden Auf Grundlage einer systematischen Literaturrecherche für die Jahre 2009–2019 werden methodisches Vorgehen, Stichprobenzugang und Rekrutierung sowie die berichteten Gesundheitsaspekte betrachtet. Ergebnisse Es wurden 8 Journalbeiträge mit Peer-Review identifiziert. Häufig wurde der Begriff „Wohnungslosigkeit“ nicht operationalisiert. Im Durchschnitt waren die Wohnungslosen 40,9–67 Jahre alt, der Frauenanteil lag bei 0–35,3 %. Der Stichprobenzugang erfolgte in Unterkünften und im Rahmen medizinischer Angebote. Eine Rekrutierungsstrategie war ein modifiziertes Schneeballsystem („respondent driven sampling“) in Verbindung mit Anreizen (Incentives). Häufig wurden Herz-Kreislauf-Erkrankungen (17–37,2 %), Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems (≥20 %) sowie der Atemwege (7–24 %) berichtet. Abhängig vom Ort der Rekrutierung traten vermehrt Infektionskrankheiten auf (Tuberkulose, Hepatitis B und C). Diskussion Studien zur somatischen Gesundheit Wohnungsloser sind häufig selektiv. Überrepräsentiert erscheinen Personen, die älter sind, unteren Bildungsgruppen angehören oder in deutschen Großstädten lebende Männer. Der Begriff „Wohnungslosigkeit“ wird nicht einheitlich verwendet. Im Vergleich mit repräsentativen Bevölkerungsdaten für Deutschland werden erhöhte Erkrankungsrisiken beobachtet. Kohortencharakteristika können diese nur bedingt erklären. Biografische und intersektionale Ansätze werden benötigt, um die multiplen und kumulativen Belastungslagen zu erfassen.





2018 ◽  
Vol 68 (03/04) ◽  
pp. 95-96
Author(s):  
Astrid Müller ◽  
Matthias Brand

Unter dem Begriff Verhaltenssüchte werden Verhaltensweisen subsumiert, die suchtartig und exzessiv betrieben zum Problem für die davon Betroffenen und ihre Angehörigen werden. Dazu zählen das pathologische Glücksspielen, die Mediensucht bzw. Internetbezogene Störungen und pathologisches Kaufen. Als weitere Vertreter dieser Störungsgruppe werden zudem Sexsucht, Sportsucht 1 und „Food Addiction“ diskutiert 2. Typisch für die genannten Störungsbilder ist, dass infolge eines unwiderstehlichen Verlangens, das nur schwer oder gar nicht kontrolliert werden kann, ein bestimmtes – kurzfristig mit Belohnung assoziiertes – Verhalten immer wieder ausgeführt wird, obwohl die Betroffenen selbst oder ihr Umfeld längerfristig negative Konsequenzen des Verhaltens erleben (z. B. soziale Probleme, familiäre Konflikte, Verschuldung, Leistungsversagen, Arbeitsplatzverlust, psychische und somatische Erkrankungen, Straffälligkeit). In Analogie zu den substanzgebundenen Abhängigkeitserkrankungen werden auch bei den Verhaltenssüchten Phänomene wie Cue-Reactivity und Craving beobachtet 3 4. Die exzessive Ausübung des Verhaltens aktiviert offenbar dieselben Belohnungszentren im Gehirn wie bei substanzgebundenen Abhängigkeiten, was in Kontrollverlust, Toleranzeffekten und durchaus auch Entzugserscheinungen (z. B. ängstliche oder deprimierte Stimmung, Dysphorie, Gereiztheit) resultiert 5.



2015 ◽  
Vol 72 (10) ◽  
pp. 637-642 ◽  
Author(s):  
Christian Imboden ◽  
Martin Hatzinger

Zusammenfassung. Erkennung von Suizidalität spielt auch im somatischen Spital eine wichtige Rolle: Bei Patienten die nach einem Suizidversuch oder sonstigen selbstschädigenden Handlungen auf der Notfallstation vorstellig werden sowie bei hospitalisierten Patienten im Rahmen einer psychiatrischen Erkrankung und/oder einer psychosozialen Krise. Auch somatische Erkrankungen wie Krebs, Epilepsie, COPD, Asthma, Stroke und chronische Schmerzen erhöhen das Suizidrisiko. Um Suizide und Suizidversuche zu vermeiden ist eine Sensibilisierung des Behandlungsteams sinnvoll, so dass frühzeitig ein Konsiliarpsychiater hinzu gezogen werden kann und das Ausmass der Gefährdung sowie ein sinnvolles Procedere festgelegt werden. Im Vordergrund steht zunächst der Schutz des Patienten vor einem Suizid durch Sicherungsmassnahmen wie Überwachung, Einschränkung des Zugangs zu Suizidmethoden, Verlegung in eine psychiatrische Klinik sowie der Einsatz sedierender Substanzen. Die psychiatrische Grunderkrankung sollte nach modernen Standards behandelt und ein Procedere für die Zeit nach dem Austritt festgelegt werden. Patienten die nach einem Suizidversuch vorstellig werden sind besonders gründlich abzuklären, da ein Suizidversuch der stärkste Prädiktor für einen späteren Suizid ist. Eine Besonderheit stellt die Praxis des assistierten Suizids dar, welcher vor allem von älteren Menschen gewählt wird und dem teilweise nicht diagnostizierte Depressionen zugrunde liegen können, so dass die verbesserte Erkennung von Altersdepressionen diesbezüglich eine wichtige Rolle spielt.



2015 ◽  
Vol 72 (1) ◽  
pp. 29-31
Author(s):  
Hannes Balmer

Häufige Notfälle bei Demenzerkrankten sind Aggressivität, Schreien, Tag-Nacht-Umkehr, sonstige Verhaltensstörungen und Stürze. Ursache ist nicht selten ein Delir, vor allem wenn es zu einer raschen Änderung gekommen ist. Besonders hypoaktive Delirien sind schwer zu erkennen. Akute somatische Erkrankungen haben bei Dementen eine andere Bedeutung als bei Nicht-Dementen, Prioritäten müssen der Hirnleistungsschwäche angepasst werden. Neben medizinischen müssen auch ethische Entscheide gefällt werden. Besondere Bedeutung kommt den Ressourcen des Betreuernetzes zu. Es werden nicht-medikamentöse und medikamentöse Lösungsansätze im Umgang mit Notfällen bei Demenzerkrankten aufgezeigt.



2013 ◽  
Vol 42 (4) ◽  
pp. 242-255 ◽  
Author(s):  
Till Wagner ◽  
Stefan Roepke ◽  
Paul Marschall ◽  
Christian Stiglmayr ◽  
Babette Renneberg ◽  
...  

Hintergrund: Bislang liegen in Deutschland keine Befunde über die krankheitsbedingten Kosten von Patienten mit einer Borderline Persönlichkeitsstörung (BPS) aus der gesellschaftlichen Perspektive vor. Fragestellung: Wie hoch sind die jährlichen Krankheitskosten pro BPS-Patient? In welchen Bereichen entstehen die höchsten Kosten? Methodik: Auf der Grundlage aktueller gesundheitsökonomischer Empfehlungen wurden die krankheitsbedingten Kosten von N = 55 BPS-Patienten in Berlin für den Zeitraum von 12 Monaten vor Beginn einer ambulanten Psychotherapie aus der gesellschaftlichen Perspektive mit einem Interview erhoben und berechnet. Ergebnisse: Die Krankheitskosten in den 12 Monaten vor der Therapie betrugen insgesamt € 26.882 (SD = € 32.275) pro BPS-Patient. € 17.976 (SD = € 23.867) davon waren direkte Kosten, € 8.906 (SD = € 15.518) wurden für indirekte Kosten berechnet. Die höchsten Kosten entstanden durch stationäre und teilstationäre Aufenthalte (M = € 13.121; SD = € 19.808) sowie durch krankheitsbedingte Erwerbsunfähigkeit (M = € 7.020; SD = € 15.099). Schlussfolgerungen: Die BPS geht mit hohen gesellschaftlichen Kosten einher, die weitaus höher sind als die durch viele andere psychische und somatische Erkrankungen bedingten Kosten.



2013 ◽  
Vol 40 (04) ◽  
pp. 207-213 ◽  
Author(s):  
Ulrike Maske ◽  
Markus Busch ◽  
Frank Jacobi ◽  
Steffi Riedel-Heller ◽  
Christa Scheidt-Nave ◽  
...  


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