direkte kosten
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Author(s):  
Konstantin Kohlhase ◽  
Adam Strzelczyk ◽  
Luciana Porto ◽  
Achim Beißel ◽  
Daniel J. Curry ◽  
...  

Zusammenfassung Einleitung Die stereotaktische Laserthermoablation (SLTA) stellt eine minimal-invasive Behandlung für therapierefraktäre Epilepsien auf dem Boden eines hypothalamischen Hamartoms (HH) dar. Durch die weitreichenden Folgen einer therapierefraktären Epilepsie können hohe direkte Kosten entstehen, die durch eine zu erzielende Anfallsfreiheit gesenkt werden können. Methoden Anhand einer Patientin mit einem HH sollen die Auswirkungen einer solchen Erkrankung beleuchtet und der Krankheitsverlauf nach erfolgter SLTA dargestellt werden. Zur Beurteilung der Kosteneffizienz der SLTA wurden die direkten Kosten, basierend auf den Krankenversicherungsdaten der Patientin, über die Versicherungsjahre 2017 bis 2020 analysiert. Ergebnisse Bei der Patientin bestand eine hochaktive, medikamentenrefraktäre Epilepsie mit erhöhtem Verletzungsrisiko und zunehmender Verschlechterung der schulischen Leistung und der psychischen Verfassung. Begleitend bestand durch das HH eine Pubertas praecox. Nach SLTA entwickelte die Patientin mit einem Follow-up von 26 Monaten eine vollständige Anfallsfreiheit sowie eine endokrinologische Stabilisierung, sodass die antikonvulsive als auch die hormonelle Medikation im Verlauf beendet werden konnten. Relevante persistierende Komplikationen wurden nicht beobachtet. Die direkten jährlichen Kosten (stationär [ausschließlich der SLTA selbst]/ambulant/Medikamente) reduzierten sich von € 6603 in 2017 und € 12.903 in 2018 auf € 3609 in 2019 und zuletzt € 617 in 2020, was einer Reduktion von bis zu 95 % (2018 gegenüber 2020) entsprach. Zusätzlich konnten die Kosten einer geplanten Integrationsassistenz von schätzungsweise € 18.000/Jahr eingespart werden. Schlussfolgerung Die SLTA stellt eine effektive und risikoarme Behandlung von HH dar und führt bereits nach 2 Jahren zu einer relevanten Einsparung der direkten Kosten, was bei der Kosten-Nutzen-Abwägung der SLTA einzubeziehen ist.



Author(s):  
Laura Hörster ◽  
Silke Neusser ◽  
Annika Trautner ◽  
Kathrin Pahmeier ◽  
Hildegard Lax ◽  
...  

Zusammenfassung Zielsetzung Im Gegensatz zu hämatologischen Neoplasien im Kindesalter gibt es für Erwachsene mit diesen Erkrankungen wenige bis keine einheitlichen Nachsorgemuster und dementsprechend auch keine rational begründeten Nachsorgepläne. Des Weiteren wurden bislang keine Studien zu den mit der Nachsorge einhergehenden Kosten veröffentlicht. Die vorliegende Studie dient zur Erfassung des Ressourcenverbrauchs und der damit einhergehenden Kosten von erwachsenen Patienten. Methodik Die Daten des Ressourcenverbrauchs wurden 2014 retrospektiv für die letzten 12 Monate mittels eines standardisierten Fragebogens erfasst. Die Krankheitskosten (direkte medizinische sowie indirekte Kosten) wurden aus der gesellschaftlichen Perspektive ermittelt. Das Jahr 2014 dient als Basisjahr für die Berechnung der Preise. Zur Ermittlung der indirekten Kosten (Erwerbsminderung, Arbeitsunfähigkeit) wurde der Friktionskostenansatz mit einer Friktionsperiode von 90 Tagen herangezogen. Weiterhin erfolgte ein Vergleich mit Hilfe des Humankapitalansatzes. Ergebnisse Insgesamt nahmen 1531 Patienten an der gesundheitsökonomischen Erhebung teil. 89,4 % der Teilnehmer wiesen im Erfassungszeitraum mindestens einen ambulanten Arztkontakt auf. 235 Teilnehmern (15,3 %) wurde mindestens ein der Nachsorge zuzuordnendes Medikament verabreicht. 9,7 % der Studienteilnehmer gaben keinerlei Inanspruchnahme aufgrund von Nachsorge der Krebserkrankung an. Insgesamt ergaben sich direkte medizinische Kosten von durchschnittlich ca. 3627 € pro Patient. Die indirekten Krankheitskosten beliefen sich unter Verwendung des Friktionskostenansatzes auf ca. 165 € pro Patient. Schlussfolgerung Arzneimittelkosten verursachen mit etwa 60 % den Großteil der direkten Nachsorgekosten bei Patienten mit hämatologischen Neoplasien. Nach der zugrundeliegenden Erkrankung aufgeschlüsselt weisen myeloproliferative Erkrankungen mit einem Anteil von fast 60 % die höchsten Gesamtkosten auf. Unter Verwendung des Friktionskostenansatzes lassen sich die Nachsorgekosten in 95,7 % direkte Kosten und 4,3 % indirekte Kosten unterteilen. 9,7 % der Studienteilnehmer geben keinerlei Inanspruchnahme aufgrund von Nachsorge der Krebserkrankung an und scheinen somit komplett durch das Nachsorgesystem zu fallen.



2018 ◽  
Vol 46 (03) ◽  
pp. 148-155
Author(s):  
Judith Dams ◽  
Klaus-Thomas Kronmüller ◽  
Eric Leibing ◽  
Regina Steil ◽  
Peter Henningsen ◽  
...  

Zusammenfassung Hintergrund Ziel war die Analyse direkter Kosten sozialer Angststörung (SAD) bei Jugendlichen und der Kosteneffektivität von CBT bzw. PDT. Methoden Multizentrische randomisierte Studie mit N = 103 Patienten. Krankheitskosten wurden zur Baseline und Kosteneffektivität nach der Behandlung analysiert. Ergebnisse Direkte 6-Monats-Kosten zu Baseline lagen bei 809 €. Während die inkrementelle Kosten-Effektivitäts-Relation von CBT im Vergleich zur Warteliste bei 18 824 €/QALY lag, war PDT nicht kosteneffektiv. Zusammenfassung SAD verursacht hohe direkte Kosten. CBT ist wahrscheinlich kosteneffektiv.



2018 ◽  
Vol 43 (03) ◽  
pp. 194-196
Keyword(s):  

Gicht ist die häufigste Form der inflammatorischen Arthritis, mit einer Prävalenz von 1–2% in den westlichen Industriestaaten. Die betroffenen Patienten verursachen für die Krankenversicherer deutlich höhere direkte Kosten als Patienten ohne die Erkrankung, im Wesentlichen aufgrund der gichttypischen Begleiterkrankungen.



2017 ◽  
Vol 15 (08) ◽  
pp. 354-358
Author(s):  
Lasse van de Sand ◽  
Janko Schildt ◽  
Mathias Bosse ◽  
Benno Neukirch ◽  
Sylvia Thun

ZUSAMMENFASSUNGDas Krankheitsbild des Diabetes mellitus besitzt eine immense gesundheitspolitische und gesellschaftliche Relevanz. Im Jahr 2008 sind nach Angaben des statistischen Bundesamts für die Versorgung von Menschen mit Diabetes direkte Kosten von insgesamt 6,34 Milliarden Euro durch Medikamente, ambulante und stationäre Behandlung, Pflege- und Rehabilitationsleistungen aufgelaufen. Dies entspricht einem Anteil von 2,5 % der Gesundheitsausgaben aller Krankheiten. Lässt sich jedoch der HbA1c-Wert nachhaltig senken – beispielsweise über einen telemedizinischen Ansatz von 9,0 auf 7,0 % – ergibt sich, gemessen zwischen dem 41. und dem 95. Lebensjahr, anhand einer Markov-Modellierung pro Person und Zyklus ein maximales mittleres Einsparpotenzial von 579,14 Euro pro Patient. Seine maximale Ausprägung erreicht das Einsparpotenzial jedoch bei an Diabetes erkrankten Menschen zwischen dem 41. und dem 61. Lebensjahr: In dieser Zeitspanne lassen sich im Mittel 921,13 Euro pro Person und vorab definiertem Zyklus einsparen, wenn es gelingt, den HbA1c-Wert dauerhaft von 8,0 auf 6,0 % zu senken. In späteren Lebensaltern gleichen sich die Kostenverläufe zwischen niedrigen und hohen HbA1c-Werten allerdings zunehmend an. Da jedoch diverse diabetische Folgeerkrankungen sowie relevante Kostenbestandteile aufgrund einer eingeschränkten Datenlage außerhalb der durchgeführten Analysen verbleiben, liegen die errechneten Einsparpotenziale voraussichtlich unterhalb der real erzielbaren.



2017 ◽  
Vol 13 (5) ◽  
pp. 358-359
Author(s):  
M. Jecht


2017 ◽  
Vol 80 (05) ◽  
pp. 471-481 ◽  
Author(s):  
Alexander Konnopka ◽  
Astrid Dobroschke ◽  
Thomas Lehnert ◽  
Hans-Helmut König

Zusammenfassung Ziel der Studie Ziel dieser Arbeit war eine systematische Übersicht über Krankheitskostenstudien zu Übergewicht und Adipositas für Deutschland zu erstellen. Methodik Wir haben eine PubMed-Recherche durchgeführt. Um die Vergleichbarkeit zu erhöhen, haben wir alle Kostendaten auf das Jahr 2014 inflationiert. Bei Bottom-up Studien haben wir zusätzlich die relativen Kostenunterschiede zwischen Übergewicht bzw. Adipositas und Normalgewicht berechnet, meta-analytisch aggregiert und auf die Gesamtbevölkerung extrapoliert. Ergebnisse Insgesamt konnten wir 15 Bottom-up Studien, 6 Top-down Studien und 2 Markov-Modellierungen identifizieren. Im Durchschnitt berichteten die Top-Down Studien direkte Kosten von 7,9 Mrd. Euro und indirekte Kosten von 3,6 Mrd. Euro. Die absoluten Ergebnisse der Bottom-up Studien waren aufgrund der Heterogenität der Studien nicht aggregierbar. Die gepoolten relativen Mittelwertdifferenzen in Studien mit Erwachsenen waren +22% für den Unterschied zwischen Übergewicht und Normalgewicht bzw. +53% für den Unterschied zwischen Adipositas und Normalgewicht. Die entsprechenden Effektstärken waren 0,07 (−0,05; 0,19), bzw. 0,15 (0,02; 0,28). Bei Kindern waren die relativen Mittelwertdifferenzen deutlich geringer und die dazugehörigen Effektstärken nahezu null. Die Extrapolation der Bottom-up Ergebnisse auf die Gesamtbevölkerung ergab direkte und indirekte Excess-Kosten von 22,2 Mrd. Euro für Übergewicht und 23,0 Mrd. Euro für Adipositas. Schlussfolgerung Zusammenfassend zeigte sich sowohl bei den Top-down Studien als auch bei den Bottom-up Studien eine große Heterogenität der Ergebnisse, welche auf eine erhebliche Unsicherheit hindeutet und eindeutige Aussagen zu den Kosten von Übergewicht und Adipositas sehr erschwert. Insgesamt deuten die Ergebnisse darauf hin, dass die Gesamtkosten in Top-down Studien stark unterschätzt werden.



2016 ◽  
Vol 55 (01) ◽  
pp. 54-58
Author(s):  
B. Bujan ◽  
M. Müller


2015 ◽  
Vol 26 (5) ◽  
pp. 9-9
Author(s):  
gc
Keyword(s):  


2013 ◽  
Vol 42 (4) ◽  
pp. 242-255 ◽  
Author(s):  
Till Wagner ◽  
Stefan Roepke ◽  
Paul Marschall ◽  
Christian Stiglmayr ◽  
Babette Renneberg ◽  
...  

Hintergrund: Bislang liegen in Deutschland keine Befunde über die krankheitsbedingten Kosten von Patienten mit einer Borderline Persönlichkeitsstörung (BPS) aus der gesellschaftlichen Perspektive vor. Fragestellung: Wie hoch sind die jährlichen Krankheitskosten pro BPS-Patient? In welchen Bereichen entstehen die höchsten Kosten? Methodik: Auf der Grundlage aktueller gesundheitsökonomischer Empfehlungen wurden die krankheitsbedingten Kosten von N = 55 BPS-Patienten in Berlin für den Zeitraum von 12 Monaten vor Beginn einer ambulanten Psychotherapie aus der gesellschaftlichen Perspektive mit einem Interview erhoben und berechnet. Ergebnisse: Die Krankheitskosten in den 12 Monaten vor der Therapie betrugen insgesamt € 26.882 (SD = € 32.275) pro BPS-Patient. € 17.976 (SD = € 23.867) davon waren direkte Kosten, € 8.906 (SD = € 15.518) wurden für indirekte Kosten berechnet. Die höchsten Kosten entstanden durch stationäre und teilstationäre Aufenthalte (M = € 13.121; SD = € 19.808) sowie durch krankheitsbedingte Erwerbsunfähigkeit (M = € 7.020; SD = € 15.099). Schlussfolgerungen: Die BPS geht mit hohen gesellschaftlichen Kosten einher, die weitaus höher sind als die durch viele andere psychische und somatische Erkrankungen bedingten Kosten.



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