perioperatives management
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Author(s):  
Christine Gaik ◽  
Thomas Wiesmann

ZusammenfassungDie Karotis-Endarteriektomie ist eine Standardoperation zur Therapie und Prophylaxe von ischämischen Schlaganfällen bei bestimmten Patientenkollektiven. Für eine optimale perioperative anästhesiologische Versorgung sind grundlegende Kenntnisse der Anatomie, Pathophysiologie sowie der OP-Technik notwendig. Mit der Allgemein- und der Regionalanästhesie stehen 2 verschiedene Anästhesieoptionen zur Wahl. Der Leser soll bei der Lektüre des Beitrags ein tiefergehendes Verständnis für die Erkrankung, die Operation und das daraus resultierende perioperative anästhesiologische Management erhalten.


2021 ◽  
Author(s):  
Jan Sönke Englbrecht ◽  
Christian Lanckohr ◽  
Christian Ertmer ◽  
Alexander Zarbock

Zusammenfassung Hintergrund Die Anzahl postmortal gespendeter Organe ist in Deutschland weit geringer als der Bedarf. Dies unterstreicht die Wichtigkeit einer optimalen Versorgung während des gesamten Prozesses der Organspende. Fragestellung Es existieren internationale Leitlinien und nationale Empfehlungen zu intensivmedizinischen organprotektiven Maßnahmen beim Organspender. Für das anästhesiologische Management fehlen evidenzbasierte Empfehlungen. Ziel dieser Übersichtsarbeit ist es, anhand der vorhandenen Evidenz die pathophysiologischen Veränderungen des irreversiblen Hirnfunktionsausfalls zu rekapitulieren und sich kritisch mit den empfohlenen Behandlungsstrategien und therapeutischen Zielgrößen auseinanderzusetzen. Auch auf ethische Aspekte der Betreuung des postmortalen Organspenders wird eingegangen. Methode Diese Übersichtsarbeit basiert auf einer selektiven Literaturrecherche in PubMed (Suchwörter: „brain dead donor“, „organ procurement“, „organ protective therapy“, „donor preconditioning“, „perioperative donor management“, „ethical considerations of brain dead donor“). Internationale Leitlinien und nationale Empfehlungen wurden besonders berücksichtigt. Ergebnisse Insgesamt ist die Evidenz für optimale intensivmedizinische und perioperative organprotektive Maßnahmen beim postmortalen Organspender sehr gering. Nationale und internationale Empfehlungen zu Zielwerten und medikamentösen Behandlungsstrategien unterscheiden sich teilweise erheblich: kontrollierte randomisierte Studien fehlen. Der Stellenwert einer Narkose zur Explantation bleibt sowohl unter pathophysiologischen Gesichtspunkten als auch aus ethischer Sicht ungeklärt. Schlussfolgerungen Die Kenntnisse über die pathophysiologischen Prozesse im Rahmen des irreversiblen Hirnfunktionsausfalls und die organprotektiven Maßnahmen sind ebenso Grundvoraussetzung wie die ethische Auseinandersetzung mit dem Thema postmortale Organspende. Nur dann kann das Behandlungsteam in dieser herausfordernden Situation sowohl dem Organempfänger als auch dem Organspender und seinen Angehörigen gerecht werden.


Author(s):  
Melanie Bischoff ◽  
Andreas Redel

ZusammenfassungEtwa ein Drittel aller Patienten, die sich einem operativen Eingriff unterziehen, nehmen chronisch Psychopharmaka ein. Neben Depressionen und Psychosen stellen chronische Schmerzen sowie Angst- und Panikstörungen die häufigsten Indikationen dar. In den vergangenen 30 Jahren stieg die Häufigkeit der Verordnung von Psychopharmaka um das 7-Fache. Fast alle Psychopharmaka interagieren mit Medikamenten, die perioperativ häufig gegeben werden, beispielsweise mit 5-HT3-Antagonisten, Sympathomimetika oder Opioiden. Einige der Medikamente weisen eine enge therapeutische Breite auf und nicht alle Medikamente können perioperativ pausiert werden. Im Rahmen der präoperativen Risikoevaluation ist daher eine Prüfung im Einzelfall notwendig. Der Anästhesist muss zudem bei Gabe bestimmter Medikamente während der Narkose besondere Vorsicht walten lassen oder ganz auf diese verzichten.Bei der Therapie vieler neurologischer Erkrankungen stellen Medikamente die zentrale Säule dar. Häufig begegnen dem Anästhesisten Patienten mit einer Epilepsie, mit Morbus Parkinson oder mit einer Myasthenia gravis, die eine entsprechende medikamentöse Therapie erhalten. Das perioperative Pausieren der Medikamente lässt zumeist eine Befundverschlechterung der neurologischen Grunderkrankung befürchten. Auf die möglichst rasche postoperative Einnahme der Dauermedikation ist daher besonderer Wert zu legen.


Author(s):  
Maria A. Willis ◽  
Wolfgang Schwenk ◽  
Stefan Post ◽  
Monika Nothacker ◽  
Markus Follmann ◽  
...  

ZusammenfassungMalignome zählen insbesondere im höheren Alter zu den häufigsten Erkrankungen und sind in Deutschland für 25% aller Todesfälle verantwortlich. Insbesondere bei Karzinomen des Gastrointestinaltraktes ist eine Heilung oft nur durch eine ausgedehnte Operation mit signifikanter Morbidität erreichbar. Vor etwa 25 Jahren wurde erstmalig das multimodale, perioperative Fast-Track-Konzept (FT-Konzept) zur Reduktion von postoperativen Komplikationen vorgestellt und in den folgenden Jahren um weitere Bausteine erweitert. Mittlerweile gibt es Hinweise, dass bei einer Umsetzung bzw. Adhärenz der Schlüsselbausteine von über 70% neben einer Reduktion der Komplikationsrate und einer verkürzten Krankenhausverweildauer ein verbessertes onkologisches Outcome möglich sein könnte. Trotz des hohen Bekanntheitsgrades und der nachgewiesenen Vorteile des FT-Konzeptes ist die Implementierung und Aufrechterhaltung der Maßnahmen schwierig und resultiert in einer Adhärenz von nur 20 – 40%. Dies hat viele Gründe: Neben einer fehlenden interdisziplinären und interprofessionellen Kooperation sowie dem hohen zeitlichen und logistischen Aufwand bei der Implementierung und Aufrechterhaltung werden häufig limitierte personelle Ressourcen als ursächlich aufgeführt. Wir haben diese Aspekte zum Anlass genommen und mit der Ausarbeitung einer S3-Leitlinie für die perioperative Behandlung zur beschleunigten Genesung von Patienten mit gastrointestinalen Tumoren begonnen. Durch die Erstellung einer im formalen Prozess konsentierten und evidenzbasierten, multidisziplinären Leitlinie wird eine Möglichkeit eröffnet, die aufgeführten Probleme durch eine Optimierung und Standardisierung der interdisziplinären Versorgung zu lösen, was insbesondere in einem Setting mit vielen verschiedenen Fachdisziplinen und deren unterschiedlichen Interessen wichtig ist. Weiterhin wird angestrebt, durch die Standardisierung der perioperativen Prozesse den zeitlichen und logistischen Aufwand zu reduzieren. Die Darstellung der Evidenz ermöglicht es, den personellen Mehraufwand gegenüber Krankenhausträgern und Krankenkassen transparenter zu gestalten und so auch besser zu begründen. Zusätzlich erlauben es die im Rahmen der Leitlinie generierten evidenzbasierten Qualitätsindikatoren, perioperative Standards in die Zertifizierungssysteme einzubeziehen und so die Qualität der perioperativen Medizin zu messen und zu überprüfen.


Author(s):  
Franziska Koch ◽  
Martina Green ◽  
Melanie Dietrich ◽  
Lutz Moikow ◽  
Frauke Pontau ◽  
...  

ZusammenfassungModerne perioperative Behandlungskonzepte legen großen Wert auf eine aktive Rolle der Patienten. Um dies zu ermöglichen, ist eine intensive Patientenbegleitung notwendig. Aus dieser Notwendigkeit heraus hat sich die Position der ERAS®-Nurse entwickelt. Sie ist der primäre Ansprechpartner für den Patienten vor, während und nach der Operation. Die konzeptionelle Erstellung und fortwährende Weiterentwicklung eines ERAS-Konzeptes mag vor allem ärztliche Tätigkeit sein, die tagtägliche Arbeit am Patienten und die Füllung des Konzeptes mit Leben wird jedoch vor allem durch eine ERAS-Nurse bewerkstelligt. Ihre Hauptaufgaben liegen in der präoperativen Patientenaufklärung, der täglichen Visitation der Patienten während des stationären Aufenthaltes, dem Ausfüllen der Dokumentation, der fortwährenden Kommunikation mit Pflegekräften und dem Monitoring der Einhaltung der ERAS-Vorgaben aller beteiligten Teammitglieder. Entsprechend wichtig ist es, die Position der ERAS-Nurse zu schaffen und sie als wertiges Mitglied ins Team zu integrieren. Im folgenden Artikel, der auf unseren Erfahrungen als zertifiziertes ERAS-Zentrum beruht, wird das Berufsbild umfänglich vorgestellt, einschl. Aufgaben, Bedeutung und Lösungsvorschlägen für gängige Probleme.


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