medikamentöse behandlung
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Author(s):  
Vivienne Sommer ◽  
Stefan Holland-Cunz ◽  
Martina Frech

ZusammenfassungDas nächtliche Einnässen im Kindesalter ist ein häufiger Konsultationsgrund im kinderurologischen Alltag. Nach heutiger Ansicht sind psychische Probleme („die Seele weint“) meistens nicht ursächlich. Die Ätiologie ist multifaktoriell inklusive einer genetischen Prädisposition und bisher nicht im Detail geklärt. Aber für viele Familien ist dies eine belastende Situation, und sie kann das Selbstwertgefühl und psychische Wohlbefinden der Kinder und Jugendlichen deutlich beeinträchtigen.Mit einer gründlichen kinderurologischen Anamnese, einem Trink- und Miktionsprotoll und körperlicher Untersuchung lassen sich kindliche Miktionsstörungen meistens gut differenzieren. Je nach Befund sind im Verlauf weitere Untersuchungen indiziert, insbesondere wenn eine organische Ursache vermutet wird. Wichtig hierbei ist, zu unterscheiden, ob es sich um eine isolierte monosymptomatische Enuresis nocturna handelt oder die Enuresis nocturna Ausdruck einer weiteren kindlichen Miktionsstörung ist (nichtmonosymptomatische Enuresis nocturna).Die Therapie richtet sich nach den möglichen Ursachen und dem Wunsch der Patienten und deren Familien. Eine monosymptomatische Enuresis nocturna hat durchaus einen sehr hohen Grad an Selbstheilungstendenz ohne Therapie oder nur mittels einfacher Verhaltensmassnahmen. Bei Therapiewunsch stehen eine medikamentöse Behandlung und/oder eine Konditionierung durch einen Weckapparat zur Verfügung.Sofern es sich um eine nichtmonosymptomatische Enuresis nocturna handelt, sind o. g. Therapien meistens frustran. Der therapeutische Ansatz hierbei ist je nach Ursache individuell und reicht von einfachen Verhaltensmassnahmen (z. B. bei Reifungsverzögerung der Blasenentwicklung) bis hin zu operativen Verfahren (z. B. bei posterioren Urethralklappen beim Knaben).



2021 ◽  
Vol 89 (10) ◽  
pp. 476-477

Die medikamentöse Behandlung bipolarer Störungen allein kann Krankheitsrückfälle und verbleibende Funktionseinschränkungen häufig nicht verhindern. Zuletzt galt der Psychotherapie als begleitende Maßnahme vermehrt Aufmerksamkeit. Welche Interventionen speziell bei bipolarer Störung anschlagen, unterscheidet sich jedoch stark. In einem internationalen Review verglichen Forscher nun verschiedene Ansätze.



intensiv ◽  
2021 ◽  
Vol 29 (05) ◽  
pp. 254-267
Author(s):  
Jan Sackarnd

Eine Frau klagt über zunehmende Luftnot. Doch warum? Es kommt zu einem kardiogenen Schock mit Mehrorganversagen. Als die medikamentöse Behandlung nicht ausreicht, wird ein Kreislaufersatzverfahren eingesetzt. Leider erholt sich die Herzschwäche, auch nachdem die Ursache gefunden ist, nicht. Daher wird der Frau ein dauerhaftes Linksherzunterstützungssystem implantiert. Bis zur Entlassung ist es ein langer Weg auf der Intensivstation.



Author(s):  
Tatjana Voß ◽  
Daniela Calvano ◽  
Joanna Vogel

ZusammenfassungDer vorliegende Artikel präsentiert empirische Daten sowie drei Fallbeispiele zur medikamentösen Behandlung von Menschen mit Persönlichkeitsstörungen und komorbiden Störungen in der forensischen Nachsorge. In einer Studie wurden Daten von insgesamt 117 Patienten der Forensisch-Therapeutischen Ambulanz in Berlin ausgewertet. Die Stichprobe zeigte mit 60 % eine hohe Prävalenz von Persönlichkeitsstörungen, wobei die dissoziale und die narzisstische Persönlichkeitsstörung bei Weitem den größten Anteil stellten. Gehäufte Komorbiditäten bestanden für Suchterkrankungen und Paraphilien. Die Personen, bei denen die Diagnose einer Persönlichkeitsstörung vorlag, wurden in 60 % der Fälle medikamentös behandelt. In Bezug auf die Dauer der Therapie bis zum Stichtag im Dezember 2020 sowie die Anzahl der Krisen und Weisungsverstöße im Jahr 2020 ließen sich keine signifikanten Unterschiede im Vergleich zu Patienten mit anderen Störungsbildern feststellen. Die drei Fallberichte beschreiben Personen, die Sexualstraftaten begangen haben. Für sie bedeutete die kombinierte psychopharmakologische Behandlung aus Antiandrogenen und Psychopharmaka eine wirksame Unterstützung im Rahmen des spezifischen Gesamtbehandlungsplans in der forensischen Nachsorge. Die erhobenen Daten und Fallberichte werden hinsichtlich ihrer praktischen Relevanz für die Arbeit in forensischen Ambulanzen diskutiert.



2021 ◽  
Vol 40 (07) ◽  
pp. 527-532
Author(s):  
Claudia Mevers ◽  
Ulf Kallweit

ZUSAMMENFASSUNGTagesschläfrigkeit stellt ein häufiges und die Leistungsfähigkeit und Lebensqualität einschränkendes Symptom dar. Die Ursachen für Tagesschläfrigkeit (EDS) sind vielfältig und beinhalten zentralnervöse Erkrankungen mit Hypersomnolenz wie die Narkolepsie oder idiopathische Hypersomnie. Eine Differenzierung von Tagesmüdigkeit, EDS und Hypersomnie stellt eine wichtige Grundlage für eine erfolgreiche Diagnosestellung und somit der weiteren Behandlung dar. Die Diagnostik erfolgt im Wesentlichen klinisch-anamnestisch sowie durch schlafmedizinische Untersuchungen. Narkolepsie ist eine seltene (auto-)immunvermittelte neurologische Erkrankung und geht u. a. mit einer schweren Störung von Wachheit und Schlaf einher. Die Behandlung beinhaltet verhaltenstherapeutische Maßnahmen und eine symptomatische medikamentöse Behandlung.



2021 ◽  
Vol 46 (03) ◽  
pp. 233-234

Ziel der sogenannte Treat-to-Target-Strategie bei der rheumatoiden Arthritis (RA) ist die Remission oder zumindest die niedrige Krankheitsaktivität innerhalb von 6 Monaten nach Therapiebeginn. Wird dieses Ziel nicht erreicht, muss die medikamentöse Behandlung angepasst werden. Ein tschechisches Forscherteam untersuchte nun, ob das Treat-to-Target-Konzept in der klinischen Praxis gegenüber der Standardversorgung Vorteile hat.



Author(s):  
Alexandra Rohracher ◽  
Eugen Trinka

ZusammenfassungEpilepsien stellen nach Demenzen und Schlaganfall die dritthäufigste neurologische Krankheitsgruppe bei älteren Menschen dar. Die Inzidenz der Epilepsien steigt im Alter, sodass aufgrund demografischer Entwicklungen in den kommenden Jahren mit einer weiteren Zunahme älterer Patienten mit Epilepsie zu rechnen ist. Die häufigsten Ursachen der Altersepilepsie stellen zerebrovaskuläre Erkrankungen und Demenzen dar. Anfälle bei älteren Menschen werden oft spät erkannt. Das Auftreten eines Status epilepticus ist bei älteren Patienten häufiger und mit erhöhter Morbidität und Letalität vergesellschaftet. Die medikamentöse Behandlung älterer Patienten wird durch Komorbiditäten und Polypharmazie erschwert, wobei Antiepileptika mit geringem Interaktionsprofil und guter Verträglichkeit zur Behandlung der Altersepilepsie gewählt werden sollten. Levetiracetam und Lamotrigin sind aufgrund geringer Interaktionen und guter Verträglichkeit Antiepileptika erster Wahl beim älteren Patienten.



2021 ◽  
Vol 19 (02) ◽  
pp. 86-89
Author(s):  
Michele Solimena ◽  
Heiko Lickert ◽  
Annette Schürmann

ZUSAMMENFASSUNGDer Typ-1-Diabetes sowie das fortgeschrittene Stadium des Typ-2-Diabetes sind durch den Verlust oder die Fehlfunktion der Insulin-produzierenden Betazellen in der Bauchspeicheldrüse gekennzeichnet. Bislang gibt es keine Möglichkeit, das Fortschreiten des Betazellverlusts durch eine medikamentöse Behandlung aufzuhalten oder umzukehren. In dem Forschungsschwerpunkt Schutz und Regeneration der Betazellen arbeitet das Deutsche Zentrum für Diabetesforschung (DZD) u. a. an Verfahren, um die Insulin-produzierenden Betazellen besser zu schützen bzw. sie wiederherzustellen oder zu ersetzen.



Author(s):  
Michael Malter ◽  
Janina Neuneier ◽  
Annika Triller ◽  
Ulf Kallweit

ZusammenfassungNarkolepsie ist eine Hypersomnolenz-Erkrankung, die mit einer Störung der Wach-Schlaf-Regulation einhergeht. Leitsymptome sind exzessive Tagesschläfrigkeit und Kataplexien. Zudem treten hypnagogene/hypnopompe Halluzinationen, Schlaflähmungen und gestörter Nachtschlaf auf. Es werden zwei Formen unterschieden. Bei der Narkolepsie Typ 1, früher Narkolepsie mit Kataplexie, besteht eine Hypocretin-Defizienz. Die Ursache der Narkolepsie Typ 2, früher Narkolepsie ohne Kataplexie, ist im Wesentlichen ungeklärt. Zur Diagnosestellung ist ein multimodaler Ansatz notwendig. Die Latenz zwischen Erkrankungsbeginn und Diagnosestellung in Europa beträgt im Mittel 14 Jahre. Es bestehen erhebliche Probleme in der Versorgung von Menschen mit Narkolepsie. Die in aller Regel lebenslange Behandlung der Narkolepsie umfasst sowohl nichtmedikamentöse Strategien als auch die symptomatische medikamentöse Behandlung.



2020 ◽  
Vol 77 (9) ◽  
pp. 433-440
Author(s):  
Roswitha Köberle ◽  
Claudine Falconnier Bendik

Zusammenfassung. Der primäre Hyperparathyreoidismus ist eine häufige endokrinologische Erkrankung mit Einfluss auf die Kalziumhomöostase und damit mannigfaltigen Symptomen unterschiedlicher Ausprägung. Diese werden häufig übersehen, da sich manche Patienten mit unspezifischen Symptomen präsentieren oder gar asymptomatisch sind. Die Diagnose wird durch die Bestimmung der Kalzium- und Parathormonwerte, sowie die Messung der Kalziumausscheidung im 24-Stunden-Urin gestellt. Eine Operation ist die einzige Therapie, die Heilung verspricht. Sobald die Operationsindikation gegeben ist, wird eine bildgebende Lokalisationsdiagnostik durchgeführt, um eine fokussierte Parathyreoidektomie zu ermöglichen. Dies verspricht eine geringe Komplikations- und hohe Erfolgsrate. Zur Kontrolle wird intraoperativ der Parathormonspiegel monitorisiert. Als Erweiterung der Technik gilt die bilaterale Halsexploration, die in speziellen Fällen angewendet werden muss. Eine endokrine chirurgische Expertise ist vor allem bei der Reoperation, beim hereditären primären Hyperparathyreoidismus und bei Karzinomen von Bedeutung. Wird aus verschiedenen Gründen beschlossen nicht zu operieren, steht eine medikamentöse Behandlung zur Verfügung, welche jedoch einer kontinuierlichen Verlaufskontrolle bedarf. Es hat sich gezeigt, dass interdisziplinäres Management die Voraussetzung ist, für die Patienten ein bestmögliches Ergebnis zu erzielen.



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